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Schadenermittlungsbüro als Hilfe für Geschädigte und Rechtsanwälte als Vorschlag

Rekobär

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#25
Lieber Isländer,

ich hatte mir mal erlaubt, Deinen Grundgedanken, den ich für sehr bedeutend halte, aufzugreifen und damit einen "Gedankenwirbel" auszulösen.

Das Thema beschäftigt die Mehrzahl der User, wobei alle, die hier aktiv mitlesen bzw. mitschreiben sich ja bereits in Phase 3 (siehe Beitrag Nr. 23) befinden. Da sind Phase 1 und Phase 2 bereits gelaufen, was für die Grundlage der Phase 3 in vielen Fällen dadurch Problembehaftet ist, weil meistens die Phase 1 und 2 nur unzureichend abgelaufen ist.

Was übrigens den Verein Bayern angeht, habe ich mit einem Eurer Mitglieder für dieses Jahr etwas angedacht. So könnte man in einer öffentlichen Veranstaltung mal einen Crashtest als Grundlage mit anschließender Rettung, Unfallaufnahme zeigen, wie so etwas eigentlich ablaufen müsste.

Darauf aufbauend könnte man verschiedene Vorträge halten, wie die weitere Bearbeitung aussieht und worauf es ankommt.

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
 

Rudinchen

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#26
Hallo,

Man könnte ja so etwas wie ein Wiki-Verzeichnis mit den wichtigsten Übersichten ankegen. Und dann evtl. zu wichtigen Beiträgen zu diesem Thema verlinken.

LG

Rudinchen
 

Rekobär

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#28
Hallo Rudinchen,

ich finde die Idee mit dem Wiki-Verzeichnis gut. Das Ziel der Einrichtung eines Ermittlungsbüros den Unfallgeschädigten soll ja darin bestehen den Unfallgeschädigten bestimmte Arbeiten abzunehmen und sozusagen in professionelle Hände zu legen.

Ich will es mal am Beispiel der Versicherungsstruktur deutlich machen.

Der, der Versicherungen verkauft, ist nicht der, der letztendlich den Schaden bearbeitet. Dafür gibt es bei den Versicherungen Schadenabteilungen und diese sind wieder unterteilt in Klein- und Großschäden und noch eine Abteilung, die sich mit Fällen beschäftigt, bei der die Versicherungen Versicherungsbetrug vermuten.

Die Schadenabteilungen selbst sind mit einem Handlungsbuch ausgerüstet, was die Technoligie des Schadenabwickelns vorschreibt. Das ist sozusagen eine Checkliste, die dazu dient, dass der Sachbearbeiter nichts vergisst.

Da alle Unfallgeschädigten weder vom Geist, noch von der körperlichen Verfassung her gleich in der Lage ist, die notwendigen Zuarbeiten für ihre Rechtsanwälte zu leisten, sollte es für die Geschädigten so etwas, wie eine Schadenabteilung geben.

Das Wiki-Verzeichnis ist natürlich für die Unfallgeschädigten, die sich seit längerem damit beschäftigen und es auch geistig erfassen können, eine super Hilfe. Andere hingegen dürften damit hoffnungslos überfordert sein.

Hinzu kommt noch, dass im Gegensatz zu den Schadenabteilungen, die Tag ein Tag aus nichts anderes machen, als sich mit den Unfällen und deren Regulierung zu beschäftigen, die meisten Unfallgeschädigten das erste Mal damit in Berührung kommen und allein schon deshalb nicht wissen können, was wichtig ist.

