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Angst vor Querschnittslähmung oder ähnlichen Einschränkungen im Alter

anamil

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8
#1
Hallo Ihr Lieben!
ich habe mir vor ziemlich genau 2 Jahren einen Brustwirbel gebrochen.
Dieser wurde in 3 OPs stabilisiert erst mit Schrauben und Stangen über 3 Wirbel (der kaputte quasi in der Mitte) dann wurde es erweitert auf 5 Wirbel und dann wurde ein Cage eingesetzt.
Vor 2 Monaten wurden mir dann die obersten und untersten 2 Schrauben wieder herausgenommen. die fixierte Strecke wurde also wieder auf 3 Wirbel verkürzt und das soll auch so bleiben.
Im Moment habe ich noch Physiotherapie bekomme Krankengymnasik und Massagen wegen der Verspannungen im Rücken.
Seit dieser OP habe ich immer mal wieder kleine "Wehwehchen". mal tun mir die Oberschenkel weh, mal der Rücken selbst usw.
ich bringe alles in Verbindung mit meinem kaputten Rücken (was nicht immer zwangsläufig stimmen muss)...
Irgendwie habe ich extreme Angst davor das obwohl es ja stabilisiert ist schlimmeres passieren kann.
Also beispielsweise das ich "schleichend" querschnittsgelähmt werde oder sonst was... Der Gedanke lässt mich auch irgendwie nicht so richtig los.
Ich bin 21 und habe mein Leben noch vor mir.
Kann mir jemand helfen, der evtl schon länger mit so einer Erkrankung lebt wie es so läuft und ob meine "Horrorvorstellung" nur Hirngespinste sind oder ob da was dran ist.
Mein Physiotherapeut meinte nur das es sicherlich früher oder später zu Einschränkungen kommen kann...
Ich habe leider die medizinischen Grundkenntnisse überhaupt nicht um sowas einzuschätzen. und der Gedanke macht mich irgendwie verrückt.
 

Kasandra

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#2
Hallo Annamil,


Deine Fragen solltest Du mit Deinem behandelnden Arzt / Neurologen / Orthopäden besprechen.

Musst Du regelmäßig zu Kontrollen? Was wurde Dir gesagt?


Viele Grüße

Kasandra
 

anamil

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#3
Hallo Kasandra,

nein regelmäßig muss ich nicht mehr hin. ich wurde damals immer im Krankenhaus wo ich auch operiert wurde kontrolliert. da wurde mir letztens nur gesagt ich kann wieder kommen wenn ich Beschwerden habe aber wenn es mir gut geht muss ich nicht zu Kontrolle fahren.
 

Elif

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#4
Hallo annamil,

ich selbst kann Dir leider nicht wirklich Entwarnung geben, was die Zukunft betrifft, denn ich habe auch so eine OP "erst" vor 2 Jahren hinter mich gebracht. Die Einschränkungen sind deutlich und Schmerzen habe ich immer (meistens extreme Muskelverspannungen)...

Mache mir auch Sorgen wegen der Zukunft...z.B. ich könnte nochmal stürzen, die Wirbel über und drunter halten nicht, Bandscheibenvorfälle durch zuviel Belastung, das Implantat verschiebt sich...und dann noch die Stangen und Schrauben--usw... Im Hinterkopf sitzt mir auch immer die Querschnittslähmung...Magst Du evtl. in Facebook in die Gruppe gehen, in der ich jetzt bin? Da sind viele ältere und jüngere mit Wirbelversteifungen...

lg, Elif
 

anamil

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#5
Hallo elif,

Dann sind wir ja schon mal zwei die sich die gleichen Gedanken machen.
Hast du über sowas schon mal mit deinem Arzt gesprochen? Ärtze sind immer so gestresst und ich habe den Eindruck das interessiert Sie recht wenig wenn man sich solche Gedanken macht... Ich hab vorallem angst das die gleiche stelle nochmal bricht oder so.
Kannst mir gerne mal den fb link der Gruppe zukommem lassen. Danke:)
Lg
 

Gsxr1983

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#6
Guten Morgen,

habt Ihr den Verlauf von RobertK gelesen?

Oder habt Ihr schon mal von SAB hier im Forum gelesen Sie ist mit 5 Deckplattenfrakturen noch in die Wildnis geritten, das Ihr Arzt Sie ermahnt hat!

Bei mir sind auch noch paar Bilder Online, aber das ist nicht so wild!

Es sind ein paar sachen vielleicht bissele gefährlich: Bungijumping, Schwarzepisten SKI-Fahren, Downhill, Falschirmspringen und noch bissele mehr.

Als Ich noch nichts hatte, hat es mich in Amerika mal auf einem Duschvorhang ins Bad gelegt, bereits da hätte alles zu Ende sein können!

Ich muss mir in meinem Alter über vieles einen Kopf machen seit meinen Verletzungen, aber das Schicksal kann ich nur geringfügig beeinflussen.

MfG


GSXR
 

sab

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150
#7
Hallo,


so, dann will ich mal versuchen, Euch etwas zu beruhigen.

