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Alte HWS-Geschichte

pinki

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
166
Ort
Hessen
Hallo Ramona ,

Da täuscht du dich aber gewaltig , ich hatte zwei Verkehrsunfälle und bei keinem

habe ich weder eine Halskrause bekommen noch wurde ich im Krankentransport

in ein Krankenhaus eingeliefert .

Mit einer kleinen nicht aufwendigen Untersuchung und einer Halskrause etc. würde es mir heute wahrlich besser gehen . Aber statt dessen wurde hinter meinem Rücken ein Gutachten meines Behandelnden Arztes für die Versicherung erstellt , was ich erst Jahre später raus bekam :mad: lt. dessen Gutachten habe ich nur eine leichte Zerrung der HWS erlitten , fakt ist aber das meine HWS Steil gestellt und Instabil ist zu dem kommt da zu , das die Gelenkkapsel völlig aufgebraucht ist und sich eine Entzündung ein geschlichen .hat , das alles hätte nicht entstehen müssen wenn ich Fachgerecht behandelt worden wäre ,ich möchte dir damit sagen das nicht alles Gold ist was nach ausen hin zu gläntzend scheint :)

Auch ich leide heute unter massiven Konzentrations und Wortfindestörungen von den Körperlichen Auswirkungen ganz zu schweigen .

Und bis heute (drei Jahre )habe ich keinen Schadensersatz , bin mittlerweile Berufsunfähig und bekomme keine cent ...
Ein guter Arzt sagte mir mal auf Schadensersatz wenn ich ihn bekomme können 6-7 Jahre und länger drauf gehen .

lg
Pinki:)
 

Ramona

Erfahrenes Mitglied
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7 Sep. 2006
Beiträge
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Ort
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Hallo Pinki,

ich habe nicht gewusst, dass man heutzutage - wo doch die Medizin so weit ist - immer noch so "laienhaft" behandelt wird, wenn man einen Unfall hatte (vielleicht gucke ich auch zu viele Arztserien.;))

Jedenfalls tut es mir echt leid, dass du durch dieses Versäumnis nun solche Probleme hast.
Das Schlimme ist ja, dass man so allein gelassen wird und dass die "lieben Herren in Weiß" z.T. solchen Schwachsinn in ihre Gutachten schreiben, damit die Versicherungen nicht zahlen müssen. Wenn ich so etwas höre, könnte mir immer der Kragen platzen.
Wo bleibt die Gerechtigkeit und man fragt sich - wozu habe ich eine Versicherung abgeschlossen

Es ist aber leider heutzutage Gang und Gäbe, egal bei was für einer Versicherung, dass sie nur so lang zufrieden sind, wie man seine Beiträge bezahlt. Sobald man Forderungen stellt, wird man gekündigt oder eben, man erhält nix, weil gewisse Gutachter falsches Zeugnis ausstellen....

Da ist irgendetwas falsch in der Gesetzgebung - oder irre ich mich da?

So, muss jetzt los zum Schaffen.

Ich wünsch dir jedenfalls alles Gute

L.G. Ramona
 

licht

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
8 Sep. 2006
Beiträge
125
Hallo

Ich denke der folgende Beitrag könnte für einige hilfreich sein.

Qelle http://www.anb-ev.de/publikationen/dresden.pdf Seite 14

Rechtliche Aspekte der Begutachtung von psychischen Folgeschäden


Dr. Konrad Kärcher, Richter am Landessozialgericht Berlin, Invalidenstr 52, 10557 Berlin

