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Alte HWS-Geschichte

horax

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21 Sep. 2007
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Hamburg
Hallo,
beim überlegen und recherchieren ein solches Forum ins Netz zu stellen bin ich hier gelandet, toll die Arbeit kann ich mir also sparen.
Leider konnte ich über mein Problem hier nichts richtiges finden und eröffne somit hier mal ein neues Thema.

Vor ca. 22 Jahren wurde ich Opfer eines Auffahrunfalls im dichten Nebel. Was darauf folgte brauche ich hier wohl nur ansatzweise zu erwähnen. Der Unfall war in der Nacht nachdem ich von einer Baustelle in Wiesbaden fast das heimische Ostfriesland erreicht hatte.
Nach höchstens sehr kurzer Bewusstlosigkeit wurde ich von der Polizei nachdem ich einen Arzt nicht für nötig hielt, in den nächsten Ort und von dort bin ich dann mit einem Taxi nach Hause gefahren.
Am Tag darauf fürchterliche Kopf/Nackenschmerzen, Krankenhausdiagnose Schleudertrauma ersten Grades.
In den Tagen und Wochen darauf folgten Gangunsicherheiten unsichere Bewegungen des rechten Armes mit teilweiser Kraftlosigkeit usw. Viele mit ähnlichen Verletzungen werden das kennen.
Nach sechsjähriger Odyssee mit Diagnosen von Rentenneurose über vaskuläre Kompressionssyndrome bis hin zu MS verlor ich die Gerichtsverhandlung gegen die gegnerische Unfallversicherung weil der bestellte Gutachter meinte ich wäre ein Simulant. (wohl in hinsicht darauf das ich versuchte eine zufällige gleichzeitige Erkrankung auf den Unfall zu schieben.


So ganz genau weiss ich das aber alles nicht mehr, habe alle Dokumente die damit zu tun haben entsorgt um meine angebliche Rentenneurose zu heilen von der schlimmen Krankheit nichts mehr zu hören oder auch einfach nur um die Verbitterung und Machtlosigkeit diesem System gegenüber zu vergessen.

Dazu muss ich sagen das zwischenzeitlich der soziale Abstieg erfolgte, meine Frau sich endgültig dem Alkohol hingab ich aber durch Umschulung/Scheidung, neue Lebensgefährtin wieder Mut fasste und mein Leben in soweit gemeistert habe, dass ich mit Ihr zusammen für unseren Lebensunterhalt selbstständig im zusammen gegründetem Betrieb sorgen kann. Wenn auch mit teilweise fasst unerträglicher Quälerei und wie lange noch.

Warum ich euch das hier erzähle könnt Ihr euch vielleicht denken, ja genau, ich brauche Rat und Hilfe.
Seit einigen Jahren kommen die Beschwerden die eigentlich nie ganz weg sondern wohl eher zeitweise verdrängt waren verstärkt zurück, besonders nachdem unser Laden sehr gut läuft, und ich etwas mehr belastet werde.
Kurzum, nachdem damals nie etwas gefunden oder wie die Ärzte sagen, objektiviert werden konnte, zeigt ein jüngst angefertigtes MRT deutliche Spuren alter Verletzungen.
MRT der HWS : Ausgeprägte Spondylose/Uncarthrose HW3/4 mit Bedrängung des Myelons und der Wurzel c4 re.
Diagnose Spinalstenose cervical.
Für eine OP ist das zum Glück noch nicht schlimm genug, so zumindest habe ich den Neurochirurgen verstanden, andererseits lebt es sich damit auch nicht gerade toll.
Das dieses MRT erst nach einem unheimlichen Aufwand gemacht wurde, zeigt mir, dass sich in den letzten zwanzig Jahren nichts wesentlich geändert hat...hm obwohl sich die Medizin doch rühmt so fortschrittlich zu sein.
Kann mir jemand sagen ob es Sinn macht den Fall wieder aufzurollen oder hat jemand hier eigene ähnliche Erfahrungen.
Geht das überhaupt nach so vielen Jahren? Immerhin war es damals ein Wegeunfall und von mir unverschuldet.

