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Arthrose Schmerzmittel

Registriert seit
26 Nov. 2013
Beiträge
1
#13
Ich habe auf help-zentrum gelesen, dass man Arthrose Schmerzen besser ertragen kann, wenn man sich wirklich gesund ernährt und bestimmte Lebensmittel öfter zu sich nimmt. Ich bin eine Naschkatze und mag Pizzas, also bin ich nicht so begeistert, vor allem, da ich nicht weiß, ob sich das Umstellen wirklich lohnen wird. Kann mir da jemand weiter helfen? Hat jemand seine Ernährung umgestellt und litt dann wirklich unter weniger Schmerzen?
 

Lara L.1981

Erfahrenes Mitglied
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25 Sep. 2012
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535
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Auenland
#14
Hallo Tori33 und Herzlich Willkommen im Forum für Unfallopfer!
Die Frage ist nicht leicht zu beantworten, weil unabhängig von Körpergewicht und Alter, noch der unterschiedliche Grad der Athrose und das individuelle Schmerzempfinden jedes einzelnen Menschen damit reinspielt.
Bei mir wurde vor einigen Jahren fortgeschrittende Athrose in Knie und Hüfte festgestellt. Athrose unterscheidet man auch nach ihrer Ursache.
meine persönliche Meinung:
Ernährung und Bewegung sind gleichermaßen wichtig, das eine kann nicht ohne dem anderen.
Die Ernährungstips aus dem Help-Link von Dir sind in meinen Augen nicht gerade der Hit bzw. unzureichend.. Zitat:
"Starten Sie Ihren Tag mit Rührei und Speck"
finde ich außerdem viel zu allgemein, jeden Tag z.B. Ei und Speck ist auf sicher ungesünder für die Aterien wegen dem Cholesterin als z.B. zuckerfreies Müsli mit Magermilch.
Ich persönlich, habe auch wenn jetzt hier eventuell dagegen gehalten wird, gute Erfahrung mit Nahrungsergänzungsmitteln gemacht:Chondroitin, Glucosamin, Hyaluronsäure (in Pulverform) und einige pflanzliche Extrakte wie beispielsweise Artischockenextrakt oder Hagebuttentee.

Zu den bewegungstherapeutischen Maßnahmen kann ich Wassergymnastik und langsames Gehen auf dem Laufband bei leichter Steigung empfehlen. Sigfried aus diesem Forum hatte letztens etwas von leichtem Trampolinspringen auf einem orthopädischen- qualitativ gutem Trampolin geschrieben, finde leider den Beitrag gerade nicht mehr.
Mir haben auch dämpfende Schuheinlagen bei körperlichen Aktivitäten ein wenig geholfen.
Der Wirksamkeitsnachweis von therapiemaßnahmen bei Arthrose ist nicht einfach, da ja im Verlauf der Krankheit, Phasen mit schmerzhaften Zeiten und weniger schmerzhaften abwechseln. Auch die Gelenkbeweglichkeit kann im Verlauf der Krankheit varieren.
Ein Besuch beim Heilpraktiker der Akupunktur macht, kann auch Schmerzlinderung und wieder mehr Bewegung bringen.

Eine Sache noch zum Schluss-ich trinke null Alkohol mehr, rauche sowieso nicht und Fastfood nur an den Wochenenden, denke das bringt auch viel, wenn man konsequent ist, das mit dem Alk besonders, weil ja eine Athrose auch eine Entzündung sein kann, befeuert man mit Alk den Zustand und nimmt man zeitgleich entzündungshemmende Medikamente ein, z.B: Ibo, Diclo, Naproxen, usw. sind die Nebenwirkungen dann doch beträchtlich.

soweit meine Erfahrungswerte dazu.

LG Lara
 
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#15
Eigenblutbehandlung

Hallo Residenz,
liest Du hier noch mit ? Wie ist denn die Wirkung der Spritzen jetzt nach einigen Monaten? Hat sich die Ausgabe des vielen Geldes gelohnt?
Gruß Pauline
 