Zwei höchstrichterliche Entscheidungen - je eine
auf den Gebieten des Privatversicherungsrechts
und des Rechts der gesetzlichen Unfallversicherung
- haben in jüngerer Zeit zu einer Neubestimmung
der Rolle von psychiatrischen Sachverständigen
im Prozess beigetragen.
Der Bundesgerichtshof (Zivilsachen) hat durch Urteil
vom 16. November 1999 - VI ZR 257/98 - NJW
2000, S. 862 ausgeführt, dass sich die Ersatzpflicht
des für einen Körper- oder Gesundheitsschaden
einstandspflichtigen Schädigers grundsätzlich auch
auf psychisch bedingte Folgewirkungen des von
ihm herbeigeführten haftungsbegründenden Ereignisses
erstreckt. Darin führte er zunächst nur eine
bereits bestehende Rechtsprechung fort. Neu ist
aber, dass der Bundesgerichtshof jetzt die Einholung
psychiatrischer Sachverständigengutachten
auch für solche Fälle verlangt, in denen bislang die
Gerichte Ausschlusstatbestände für die Haftung
annehmen durften, nämlich in Fällen eines blossen
Bagatellfalles oder einer rentenneurotischen Begehrenshaltung.
Diese Ausschlusstatbestände bestehen
zwar fort, doch dürfen die Gerichte sie in
der Regel nicht mehr aufgrund eigener Sachkunde
feststellen, sondern müssen psychiatrische Sachverständigengutachten
einholen.
Das Bundessozialgericht hat durch Urteil vom 14.
Dezember 1999 - B 2 U 10/99 R - HVBG-Info 2000,
S. 470 ebenfalls festgestellt, dass das Tatsachengericht
den Kausalzusammenhang zwischen einem
Unfall und einem später eingetretenen psychischen
Schaden nicht aufgrund eigener Sachkunde verneinen
durfte, obwohl hier ein Sachverhalt gegeben
war, der nach den allgemein anerkannten Begutachtungsmaßstäben
wohl als Ausschlusstatbestand
für einen Kausalzusammenhang hätte gewertet
werden müssen. Auch hier verlangte das
oberste Bundesgericht die Einholung eines psychiatrischen
Sachverständigengutachtens.
Diese Rechtsprechung unterstreicht, dass die Bedeutung
psychiatrischer Sachverständigengutachten
sowohl im privaten als auch im gesetzlichen
Unfallversicherungsbereich erheblich zunehmen
wird. Sachverständige, die hier tätig werden wollen,
benötigen aber einige Grundkenntnisse auf rechtlichem
Gebiet, um die richterlichen Beweisfragen
vollständig zu verstehen und in den jeweiligen
Kontext einzuordnen. So müssen Sachverständige
u.a. wissen, dass in der privaten und der gesetzlichen
Unfallversicherung unterschiedliche Kausalitätsbegriffe
gelten (Adäquanztheorie einerseits,
Theorie der wesentlichen Bedingung andererseits)
und dass unterschiedliche Beweisgrade an den
Nachweis des Kausalzusammenhanges anzulegen
sind (Vollbeweis - d. h. an Sicherheit grenzende
Wahrscheinlichkeit - im Zivilrecht, überwiegende
Wahrscheinlichkeit im Recht der gesetzlichen Unfallversicherung).
Vor allem aber müssen sich
Sachverständige stets der Tatsache bewusst sein,
dass "Nachweis" im juristischen Sinne nicht gleichbedeutend
ist mit Nachweis im naturwissenschaftlichen
Sinne.
Ein für Prozesszwecke geeignetes Sachverständigengutachten
muss folgende Regeln beachten:
Die richterliche Fragestellung ist genau zu erfassen.
Hierfür kann es erforderlich sein, den
rechtlichen Kontext (siehe oben) der Fragestellungen
im jeweiligen Rechtsteilgebiet zu bedenken.
Der Sachverständige darf keine apodiktischen
Aussagen treffen, sondern muss die für oder
gegen seine Lösung sprechenden Gesichtspunkte
sorgfältig gegeneinander abwägen. Danach
aber muss er sich - auch in Zweifelsfällen
- auf ein bestimmtes Ergebnis eindeutig festlegen,
weil sonst sein Gutachten nicht verwertbar
ist.
Der Sachverständige muss die jeweils relevanten
Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft
sowie die allgemein anerkannten Begutachtungsgrundsätze
berücksichtigen und sich
hiermit auseinander setzen. Er ist aber weder
an eine bestimmte (vorherrschende) medizinische
Lehrmeinung noch an eine eingefahrende
Praxis gebunden. Vertritt er medizinische Sondermeinungen
oder schließt er sich diesen - allgemein
oder für den Einzelfall - an, so ist er
hierzu berechtigt, muss diesen Umstand aber
offen legen und auf eine besonders sorgfältige
Argumentation achten.
Für psychiatrische Sachverständige, die diese Regeln
beherzigen, wird sich infolge der oben zitierten
höchstrichterlichen Rechtsprechung ein breites Tätigkeitsfeld
eröffnen.

Gruß licht
 
Zuletzt bearbeitet:

HWS77

Erfahrenes Mitglied
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11 Sep. 2006
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Hallo zusammen!

Ich will mich nun auch mal in dieses Thema hier einklinken.