Über Antworten würde ich mich sehr freuen und sorry dass ich mich nicht kürzer fassen konnte.


Viele Grüsse

[FONT=&quot]Horax [/FONT]
 

maja

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6 Sep. 2006
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Hallo Horax!

Herzliches Willkommen hier in unserem Forum!

Dein "Werdegang" einer von vielen, zeigt wieder einmal, wie mit uns umgegangen wird.
Da Dein Unfall ein Wegeunfall war-müßten der Unfall doch damals gemeldet worden sein.
Also-könntest, Du doch dem zu Folge einen Verschlechterungsantrag,
bei der BG stellen.

Dumm natürlich, dass Du alles dazu entsorgt hast.
Aber so bald Du einen Antrag auf Verschlechterung stellst, müßte die BG eigentlich verpflichtet sein, Nachforschungen anzustellen.

Jedenfalls wurde mir so etwas mitgeteilt.

Und obwohl mein Schul-Unfall vor etwa 32 Jahren, leider nicht gemeldet worden war, was ich aber auch wußte und bei der BG, angegeben hatte,
waren sie in der Pflicht.
Gut wäre es natürlich-wenn Du selbst, versuchst etwas über Deinen Unfall zusammenzutragen.

Gruß
maja
 

zweini

Nutzer
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24 Sep. 2007
Beiträge
6
Hallo Horax!

Ich bin so frei und klinke mich hier mal mit ein. ;)

Ich trage ähnliche Probleme mit mir herum. Bei mir ist der Unfall zwar "erst" 8 Jahre her. Ich habe jedoch auch täglich nahezu unerträgliche Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und immer wieder auftretende Taubheitsgefühle der Hände und Arme. Mein Gerichtsverfahren wegen Schmerzensgeldansprüchen wurde vor 3 Jahren mit einem Vergleich beendet (ich bekam damals 3000€ Schmerzensgeld - und das war's...!) mit der Begründung, dass der Beklagtenseite ansonsten zu hohe Kosten (durch weitere Gutachten usw.) entstehen würden... PRIMA
Von vielen Ärzten wurde ich ebenfalls als Simulant u.ä. tituliert, weil man ja auf den Röntgenbildern oder den MRT-Bildern nicht allzu viel sehen konnte. Der einzige mir bekannte Radiologe, der MRT-Aufnahmen vorallem bei Schleudertrauma-Patienten etwas genauer unter die Lupe nimmt, ist Dr. Friedburg (Gemeinschaftspraxis Dres. Friedburg, Eberle, Kark, Krohn in Karlsruhe). Er hat bei mir z.B. festgestellt, dass das Ligamentum alare links gerissen ist und noch so einige andere Dinge, die ein "normaler" Radiologe, Orthopäde oder Gutachter natürlich nicht sieht (oder nicht sehen will).
Bei meinem letzten MRT vor 2 Wochen (beim "normalen" Radiologen) wurden Bandscheibenprotrusionen von C3-C7 festgestellt. Beim manualtherapeutischen Befund durch meine Physiotherapeutin haben wir wiederum festgestellt, dass die komplette HWS unbeweglich ist, also die Wirbel sich absolut nicht gegeneinander mobilisieren lassen. Sowas sieht man natürlich auch nicht auf einem MRT.

Weil mich der ganze Zustand (Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Taubheitsgefühle usw., und obendrein noch, dass einem keiner so richtig glauben will) tierisch aufregt, habe ich mir mal ein Buch gekauft, das ich hier allen empfehlen möchte, die als direkt Betroffene an der Schleudertrauma-Problematik verzweifeln:

"Schleduertrauma - neuester Stand: Medizin, Biomechanik, Recht und Case Management" (ISBN: 3-033-00172-6; Preis: 40€ => lohnt sich aber)

Ich habe dieses Buch noch nicht komplett gelesen, aber es ist sehr erstaunlich, dass man plötzlich (nach ein paar Seiten) das Gefühl hat, dass die Probleme, die man hat, doch nicht so ganz aus der Luft gegriffen sind. Hier findet man endlich einmal Anhaltspunkte zu seinen Beschwerden - alles durch verschiedene Studien belegt...!