Fassen wir also zusammen:

1. Die Einrichtung, egal, wie sie auch immer geartet sein mag, soll nach einer Checkliste arbeitend den Unfallgeschädigten die Zuarbeit für ihre Rechtsanwälte abnehmen.
2. Gleichzeitig steht den Unfallgeschädigten, die das selbst können, durch ein Wiki-Verzeichnis die notwendigen Informationen zur Verfügung

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
 

seenixe

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#29
Herzliche Grüße noch aus dem Urlaub,

und deshalb recht wenig im Forum.
Bei mir lagert so viel Material, dass bereits ganze Bücher auf Halde liegen. Diese sollen immer zu speziellen Themen alles Wichtige zusammen fassen. Allerdings weiß ich nicht, ob es nicht sinnvoll wäre diese Broschüren (Bücher) auch gegen einen kleinen Obolus zu vertreiben. Die geeignete Plattform ist sicher auch zu diskutieren.
Die Unterlagen könnten jederzeit als Checkliste für den eigenen Fall dienen. Ein Problem, dass ich sehr schnell auf tut ist: jeder Fall ist wirklich individuell und es müssen Komponenten berücksichtigt werden, die ganz schnell in den Bereich der Rechtsberatung abgleiten und hier fehlen uns etwas die Kompetenzen.

Gruß von der Seenixe
 

bobb

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#30
Hallo Tamtam,

Ich bin gespannt, was die anderen User noch zum obigen Gesamtthema Thema beitragen können.

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
Hallo Rekobär, hallo ISLÄNDER,

Ich denke, daß ich dazu aufgrund der eigenen Erfahrungen hinsichtlich der schon kurz nach dem Crash und erst recht der im weiteren Verlauf gemachter Fehler oder Versäumnisse aus Unkenntnis einige Vorschläge werde einbringen können.

Das fing schon bei der Unfallaufnahme durch die Polizei an. Obwohl ich dem Polizisten nach dessen Befragung sagte, dass es mir in meinem Kopf ganz komisch geht und ich ganz offensichtlich nicht steuerungsfähig war (der Unfallverursache mußte KFZ-Schein und Führerschein im Beisein der Polizei aus meiner Brieftasche zusammensuchen, da ich nicht in der Lage war, zwischen Kreditkarte und Führerschein zu unterscheiden), veranlaßte dieser bequeme Staatsbedienstete keinen Krankentransport in die Klinik und schickte mich nach der Unfallaufnahme fahruntüchig in ein nicht mehr verkehrssicheres Auto mit dem Hinweis, daß ich nach Hause fahren könnte. Das Fehlverhalten der Polizei war der Beginn einer durch viele Unzulänglichkeiten geprägten Verlaufshistorie. Viele Fehler hätten vermieden werden können, wenn es so ein "Schadensermittlungsbüro" gegeben hätte und auch ich als UO Kenntnis davon gehabt hätte.

Gruß Bobb
und danke für die Idee als Anstoß für eine rege Beteiligung.
 
Zuletzt bearbeitet:

Rudinchen

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#31
Hallo,

Ich dachte bei meinem 'Wiki-Vorschlag'' eher an eine öffentliche Datenbank mit einer einfachen Systematik und Checklisten, was nach einem Unfall zu beachten ist. Das kann mit der Unterscheidung beginnen "Unfall mit Personenschaden" und "Unfall ohne Personenschaden" und dann jeweils eine Checkliste, z.B. bei Personenschaden einen Arzt aufsuchen, Patientenakte anfordern,... Tipps zum Anlegen eines Unfallordners, Anwaltssuche oder auch eine Literatursuche, wie ich sie beschrieben habe. Die Systematik kann sich dann immer weiter verzweigen, bis hin zu spezialisierten Fragestellungen.

Wichtig für "Einsteiger" finde ich z.B. auch eine Adresssammlung mit wichtigen Adressen, wohin man sich wenden kann, wenn man Hilfe braucht (z.B. Prozesskostenhilfe beantragen, Versorgungsamt, Pflegekasse,...) Da kommt ja im Ernstfall viel zusammen.

Das UO-Forum hat ja schon eine Systematik, die könnte man evtl. aufstocken für "bleibende" Artikel zu bestimmten Themen und dann das normale Forum, in dem diskutiert werden kann.

Ist natürlich viel Arbeit solche Seiten zu pflegen - entweder muss man da eine Vorgehensweise finden, wie sich das rechnet oder - wie Wikipedia eben - auf die Gemeinschaft setzen.