@Ramona: Du hast geschrieben
"Ich meinte eigentlich, dass man heutzutage - wegen Schleudertraumaverdachts und so, eine Halskrause bekommt, liegend transportiert wird etc."
Ebenso wie Pinki muss ich dir da leider wiedersprechen. Nach meinem Unfall (auch ein Wegeunfall) bin ich zwar noch am Unfallort vom Notarzt behandelt worden, aber nur auf Kreislaufversagen und Schock, da ich mich an den Sturz, den ich erlitten hatte, nicht mehr so richtig erinnern konnte, das kam erst später wieder.
Ich habe dann zwar auch selber gesagt, dass ich nicht ins KH möchte, aber ich konnte gar nicht selber laufen, musste von zwei Feuerwehrleuten gestützt zum Auto gebracht werden. Spätestens da hätte meiner Meinung nach der Notarzt sagen müssen, halt Stopp, sie gehören auf jeden Fall ins KH transportiert. Ist aber nicht passiert. Nach zwei Tagen bin ich dann von meinen Eltern ins KH gebracht worden, weil die Beschwerden immer schlimmer wurden.

Weiter schreibst du:
"ich habe nicht gewusst, dass man heutzutage - wo doch die Medizin so weit ist - immer noch so "laienhaft" behandelt wird, wenn man einen Unfall hatte"
"Laienhaft" ist da glaube ich genau der richtige Ausdruck. Auch ich musste es leider erleben, dass - wie ich mittlerweile weiß - eindeutige Bilder nicht richtig gelesen wurden und meine Verletzung der Lig. alaria schon nach den ersten Aufnahmen hätte vemutet werden können. Der Neurochirurg, bei dem ich über 3 Jahre nach meinem Unfall das erste mal eine richtige Diagnose bekam, hat sich an den Kopf gepackt und konnte es nicht fassen, dass niemand anhand der Röntgenbilder und auch der späteren CT-Bilder weitere Untersuchungen veranlasst hat. Stattdessen wurde ich in diesen drei Jahren von Arzt zu Arzt weitergereicht, man hat an falschen Stellen behandelt, mich als Simulant und gestörte Persönlichkeit hingestellt.
Natürlich habe ich mich im Laufe der Jahre immer weiter Informiert, über Internet aber auch über das oben schon genannte Buch (habe dazu hier auch bei den Buchtipps was geschrieben), so dass ich schon vermutet hatte, dass was mit meinen Kopfgelenksbändern wohl nicht in Ordnung sei, zumal ein Arzt damals zumindest schon von einer Funktionsstörung der Kopfgelenke sprach. Ich habe die Ärzte darauf natürlich auch angesprochen, schließlich hatte mir daraufhin sogar eine Professorin gesagt, dass ich mir sowas nicht einbilden solle. Selbst wenn es ein Riss der Kopfgelenksbänder gewesen wäre, der Unfall wäre schließlich schon fast 3 Jahre her, da wären die Bänder längst wieder zusammengewachsen! :mad: :eek:
Du siehst also, auch die heutige Medizin kannst du im Grunde vergessen, es sei denn, du kommst irgendwann dann dochmal bei den Ärzten aus, die dich ernst nehmen und auch etwas von der Problematik verstehen.
Mittlerweile ist mein Unfall über 5 Jahre her, aber dadurch, dass 3 Jahre nichts oder was falsches gemacht wurde, sind die Chancen, dass es nochmal besser wird, sehr gering.
Naja und die Versicherung weigert sich natürlich auch noch, den Unfall und die Verletzungen anzuerkennen...

@pinki:
"Und bis heute (drei Jahre )habe ich keinen Schadensersatz , bin mittlerweile Berufsunfähig und bekomme keine cent ..."
Tja, ich muss dir leider sagen, dass du da wahrscheinlich noch etwas länger warten musst. Bei mir sind es jetzt mittlerweile wie schon geschrieben 5 Jahre seit dem Unfall und ich habe nur eine wirklich lächerliche geringe Summe von der gegn. Verischerung bekommen. Ich war die ganze Zeit arbeitsunfähig und konnte meine Ausbildung nicht abschließen. So bin ich dann irgendwann ohne abgeschlossene Ausbildung entlassen worden und muss nun mit Hartz IV klar kommen (was eigentlich kaum geht).