Zu dem Thema, eine Gerichtsverhandlung wieder aufzunehmen, habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Das ist aber sicherlich nicht ganz so einfach. Erstmal muss man einen Anwalt finden, der sich mit der Problematik auskennt und auf dem neuesten Stand ist und außerdem braucht man noch eine gute Rechtsschutzversicherung, die die Kosten übernehmen würde. Denn dann ginge die Odyssee mit den ganzen teuren Gutachten usw. wieder von vorne los.


Liebe Grüße von einer Leidensgenossin

zweini :D
 

Ramona

Erfahrenes Mitglied
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Hallo an euch,

ich möchte mich auch einklinken. Ich will euch mal zeigen, wie man zu tiefsten DDR-Zeiten nach einem Unfall behandelt wurde.

Ich wurde 1983 auf dem Weg zur Arbeit als Fußgänger von einem Trabant (mit 60 km/h) erfasst.
Ich muss dazu sagen, dass ich damals hinter einem Bus hervorgekommen bin. Dann , als ich mitten auf der Fahrbahn stand, sah ich den Trabbi auf mich zukommen und ....

Tja, wegspringen habe ich mir nicht zugetraut - hatte Angst, dass mir ein Bein oder so abgerissen werden könnte.
Ich blieb stehen und wurde vom Auto seitlich am Unterschenkel mit der Stoßstange und am Oberschenkel mit der Motorhaube erwischt, in die Frontscheibe geschleudert, welche dabei zerbrach (war nur ein Trabbi, zum Glück).
Durch die Vollbremsung des Fahrers kullerte ich wieder über die Motorhaube und die Straße zurück und knallte mit dem Kopf auf den Asphalt - habe ich alles mitbekommen, denn ich wurde nicht bewusstlos.

Meine Arbeitsjacke - mit Kapuze, rettete mir wahrscheinlich das Leben, denn die Kapuze legte sich zwischen den Asphalt und meinem Kopf - als ich aufschlug.( Schutzengel?)
Und der Tabbi kam kurz vor mir zum Stehen und ich wurde nicht auch noch überrollt....

Meine Kollegen riefen den Krankenwagen. Das war ein Transport, der noch andere Leute mithatte. Polizei war auch da, aber das habe ich nicht so mitbekommen, hatte womöglich auch einen Schock...

Ich wurde, nachdem ich ca. 20 min in der Kälte am Straßenrand gesessen (zitternd) hatte, sitzend im Krankenwagen zum Kreiskrankenhaus transportiert und musste zum Röntgen gehen.
Mein Kopf wurde geröntgt, wobei das Horn, welches mitlerweile gewachsen war, aufplatzte.
Das Röntgen hat anscheinend nichts ergeben, denn ich musste noch über 2 Stunden im Wartezimmer sitzen, bis ich endlich dran kam - überlegt mal - als Unfall (egal jetzt, ob ich Schuld war).

Während des Wartens lief mir das Blut von der geplatzten Kopfwunde den Nacken hinab.

Als ich endlich zum Arzt kam, fragte man mich was geschehen sei, rasierte mir danach die Platzwunde und klebte ein Pflaster drauf.
Mein Fuß, den ich mir verstaucht hatte, wurde gar nicht behandelt.

Danach sagte man mir, ich könne wieder nach Hause gehen.
Ha,ha, laufen. Wie denn?
Zu guter Letzt fuhr mich nach Bitten und betteln (ich hatte damals niemanden) ein Krankentransport in mein Heimatdorf.

Angekommen, humpelte ich zu meinem AG, um den Krankenschein abzgeben.
Der Sekretärin waren fast die Augen raus gefallen, als ich vor ihr stand. Sie sagte, dass die Gerüchteküche von sehr schweren Verletzungen, sogar Tod berichtet hätte.

