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Ellenbogen Radiusköpfchenprothese

Moni1911

Neues Mitglied
Registriert seit
27 Okt. 2019
Beiträge
2
Danke dir,
Habe mir das beim durchlesen auch schon gedacht. Problem ist, dass die Fragmente nicht zusammenwachsen und bei normaler Belastung wieder rausbrechen oder sich verschieben. Ich kann doch nicht ewig mit einer Schiene rumlaufen.
Schade, dass ich nichts über Stoßwellentherapie in dem Zusammenhang erfahren hab, KK übernimmt in diesem Fall nicht, obwohl Privat versichert.
Liebe Grüße Moni
 

Snoopy64

Neues Mitglied
Registriert seit
13 Sep. 2019
Beiträge
6
Hallo,
ich bin die "Neue" und stelle mich mal kurz vor:
Ich bin ein 55-jähriges Nordlicht und bin auf absolut banale Weise zu meiner Radiusköpfchenfraktur gekommen.
Bin zum zigtausendsten Mal von der Terrasse durch die Tür ins Haus rein und hab' dieses eine Mal die Füsse nicht
hoch bekommen. Den Sturz auf den Laminatboden wollte ich wohl abfangen. Tja und dabei ist es dann passiert:
Neben einen Rippenprellung rechts und einer leichten Stauchung des rechten Arms hab ich mir das linke Radiusköpfchen gebrochen.
Es wurde einen Tag später operiert, aber dabei stellte sich dann heraus, dass es ein Trümmerbruch war und der behandelnde Arzt
entschied sich zur Sektion. Kurze knappe Info bei der Visite am Folgetag, dass ich eine Woche die Schiene tragen soll.
Danach soll ich den Arm wieder voll bewegen können. Langfristig könnten sich Schmerzen im Unterarm/Handgelenk einstellen.
Aber Streckung und Beugung sollten komplett möglich sein.

Eine Prothese wurde auch erwähnt, würde den Arm aber nicht belastbarer machen und nur ca. 10 Jahre halten.

Ich war 2 Wochen AU geschrieben, die Narbe ist gut verheilt.

An sich kann ich den Arm jetzt auch wieder einigermaßen gut bewegen. Strecken und Beugen geht relativ gut. Drehbewegung
schmerzen noch ziemlich. Aufstützen ist gar nicht möglich, Schweres heben versuche ich zu vermeiden.
Nachts ist es oft blöd, weil ich Seitenschläfer mit linker Hand unter dem Kopf bin. Das geht nicht lange, dann werde ich wach und der
Arm tut weh. Ich "zwinge" mich auch meistens mit ausgestrecktem Arm (nach unten) zu schlafen. Aber irgendwie werde ich jeden
Nacht wach, weil es unbequem wird.
Doch jetzt habe ich immer öfter Schmerzen im Handgelenk. Bei der Nachuntersuchung mit Röntgen meinte der Arzt, dass langfristig
ein Verschleiß dafür sorgt, dass diese Schmerzen schlimmer werden. Ich sollte mir doch mal über eine Prothese Gedanken machen,
weil die den Verschleiß und die resultierenden Schmerzen verringern würde.
Eine Dauerbeeinträchtigung ( aufstützen, schwer tragen) würde aber bleiben.
Jetzt habe ich erstmal einen Termin bei einem weiteren Chirurgen wegen einer Zweitmeinung.

Etwas skeptisch bin ich nach wie vor, weil ich so oft lese, dass mit der Prothese der Ärger erst richtig losgeht.
Ich hoffe, die Technik hat sich da schon so gut entwickelt, dass die Prothese vernünftig angepasst wird.
Meine Angst wäre, dass sich etwas lockert oder dass ich das Material nicht vertrage.

Meine Fragen an euch:
Was muss ich beachten bei einer Prothese?
Wo kann ich das bestmöglichste Ergebnis erwarten? (Kassenärztlich)
Wer hat gute Erfahrungen im Raum Kreis Steinburg /südwestliches Schleswig-Holstein gemacht.

Ist zwar ein Unfall im privaten Bereich, aber ich habe eine private Unfallversicherung, die
mir auch schon Krankenhaustagegeld gezahlt hat, Was trägt die i.d.R. zur Behandlung bei?

Muss man eine evtl. Versicherungsleistung bezüglich der dauerhaften Beeinträchtigung zwingend mit
einem Anwalt durchboxen oder zahlt die Versicherung nach Gutachten auch so?

