• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

HNO-Untersuchungen bei HWS-Schleudertrauma

derrotekobold

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
4 Nov. 2009
Beiträge
269
#1
Hallo,

ich möchte nochmal einen HNO-Arzt konsultieren, weil ich seit meinem Unfall u.a. an Schwindel leide und dieser bisher unzureichend diagnostiziert wurde. Ich weiß nicht, welche meiner Beschwerden noch in das Fachgebiet fallen, evtl. Tinnitus, Sehstörungen, CMD, ..?

Wisst ihr, wo der Unterschied zwischen Hülse, Müller-Kortkamp, Kersebaum und Claussen liegt?

Was sind ihre Schwerpunkte, machen sie unterschiedliche Untersuchungen, habe sie verschiendene Erklärungsmodelle?

Das wäre sehr wichtig für mich zu wissen, da alle weit weg von mir liegen und es somit eine halbe Deutschlandreise für mich darstellt, einen dieser Ärzte aufzusuchen.

Vielen Dank für eure Hilfe!
derrotekobold

P.S.: Wenn jemand Erfahrungen mit PET/ Dr. Binz hat, wäre ich auch dankbar, da ich dies auch plane. DANKE!
 

Thimonreiten

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
25 März 2008
Beiträge
441
Ort
NRW
#2
Hallo !

Gestern lief auf HR-online eine super informative Sendung über Schwindel und Diagnostik. Es gibt mittlerweile Schwindelambulanzen, die genau feststellen können woher der Schwindel kommt. Eine davon ist in Lübeck, die andere in
Wiesbaden. Hier mal der Link dazu:

www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=55361&key=standard_document_40001273

Kann man bestimmt auch nochmal online ansehen.

Beim HNO-Arzt werden Schwindel- und Gleichgewichtstestungen gemacht, wo die Ursache im Innenohr/Gleichgewichtsorgan vermutet wird. Z.b. Morbus Meniere oder Tinnitus, oder Neuronitis vestibularis. Der Neurologe klärt auch Schwindelbeschwerden ab, ebenso der Orthopäde. Die Schwindelambulanz macht alles in einem.

Gruß Thimonreiten
 

wurzlpurzl

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Okt. 2007
Beiträge
687
#3
Hallo,
gewisse Schwindelambulanzen sind nicht gut, wie. z.B. Uniklinik Tübingen, die bei einem Freund einen psychogenen Schwindel diagnostiziert hat (hatte vor zig Jahren ein schweres Hirntrauma plus vermutlich Schleudertrauma).
Ich war bei Hülse und Kersebaum, beide haben den Schwindel bei mir diagnostiziert. Kersebaum arbeitet mit Claussen zusammen. Ich weiss nicht, ob Hülse noch praktiziert. Der Unterschied ist auch im Internet zu finden: Kersebaum sieht den Grund des Schwindels am Hirnstamm, Hülse an der HWS. Beide sehen über den Tellerrand raus. Die Untersuchung bei Kersebaum war umfangreicher als die von Hülse. Aber das war auch vor der Gesundheitspolitik bei Kersebaum. Hülse hat einen Professorentitel, Claussen auch. Kersebaum und C. arbeiten eng mit der benachbarten Rehaklinik zusammen, wo man seinen Schwindel behandeln lassen kann.
Ein normaler HNO hat bei mir zuvor auch schon mit einer kleinen Untersuchung den Schwindel diagnostiziert. Würde ich dir aber abraten.
PET und Binz habe ich beides. Binz arbeitet nicht mehr lang und leider ist sein Ruf von Versicherungsmedizinern kaputtgemacht. Aber ich bin davon überzeugt, dass zumindest meine Rente dank seines Berichtes durchkam. Er hat ja noch einen Neuropsychologen, mit dem er zusammenarbeitet. Das PET wollte keiner in den Gutachten aufnehmen, keiner wollte davon hören. Ich hatte es schon vor vielen Jahren machen lassen. Seitdem hat sich die Acceptanz des PETs in anderen Bereichen durchgesetzt. Wer weiss, vielleicht auch in dieser Sache mal? Was man hat, hat man.
CMD habe ich auch, ist ne funktionelle Sache bei mir. Leider hat mir die Atlastherapie nichts gebracht (bei Hülse). Den Tinnitus habe ich auch nachwie vor. Habe ich bisher keine Therapie gefunden.
 

derrotekobold

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
4 Nov. 2009
Beiträge
269
#4
Hallo,

danke für eure Antworten.

Ich war selbst in einer Schwindelambulanz, auch mit Diagnose "phobischer Schwankschwindel". Ein Neurologe meint, das wäre eben die neue Modediagnose, wenn man nicht auf die Ursache kommt.

@wurzlpurzl
Hat dir die Behandlung bei Kersebaum geholfen?

Konnten dir Binz und Hoerr helfen mit einer Behandlung oder ging es da nur um die Diagnostik?

Hast du CMD erfolgreich behandeln lassen können? Ich mache seit ein paar Monaten eine Schienentherapie, bisher aber ohne Erfolg.

Nach welcher Zeit wurde die Atlastherapie bei dir denn abgebrochen? Hat sie gar nichts geholfen oder immer nur kurzzeitig? Bei mir hilft sie immer max. 1 Woche, dann ist alles beim Alten. Überlege deshalb inzwischen auch, wieviel Sinn das noch macht.