Nun gut. Am nächsten morgen kam ich nicht aus dem Bett - der ganze Körper tat weh - Prellungen denke ich. ( Mit Schrubber und Besen bewegte ich mich innerhalb der Wohnung, Armstützen gab es nicht)
Mein Horn war inzwischen auf halbe Kindkopfgröße angewachsen und schmerzte. Liegen konnte ich nur seitlich, denn auf dem Rücken war es nicht möglich - wegen des Höhenunterschiedes und der Verformtheit meines Schädels.

Das Ende vom Lied - eine Woche krank geschrieben und dann gings wieder in den Job.

Heute (aber auch schon seit vielen Jahren) habe ich ebenfalls Probleme, mir schlafen die Finger ein, sie schmerzen. Schmerzen von HWS über Schulter, Ellenbogen bis in die Hände. Kopfschmezen, Schwindel etc.
Jahrelang litt ich unter Ängsten, hatte Alpträume. Und ich habe seit damals glaube ich einen kleinen "Schaden" im Gehirn (Kopf, kann nicht mehr so klar denken wie vorher).

Macht keinen Spaß, keiner nimmt einen ernst und wenn ich vom damaligen Unfall berichte, glauben die mir nicht. Zu fantastisch. Ja, ist es, aber ich habs überlebt- wahrscheinlich weil ich sportlich, halbwegs durchtrainiert und von schlanker Statue war.
Mein Kollege sagte später, ich sei geflogen wie ein Stuntman....

Damals hat sich kein Mensch interessiert, wie es mir erging. Ich war schuld, weil ich hinter einem Bus hervorkam, obwohl der Trabbi auch zu schnell gefahren war. Strafe durfte ich auch noch bezahlen und ich konnte froh sein, dass ich kurz zuvor eine Haftpflicht abgeschlossen hatte, denn sonst hätte ich den Schaden am Trabbi (Motorhaube, Stoßstange, Frontscheibe) auch noch bezahlen müssen.

Das musste ich mal loswerden, obwohl es schon so lang her ist. Die damalige Behandlung nach einem Unfall hat mich schon schockiert! Vor allem wenn man sieht, wie Opfer solcher Unfälle heutzutage behandelt werden.

Da ich schuld war, habe ich nie irgendetwas von einer BG gehört, obwohl es die zu DDR-zeiten, denke ich, auch schon gegeben hat.

@ horax. Wenn es bei der BG ( Versicherung) nach dieser langen Zeit keine Unterlagen mehr gibt, wirst du nichts mehr machen können, denke ich.

Gruß Ramona
 

maja

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Hallo Ramona!

Ich glaube Dir-könnt noch einiges dazu beitragen.

@horax
Aber trotzdem, würde ich es zumindestens versuchen!

LG
maja
 

horax

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Ein freundliches Hallo an alle und zunächst mal recht vielen Dank für eure Antworten.
Maya.)
Hast Du dich bei der BG durchsetzen können, zahlen die dir eine Rente? oder versuchen die zumindest etwas zum Erhalt deiner Arbeitskraft beizutragen?

Seinerzeit war ich einige Jahre erwerbsunfähig und habe auch eine Rente bezogen. Nur...Der Kostenträger war die LVA und nicht die BG...weil ja die Kausalität zum Unfallgeschehen von der Versicherung bestritten wurde und sich auch oder gerade damals die Gutachter nicht zu schade waren aus flüchtigen Untersuchungen für mich folgenschwere Gutachten zu erstellen.
Manchmal könnte man glatt meinen das viele Ärzte damals Aktien der Arroganz oder anderen Versicherungen hatten und schon im Vorfeld darauf achteten das die Dividende nicht zu knapp ausfiel. Sorry, ich weiss..;-)) Verfolgungswahn gehört nicht zur Symptomatik.
Sicherlich könnte ich meinen Anwalt von damals suchen und hoffen das er noch etwas hat...Weiss Du oder vielleicht sonst jemand wie lange die das aufbewahren oder auch mein damaliger Hausarzt das aufbewahren muss?