Jetzt aber zu dir Horax:
Ich denke es dürfte sehr schwer werden, nach so vielen Jahren noch deine jetzigen Beschwerden auf den Unfall zu beziehen, bzw. die Versicherung,BG etc. davon zu überzeugen. Wahrscheinlich wird es auch schwer für dich werden, Ärzte zu finden, die diese Zusammenhänge bestätigen. Das war für mich selbst relativ zeitnah zum Unfall trotz eindeutiger Befunde nur schwer möglich. Und deine Befunde kommen ja auch bei Menschen vor, die nie einen Unfall hatten...

Was ich nicht nachvollziehen kann, ist, warum du dich damals mit dem verlorenen Prozess zufrieden gegeben hast. Warum hast du das Gutachten nicht angegriffen? Was hattest du da nur für einen Anwalt? :confused: :eek:

Du schreibst:
"Der Kostenträger war die LVA und nicht die BG...weil ja die Kausalität zum Unfallgeschehen von der Versicherung bestritten wurde und sich auch oder gerade damals die Gutachter nicht zu schade waren aus flüchtigen Untersuchungen für mich folgenschwere Gutachten zu erstellen.
Manchmal könnte man glatt meinen das viele Ärzte damals Aktien der Arroganz oder anderen Versicherungen hatten und schon im Vorfeld darauf achteten das die Dividende nicht zu knapp ausfiel. Sorry, ich weiss..;-)) Verfolgungswahn gehört nicht zur Symptomatik."
Wieso Verfolgungswahn? Das ist doch die gängige Praxis vieler (der meisten) Gutachter und Versicherungen. Die stecken doch fast alle unter einer Decke.

Jetzt noch ein Tipp zum Funktions-MRT:
Den Link für das MRT in Köln hast du ja schon bekommen (würde ich Dr. Volle in München vorziehen, da dieser nicht überall akzeptiert wird und teilweise umtritten ist und auch teurer ist).
Per Zufall habe ich in den letzten Tagen folgende Seite gefunden:
http://www.mrt-hannover.de/ Ich denke, da du ja nach einer Adresse im Hamburger Raum fragtest, dass das vielleicht die beste Adresse für dich sein könnte.

Alles Gute und viele Grüße
Alex
 

horax

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Hallo zusammen,

vielen Dank für die vielen Tipps und Beiträge. Hoffentlich kommt noch mal jemand hinzu der so was mal mit Erfolg erstritten hat oder weitere entsprechende Urteile auftreibt.
@ Licht vielen Dank

Wie die zahlreichen Beiträge hier zeigen bin ja nicht allein und man muss einfach feststellen, die HWS hat keine Lobby wie z.B. die Rheumaliga.
Das ist schon mal schlecht.

Ich vermute mal das liegt an der Gehirnwäsche die man uns verpasst in dem wir Männer als Weicheier die Frauen als hysterisch oder beide Geschlechter als neurotische Simulanten hingestellt werden...und das möglichst solange bis Man's, Frau selber glaubt.

@ Alex, ja ich weiss das es schwer wird. Ich weiss aber auch das ein Auto zuerst dort durch rostet wo es Steinschlag oder schon mal eine Beule gegeben hat.

####Was hattest Du für einen Anwalt####
Ja, was war das nur für einer...? Ich denke mal das er alles versucht hat was er konnte und das war einfach nicht genug.

Noch weiss ich nicht wo ich das Funktions-MRT machen lasse, auch hier in Hamburger Raum ist das möglich allerdings nicht im Sitzen. Ein möglicher Spezialist wäre evtl. auch vor Ort

@ Pinki auch Dir, lieben Dank.

Euch allen möchte ich auch einen Tipp geben. Hört nicht auf um euer Recht zu kämpfen und lasst euch nicht mit einem Butterbrot abspeisen, Mit den dadurch eingesparten Geldern werden Banken gekauft und die Macht stetig vergrössert. Und besser Ihr seht's an meinem Beispiel wird's wohl eh nicht immer.

@ Ramona vor noch nicht allzulanger Zeit hat einer unserer Leute sich ein Stück vom Finger abgesägt. Ich habe Ihn einfach schnell selber zum Krankenhaus gefahren und in der Notaufnahme den Fall geschildert. Zwischendurch kam dort eine Kollegin und ich musste mich erst fürchterlich aufregen um den enstehenden privaten Plausch zu beenden.

