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Verfahrensdauer bei PUV

Viragopitti

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2 Nov. 2007
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www.chopperfreunde.de
Ich hatte am 25.04.2005 einen schweren unverschuldeten Motorradunfall, der von meiner BG anstandslos als Wegeunfall anerkannt wurde. Seit diesem Zeitpunkt ärgere ich mich aber mit meiner privaten UV herum. Nach bis jetzt 19 Operationen ist immer noch kein Ende ab zu sehen. Die letzte OP hatte ich am 30.11.2007, wo mir eine Knieprothese eingesetzt wurde. Da ich mich immer noch nicht wieder vernünftig bewegen kann und auch noch in schmerztherapeutischer Behandlung bin, eiert die UV herum und ist nicht mal zu einer Abschlagszahlung zu bewegen. Wie kann man die UV nun überzeugen, dass sie wenigstens eine Vorabzahlung zu leisten hat, denn eine dauerhafte MdE wird 100% nicht aus bleiben. Danke schon mal im Voraus.

www.chopperfreunde.de
 

Schoppi

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Es ist doch immer wieder das Gleiche. Selbst wenn es glasklar auf der Hand liegt. Such dir einen guten Anwalt und zerr sie vor Gericht. Nur so bekommst du dein Recht.

LG

Andree
 

EBI

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Hallo,

bei mir hat die PUV auch erst drei Jahre nach dem Unfall die volle Schadenssumme bezahlt. Wurde vorher zu einigen Gutachtern einbestellt.
Ich bekam in der Zwischenzeit nur eine relativ kleine Summe ausbezahlt.

Ich denke, dass ist die gängige Praxis bei den Versicherungsunternehmen.
Hört sich jetzt blöd an, aber das Unfallopfer könnte ja innerhalb der drei Jahres Frist versterben und die Versicherung wäre dann fein raus.

Ich denke Du brauchst erstmal ein Gutachten, in dem Dir dauerhafte Schäden bestätigt werden. Erst dann wird sich was tun.
 

kahesi

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Hallo,

nach nunmehr über 5 Jahren gehe ich in der kommenden Woche zu einer hoffentlich letzten, gerichtlich veranlassten Begutachtung über die nach einem Unfall zurückgebliebenen neurologischen Schädigungen.
Jede PUV wird versuchen, neurologische Beeinträchtigungen immer gerichtlich klären zu lassen, weil diese auch psychisch verursacht sein können. Wenn der Gutachter mitspielt, lassen sich auf diesem Wege offensichtlich beträchtliche Schadenersatzleistungen einsparen.

Ich wünsche allen Unfallopfern viel Erfolg auf dem recht steingen Weg zu einer zufriedenstellenden Schadensregulierung.
 

kallimero

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Hallo Viragopitti,

nachdem ich Deine Story gelesen habe, habe ich mir zunächst die Frage gestellt: "Habe ich bereits einen Beitrag für dieses Forum geleistet"?

Natürlich nicht, aber dennoch ist meine Story ganz ähnlich wie die Deine. Ich hatte im Mai 2005 auch einen schweren Unfall mit meinem Motorrad. Ergebnis: Linkes Schienbein ist total hinüber.
In dem ganzen Verfahren mit meiner PUV bin ich bis jetzt auch noch ohne Leistung geblieben. Ich habe in einigen Beiträgen gelesen und einen brauchbaren Link gefunden.

http://www.mydatabus.com/public/Unfallreportfile/1009.BegutachtungPUV.pdf

So wie ich eine Passage verstanden habe, muss die PUV dann leisten -zumindest anteilig-, wenn der behandelnde Arzt das Verbleiben einer Invalidität bescheinigt. Zusätzlich haben die Vertragsparteien das Recht, jährlich eine Nachprüfung der Invalidität zu veranlassen. Machen die Vertragsparteien davon Gebrauch, so muss der Versicherer die Zahlung sogar verzinst zahlen.

Auch bei mir sind jetzt die drei Jahre bald rum. Genauso wie ich um mein Recht bange, so halte ich für Dich die Daumen.