Zweini.)
Ich hatte deinen Beitrag über Google gefunden und dieser hat mich letztendlich auch hierher geführt. Weil sich aber dort schon eine Journalistin für deinen Fall interessiert wollte ich mich dort trotz des ähnlich gelagerten Falles nicht hinein drängeln. Vielen Dank also, dass Du hier mit eingestiegen bist. Nun sind wir schon Zwei oder..<;-))? Danke für den Buchtipp werde es mir beizeiten kaufen.

Ramona.)

ja...es gibt immer einen den es noch schlimmer trifft..so war auch die Aussage des Neurochirurgen....Zitat ..Ist zwar schlimm was Sie da haben aber es gibt schlimmeres...Meine Meinung ist, wenn es einem ansonsten gut geht können Zahnschnmerzen die Hölle sein.
Leider weiss ich nicht wie sich das mit der Ex-DDR verhält, Du darfst aber finanziell nicht schlechter gestellt sein wie ein Westdeutscher...glaube ich zu wissen und würde das auch gerecht finden.

Mit dem Suchbegriff hws-trauma habe ich bei Google sehr interessante Seiten gefunden...Vieles vor allem die psychischen Begleiterscheinungen
sind mir dadurch klarer geworden.
Die Ärzte behandeln uns im grossen und ganzen wie Maschinen eines Typs aber das man eine Maschine die schon mal repariert, beschädigt oder falsch eingefahren wurde etwas anders angehen muss wie eine Neuwertige werden viele von diesen nie begreifen..So würde wohl kaum ein Arzt auf den
Gedanken kommen für schmerzen in den Zehen Schwindel als Ursache auszumachen, ich z.B. habe unbewusst versucht mich in den Boden zu verankern bis die Zehennägel blau wurden. sehr Schlimm finde ich dabei, dass ich das schon gar keinem Arzt mehr erzählen würde, weil er mir das höchstwahrscheinlich eh nicht glaubt. Falls er denn soviel Zeit hätte sich das anzuhören.
Zum Glück komme ich mit den Schmerzen noch einigermassen klar und kann meine Arbeit auf mein befinden ausrichten. Leider wurde mir in letzter Zeit wieder klar das die HWS sich auch auf andere Art bemerkbar macht. Sei es nun das Kribbeln in den Händen, dass die Ohren ziepen oder was auch immer.

Viele Grüsse
Horax
 

maja

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Hallo Horax!

Da muß ich weiter ausholen.

Also dieser alte Unfall-wurde aus der "Kiste" geholt um daran,
meinen neuen Unfall vor 2,5 Jahren runterzuspielen.

Bei dem "neuen" Unfall brach ich mir den 1LW, er ist etwas über die Hälfte zusammengebrochen und die Hinterkante ist ca4-5mm, ins Rückenmark verschoben, und ein BSV LW 3/4.
Der "alte Unfall" war ein Deckeneinbruch des 3 LW, den ich mir bei einer Klassenfahrt zugezogen hatte und der damals nicht der BG gemeldet wurde.

Die BG hat nun nachgeforscht nach dem alten Unfall-natürlich nichts mehr gefunden und ist nun der Meinung-meine Beschwerden kommen von dem Vorschaden, zu dem sie ganz einfach den BSV dazurechnen.

Obwohl ich nun 78 Wochen bis zur Austeuerung, krankgeschrieben war und einen Rentenantrag stellte-hat sie nur 26 Wochen anerkannt und auch die Kosten für zwei OPs-Versteifung von hinten und vorn- nicht übernommen.

Damals mit der Begründung-Der Unfall sei noch nicht anerkannt.

Das BG KH ein halbes Jahr wollten sie unbedingt operieren und dann
nach der Ablehnung war es aufeinmal unnötig.

Jetzt habe ich den "Salat" weil das UKB hier eine derartige Position hat,
dass sich nichteinmal die Charite herantraut.

