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Lyrika

Vilbert

Wegen Mehrfachmitgliedschaft geperrte Mitglieder
Registriert seit
22 Nov. 2011
Beiträge
14
#37
Hallo,

Schlaftabletten haben bei mir zudem den unangenehmen Nebeneffekt, dass man weniger erholsam schläft. Aber diese Empfindung mag bei jedem anders sein.

Gruß

Vilbert
 

Hans Olsen

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
28 Aug. 2011
Beiträge
138
#38
@all,

wenn ich das Thema hier verfolge, dann kann ich bei meinem Krankheutsverlauf nur noch mit dem Kopf schütteln. Leider habe auch ich vom ersten Krankenhaustag die volle Dröhnung Lyrika 2 x 150mg, nix einschleichen, in Kombination mit Celebrex, Cortisoninfusion, Ibuprofen 1.800, Trancolonc, und auch noch 2 x täglich Tilidin 50/4 bekommen. Anfänglich war ich wie vorm Kopf geschlagen dann irgendwie bin ich nur noch ferngesteuert durch die KH-Gänge geeiert.
Ich versuche nunmehr vor dem Schmerz "wegzulaufgen", was mir eigentlich nie gelingt. So lebe ich in Moment tagtäglich mit Schmerzen, weil ich vor den Nebenwirkungen der einzelnen Medikamente schon mehr Angst habe, als vor den Schmerzen.:confused:
 

Tine5880

Wegen Mehrfachmitgliedschaft geperrte Mitglieder
Registriert seit
6 Dez. 2010
Beiträge
157
#39
Hallöchen!

Ich habe das Thema hier still mit verfolgt und wollte jetzt auch mal meinen Senf dazugeben ;)

Ich nehme bereits seit über einem Jahr Lyrica wegen meinem CRPS im rechten Arm. Ich nehme die absolute Höchstdosis von 2+300mg. Damit komme ich gut klar. Meine Brennschmerzen sind damit deutlich gemindert. An Nebenwirkungen merke ich nicht viel, außer dass ich ziemlich zugenommen habe. Aber das habe ich insgesamt, durch das viele Rumsitzen. Die anderen Medikamente die ich so schlucke sind auch nicht ohne und gehen ordentlich auf's Gewicht......
Leute, die mich länger nicht gesehen haben erkennen mich manchmal nicht mehr wieder... Ich habe mich halt sehr verändert - nicht nur körperlich :(

Chronische Schmerzen sind ein Arschloch...

Nach meinem letzten Besuch beim Schmerztherapeuten sollte ich das Lyrica langsam reduzieren. Ich habe dann angefangen und habe morgens nur noch 150mg genommen und abends weiterhin 300mg. Damit fing das Brennen dann wieder an. Ich habe mir das "Spiel" einen Monat lang angesehen und dann habe ich es wieder (nach Absprache mit meinem Hausarzt) wieder auf 2*300mg erhöht.

Leider komme ich mit meinen Medikamenten nicht wirklich hin - ich warte sehnsüchtig auf nächsten Donnerstag, da habe ich endlich wieder einen Termin in der Schmerzambulanz....

Euch allen eine gute, schmerzarme Nacht!
LG
Tine
 

indianerin

Erfahrenes Mitglied
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789
#40
Hallo,
mal eine andere Frage: Mein Doc hatte mir Lyrica 25 mg aufgeschrieben, wegen der Schmerzen und weil ich abends nicht schlafen konnte.

10 Tage hab ich das Zeugs genommen....Wirkung gleich Null! In der Apo habe ich nachgefragt, die meinten ich solle es abends auf nüchternem Magen nehmen, da die Wirkung durch die NAhrung um 25 - 30% vermindert ist und spät eintritt!

Okay, habe ich dann auch nüchtern genommen....müde war ich immer noch nicht abends....erst so um 24 Uhr und hab morgens die Augen nicht aufbekommen. Die Müdigkeit hielt bis zum späten Nachmittag!

UND in den 10 Tagen habe ich 2 Kilo zugenommen!
Den ersten Tag ohne Lyrica bin ich dauernd zum Klo, gerade in der Nacht ätzend, wenn man 3-4 x raus muss.