Ach ja und vielen Dank für eure persönlichen Berichte und Erfahrungen, die sind schon sehr interessant, aber
auch sehr unterschiedlich vom Heilungsprozess.
Guten Abend, ihr Lieben!
Das war mein Vorstellungspost, das ich vor 4 Monaten geschrieben hab.
Mittlerweile hatte ich Termine in der Gelenk-Sprechstunde des UKSH, Kiel.
Dort ging die Empfehlung auch in Richtung Prothese mit allem für und wieder. Die Beratung war sehr ausführlich und
der Doc hat sich ausreichend Zeit für meine Fragen genommen.
Es wurden ein MRT und einige Rötgenbilder gemacht und eigentlich sollte morgen die OP stattfinden.
Doch nun stellt sich raus, dass "der Knochendefekt im kritischen Bereich dessen liegt, was mit einer Prothese
überbrückt werden kann".
Jetzt ist ein CT von Nöten, um zu klären, ob "die Defektstrecke" < 22 mm ist. Ist also absolut im Grenzbereich.
Falls die Defektstrecke zu groß ist, kann vielleicht gar keine Prothese eingesetzt werden. Eine Alternative wäre,
die Elle zu kürzen. Ich stell mir das so vor, dass ein Mittelstück rausgetrennt wird und der Knochen dann wieder
zusammenwächst. o_O Somit wäre der Abstand für die Prothese kleiner.

Aber ist es das wert, einen gesunden Knochen zu durchtrennen? Bei mir sträubt sich alles dagegen.
Ich stelle aber auch fest, dass die Schmerzen in den letzten Wochen zugenommen haben.
Noch sind die Schmerzen im Arm und im Handgelenk zwar halbwegs erträglich, aber das bleibt wohl nicht so.

Ich will zwar nun erstmal das CT abwarten und mir dann die Beurteilung des Chirurgen anhören.

Trotzdem kreist das Thema in meinem Kopf rum.

Hat jemand von Euch so eine Lösung, also gesunden Knochen kürzen, damit die Prothese passt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Registriert seit
7 Nov. 2012
Beiträge
50
Guten Abend, ihr Lieben!
Das war mein Vorstellungspost, das ich vor 4 Monaten geschrieben hab.
Mittlerweile hatte ich Termine in der Gelenk-Sprechstunde des UKSH, Kiel.
Dort ging die Empfehlung auch in Richtung Prothese mit allem für und wieder. Die Beratung war sehr ausführlich und
der Doc hat sich ausreichend Zeit für meine Fragen genommen.
Es wurden ein MRT und einige Rötgenbilder gemacht und eigentlich sollte morgen die OP stattfinden.
Doch nun stellt sich raus, dass "der Knochendefekt im kritischen Bereich dessen liegt, was mit einer Prothese
überbrückt werden kann".
Jetzt ist ein CT von Nöten, um zu klären, ob "die Defektstrecke" < 22 mm ist. Ist also absolut im Grenzbereich.
Falls die Defektstrecke zu groß ist, kann vielleicht gar keine Prothese eingesetzt werden. Eine Alternative wäre,
die Elle zu kürzen. Ich stell mir das so vor, dass ein Mittelstück rausgetrennt wird und der Knochen dann wieder
zusammenwächst. o_O Somit wäre der Abstand für die Prothese kleiner.

Aber ist es das wert, einen gesunden Knochen zu durchtrennen? Bei mir sträubt sich alles dagegen.
Ich stelle aber auch fest, dass die Schmerzen in den letzten Wochen zugenommen haben.
Noch sind die Schmerzen im Arm und im Handgelenk zwar halbwegs erträglich, aber das bleibt wohl nicht so.

Ich will zwar nun erstmal das CT abwarten und mir dann die Beurteilung des Chirurgen anhören.

Trotzdem kreist das Thema in meinem Kopf rum.