Von wegen gekümmert-ich habe nichteinmal eine Stationäre Reha bekommen.
Allerdings hat mir mein H_Arzt wie es noch möglich war-sehr viele Anwendungen verschrieben.
Und jetzt bin ich nur noch KK Patient und wurde zum Schmerzarzt verschoben.

Bei Dir sieht die Sache etwas anders aus-darum würde ich es an Deiner
Stelle unbedingt versuchen-
Als KK Patient bist Du aufgeschmissen!

LG
maja
 

zweini

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Hallo Maja!

Ein Antrag auf eine stationäre Reha wurde mir von der BfA auch verwehrt, mit der Begründung, dass nach ihren Feststellungen die Voraussetzungen für eine solche Reha-Maßnahmen von meiner Seite aus nicht erfüllt seien.
Mal auf deutsch übersetzt: zum damaligen Zeitpunkt war ich 19 Jahre alt, hatte gerade mein Abitur gemacht, wollte eine Ausbildung beginnen und hatte natürlich noch nicht in die Rentenkasse einbezahlt. Meine Beschwerden, die der BfA schriftlich vorlagen, interessierten hier in keiner Weise. Hier war nur der wirtschaftliche Aspekt wichtig: Wer noch keine Beiträge gezahlt hat, kann also auch nicht erwarten, eine Reha zu bekommen. Ganz toll...! :mad:
Als Konsequenz aus dieser Verwehrung der Reha, schickte mich mein damaliger Orthopäde zum Schmerztherapeuten. Dieser wiederum pumpte mich mit irgendwelchen Schmerzmitteln voll und renkte mich alle 3 Wochen ein. Außerdem musste ich mich auch von ihm als Simulant und Hypochonder beschimpfen lassen. Letztendlich beendete er die Behandlung, da ich ja mit den Schmerzmitteln, seiner Meinung nach, gut versorgt war. So quäle ich mich nun Tag für Tag mit meinen Beschwerden herum. Einzig und allein meiner Hausärztin kann ich noch vertrauen. Bei ihr habe ich wenigstens das Gefühl, dass sie meine Beschwerden ernst nimmt. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten verordnet sie mir Manualtherapie, was mir ein wenig Linderung verschafft. In 3 Wochen werde ich mich auf Anraten meiner Hausärztin noch einmal bei einem neuen Orthopäden vorstellen, der hoffentlich ein bißchen mehr Ahnung von der Schleudertrauma-Problematik hat...!


LG zweini
 

pinki

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Hallo horax und Zweini


nach 22 Jahren wird es sehr schwer (so denke ich ) das ganze wieder auf zu rollen , ich möchte dich nicht entmutigen oder so ...

wichtig ist das du eine Funktions MRT Untersuchung machen solltest , schwierig wird es aber sein nach zu Weisen das Verletzungsmuster , nach so langer Zeit sind keine Einbulutungen zu erkennen ,dafür aber andere wichtige Formen die für eine Verletzung sprechen könnten .
Wie das so ist , legt sich da kein Arzt hundert Prozentig fest .
Was auch wichtig ist eine Neurootologische Untersuchung , dort wird Schwindel festgestellt welcher von z.B einem HWS Trauma eingegrenzt werden kann .

Wie lange nun die Ärzte deine Unterlagen auf bewahren müssen kann ich dir nicht beantworten , ich vermute zehn Jahre bin mir aber nicht sicher.


@Ramona
Zitat :Das musste ich mal loswerden, obwohl es schon so lang her ist. Die damalige Behandlung nach einem Unfall hat mich schon schockiert! Vor allem wenn man sieht, wie Opfer solcher Unfälle heutzutage behandelt werden.