Nächsten Tag war 1Kilo wieder runter...aber um das andere Kilo muss ich wohl kämpfen, denn ich hatte auch verstärkten Appetit bekommen. :-(

Hab mit dem Doc gesprochen und nun nehme ich wieder Cymbalta, das war mir noch am
gefallen hat, aber in einer ganz niedrigen Dosierung.
 

papajoe

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
21 Aug. 2009
Beiträge
876
#41
@ Indianerin...,

Lyrica ist ein Schmerzmittel und Cymbalta ein Antidepressivum welches eingesetzt wird u.a. um die Wirksamkeit eines Schmerzmittels zu unterstützen.

Von daher erschließt es sich mir nicht, inwiefern du durch Cymbalta ohne zus. Schmerzmittel eine Schmerzlinderung erfährst.
Es sei denn Dein Schmerz hat keine physiologischen Ursachen und findet nur auf der psychischen Ebene statt.

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:

indianerin

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
25 Mai 2011
Beiträge
789
#42
@ Indianerin...,

Lyrica ist ein Schmerzmittel und Cymbalta ein Antidepressivum welches eingesetzt wird u.a. um die Wirksamkeit eines Schmerzmittels zu unterstützen.

Von daher erschließt es sich mir nicht, inwiefern du durch Cymbalta ohne zus. Schmerzmittel eine Schmerzlinderung erfährst.
Es sei denn Dein Schmerz hat keine physiologischen Ursachen und findet nur auf der psychischen Ebene statt.

Gruß
Hallo Papajoe,

Lyrica ist nicht nur ein Schmerzmittel, es soll gegen Angstzustände, perhipäre Schmerzzustände und Epilpsie wirken.

Das Cymbalta soll das Schmerzzentrum im Kopf nicht weiter "wachsen" lassen. Heißt, der Schmerz soll da nicht ankommen.

Lyrica sollte ich ausprobieren, ob ich dadurch weniger Schmerzen habe und besser schlafen kann. Aber da tat sich nüscht.

Cymbalta soll bei mir als Antidepressivum wirken, und das Schmerzzentrum eindämmen.

Physiologische Schmerzen habe ich, erhalte aber keine Schmerzmittel, da ich auf alle möglichen empfindlich reagiere.

Im Moment warte ich auf eine Zusage der BG, dass ich zu einer Schmerztherapeutin darf. Die sind so pinglig geworden und wollen jetzt immer vorher wissen, wo ich hingehen will. :mad:
 

Brommel

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
27 Mai 2012
Beiträge
170
#43
@ all

...ich bin nun schon 15 Jahre lang BTM Patient.....in sog. Enddosierung (also so viel, das ich es noch schaffe wach zu bleiben) und ich kann nur allen Leuten und Patienten hier und außerhalb des Forums raten:

hört mal alle auf Euch ständig verrückt zu machen - hört auf, auf alles geschriebene in den "Waschzetteln" zu reagieren - das sind zumal immer 1ner von hundert, 1ner von tausend, 10 von 10.000 usw, usw....

....man kann sich auch "verrückt" oder "eingebildet krank" lesen!

Man muss nicht jedes Medikament schlucken, was einem der Doc verschreibt - lasst Euch etwas besser beraten - oft haben gerade Apotheker bessere Übersicht über Medikamente und erklären auch besser den Verlauf, die Dosierung und/oder die Wirkung/Wechselwirkung und deren Weise! -- natürlich in Absprache mit dem Doc (und ich habe es in 15 Jahren oft erlebt, das der Doc oder die Doc's dann sagten - ach ja, stimmt ja, oder hm....ja, ist wohl so auch besser usw...!)

Viele Ärzte greifen halt standartmäßig auf "Altbewährtes".....zurück - ohne (gerade in Landpraxen und auch Stadtpraxen) über Fachjournale "nachgelehrtes Fach/Weiterwissen" über Medis zu beachten und/oder zu korrigieren......!

