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Ellenbogen Radiusköpfchenprothese

Registriert seit
7 Jan. 2014
Beiträge
14
#97
Hallo,
ich bin mit meiner Prothese jetzt im 16. Jahr. Ich habe aktuell keine Probleme! Bei Drehung und Streckung ist zum gesunden Arm kein Unterschied zu sehen. Die mögliche Belastung ist auch wie beim gesunden Arm.
Wo ich, nach einer gewissen Zeit, ans Limit komme ist beim Bowlen oder kegeln aber ansonsten habe ich keinerlei Einschränkungen.

LG Steffen
 
Registriert seit
25 Aug. 2019
Beiträge
24
#98
Hei Steffen, bowlen oder kegeln, ist ja ein Wahnsinn, aber ich glaube mich recht zu erinnern, dass du extrem sportlich bist...Streckung und Beugung gehen extrem schlecht, Rotation ein bisschen, ist jetzt alles 6 Wochen her und morgen kommt die ORTHESE runter. Hab mir heute die DMSO Salbe gekauft, aber die darf man nicht auf die Narben schmieren, hab sie jetzt rundherum aufgetragen. Ich hoffe schon dass ich jemals wieder Gitarre spielen kann, essen etc. alles nur mit einer Hand möglich, hab mir sogar meine lange Mähne abgeschnitten, da ich mich nicht frisieren konnte und schon all meine Haare verfilzt waren...schön dass es dir mit der Prothese einigermaßen gut geht, ich versuch sie zu vermeiden so lange es geht, aber falls der Knochen wirklich abstirbt bleibt mir nicht viel übrig, denn dann lösen sich die ganzen Schrauben etc. in Nichts auf...Alles Liebe
 
Registriert seit
7 Jan. 2014
Beiträge
14
#99
Hole dir besser die DMSO Lösung. Die ist besser und die kannst du auch auf das Narbengewebe auftragen, weil es auch gegen Narben hilft. Du musst dich nur langsam rantasten mit welcher Konzentration du arbeiten kannst. Nimm aber nicht eine zu große Abpackung. 100 - 250 ml reichen. Gibt es auf bekannten Einkauf Plattformen für kleines Geld und ist medizinisch rein.
Die Narbe und das darunterliegende Gewebe habe ich, auf raten meines Therapeuten, stark massiert und geknetet bis alles weich und geschmeidig war. Durch Verwachsungen des Narbengewebes kann es auch zu Bewegungseinschränkungen kommen.
Als ich die Prothese bekam, hatte ich danach nur einen Gilchrist Verband. 2 Tage nach der OP konnte ich bereits wieder mit dem Arm Kaffee trinken und 1 Woche danach habe ich mit Physio angefangen.

LG Steffen
 
Registriert seit
13 Sep. 2019
Beiträge
1
Hallo,
ich bin die "Neue" und stelle mich mal kurz vor:
Ich bin ein 55-jähriges Nordlicht und bin auf absolut banale Weise zu meiner Radiusköpfchenfraktur gekommen.
Bin zum zigtausendsten Mal von der Terrasse durch die Tür ins Haus rein und hab' dieses eine Mal die Füsse nicht
hoch bekommen. Den Sturz auf den Laminatboden wollte ich wohl abfangen. Tja und dabei ist es dann passiert:
Neben einen Rippenprellung rechts und einer leichten Stauchung des rechten Arms hab ich mir das linke Radiusköpfchen gebrochen.
Es wurde einen Tag später operiert, aber dabei stellte sich dann heraus, dass es ein Trümmerbruch war und der behandelnde Arzt
entschied sich zur Sektion. Kurze knappe Info bei der Visite am Folgetag, dass ich eine Woche die Schiene tragen soll.
Danach soll ich den Arm wieder voll bewegen können. Langfristig könnten sich Schmerzen im Unterarm/Handgelenk einstellen.
Aber Streckung und Beugung sollten komplett möglich sein.

Eine Prothese wurde auch erwähnt, würde den Arm aber nicht belastbarer machen und nur ca. 10 Jahre halten.

Ich war 2 Wochen AU geschrieben, die Narbe ist gut verheilt.

An sich kann ich den Arm jetzt auch wieder einigermaßen gut bewegen. Strecken und Beugen geht relativ gut. Drehbewegung
schmerzen noch ziemlich. Aufstützen ist gar nicht möglich, Schweres heben versuche ich zu vermeiden.
Nachts ist es oft blöd, weil ich Seitenschläfer mit linker Hand unter dem Kopf bin. Das geht nicht lange, dann werde ich wach und der
Arm tut weh. Ich "zwinge" mich auch meistens mit ausgestrecktem Arm (nach unten) zu schlafen. Aber irgendwie werde ich jeden
Nacht wach, weil es unbequem wird.
Doch jetzt habe ich immer öfter Schmerzen im Handgelenk. Bei der Nachuntersuchung mit Röntgen meinte der Arzt, dass langfristig
ein Verschleiß dafür sorgt, dass diese Schmerzen schlimmer werden. Ich sollte mir doch mal über eine Prothese Gedanken machen,
weil die den Verschleiß und die resultierenden Schmerzen verringern würde.
Eine Dauerbeeinträchtigung ( aufstützen, schwer tragen) würde aber bleiben.
Jetzt habe ich erstmal einen Termin bei einem weiteren Chirurgen wegen einer Zweitmeinung.

Etwas skeptisch bin ich nach wie vor, weil ich so oft lese, dass mit der Prothese der Ärger erst richtig losgeht.
Ich hoffe, die Technik hat sich da schon so gut entwickelt, dass die Prothese vernünftig angepasst wird.
Meine Angst wäre, dass sich etwas lockert oder dass ich das Material nicht vertrage.

Meine Fragen an euch:
Was muss ich beachten bei einer Prothese?
Wo kann ich das bestmöglichste Ergebnis erwarten? (Kassenärztlich)
Wer hat gute Erfahrungen im Raum Kreis Steinburg /südwestliches Schleswig-Holstein gemacht.

Ist zwar ein Unfall im privaten Bereich, aber ich habe eine private Unfallversicherung, die
mir auch schon Krankenhaustagegeld gezahlt hat, Was trägt die i.d.R. zur Behandlung bei?

Muss man eine evtl. Versicherungsleistung bezüglich der dauerhaften Beeinträchtigung zwingend mit
einem Anwalt durchboxen oder zahlt die Versicherung nach Gutachten auch so?

Ach ja und vielen Dank für eure persönlichen Berichte und Erfahrungen, die sind schon sehr interessant, aber
auch sehr unterschiedlich vom Heilungsprozess.
 
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