Vieleicht hast du dich etwas ungünstig ausgedrückt ; aber glaube mir hier ( Westen ) wird mit Verunfallten auch nicht anderst um gegangen . Es werden hier so habe ich das selbst erlebt , Untersuchungen erst gar nicht durchgeführt die wichtig wären und wenn dann wird so lange gewartet bis diese Verletzungen nicht mehr nach zu Weisen sind und das meines Erachten mit Absicht , man wird als Simulant oder gar Psychisch krank abgestempelt , hinter deinem Rücken werden deine Unterlagen ausgetauscht etc etc etc .

lg
Pinki
 
Zuletzt bearbeitet:

horax

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Hallo Maya, hallo Zweini,

das ist ja auch eine wilde Geschichte. Eine Reha bekam ich auch nicht und die Massagen waren wohl eher dilettantisch ausgeführt. Ich bin dann zwei Jahre zur Krankengymnastik und der Meinung das hat etwas geholfen.

Mein Hausarzt meinte damals die Reha würde abgelehnt weil man nicht weiss was man Rehabilitieren soll...Da hatte er ja irgendwie recht und er hat wirklich alles versucht.

@Pinki

Ich bin nicht so schnell zu entmutigen und erzählen lasse ich mir von den Ärzten (Meine eigentlich nur die Neurologen) auch nicht mehr alles. Habe noch nie erlebt das aus dieser Fakultät zwei einer Meinung sind.

Ein Funktions-MRT wurde in der Tat bei mir nie gemacht und da werde ich mal aktiv werden. Vielen Dank für den Tipp.

Ansonsten bin ich da nicht so skeptisch, schliesslich können ja Archäologen noch nach tausenden von Jahren an Mumien feststellen woran diese gestorben sind...;-))

Weiss jemand wo man in Hamburg so ein Funktions-MRT zuverlässig anfertigen lassen kann?

Viele Grüsse
Horax
 

pinki

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Hallo horax,

er hat sich auf Schleudertraumatas spezialisiert auf der Seite kannst du dir MRT Bilder anschauen und auch Fallbeispiele lesen und sehen.
Oder gebe mal bei google Dr.Volle ein er ist ebenfalls darauf spezialisiert.

http://www.mrt-koeln.de/zuw01.html

leider sind beide Ärzte Privatärzte aber es gibt die Möglichkeit eine evtl. Ratenzahlung zu vereinbaren.


lg
pinki
 

Ramona

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Hallo an euch,

mit meiner Geschichte wollte ich alle neueren Unfälle nicht herunterspielen, sondern nur mal ein Beispiel geben, wie man damals im KH behandelt wurde.

Meine Verletzungen waren im Vergleich zu den hier geschilderten Fällen ein Klacks.
Der Unfall war für mich nicht so schlimm denn die Verletzungen waren alle gut verheilt. Der Kopf und dessen Inhalt - das ist etwas Anderes.:eek:
Mir ging es nur darum, den Unfall und mein Glück, das ich hatte, zu schildern.
Denn im Normalfall stirbt man o. ist schwerstverletzt nach so einem Unfall, wenn der Kopf auf die Straße schlägt oder man in (auf) die Frontscheibe mit dem Kopf knallt.

Also nix für ungut.

Das könnte evtl. horax interessieren: über meinen z.B. Unfall gibt es keine Unterlagen mehr. Ich habe Ende der 90er Jahre mal versucht, Unterlagen zu bekommen, aber der ehemalige Betrieb hatte alles, was vor 1985 lag, vernichtet.
Ich hoffe für dich, dass sich deine Unterlagen finden lassen.Es gibt da, denke ich, eine Aufbewahrungsfrist - 10 Jahre oder so.

@ pinki: stimmt, habe mich blöd ausgedrückt - aber das liegt eben auch an meinem kleinen Schaden durch den damaligen Unfall. Ich finde oft nicht die passenden Worte... :eek:
Ich meinte eigentlich, dass man heutzutage - wegen Schleudertraumaverdachts und so, eine Halskrause bekommt, liegend transportiert wird etc.

Dass UO dann im Nachhinein besch... behandelt werden, das liest man ja hier im Forum jeden Tag. Egal ob Ost oder West.

Also dann. Gruß Ramona
 
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