Sheep

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Beiträge
270
#16
Hallo zusammen,

meine Mutter (59) hat seit Jahren schwere Arthrose in allen Gelenken und sie sagt immer, dass Bewegung und Sport das Mittel der Wahl ist. Meine Mutter bewegt sich echt viel. Jeden Tag geht sie mind. 1 Stunde spazieren, macht 30-45 min Sport (Pilates, Yoga, spezielle Gymnastik) und geht 1-2 Mal in der Woche in die Muckibude. Gelegentlich fährt sie noch Rad und macht viel Gartenarbeit. Schmerzen hat sie, aber sie halten sich sehr in Grenzen, so, dass sie fast nie Schmerzmittel benötigt.
Kürzlich hat meine Mutter mal eine Reha wahrgenommen. Ich muss dazu sagen, dass sie in ihrem ganzen Leben noch nie eine Reha oder Kur hatte, geschweige denn mal Physiotherapie wegen ihrer Arthrose. In der Klinik haben die Ärzte schon die Hände über den Kopf zusammengeschlagen, als sie das hörten. Umso erstaunter waren sie, dass meine Mutter noch so gut beweglich ist und kaum Schmerzen hat. O-Ton des Arztes: "Sie müssen doch höllische Schmerzen haben, wenn ich mir ihre Röntgen- und MRT-Bilder ansehe!"
Da sieht man mal, was Bewegung und Sport ausmachen kann. Vielleicht gibt der Erfahrungsbericht den ein oder anderen, der sich mit Arthrose plagt etwas Hoffnung.

Gruß
Sheep
 

MEGGY..

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#17
Hallo Sheep,

vor mehr als 20 Jahren hatte ich einen Bandscheibenvorfall, (zu der Zeit war ich noch Privatpatient),
bei einem langen Gespräch mit dem Facharzt habe ich von diesem erfahren:

es gibt Menschen die haben lt. Bildbefund einen Bandscheibenvorfall und - k e i n e - Schmerzen.

Auch gibt es

Menschen die lt. Bildbefund einen Bandscheibenvorfall und sehr, sehr s t a r k e. Schmerzen haben.

Dies sei nur ein Beispiel.

Menschen und deren Schmerzempfinden sind sehr unterschiedlich.


..........( obiger Text hat mit meinen Unfallverletzungen und deren Folgen nichts zu tun)............


Viele Grüsse an Dich

Meggy
 

Sheep

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#18
Hallo Meggy,

ich weiß schon, was du sagen willst und ich weiß auch, dass nicht jeder, der einen Bandscheibenvorfall hat, auch Schmerzen davon bekommt. Bei meiner Mutter ist zwar ein Befund vorhanden, aber das heißt nicht, dass sie, selbst wenn sie sich wenig bewegen würde, keine Schmerzen bekommt. Im Gegenteil, sobald sie aufgrund von Krankheit sich nur mal 1-2 Wochen kaum bewegen kann, nehmen bei ihr die Schmerzen von der Intensität sehr stark zu. Als sie vor über einen Jahr auf der Treppe gestürzt ist und sich den Knöchel gebrochen hat, konnte sie auch 2-3 Monate kaum was machen. Das hat schon gereicht, dass sich ihr Allgemeinzustand verschlechtert hat. Das war dann auch mit ein Grund, warum sie dann doch mal eine Reha aufgesucht hat.
Jetzt geht es ihr wieder besser, auch weil sie neue Tipps und Übungen vermittelt bekomen hat. Ich gehe daher schon davon aus, das gezieltes Training einen positiven Einfluss nicht nur auf die Schmerzen, sondern auch auf die Arthrose hat. Sicher, geheilt werden kann durch ausreichend Bewegung die Erkrankung nicht. Aber man kann die Erkrankung etwas aufhalten, die Beweglichkeit und gegebenenfalls auch die Schmerzen verbessern. Selbst, wenn man überhaupt keine Schmerzen durch die Arthrose haben sollte oder, um mal auf dein Beispiel zurückzukommen, keine Schmerzen durch einen Bandscheibenvorfall, kann viel Bewegung und Sport auch präventiv helfen. Nur, weil man keine Schmerzen hat, heißt das ja nicht, dass man (z.B. im Fall des Bandscheibenvorfalls) nichts tun sollte.

Gruß
Sheep
 
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#19
Guten Morgen. Ich würde das Thema sehr gerne wieder "aufleben" lassen, da der letzte Bericht schon einige Jahre her ist. Ich überlege derzeit auch mir Hyaloronsäure in das Hüftgelenk spritzen zu lassen und würde mich über weitere Erfahrungen die vielleicht etwas aktueller sind, freuen. Viele Grüße
 

Kasandra

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#20
Hallo Markus,

m. M. nach ist das eine freundliche IGEL-Leistung von den armen Orthopäden.

