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Fixateur Interne wieder entfernen?

Registriert seit
19 März 2014
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#1
Hallo Forum!:)
Habe mir vor einem Jahr den 12. Brustwirbel gebrochen. Dieser wurde mit einem Fixateur interne "überbrückt" also BWK 11 bis LWS1! Jetzt geht es darum ob dieser wieder entfernt wird oder ein "Leben" lang drin bleibt.

Gerne würde ich wissen ob es Leute gibt, die sich das Metall entfernen liessen und wie sie sich jetzt fühlen?
Der Fixateur bereitet mir manchmal Schmerzen und ich weiss nicht ob die Entfernung eine Besserung ergibt oder nicht. Ich bin erst 29 Jahre alt, die Ärzte sind eher für eine Entfernung.
Ich habe aber Angst, dass es mir nach der OP schlechter geht, respektive wieder so lange brauche um fit zu werden... Danke für die Antworten:rolleyes:
 

calucho

Erfahrenes Mitglied
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14 Jan. 2014
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118
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Pfalz
#2
Hallo Forum!:)
Habe mir vor einem Jahr den 12. Brustwirbel gebrochen. Dieser wurde mit einem Fixateur interne "überbrückt" also BWK 11 bis LWS1! Jetzt geht es darum ob dieser wieder entfernt wird oder ein "Leben" lang drin bleibt.

Gerne würde ich wissen ob es Leute gibt, die sich das Metall entfernen liessen und wie sie sich jetzt fühlen?
Der Fixateur bereitet mir manchmal Schmerzen und ich weiss nicht ob die Entfernung eine Besserung ergibt oder nicht. Ich bin erst 29 Jahre alt, die Ärzte sind eher für eine Entfernung.
Ich habe aber Angst, dass es mir nach der OP schlechter geht, respektive wieder so lange brauche um fit zu werden... Danke für die Antworten:rolleyes:
Hallo
Ich habe auch einen Fixateur von Th 12 -L2.
Dieser soll nach max 2 Jahren min.1 Jahr wieder heraus.
Die Ärzte meinten Weichteilbeschwerden gingen nach der Entfernung zurück
alles übrige würde sich nicht verbessern.
Da ich überwiegend Probleme mit Muskeln etc habe also würde es sich verbessern.
Krankenhaus Aufenthalt 2 Tage und 2 Tage schonen,danach vollbelastbar.
Max.bis nach der Fädenentfernung Arbeitsunfähig.
Ich wird mir das Ding auf jeden Fall rausmachen lassen,weil es auch mit den Jahren Probleme geben kann.(Materialermüdung Schraubenbruch etc.)
 

Lara L.1981

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#3
Metallentfernung

Hallo Titanium85 und Herzlich Willkommen im Forum für Unfallopfer.
Eines vorweg, ich habe selbst auch schon einige Materialentfernungen hinter mir, Schlüsselbeinbruch und auch untere Extremitäten.
Auch ich hatte etwas Schiss vor der OP. Aber unter dem Strich war es dann gut das es jetzt raus ist und die OP war eigentlich ne Lachnummer im Gegensatz zu der OP als sie es reinschraubten. Die Narkosedosis ist lange nicht so hoch und ich konnte an dem Tag schon noch Hause. Ok, die ersten paar Wochen noch etwas bewegungseingeschränkt aber dann ist alles wieder top und ich war schmerzfrei.
Ich habe mit dem Arzt vorher gesprochen, auch das sie den Schnitt genau auf die alte Narbe gemacht haben und sie haben es wirklich gut hinbekommen, da sieht man nicht, dass sie dort zweimal an der gleichen Stelle waren.

Ich meine-Du solltest es Dir auch auf jeden Fall rausnehmen lassen, gerade mit 29 Jahren und wenn die Ärzte Dir schon dazu raten.
Man weiß auch nie wie blöd es noch mal kommt und in vielen vielen Jahren kann dieses alte Material vieleicht doch noch zu einem ernsten Problem werden.

Rein vom Prinzip her, ist es ja auch nur dazu gedacht-Deine Knochen wieder zusammenheilen zu lassen und nicht dazu, dass Du da Dein restliches Leben mit rumlaufen sollst!
Hoffe das ich Dir etwas bei der Entscheidung helfen konnte;

LG Lara
 

schlowi

Erfahrenes Mitglied
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#4
Hallo Titanium85

