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Isländer

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#49
Grüß Dich, Onyx!

Jetzt blicke ich nicht durch, wieso die gegenerische Verischerung alles abstreitet. Um Boden unter die Füße zu bekommen:

Wie ist der Unfall eigentlich abgelaufen? Dann kann man was zum Thema "wer haftet" sagen.

ISLÄNDER
 

Chris1966

Erfahrenes Mitglied
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20 Aug. 2017
Beiträge
430
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NRW
#50
Für eine Akutklinik benötigst du nur eine Einweisung vom Arzt.
Ich habe jetzt ca 10 Wochen gewartet. Verlass dich nicht zu sehr auf die Krankenkasse. Meine war keine Hilfe bei der Kliniksuche.
Du brauchst mit der Einweisung nichts genehmigen zu lassen.
Aber eine Privatklinik muß die Kasse nicht zahlen.
Chris1966
 

Kasandra

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Irgendwo im Nirgendwo
#51
Hallo Onyx,

im Grunde kannst Du froh sein, dass Du keine Frakturen und Operationen aufgrund Deines Unfalls erlitten hast.

Denn das hätte einen wochenlangen Krankenhausaufenthalt und ebenso lange einen Reha-Klinik Aufenthalt nacch sich gezogen.

Auf ITS warst Du nach Deinen Schilderungen nur zur besseren Überwachung. Im Vergleich zu den meisten anderen Usern hier hast Du so richtig Glück gehabt.

Was mich wundert ist, dass bei Dir noch bei dem sehr kurzen stationären Aufenthalt bereits ein PTBS diagnostiziert wurde.
Hast Du den Befundbericht? Mit diesen sollte es Dir sehr schnell gelingen in eine stationäre Therapie zu kommen.

Auch wundert es mich, dass Du mit dieser Diagnose, welche so schnell gestellt worden ist nicht gleich von der Klinik in eine Reha mit Begleitung PTBS entlassen worden bist?

Bitte beachte auch: PTBS ist ein TraumA und somit suchst Du nicht eine Traumklinik sondern eine Klinik welche ein psych. TraumA o. ein niedergelassener Arzt ein TraumA behandelt.

Es hat nichts mit Traum / Traumklinik zu tun!!!

Was Deine Unfallregulierung angeht brauchst Du wohl noch etwas Geduld.

Du hast hier schon in alle Richtungen wichtige Hinweise usw. erhalten. Nur wie immer Du musst auch an Dir arbeiten, Dir wird nichts in den Schoß gelegt.

Was Deinen Hinweis mit der Backpfeife angeht, diese ist wohl Deiner Beschreibung nicht mit dem Unfall in Verbindung zu bringen und schafft hier nur Verwirrung. Hier zählen Fakten, damit man - wir hier - versuchen kann Hinweise und Denkanstöße zu geben, welche Du aber umsetzen musst.

Ein Hilfsengel wird dir nicht erscheinen.

Viele Grüße

Kasandra
 

AWO425T

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18 Okt. 2017
Beiträge
28
#52
Hallo Onyx!
Ich kenne beide Situationen die Du erlebt hast auch sehr intensiv. Ich fühle mit Dir.
Jeder erlebt diese anders wobei ich mit der Psyche mehr zu kämpfen hatte als mit meinem Unfall. (7 zum Teil schwere Frakturen)
Versuche in Deinem Fall Dich zu ordnen und Prioriten zu stellen. alles in Reihenfolge und wesentliches auseinander zu halten.
Das bringt Dich etwas runter. Einen Anfang hast Du gemacht. Hier sind viele Erfahrende die Dich begleiten.

Kasandras Beitrag finde ich sehr gut.

(Auch ich hatte (vor dem Unfall eine tiefe Krise aufgrund Existensangst (Arbeitslosigkeit) Dabei habe ich auch Herzprobleme, Würgeanfälle und 12 kg abgenommen da ich nichts essen konnte. Ich hatte vor allem pure Angst. Ich war echt am Ende Dann habe ich es mit Behandlung und Tabletteneinstellung geschafft. Danach der Unfall, wieder auftretende Existensängste)
Das Gefühl das Dir nicht geholfen wird ist sehr schlimm und man fängt an sich selbst zu zweifeln.

Wenn nichts mehr geht weise Dich selber in eine Psychatrie ein. Das geht immer für eine Nacht. Auch wenn Du auf dem Flur übernachten musst.
Lass dir alles bestätigen und dokumentiere es ordentlich. Mach Druck auf Deinen Facharzt und frage wie es weiter gehen soll.