Ich bin diejenige mit den 5 gebrochenen Wirbeln - Brust und Lendenwirbel - , die bei mir nicht versteift wurden sind. Die Wirbelsäule ist sichtbar schief, ich kann im Fitnessstudio sensible Gemüter mit meinen herausstehenden Wirbeln erschrecken ..;-) Ich habe aber im Alltagsleben kaum Beschwerden, was sicherlich daran liegt, dass ich jeden Tag Sport mache. Bei einer kaputten WS ist es wirklich wichtig, die Muskeln zu stärken, damit die WS nicht soviel Haltearbeit leisten muss. Das geht nur durch Sport + Bewegung. Ich würde also empfehlen, sich ein entsprechendes Sportprogramm zusammenzustellen (lassen) und dann loszzulegen.

lg

Sabine
 

anamil

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#9
Hallo ihr lieben .

Es beruhigt mich irgendwie zu hören das es euch so "gut" geht trotz den es Verletzungen. Das macht mir schon ein bisschen Mut.
Respekt das ihr so damit umgehen könnt.
Welche Sportarten könnt ihr denn empfehlen?
Ich habe in den letzten 2 Jahren wirklich wenig Sport gemacht weil mir alles irgendwie schmerzen zubereitet hat... LG
 

sab

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#10
Hallo,

ich glaube, dass es - nicht nur bei Rückenverletzungen - eine absolute Falle ist, aus Angst vor Schmerzen sich nicht mehr zu bewegen. Dann wird man nämlich noch steifer und noch ängstlicher.

Ich wollte - nach dem schweren Unfall - unbedingt wieder >back in the saddle> , was zu sehr hochgezogenen Augenbrauen bei meinen behandelnden Ärzten führte....Ich habe mich von den Physios in der Reha beraten lassen, die mir sagten, dass ich unbedingt gezielt Sport betreiben müsste. Ich bin also seitdem im Fitnessstudio und mache ein Programm aus Gewichten (Hanteln und verschiedene Geräte) sowie Yoga Übungen. Letztere sind eher zur Dehnung dar. Dieses Programm - das natürlich über die Jahre auch abgeändert und angepasst worden ist - ziehe ich stumpf 4mal die Woche durch. Die Belohnung ist, dass ich schon seit langem wieder buchstäblich im Sattel sitze, mehr oder minder jeden Tag. Im Februar bin ich z.B. durch die chilenischen Anden geritten.

Durch das viele Training hat sich aber auch im Kopf einiges verändert; ich habe keine Angst mehr zu fallen.

Also, such Dir eine Sportart, die Dir Spass macht und die Du machen darfst und dann leg los.

lg

Sabine
 

Jörg23

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#11
Hallo annamil,

ich lebe seit 10 Monaten mit einer Versteifung mit Cage Brustwirbel 11+12. Habe aber eben keinen kompletten Wirbelersatz wie Du, also auch nicht 1/1 vergleichbar.

Ich kann mich nur anschließen, mache regelmäßig Sport im Rahmen der Möglichkeiten (Rücken-Schwimmen, Wirbeläulengymnastik, Übungen für zuhause die die Physio dir zeigt) und gehe solange es nur geht zur Physio und lasse die Verklebungen/Faszien bearbeiten. Auch empfehlen kann ich verschiedene Blackrolls für zuhause.

Rückenbedingt habe ich so gut wie keine Probleme mehr, bei mir sind die Probleme die letzte Zeit nach oben gewandert Richtung Nacken, da drücken verspannte Muskeln auf die Nerven und ich habe oft Kopfschmerzen deswegen und muss nächste Woche mal zum Neurologen zum Abklären -> soviel zu Wehwehchen die wohl damit zusammenhängen.

Ich glaube, das wenn alles gerade ist laut Röntgenbilder, und mittlerweile sollte es ja auch schon verknöchert sein, die Gefahr einer QSL nicht mehr gegeben ist, aber frag lieber mal deinen Arzt wie er das sieht.

Ich hatte selber immer Riesenangst das die die Schrauben sich lockern oder die Stangen verbiegen, war auch unbegründet, aber ich kam immer wieder auf den Gedanken wenn es geschmerzt hat... fast schon Paranoia :D.

Wünsche Dir gute Besserung

Gruß,
Jörg
 

Hotte

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#12
Moin,so ich bin ja seid 2 Wochen von meiner 4-wöchigen Reha zurück und jap ich kann meinen Vorrednern recht geben,Bewegung ist der Schlüssel zu einem besseren/schmerz-und angstfreieren Leben:).
Ich vermeide aber das Wort "Sport" denn das Wort ist immer gleich mit Leistung verbunden bei mir heißt sowas eher Bewegungstherapie;).
Jeder muss halt für sich rausfinden was Ihm gut tut,die Möglichkeit hat ich zum Glück in der Reha (wurde vieles angeboten).
Grundsätzlich kann man sagen wenn der Schmerz vorm Schweiß kommt kann man die Übung vergessen:(.
Deswegen ist Gerätetraining bei mir raus (tut nur weh).
Sachen die ich jetzt aber täglich mache für ca 2 Std sind walken, Rückenschwimmen, Wassergymnastik, Sauna oder Fahrradfahren (aufrecht auf Teerstraße/Radweg) und ich muß sagen meine Alltagstauglichkeit und Wohlbefinden (wenn nicht grade Muskelkater;)) steigt von Woche zu Woche:).

LG Hotte
 
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