Hat jemand von Euch so eine Lösung, also gesunden Knochen kürzen, damit die Prothese passt?
Also bei mir wurde auch ein Stück rausgesägt das ist anscheinend normal deshalb wurde auch eine Vollnarkose empfohlen
 

Snoopy64

Neues Mitglied
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13 Sep. 2019
Beiträge
6
Also bei mir wurde auch ein Stück rausgesägt das ist anscheinend normal deshalb wurde auch eine Vollnarkose empfohlen
In mir sträubt sich alles, den gesunden Knochen zersägen zu lassen, um die Distanz zu überwinden.
Wenn man die Prothese nicht verträgt, dann ist ja plötzlich die Elle zu kurz.
Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich das wirklich will.
Keiner kann einem da raten, weil man nicht voraussehen kann, ob es wirklich besser wird oder ob man
von Regen in die Traufe kommt.
 
Registriert seit
7 Nov. 2012
Beiträge
50
Das ist leider so aber auf der einen Seite logisch wie soll man sonst die Prothese einsetzen? Die sitzt ja genau dazwischen... Platz braucht man ja
 

Snoopy64

Neues Mitglied
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13 Sep. 2019
Beiträge
6
Das ist leider so aber auf der einen Seite logisch wie soll man sonst die Prothese einsetzen? Die sitzt ja genau dazwischen... Platz braucht man ja
N'abend

Das ist aber nicht zwingend so. Mir wurde nun letzte Woche, am 22.01.2020 eine Prothese eingesetzt. Man hat die Herstellerfirma
hinzugezogen, da es eine Spezialanfertigung war, wie der behandelnde Arzt mir sagte.
Laut Röntgenbild sitzt die Prothese wohl ganz gut und musste nicht zementiert werden. Die Elle wurde nicht aufgesägt.
Der Unterarm wurde nicht in eine Gipsschiene stabilisiert, aber ich habe eine Orthese bekommen, die ich tagsüber tragen soll,
wenn ich "unterwegs" bin, also zum einkaufen oder spazieren gehen. Supination /Pronation soll ich vermeiden, genauso wie
Belastung. Flexion darf ich im Rahmen des möglichen machen, da geht aber nicht nicht viel. Extension ist schon viel besser, bei
geschätzt 120 Grad.

Wie lange wird man eigentlich AU geschrieben nach Einsatz der Prothese? (Bürotätigkeit mit Schreibarbeit am PC.)
 

seenixe

Super-Moderator
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31 Aug. 2006
Beiträge
7,682
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Berlin
Hallo Snoopy64,
habe mal in meine Glaskugel geschaut und die sagt tatsächlich solange wie Du nicht zur Arbeit gehen kannst. wirst Du krankgeschrieben.....:cool:
Es richtet sich doch danach, welche Fortschritte Du machst und da stecken wir noch weniger drin als Du. Frage doch mal Deinen Arzt, dieser sollte wenigstens eine Peilung davon haben, was er gemacht hat.

Gruß von der Seenixe
 

Snoopy64

Neues Mitglied
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6
Ist schon klar, Seenixe, die Frage könnt ihr mir natürlich nicht beantworten. Ich wollte nur mal so ein paar
"Vergleichswerte" haben. Mein Chef fragt natürlich auch schon, wie lange das dauern wird.
Jetzt hat mich der Doc erstmal für weitere 2 Wochen AU geschrieben, aber das wird wohl noch länger.

Ich bin gespannt, ob es nachher dann wirklich eine Verbesserung darstellt. I hope so!
 

Wylander

Neues Mitglied
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7 Jan. 2014
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16
Ich war 8 Wochen nach meinem Sturz (6 m vom Dach mit Beckenringfraktur und Radiusköpfchefraktur mit Prothese) wieder an der Arbeit. Ich Depp!
Aber ich war jung und brauchte das Geld.
In dem Krankenhaus, wo ich not-versorgt wurde, haben sie nur einen Schambein - und Sitzbeinbruch diagnostiziert. und ich bin nach 2 Wochen auf Krücken!! nach Hause. Achselstützen habe ich mir dann selbst besorgt.
 

daphne

Erfahrenes Mitglied
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18 Feb. 2014
Beiträge
145
Ich hatte schon mehrfach Operationen an Ellenbogen und Hand, bei denen eigentlich schon vor dem Eingriff klar war, dass die Krankschreibung länger dauern würde. Ich habe dann jedesmal mit dem D-Arzt gesprochen und darum gebeten, ein kurzes Schreiben für meinen Arbeitsgeber aufzusetzen, aus dem hervorgeht, wie lange ich in etwa insgesamt krankgeschrieben sein werde. Das habe ich dann meinem Chef gegeben und meine Vertretung konnte damit besser geplant werden.

Liebe Grüße
daphne
 
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