Denke positiv und habe Geduld

Viele Grüße

Awo 425 T
 

Sinja2

Neues Mitglied
Registriert seit
16 Aug. 2018
Beiträge
2
#53
Hallo,
ich kann absolut nachvollziehen was Du gerade durch machst.
Ich bin Berufskratfahrer und hatte am 06.06.2018 einen unverschuldeten Unfall als Beifahrer ( Pause ) in einem Reisebus. Ich habe nach ca. 8 Monaten auch immer noch keinerlei Kenntnis über den Unfallgegner und erlebe auch gerade (BG Fall ) wie schwierig es ist oder werden kann. Ich habe bis heute lediglich Verletztengeld bekommen, meine Sachschäden ( Brille , Spez. Navigation, Smartphone und noch einiges mehr.
Leider besteht kein Kontakt mehr zu meiner Firma oder zu den anderen Verletzten, doch so weit ich weiß, stagniert das Verfahren bei Ihnen auch.

Zu allem Überfluss ist das ganze auch noch in Frankreich passiert mit einem französischem PKW Fahrer.
Dieser wurde vor Ort festgenommen durch die Polizei, da er laut mehrerer Zeugen den Unfall verursacht habe und auch erheblich alkoholisiert gewesen sei. Da es sich um die französische Tochter der Allianz Versicherung handelt, dachte ich zunächst, das es so ja kein Problem sei, jedoch ist dieser Gedanke ein Trugschluss.
Ich muss mir einen Anwalt nehmen der an französischen Gerichten zugelassen ist und nach französischem Recht muss man den auch als " Opfer " selber bezahlen.
Zu allem Überfluss muss ich um meinen Führerschein verlängert zu bekommen ( habe alle Tests bestanden ) nun tatsächlich noch ein Psychatrisches Gutachten einreichen ( muss es selber zahlen) da ich ansonsten die Fahrerlaubnis verliere.

Meine Anfragen bei der Allianz Versicherung bleiben unbeantwortet und es gibt auch von meinem Anwalt keine Rückmeldung.
Bei meinem letzten Gespräch mit der BG, sagte man mir, ich solle mir Gedanken über eine Umschulung machen. Nicht mal eine Woche später heisst es , ich könne meinen alten Beruf wieder ausüben.
Nach dem die äußeren Wunden vernarbt sind bleibt noch eine nachlassende PTBS und das ich keine Doppelstockbus und auch nicht mehr in Doppelbesatzung ( gehlendes Vertrauen ) fahren kann.
Einzig und allein geholfen hat mir **************** ev.! Aber da es ein Unfall im Ausland war, können auch sie nicht allzu viel machen.
Ich wünsche Dir und allen hier, das alles gut wird.
 

Rekobär

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3 März 2011
Beiträge
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Website
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#54
Hallo Sinja2,

ein Unfall in Frankreich mit französischer Beteiligung ist in der Tat eine Herausforderung.

Allerdings, und das wundert mich doch sehr, hätte Dein Anwalt in Deinem speziellen Fall die Haftpflichtversicherung des Busses verklagen können. Denn als Beifahrer hast Du zwei Versicherungen, die Du in Haftung nehmen kannst. Und die Haftpflichtversicherung des Busses häte sich das Geld vom Gegner holen können.

Herzliche Grüße vom Rekobär :)
 
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2 Jan. 2017
Beiträge
32
#55
Hallo, das Versicherungen alles abstreiten, ist Verfahrensstrategie (da wird auf jedes Feld erst einmal das Gegenteil gesetzt, welches der juristischen Felder anschließend den "Gewinn" bringt, ist der Versicherung "scheißegal" aber irgendwo klappt es oder bringt Zeit).... Komm am besten ganz schnell in der juristischen Realität an !!!

Wie viele Zivilverfahren wegen Unfällen werden täglich verhandelt ? Das ist eine Abwicklungsindustrie ! Du erlebst das als Beteiligter oft nur (schlimm genug) einmal... und kommst aus dem Staunen nicht mehr heraus! Versicherungen spielen auf Zeit, die sogenannte "Schadensrückstellung" (das was Dein Unfall insgesamt kosten würde) haben die in den internen Schadensregulierungsabteilungen längst ausgerechnet... nimm Deinen Schaden ca. mal 10 und Du hast die Zahl, welche diese Banausen sich ausgerechnet haben... das können die in der Jahresbilanz auf die Verlustseite schreiben und dementsprechend 15, 5 % Einkommenssteuer sparen (§5 EStG) und 5% Solidaritätszuschlag....

Die haben das auf dem Konto... und der Geschädigte hat noch nix davon gesehen.... dann ziehen die das ein paar Jahre so durch und anschließend hat der Steuerzahler den Schaden bezahlt... und nicht die Versicherung... (verbessert mich, wenn das falsch sein sollte)

Wunder Dich am besten ganz schnell über gar nichts mehr !!!!

Hallo, ich möchte ergänzen, das die Summe, welche sich mal 10 multiplizieren lässt, die oft angebotenen Abfindungen sind!

Gruß Volker
 
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