Die Frage ist nur, wie es juristisch aussiehst, wenn Mal eine Fehlinformation gegeben wird oder wenn ein Leser den Text falsch versteht und sich üble Folgen daraus ergeben. Wer haftet dann?

Das müsste meiner Meinung nach zuerst geklärt werden.

LG, Rudinchen
 

ptpspmb

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#32
Hallo Rudinchen,

also ich kann mich dir voll und ganz anschließen, WIKI!
Auch die Checklisten sind unverzichtbar!
Es wurde schon beschrieben, dass der eine oder ander nicht in der Lage sein wird das abzuarbeiten!
Hier kommt dann der Fragebogen ins Spiel!
Jeder Unfall ist anders! Aber eigentlich immer der gleiche Ablauf hinterher!
Eigentlich müsste so ein Fragebogen wie bei einem Gutachter sein, oder wie ein Ahnenbaum!
Das würde schon gewaltig helfen!
Denke aber, dass das Problem sein wird, wo fängt man an und wo hört es auf!
Es sind ja schon wirklich viele User hier unterwegs, wo eine Ahnung haben und dazu beitragen, dass andere auch eine Ahnung bekommen!
Ich weis jetzt schon, dass das hier einigen Leuten da draußen ganz und garnicht passen wird!
 

Rekobär

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#33
Hallo ptpspmb,

Deine Idee des Fragebogens gab es schon einmal in der Schweiz und nannte sich Casemanagment. Das System half sowohl den Unfallgeschädigten, als auch den anderen Beteiligten. Soweit, so gut. Es greift aber erst in Phase 3. Mein Bestreben ist es ein System zu schaffen, was bereits zum Zeitpunkt null (also: Unfall ist gerade passiert) greift.

Ich fasse daher mal alle bisherigen Erkenntnisse noch einmal zusammen:

Zunächst standen die Fragen:
1. Wie sollte solch eine Einrichtung aussehen und welche Spezialisten müssten dort mitarbeiten?
2. Wie könnte man solch eine hilfreiche Einrichtung finanzieren?

Dann wurde überlegt, wann, was wo:
1. Unfallchecklisten verteilen.
2. Notversorgungschecklisten entwerfen und an Notaufnahmen, aber auch an Anwälte verteilen.
3. Beweissicherung kurz nach dem Unfall sicherstellen bzw. mit Rat helfen. (per Telefon, per App usw. )

Die Idee der App wurde weiter vertieft:
Für die App sollte man an eine
1.mediz.Beschwerdeübersicht
2.Schmerztagebuch
3.Sortierfunktion für Befunde nach Relevanz, Datum, Umfang usw
4.behandelnde Ärzte Name und Funktion
5.Ablaufschema ....wie sollte es sein
Wie ist es.....
6.alle Fristen
7.Terminfunktion
8.Chatfunktion
9.Validierung/Auswertung Statistik
10.Erfahrung mit.....

Dann wurden schon konkrete Organisationsstrukturen in Erwägung gezogen:
Organisationsform: eventuell Verein mit mehreren Standorten auf ganz Deutschland verteilt. Das würde die Hilfe von Mensch zu Mensch aufgrund von geringeren Entfernungen erleichtern.
Medium: App mit verschiedenen Funktionen als technische Hilfe. (Scanner, Sortieren, gewichten, Terminieren, Statistik, Checklisten, Warnhinweise, usw)
Bei einer App kommen damit eine ganze Menge Datenvolumen zusammen. Da irgendwann das Speichervolumen des eigenen Smartphons überfordert sein dürfte, wäre es sinnvoll, einen Server zu installieren, auf dem für jeden Nutzer ein separates Konto eröffnet wird, auf das nur der Nutzer und der von ihm beauftragte Rechtsanwalt Zugriff haben sollte. Dann könnte man nämlich auch bestimmte Funktionen der App auf den Server übertragen und somit zwischen Server und App-Nutzer einen Austausch herstellen. Somit müßte die App nicht ganz so umfangreich reich sein, sondern würde sich auf die Grundfunktionen beschränken.
Finanzierung: eventuell über Mitgliedsbeiträge (wenn Verein), Spenden, usw.
Präventivmaßnahmen: Checklisten an Notaufnahmen und Rechtsanwälte verteilen.....
Automatisierter Ablauf: Idealerweise würde bei einem Unfall die Auslösung der App bereits ausreichen, um alles weitere ohne Vorkenntnisse des Nutzers die notwendigen Schritte einzuleiten. Für den Fall, dass der eigentliche Nutzer die App aufgrund geistiger Abwesenheit nicht auslösen kann, müßte technologisch eine andere Möglichkeit eingerichtet werden.