Gruß Kallimero
 

Viragopitti

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Danke für die guten Ratschläge

Danke erst einmal, dass ich hier auf dieser Seite meine Fragen stellen konnte. Es baut schon ein wenig auf, wenn mann Hilfe braucht und auch bekommt. War jetzt in Greiswald zur Begutachtung für die Versicherung. Das kann jetzt aber auch noch ein paar Monate dauern, bis die sich dann rührt. Für die Versicherung des Unfallgegners und für meine BG steht mir das aber auch noch bevor. Ich mag schon gar keinen weißen Kittel mehr sehen. Ich weiss nicht, ob es so etwas gibt, aber ich glaube, dass ich eine Krankenhausallergie bekommen habe. Falls jemand mal die ganze Geschichte lesen möchte, ich habe sie mal als Dokument mit angehängt. Würde mich über jeden gut gemeinten Ratschlag, oder Hilfe freuen. Ralf
 

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Reickja

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Hallo Viragopitti,

erstmal weiterhin gute Besserung. Wie geht es Deinem Bein denn jetzt.

War das Deine erste Begutachtung für die private Versicherung
Denk an die Dreijahresfrist, hier im Forum findest Du interessante Themen, spezielle auch zur Dreijahresfrist und noch nicht beendetet Heilbehandlung.

Welche Versicherungsbedingungen greifen denn bei Dir. AUB 88 oder eher später.

Uns würde mal interessieren ob diesse Spongiose-Op' wirklich das Allheilmittel sind? Mein Partner ist davon betroffen, er hat die Ketten noch in sich, soll jetzt regelmäßig zur Begutachtung und dann auch diese OP.

Habe Deinen Bericht gelesen, kann Deine Weißkittelallergie verstehen.

Alles Gute und schönes WE.

Reikja
 

Viragopitti

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Septopalketteneinlage

Hallo Reickja, ich kannn deinem Partner diese OP mit dieser Septopalketteneinlage wirklich empfehlen. Bei mir war wegen dieser Infektionsgeschichte in jeder Klinik nur die Rede von Amputation oberhalb des Knies. War für mich aber keine Alternative, den ich glaube, dass wohl jeder Mensch um den Erhalt seines Beines kämpfen würde. Es ist nur schade, dass sich der Patient selber um alles kümmern muß, den von meinem behandelnden D- Arzt kam Null Komma Null. Den Arzt in Itzehoe habe ich auch nur durch gute Freunde gefunden. Er gab mir wenigstens 10% Hoffnung und riskierte mit meiner Zustimmung die Knie TEP OP. Ich bin ihm echt dankbar und kann ihn nur weiter empfehlen. Anschrift und Telefonnummern findet ihr im letzten Beitrag von mir als Anlage. Es ist zwar sehr langwierig, denn die Ketten müssen ja auch mindestens 12 Wochen drinne bleiben, aber sie haben die Infektion eben so weit eingedämmt, dass Herr Dr. Kappus die OP riskieren konnte. Rede deinem Partner gut zu und lasse es ihn machen. Auch wenn er von diesen dauernden OP`s die Nase voll hat,einmal muß er da noch durch. Bis dann. Ralf
 

kallimero

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Ja sag mal wie Deine erste Begutachtung gelaufen ist. Inwieweit wurde denn bei Deinem Krankheitsbild eine Invalidität festgestellt? Mich würde auch interessieren, wie es mit deiner TEP funktioniert. Ich habe meine jetzt seit gut 13 Wochen drin und sie funktioniert nicht so wie gewünscht. Gruß Kallimero
 