Viele Grüsse und bitte fleissig weitermachen..;-))

Horax
 

pinki

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Hallo Alex ,

Das stand aber auch noch unter meinem Text den du Zitierst ::)


Ein guter Arzt sagte mir mal auf Schadensersatz wenn ich ihn bekomme können 6-7 Jahre und länger drauf gehen .



lg
Pinki:
 

horax

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Hallo alle,

die privaten Nachrichten habe ich inzwischen auch entdeckt..naja die Konzentration eben...:) vielen Dank auch für diese Tipps.

An Schadenersatz ist wirklich schwer heranzukommen. Ich kann mich aber daran erinnern das man einen Abschlag bekommen kann und auch mal einen bekommen habe.

Für mich wäre es wichtiger das der Zusammenhang mit dem Unfall klargestellt wird wegen einer evtl. Berufsunfähigkeit..In die Rentenversicherung konnte ich in den letzten Jahren nicht mehr so allzuviel einzahlen. Schätze mal das ich dann auch Harz4 bekommen würde.
kann jemand hier mal eine ungefähre Summe nennen die man aufwenden muss für MRT, Privatarzt usw...?

Viele Grüsse
Horax
 

pinki

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Hallo horax ,

Du mußt von 1150-2000 Euro rechnen + - .Man kann auch Ratenzhlung vereinbaren , einfach mal da anrufen und sich erkundigen :)
Du kannst es aber auch bei deiner Krankenkasse einreichen manche Kassen
über die Kosten für ein normales MRT mit viel glück auch das Funktions MRT
wenn sie gütig sind .

lg
Pinki
 

ondgi

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Riss der Kopfgelenksbänder

Hallo,
darf ich die hier schreibenden einmal fragen wie äußert sich denn
ein "Riss der Kopfgelenksbänder" ?
Ich bin durch meinen Unfall ja auch HWS geschädigt nur will man das
alles herunter spielen von wegen "war schon", "Abnutzung", "Altersbedingt", naja Ihr kennt das bestimmt auch.
Kann man diesen Riss nur Funktions MRT feststellen oder auch durch Röntgen in verschiedenen Positionen?
Danke im voraus für die Antworten sagt,

ondgi
 

HWS77

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Hallo!

Die Verletzung der Kopfgelenksbänder äußert sich bei mir in ständigen Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, teilweise Flimmern vor den Augen, Konzentrationsschwierigkeiten etc... Es gibt da sehr viele verschiedene Beschwerdebilder, die bei jedem auch etwas anders sind.

Also grundsätzlich kann man das durch einfaches Röntgen nicht feststellen. Bei mir wurde es bei einer Untersuchung mit Röntgendurchleuchtung festgestellt, wobei auch der Kopf bewegt wurde. Man soll es aber wohl auch bei einem sehr guten und dünnschichtigen Funktions-MRT sehen. Aber bei einem normalen MRT wohl nicht, da du dann ja in der Ruheposition bist.
Es können aber in Röntgenbildern sehr wohl schon Hinweise auf eine Bänderverletzung vorliegen, z.B. durch unterschiedlich große Zwischenwirbelräume etc. Bei mir war es z.B. so, dass der Dens schief war und es unterschiedlich große Abstände zu den Seiten gab (aber trotzdem hat keiner weiter gesucht). Wenn diese Auffälligkeiten vorliegen, dann sollten weitere Untersuchungen veranlasst weden.

Gruß, Alexandra
 

zweini

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Hallo!