Man selbst kann sich aber auch verrückt machen, wenn man auf jeden "Pups" reagiert oder diesen beachtet - alle Menschen sind verschieden in Aufnahme und Wirkgrad einer Medikation - niemals gibt es zweifach abgeglichene Wirkung - das darf man nicht vergessen (es sei, man ist eineiiger Zwilling und selbst dann gibt es noch minimale Unterschiede).....

Leute - lenkt Euch mal etwas ab - geht (wenn möglich) mal an die frische Luft - genießt das Sonnenlicht (denn: auch ständig in abgedunkelten Räumen zu sitzen oder zu liegen verändert die Wirkweise von Opiaten, Nerven- und Sonderpräparaten und Medikamenten!).....und versucht mal alle ein wenig zu leben.....!

Immer nur an Krankheit und Medis zu denken - macht auch krank bzw. K R Ä N K E R !

....und ich weiß, wovon ich hier schreibe!


Leider pumpen sich ja auch noch viele Patienten mit sog. frei käuflichen Extra-Medis zu - und DAS muss dann zu Wechselwirkung führen bzw. zu keiner Wirkung!

Und gerade wir Schmerz- oder Neuronal-Patienten, sollten trotz des Schmerzes etwas vorsichtiger mit Opiaten umgehen - es sind immerhin keine Honigdrops.......aber, was ich oft hier lese, lässt mich gruseln.....da hauen sich Forenmitglieder mit Medikamenten dicht, die eig. sog. "Endlast-Patienten" wie mir zugestanden werden....und glaubt mir - ich habe bestimmt nicht um diese Dosierungen gekämpft oder gebettelt, wie Einige hier!

Ich habe immer - immer bis zum letzten Tag gewartet - ich war zeitweilig sogar fast Intensivpflichtig, so schlecht bzw. dramatisch waren meine Werte.......und ich bin bestimmt kein "Schmerz-Held"......nur ich wusste (durch berufliche Erfahrung und med. Bildung) das jede Dosierung - je höher sie wird, auch eine Gegenreaktion auslöst - bis hin zur absoluten Gewöhnung!

Und das wollte ich so lang es eben geht......verhindern.....nun bin ich leider schon auf Dosierungs-Endstufe.......das nächste was kommt - ist dauerhaftes "Heia-machen".....und wenn ich Pech habe - sogar dauerhaft beatmet..........!

Kann ich doch nicht so wollen - oder? ....nee - bestimmt nicht.....ich bin gern wach und orientiert........und den Rest? - ja, den halte ich nun eben aus.......so lang es eben geht und ich es physisch u. psychisch verkrafte...........

Und ich ärgere mich über mich selbst - das ich in schwachen Momenten in den vergangenen 15 jahren "JA" gesagt habe - zur schnelleren Weiterdosierung!

Aber, *HÄTTE*, *WÄRE* und *WENN* sind Begleiter in meinem Leben, die ich bestimmt nicht meine Freunde nenne!

Also muss ich nun damit leben - ich habe es ja auch zugelassen......etwas tapferer zu sein, "wäre" besser gewesen....und seht Ihr - da ist DAS WÄRE....!

Immerhin habe ich es geschafft fast 15 Jahre auszuhalten - und hier gibts Leute, die jammern nach 1,5 Jahren schon um Höchstdosierung.....klar, es wirkt bei jedem anders - schneller oder stärker, langsamer oder geringer.....das ist ja auch ok - nur: verrückt machen, das kann man sich halt auch......auch mit Schmerzen......!

........ich entschuldige mich im voraus bei DENEN, die sich nun "angegriffen" fühlen - Schmerz kann unerträglich sein - kenn ich ja auch - nur haben wir es einfach verlernt richtig damit umzugehen - viele hier wurden einfach "schmerzfrei" durch das Leben geführt - bei jedem Pups gab es was oder etwas dagegen - aber genau dadurch haben wir verlernt vieles auszuhalten bzw. zu ertragen.......es wird uns allen teilweise etwas zu einfach gemacht.......(meine persönliche Meinung im Umgang mit Medikamenten) - allerdings gehören Patienten mit Schwersterkrankungen natürlich nicht dazu......auch nicht die Frischverunfallten.......nur im Nachlauf und der langjährigen Medikation.....ich nehme mich da ja selbst nicht aus - ich habe im Nachlauf meiner Behinderung/Krankheit einfach auch zuviel zugelassen......aber, dafür sind wir ja alle hier - um uns gegenseitig mit Rat zur Seite zu stehen.......