Bei mir ist die gleiche stelle betroffen wie bei dir und es wurde mir gesagt das eine Material Entfernung nur in Frage kommt wenn ich Schwierigkeiten damit habe. Der Unfall war 2007, ich war damals 46 j alt und hatte im kh einen bettnachbarn, der damals halb so alt war wie ich also 23 j alt, einen ähnlichen unfall hatte der mit einem fixateur intern repariert wurde, mit dem ich anschließend auch zusammen zur reha war. Dem wurde immer gesagt das der fixateur auf jeden Fall wieder entfernt werden mus oder sollte. Diesem jungen Mann, zu dem ich heute noch Kontakt habe, wurde der fixateur entfernt und er ist top fit.
Es hängt auf jeden Fall vom alter des Patienten ab ob das Material wieder entfernt wird oder nicht.
Ich habe mitlerwile seit 2008 chronische schmerzen und nehme seit dem opioide dagegen.
Meine schmerzen Musen nicht zwangsläufig vom fixateur kommen da es bei mir mit der zweiten op, dem implantieren eines knochenspans aus dem Beckenkamm, nicht so geklappt hat wie es sein sollte.
In deinem Fall würde ich mir keine großen Gedanken machen. Das wird sicher nicht schlechter werden als es jetzt ist.
Alles gute.

LG schlowi
 
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19 März 2014
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#5
Besten Dank für die schnellen Antworten und das "Mut" machen! :D

Zuerst wird jetzt ein CT gemacht, damit die Durchknöcherung kontrolliert werden kann, bei den Routine-Röntgenbilder ist dies schwer zu erkennen.

Es ist für mich selber auch schwierig die Schmerzen genau zu lokalisieren, ich tippe eher auf muskuläre Probleme als auf den Fixateur. Nach einem normalen Arbeitstag im Büro spüre ich den Rücken abends schon... Ich wurde konventionell operiert (nicht minimalinvasiv) und dabei wurden logischerweise Muskeln, Bänder auf die Seite geschoben oder durchschnitten und bis das alles wieder verwachsen ist geht es scheinbar bis zu 2 Jahren!

Ich tendiere persönlich auch zu einer Metallentfernung, da man nicht wirklich weiss wie das Metall in 30 Jahren aussieht. Bin halt einfach kein Fan von Spitälern und Vollnarkose, aber das geht wohl nicht anders! Weiss jemand ob die Entfernung grosse Risiken birgt? Vielen Dank
 

Momo2012

Neues Mitglied
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14
#6
Raus damit ^^

Hi,
also ich hatte mir in 2011 den 7.Halswirbel, 3-5. Brustwirbel und den 1. Lendenwirbel gebrochen. Hab dann auch einen Fixateur bekommen, außerdem wurde mit ein Teil vom Hüftknochen entfernt und in die Wirbelsäule eingesetzt. Die zweite OP war der Hammer :(
Bei mir musste das Metall wieder entfernt werden (Meinung der Ärzte).
Ich hab den Fixateur damals als sehr belastend im Körper gefunden, jedoch finde ich es jetzt eher schlimmer (ohne ihn). Die Schmerzen habe ich jetzt schon wenn ich eine halbe Stunde vor dem PC sitze.Das war damals nicht so extrem. Ich hab ihn ambulant enfernen lassen, weil ich absolut keine Lust hatte im Krankenhaus zu bleiben (selbst Krankenschwester). Ich würde ihn an deiner Stelle entfernen lassen. Irgendwann verursacht er vllt wirklich starke Schmerzen...und wenn das Gewebe erstmal richtig an den Fixateur gewachsen ist, tut es bestimmt noch mehr weh ihn zu entfernen.
´´Also hau wech die Sch...´´ :D

LG
 

Lara L.1981

Erfahrenes Mitglied
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#7
Ich tendiere persönlich auch zu einer Metallentfernung, da man nicht wirklich weiss wie das Metall in 30 Jahren aussieht. Bin halt einfach kein Fan von Spitälern und Vollnarkose, aber das geht wohl nicht anders! Weiss jemand ob die Entfernung grosse Risiken birgt? Vielen Dank
Hallo nochmal,
jede Operation birgt ein bestimmtes Risiko, sonst müste man ja nicht diesen Wisch vorher unterschreiben :p
Aber bitte rechne das mal gegen die Nachteile, wenn Du das Metall im Körper lassen würdest. Also nochmal: Material raus weil:
[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]* dieses eine gewisse (Dauerhafte) Stabilität bringt, die dann der Knochen nicht aufbauen muß und auch nicht macht.[/FONT]
*[FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif] das Material irgendwann brechen kann, da der Knochen elastisch(er) ist und das Material durch die Mikrobewegungen mürbe wird
[/FONT][FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Also-Vollnarkose = Licht aus - Licht an / OP vorbei und die diversen Nebenwirkungen steckst Du mit 29 noch locker weg.
Glaub mir, in ein paar Jahren bist Du froh das Du es gemacht hast.

Berichte mal bitte wie es lief, damit hilfst Du evtl. dem Nächsten hier im Forum.

alles Gute,

LGL.

[/FONT][FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]
[/FONT]
 
Registriert seit
20 März 2014
Beiträge
61
#8
Raus oder nicht raus?