Eine Verletzung der Kopfgelenksbänder kann man am besten im Funktions-MRT nachweisen (wenn man denn das Glück hat, jemals zu einer solchen Untersuchung überwiesen zu werden... :rolleyes: ).
Ich werde mit meinem "neuen" Orthopäden in 3 Wochen auch mal über eine solche Untersuchung sprechen, weil mich meine Beschwerden einfach nur noch wahnsinnig machen.
Meine Physiotherapeutin hat heute bei der Behandlung wieder festgestellt, dass u.a. der Atlas (1. Halswirbel) luxiert ist (also nicht in seiner normalen Position sitzt). Sowas sieht man "natürlich" nicht bei einem normalen MRT, weil die Radiologen nach sowas gar nicht erst schauen...! :confused:
Man kann jedoch die Verletzung bzw. Zerreißung zum Beispiel des Ligamentum alara (=Flügelband; zwischen Hinterhaupt und Dens des 2. Halswirbels) durch manuelle Untersuchung feststellen. Dieses Band hemmt nämlich u.a. die abnormale Rotation (Drehbewegung) des Kopfes zu einer Seite. Kann man z.B. den Kopf übermäßig nach rechts drehen, ist davon auszugehen, dass das linke Flügelband beschädigt/gerissen ist.
Das sind aber leider alles Tests, die zwar jeder Arzt durchführen können müsste, dies aber nicht tut oder nicht richtig deutet, weil ja entsprechende Anhaltspunkte auf den Röntgenbildern oder im MRT fehlen. :(
Da das Funktions-MRT wesentlich teurer als ein "normales" MRT ist, wird diese (meiner Meinung nach wesentlich aufschlussreichere) Untersuchungsmethode leider viel zu selten angeordnet.
Man kann allerdings auch berechnen, ob das Ligamentum alare gerissen ist: Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen halten die Flügelbänder eine maximale Zugbelastung von 220 Newton (= ca. 22kg) aus, bevor sie (ab-)reisen. Man braucht dann nur noch das Kopfgewicht von ca. 4,5 - 5 kg und die Aufprallgeschwindigkeit beim Unfall mit der entsprechenden Formel zu berechnen und schon weiß man ziemlich genau, ob das Flügelband bzw. die -Bänder gerissen sind.
Ich habe das in meinem Fall mal berechnet und habe ca. 360 Newton (ca. 36kg) als Ergebnis ermittelt. Braucht man da noch Röntgenbilder usw...? :rolleyes:


LG zweini :)
 

horax

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Hallo,

Bei mir ist es auch Schwindel und ich sag mal Bildverschiebungen und verschwommen sehen, Die Gangunsicherheit ist irgendwann verschwunden und zu so einer Art Phobie geworden...sach ich mal so. Hinterkopf und Nackenschmerzen, kann ich aber ignorieren. Teilweise ganz unbegründetes Herzrasen ohne Angstzustände im nächsten Augenblick können es auch wieder ganz komische Panikatacken sein ohne Herzrasen....Eigentlich alles ganz seltsam. Den Kopf kann ich nicht endgradig drehen. Durch unvorsichtiges Kopfdrehen kann es zu einem mitten im Kopf Tinitus kommen. Die Kribbelparesen kommen wohl eher von der verletzten Bandscheibe . Es gibt da wie oben schon erwähnt viele verschieden Geschichten

Weil Ihr hier meist frisch verletzt seid kann ich euch noch ein paar Tipps geben wie Ihr mit den Wehwechen umgehen könnt.

Das wichtigste ist haltet den Hals warm..NOS... Nie Ohne Schal.

Wenn das Herz rasen sollte...entspannt euch, auch wenn schwer fällt, dann mit der linken Hand auf und zu (Faust) den richtigen Takt angeben...tatatattatatatata wird zu Bu Bumm..ist ganz einfach.

Gegen Nacken und und Kopfschmerzen helfen Wärme ...mir jedenfalls.

Wenn der Schwindel mal schlimmer ist, hilft mir ein Fixpunkt den ich anvisiere und den Kopf ruhig halten...sieht etwas seltsam aus für andere aber egal..;-))

Aufpassen wenn Ihr euch beim Gehen oder Fahradfahren umschaut..das kann gefährlich werden.

Als einzige Medikamente nehme ich jetzt hin und wieder hochkonzentriertes Vitamin B B6 und durchblutungsförderndes wie z.B. Ginko

Wenn die Dumpfen völlig nebensichstehend seltsamen ich weiss nicht was das ist Zustände die man nicht beschreiben kann, mag, zu schlimm werden ist das ein Zeichen von Überanstrengung..bei mir jedenfalls. Ausruhen hilft,
Massagen sind noch besser.
Ich weiss aber noch nicht ob das bei mir was mit den Kopfgelenksbändern zu tun hat...sehen wir demnächst.

Und am meisten hilft eine Arbeit die Abwechselungsreich ist also keine Zwangshaltungen wie z.B. beim Autofahren usw. und Spass macht, trotz allem.
Zum Schluss noch jeden Tag einmal versuchen über sich selber oder andere zu lachen, gelingt leider nicht immer.
Morgens lange, mit möglichst harten Strahl die Muskeln in der Nähe der HWS Schultern und so warm duschen, anschliessend Arme und Beine kalt ab duschen, auf gar keinen Fall den Nacken...Badewannen und Duschbecken haben harte Kannten.

Das alles hilft eine Weile.

Viele Grüsse
Horax
 
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