Viele Grüße
derrotekobold
 

helle

Neues Mitglied
Registriert seit
23 Juni 2007
Beiträge
22
Ort
Stadt
#5
Hallo,

mein Zahnarzt hat mir wegen CMD ein Rezept über Osteopathie ausgestellt. Wenn du zuvor schon mit einer Aufbißschiene (erfolglos) behandelt wurdest, dann übernimmt die Kasse die Osteopathie-Behandlung, sagte mir der Zahnarzt.

helle
 

HWS70

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
20 Okt. 2008
Beiträge
266
#7
Hallo zusammen,

ich war bei Dr. Müller-Kortkamp dem Älteren. Sehr umfangreiche Untersuchungen mit vermutlich maximaler Technik. 2 X ca. 2-4 h. Sehr klarer Befund: Nicht psychogen-phobisch, sondern durch somatische Schädigung bedingt. Kosten ca. 90 Euro, der Rest ging auf GKV. Allerdings nur kurzes Gespräch mit ihm. Kein Therapievorschlag, außer mit der begonnen Kuklinski-Therapie weiter zu machen, rät von OP ungefragt ab. Krasse Bewertung: Erwerbsunfähig für normale Berufe.
Die Arzthelferin meinte, es werde gezielt jeder einzelne Abschnitt der Hör- und Sehnerven möglichst mit Funktions- und Belastungstests durchgecheckt, um nachzuweisen, wo der Fehler liegt.

Dr. Volle und Dr. Kuklinski hatten mir Dr. Müller-Kortkamp empfohlen.

Je nach dem, wo der Schaden genau liegt, bietet Mü-Ko ggf. auch ein spezielles Schwindeltraining an, falls man etwas machen kann.

Prof. Hülse soll sich seit einiger Zeit sehr zurückhalten, Zusammenhänge zu Unfällen schriftlich zu formulieren. Klasse ist sein Buch "Die obere HWS".

Kersebaum soll auch sehr gut sein. Dass Claussen noch praktiziert, wusste ich nicht.

Viele Grüße
HWS70
 

HWS70

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
20 Okt. 2008
Beiträge
266
#9
Hallo Herzblut,

das verstehe ich auch nicht!

Ich war Ende 2008 dort und habe mich an 2 Tagen vorgestellt. Kosten meiner Erinnerung nach genau 90,- €, und zwar für den (ausführlichen) schriftlichen Befundbericht, da den die GKV angeblich (seit jenem Jahr) nicht mehr gezahlt habe, und für ein EEG, das er als Nicht-Neurologe nicht von der GKV erstattet bekäme.

Auch von anderen habe ich gehört, dass es bei ihnen genau so war. Allerdings weiß ich nicht, wie es in 2010 war.
M-K ist mit Sicherheit den Haftpflicht-Versicherungen ein Dorn im Auge. Es dürfte in ihrem Interesse sein, wenn nur möglichst wenige Verunfallte diese Untersuchungen machen können.

Viele Grüße
HWS70
 

derrotekobold

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
4 Nov. 2009
Beiträge
269
#10
Hallo,

danke für eure Infos!

@helle
Meine GKV übernimmt Osteopathie unter keinen Umständen (habe ich seit 1 Jahr).

Ich habe nun einen Termin bei Dr. M.-K. und der kostet 40 Euro, den Rest zahlt die Kasse (lt. dortiger Arzthelferin)! Ist zweitägig mit neuropsychologischen Tests.

Hat hier jemand eine Therapie bei ihm gemacht und nicht nur Diagnostik?

Viele Grüße
derrotekobold
 

wurzlpurzl

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Okt. 2007
Beiträge
687
#11
Hallo derrotekobold,
Hörr macht nur Diagnostik. Da geht es um Hirntrauma und Hirnleistung. Und auf das PET baut dann Binz auf. Binz macht auch Diagnose und schreibt gute Berichte, aber Therapiemöglichkeiten hat er nicht gross auf Lager, ausser halt herkömmliche Medikamente. Ich denke halt, dass man bestimmte Dinge nicht mehr therapieren kann.
Kersebaum hat mir damals ein Medikament zur Durchblutung des Hirns verordnet, das man langfristig nehmen muss. Und es hat mir etwas beim Schwindel geholfen, aber auch überraschenderweise bei meinen Wortfindungsstörungen. Allerdings hatte ich teilweise parallel noch ein Medikament vom Neurologen, das ähnliche Wirkung hatte. Auch die Müdigkeit wurde besser!
Bei Kersebaum hat mir alles die Krankenkasse bezahlt.
Bei CMD hat mir die Schiene bisher nichts geholfen. Hülse sagt, man solle erst die Atlastherapie machen und dann ganz frisch zum Abdruck des Kiefers zum Zahnarzt, sonst würde die Aufbissschiene nichts bringen.
Bei CMD kann der Zahnarzt craniosakrale Therapie verordnen. Am besten mit manueller Therapie zusammen. Zahnärzte haben anscheinend kein Budget! Und es gibt einige Physiotherapeuten, die die vollständie Craniosakraltherapieausbildung durchlaufen haben, aber nicht alle haben das. Und es gibt wenige, die sich auf CMD spezialisert haben. Mir hat es immer nur kurzfristig geholfen.
 

HWS70

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
20 Okt. 2008
Beiträge
266
#12
Hallo wurzlpurzl,

wo praktiziert denn Dr. Kersebaum? Würde das heute noch die GKV tragen?

Liebe Grüße
HWS70
 
Top