Hallo zusammen,

ganz allgemein gilt: Wenn eine Fraktur ausgeheilt ist, KANN ein Implantat wieder raus.

Sollte es auch raus? Kommt drauf an!
-Patient alt, keine Beschwerden: eher nicht raus
-Patient jung, keine Beschwerden: trotzdem raus
-Beschwerden: dann immer raus

Wann raus?
-Beschwerden: sofort
-Keine Beschwerden: frühstens, wenn die Fraktur sicher verheilt ist (typischerweise nach 6 bis 12 Monaten), aber nicht später als (ungefähr) 18 Monate - insbesondere bei Titanimplantaten kann (muss nicht) die Entfernung dann erschwert sein, weil sie "zu gut" eingewachsen sind/sein können.

Also: ab zum Arzt und keine Angst haben, den mit dummen Fragen zu nerven und (ganz wichtig) so lange nachfragen, bis man wirklich (!) verstanden hat, was der Arzt sagt/meint!

Alles Gute,
Scanetti
 
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21 Apr. 2014
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#9
Fixateur interne entfernen

Ich stehe derzeit unmittelbar vor der Op. Ich frage mich ob es zu Wirbelgleiten kommen kann bei Entfernung, da ich bereits 2 Titan Obelisk eingesetzt (7 u.10 BWS-nach Berstungsfraktur) bekommen habe und ob das Narbengewebe auf den Spinalkanal später drücken wird. Ich hatte meinen Unfall 2012 an der BWS.
 
Registriert seit
20 März 2014
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#10
Teilentfernung

Hallo sahaensler,

der Wirbelkörperersatz (obelisk) bleibt dauerhaft drin. Ohne wenn und aber. Die Pedikelschrauben und die Stangen können entfernt werden, wenn es zu einer knöcheren Fusion gekommen ist - dies sollte mittlerweile Jahr der Fall sein. WENN es zu einer knöchernen Fusion gekommen ist, DANN (sollte) auch kein Wirbelgleiten mehr eintreten können.

Bei der Entfernung der Schrauben und Stangen ist der Arzt (wenn sonst nichts anliegt) "weit" vom Spinalkanal entfernt, d. h. normalerweise (!) entsteht hier kein neues Narbengewebe.

Alles Gute,
Scanetti
 
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31 Mai 2014
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#11
bei mir musste auch der BWK 12 dranglauben. Hatte eine B2.1 Fraktur (Frakturspalt geht auch durch die Facettengelenke), und wurde minimalinvasiv versorgt - eine dorsale Stabilisierung mit dem BWK11.

Unterschiedliche Ärzte haben unterschiedliche Meinungen :)
Es gab präoperativ kein MRT, deshalb weiss man nicht in welchem Zustand die Bandscheibe ist. Von: "die muss zerfetzt sein, deshalb sollte das Metall drinbleiben" bis "die ist noch ganz, Metall kommt raus" hab ich alles gehört (in derselben Klinik).
Derzeit hab ich eher muskuläre Problem(ch)e(n) durch den Fixateur.

Ich weiss nicht, ob man nicht doch noch ein MRT machen lassen kann bevor man das Metall rausnimmt oder ob die Artefakte alles überlagern würden.

Aber sonst - bin ich mehr als zufrieden mit dem Verlauf und der Klinikwahl (hab mich verlegen lassen, woanders hätte wollte man zusätzlich von ventral verschrauben! Meine Versicherung hat die Verlegung empfohlen..da ich keine neurologischen Ausfälle hatte war dies gut möglich.

Werde das mit dem MRT noch abklären, mir noch eine Zweitmeinung einholen & dann entscheiden....wahrscheinlich kommt das Metall aber raus.
 

calucho

Erfahrenes Mitglied
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14 Jan. 2014
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Ort
Pfalz
#12
Bei mir steht im Mitte des Monats die Me an.(Th 12-L1).
Habe im Juli 2013 einen Knochenblock eingesetzt bekommen (Hüftspan).
Der Block ist oben noch nicht 100% knöchern konsolidiert.
Das soll an dem Fixateur liegen wenn er draußen ist soll sich das Schließen.
Ich habe 3 Meinungen alles sprechen sich nach Tests für die Entfernung aus allerdings eine Meinung ist Entfernung September die anderen 2 sagen zu lang.
Eine Meinung ist der Knochenblock hält andere kann zusamenkrachen schlimmstenfalls.Dann müßte alles nochmal von vorne beginnen.
Dorsoventral.!
Da macht man sich schon seine Gedanken! (noch 10 Tage)

Vor allen Dingen die BG sagt nach 2 Wochen arbeitsfähig!
Der Operateur muß man zuwarten was passiert 6-8-Wochen!
Bin jetzt fast 12 Monate daheim! Da langts irgendwann!:mad:
 
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