Viragopitti

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Hallo Kallimero

Hallo und guten Abend, habe mein Gutachten für die UV- Versicherung bekommen. Festgestellt wurden 50%, welche aber auch darauf beruhen, dass ich die nächsten paar Jahre in schmerztherapeuthischer Behandlung bleiben muß. Diese 50% bleiben mir aber ständig, auch ohne Nachuntersuchung. Ein Knie wächst nicht nach. Mein Knie TEP geht eigentlich ganz gut, aber es klappert ganz gewaltig. Es fehlen halt die Schmiernippel an der Seite. Das Laufen geht auch schon wieder relativ gut, auch wenn das Bein 1,5 cm kürzer geworden ist. Schmerzen habe ich ohne Medikamente ohne Ende. Sind auch schon ein paar Monate nur mit Opiaten unter Kontrolle zu halten. Die Dosierung ist jetzt aber eigentlich schon zu fett, denn es treten die ersten Nebenwirkungen ein. Und doch reicht sie nicht aus, um den Schmerz komplett ab zu schalten. Ein Kreislauf ohne Ende. Habe es jetzt aus lauter Verzweiflung schon mit energetischem Heilen probiert. Es funktioniert komischer Weise ganz gut, aber du kommst ja bei diesen Kosten nicht mehr mit dem A...h an die Wand. Keine Chance die BG oder die Kasse zur Kostenübernahme zu bewegen. Da stellen die sich krumm an, dass geht gar nicht. Begutachtung für die BG steht auch noch aus. Ich mußte jetzt erst einmal eine Arbeits- und Belastungserprobung von 4 Wochen machen. Heute habe ich mich von meinem D- Arzt arbeitsfähig schreiben lassen. Er kann eh nichts mehr machen und ändern wird sich definitiv an meinem Bein auch nichts mehr. Höchstens die Knocheninfektion schlägt mir ein Schnippchen, aber da kenne ich ja die Endlösung. Auch wenn das Bein dran ist, kann es vom Schmerzempfinden nicht mehr schlimmer werden. Also genieße ich jeden Tag so gut es geht, mache am Wochenende mit meiner Frau u. meinen Kumpels unsere Ausfahrten und leben jetzt wirklich intensivu. bewußt. Kannst ja mal auf meine Webseite gehen. www.chopperfreunde.de
 

Viragopitti

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Mrt

Hallo Leute,
momentan scheint bei mir aber auch alles schief zu laufen.War am 14.07.08 wieder mal zum MRT, da die Schmerzen, trotz Medikamenten, immer stärker werden. Es wurde eine Knochenentzündung unter- u. oberhalb der Prothese diagnostiziert. Mein behandelnder D- Arzt hat mich jetzt zur Klinik geschickt, in der die Prothese eingesetzt wurde. Er machte mich aber gleich darauf aufmerksam, dass nun wohl entgültig die Amputation oberhalb vom Knie ansteht. Meine Begeisterung könnt ihr euch ja sicherlich vorstellen. Und das bei meiner Krankenhausallergie. Ich brauche doch nur einen weißen Kittel zu sehen und ich muß mich beherrschen, um nicht etwas unbedachtes zu sagen. Von den Konsequenzen einer Amputation ganz zu schweigen. Man mag darüber auch nicht so wirklich nach denken. Ich weiß, das ich keine großen Alternativen jetzt mehr habe, aber ein Schei..gefühl ist es trotzdem.
Bis dann. Ralf
www.chopperfreunde.de
 

Reickja

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Hallo Viragopitti,

Du solltest den Arzt wechseln. Also erstmal Kopf hoch, wenn es auch schwer fällt.
01. Rat. Lass Dich unbedingt von einem weiteren Arzt untersuchen, wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem Krankenhaus HH-Eilbeck gemacht.
Ist zwar keine BG Klinik aber unser Chefarzt hat das trotzdem durchbekommen.
Wenn Du nähere Info's möchtest, gern per privater PN.
Auch wenn Du Ärzte nicht mehr sehen kannst, geht uns auch so, versuche einfach diesen Weg. Es gibt noch einen anderen, siehe mal unter google, Begriff Osteomyelitis nach. Da gibt es eine eigene Homepage und sehr viele nützliche Tipps und Ratschläge.
Also, trau Dich nach diesem Krankenhaus zu fragen. Das Bein von meinem Partner ist Osteomyelitis geschädigt und zwar ist eine chronische. Aber dennoch versuchen wir einfach alles, damit er sein Bein nicht verliert.

Ich hoffe, ich konnte Dich ein wenig aufmuntern, versuche es wenigstens, mehr als nein kann die BG nicht sagen. Wenn Dein Arzt das gut begründet, hast Du gute Chancen, Dein Bein zu behalten.

Viel Glück
Reikja
 
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