Brommel

....der so einiges an Schmerz- und Neuronalmedikation durch hat und seinem Apotheker etwas mehr vertraut, als seinem Landarzt :eek:
 
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#44
Hallo zusammen,

habe vor ca. 8 Wochen einen Morphiumentzug gemacht - Targin. Auch ich nehme seit längerer Zeit Lyrika. In der Klinik hat man mir bei der Entlassung mitgeteilt, dass man versuchen - soll das Lyrika auszuschleichen. Es hat sich herausgestellt, dass Lyrika ein sehr hohes Abhängigkeitpotenzial hat, ähnlich wie Morphium.

dienstunfall
 

AnaP

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#45
Ja, ich würde dir auch raten Lyrica auszuschleichen, bitte nicht abrupt !
Wikiauszug:
Warnhinweise

Pregabalin Handelsname Lyrica, sollte nicht plötzlich abgesetzt, sondern ausschleichend dosiert werden, da es sonst zu einer Häufung epileptischer Anfälle kommen kann. Benommenheit und Schläfrigkeit kann vor allem bei älteren Patienten zu Stürzen führen. In Einzelfällen sollen nach längerer Einnahme schwere Entzugsymptome vorgekommen sein. Ob dies auf den allgemeinen Patientenstamm übertragen werden kann, ist jedoch umstritten. Da Pregabalin ein Psychopharmakon ist, sind auch hier Absetzphänomene wie bei anderen Stoffen dieser Gruppe zu erwarten.

LG AnaP
 

indianerin

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#46
@AnaP

das Problem bei mir war der hohe Blutdruck der sich unter Lyrica entwickelt hat. Mit 160/110 platzte mir fast der Schädel und der Doc riet es sofort abzusetzen. :eek:

Mir wäre es auch lieber gewesen, es auszuschleichen. Die Halbwertszeit des Medis beträgt 4Tage und man soll dies mal 5 nehmen. Also gut 20 Tage hat der Körper damit zutun:eek:
Dies hat mir ein Apotheker erklärt.
 

AnaP

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114
#47
Sicher, es gibt natürlich lebensbedrohliche Fälle (also Ausnahmen), wo ausschleichen nicht möglich ist, da du unter ärztlicher Aufsicht und Rat dies tatest, ist auch nichts dagegen einzuwenden, wenn du so eine größere Gefahr abwenden konntest. :)
LG AnaP
 

Hans Olsen

Erfahrenes Mitglied
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28 Aug. 2011
Beiträge
138
#48
@Indianerin,

ich kenne die Symptomatik "Hoher Blutdruck" unter Lyrica. 200/100 waren an der Tagesordnung und dann wurde massiv der Blutdruck bekämpft. Irgendwann passten die Pillen nicht mehr in den Dosierer, bis ich dann gebeten habe, das Medikament abzusetzen. Zumal es mir nicht wirklich half. Weiter habe ich dan Carbamazepin versucht, dann vor kurzem Gabapentin, was wohl der Vorgänger des Lyricas war. Alle mit dem gleichen Effekt, der Blutdruck ging sofort in die Höhe und ich habe mir teilweise den Magen mit ausgek***t. Nun nehme ich aus dieser Sparte nichts mehr, die Schmerzen und Missempfindungen sind weiterhin immer präsent, ich versuch mit zu leben.
Anfängliches Kopfschütteln hinsichtlich des hohen Blutdrucks gefolgt von meinem permanent gehörten Lieblingssatz: "Das kann nicht sein" wurde mir dann vom Chefneurologen erklärt, dass es durchaus Fälle gibt, bei denen die Nebenwirkungen genau in die andere Richtung gehen, dann aber heftig.
So auch in meinem Fall.

Gruß H.O.
 
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