Das führte zu einer Diskussion, weil das über die Organisationsstruktur nachdenken noch zu früh war, da weitere Dinge beachtet werden müssen.

Es wurde jetzt über den Ablauf Unfall und danach nachgedacht, was ich zu einem Phasenmodell zusammenfasste:
Phase 1: Vorphase vor dem Unfall.
Damit meine ich alle Maßnahmen, die zur Vorbereitung zur Beweissicherung vor dem Eintreten eines Unfalls dienen. Beispielsweise Erarbeitung von Checklisten usw.
Phase 2: Phase zum Zeitpunkt des Unfalls.
Damit meine ich alle Maßnahmen, die sofort unmittelbar nach dem Unfall als Erstmaßnahmen durchzuführen sind, unabhängig vom Zustand des Verunfallten. Das könnte eine automatische App sein.
Phase 3: Sammeln und Sichern von weiteren Beweisen.
Damit meine ich alle Maßnahmen, die zur Sicherung von Beweisen dienen. Dazu könnte auch die von @Rudinchen zusammen getragene Übersicht eine große Hilfe sein.
Phase 4: Gewichtung und Einordnung der gesicherten Beweise mit Folgemaßnahmen.
Damit meine ich alle Maßnahmen, die dann die entsprechenden Spezialisten übernehmen müssten., egal, welche nachfolgenden Maßnahmen dann ergriffen werden (Klage usw.).

Hierbei wurde sowohl über öffentliche Aufklärung, als auch über anzubietende Hilfsmittel nachgedacht.

Dann gab es weitere Überlegungen zu einer Wiki-Datenbank und zu einer Checkliste:
1. Die Einrichtung, egal, wie sie auch immer geartet sein mag, soll nach einer Checkliste arbeitend den Unfallgeschädigten die Zuarbeit für ihre Rechtsanwälte abnehmen.
2. Gleichzeitig steht den Unfallgeschädigten, die das selbst können, durch ein Wiki-Verzeichnis die notwendigen Informationen zur Verfügung

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
 

ptpspmb

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#34
Hallo RekoBär,

erstaunlich wie viele Daten in so kurzer Zeit zusammen getragen wurden!
Eine Zeitlang gab es von verschiedenen Versicherungen so ein Handblatt, was bei einem Unfall alles zu beachten ist!
So in etwa könnte das ganze ja auch aufgebaut werden!
Bin mal gespannt wie das ganze sich hier weiter entwickelt!
 

Trollin68

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#35
Hallo Rekobär,
Prima.....das geht in die richtige Richtung!!! Bzgl. Casemanagment.....vielleicht in der Funktion des Weichenstellers....usw. zu überlegen! Früher hat man das Berater genannt....ging auch!
Was ich noch wichtig finde....Suchfunktion und Blog....für die App!
Finanzierung...Crowdfounding oder später Mitgliedsbeiträge usw. Die App sollte kostenlos sein! Zugänglich, Einfach und verständlich. Das komplizierte....auf'm Server oder besser persönlich über die Berater.
L.g.Trollin68
 

Sekundant

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hier, links von dir
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fallakte.12hp.de
#36
hallo,

vor allem @Rekobär

ich hatte mich vor sieben, acht jahren schon mit der thematik befasst und deine zusammenstellung kommt dem sehr nahe. die website dazu musste ich leider aufgeben, aber es finden sich auch auf wikipedia Grundmerkmale des Fallmanagements, die einen leitfaden geben und an die ich mich ua orientierte.


gruss

Sekundant
 
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