Zur H-Säure wird noch Kortison o. ein Schmerzmittel gespritzt und Du fühlst Dich super.

Klinische Studien mit nachgewiesener Wirkung sind mir bislang nicht bekannt.

Viele Grüße

Kasandra
 

Rehaschreck

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#21
Hallo Markus,
mir helfen regelmäßige Injektionen, direkt in das arthrotische Gelenk. Mittlerweile gibt es ein neues Hyalorongemisch in zwei unterschiedlichen Viskositäten, welches die Prozedur erträglicher macht. Manchmal dauert die Wirkung einige Wochen, oftmals mehrere Monate an. Oftmals lassen sichnach Auskunft meiner Ärzte somit auch Operationen hinausschieben. Gruß Rehaschreck
 

Vetty

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Beiträge
108
#22
Hallo an alle Interessierten,

zunächst ist eine intraartikuläre Injektion mit erheblichen Risiken verbunden. Man denke an steriles Arbeiten, richtige Lagerung der Injektionslösung und korrekte Injektion.

Hyaluron repariert nichts, es hat die Eigenschaft, reichlich Wasser zu speichern und fungiert somit als Puffer zwischen reibenden Gelenkflächen. In intakten Gelenken übernimmt diese Funktion die Synovialmembran indem sie Synovialflüssigkeit produziert.

Ich würde mir nichts ins Gelenk spritzen lassen......

Liebe Grüße

Vetty
 

Vetty

Erfahrenes Mitglied
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3 Feb. 2016
Beiträge
108
#24
Hallo Rehaschreck,

ich darf hier natürlich keine Behandlungsvorschläge machen, aber ganz allgemein kann ich meine Gedanken schweifen lassen.

Für mich wäre zunächst wichtig, die Primärursache zu ermitteln, also ob der Zustand durch Infektion, Fehlfunktion (Überlastung durch Fehlstellung/Fehlbelastung) oder ein immunbedingtes Problem verursacht wird.

Danach würde sich auch der Therapieansatz richten. Wichtig bei allen Ursachen ist aber die schnelle Entzündungshemmung, da die Entzündung den Schaden manifestiert und fortschreiten lässt.

Gleichzeitig dazu käme für mich die Beseitigung der Primärursache. Bei Infektion im Gelenk hilft seltener die alleinige Gabe einer antibiotischen Substanz, da die wenigsten Medikamente knochengängig sind und nie die Synovialmembran in ausreichender Konzentration wirksam erreichen. Daher muss da ein Fachmann ran.

Gegen Fehlstellung/Fehlbelastung hilft nur die Korrektur (operativ, orthopädisch, Physiotherapie), bei immunvermittelten Schäden wird es dann kompliziert, auch hier würde ich einen Fachmann konsultieren, da die medikamentöse Therapie natürlich auch nicht ohne Folgen für das gesamte Körpersystem ist.

Fakt ist aber: kaputt ist kaputt und ein defekter Knorpel ist nicht regenerabel.

Vor der letzten Konsequenz (Endoprothese) könnte man auch noch über Knorpeltransplantate oder Mikrofrakturierung nachdenken, da hier, je nach Grad des Schadens und Lokalisation, ein Rettungsversuch des Gelenkes unternommen werden könnte. Hierbei ist aber der vorherige Ausschluss einer Infektion wichtig.

Bei mir war das leider nicht der Fall. Nach Mikrofrakturierung in ein infiziertes Gelenk (ob bei diesem Eingriff oder bei dem Eingriff davor) schritt die Arthrose schnellstens voran und zerstörte das Gelenk innerhalb von 6 Monaten. In das Gelenk wurde dann eine Endoprothese eingebaut ohne vorherige Infektausschlussdiagnostik. Intraoperativ wurde eine Probe genommen, die dann positiv war aber weder kommuniziert noch behandelt wurde.

Bei konsequenter Diagnostik wäre mir viel Leid erspart worden.

Daher wäre mein Rat in jedem Fall eine gute Diagnostik und individuelle Therapie.

Injektionen mit Hyaluronsäure helfen in manchen Fällen und zeitweise, da hier eine mechanische Entlastung durch Pufferwirkung erreicht wird, aber der Eingriff würde meines Erachtens eine strenge medizinische Indikation und sorgfältige Diagnostik voraussetzen.

Dies ist jetzt meine persönliche Meinung und keine Behandlungsempfehlung für Dritte.

Liebe Grüße

Vetty
 
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