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Angst vor Querschnittslähmung oder ähnlichen Einschränkungen im Alter

biggimaus

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12 Juni 2016
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119
#13
Hallo Annamil

Ich kann mich meinen "Vorpostern" nur anschliesen, versuche ein wenig deine Rückenmuskulatur zu stärken. NACH Absprache mit deinem HA oder Klinik.

Ich habe zwar nicht eine so schwere Rückenverletzung wie Du, kompress sionsbruch des LWK2 ist im vorderen Teil zum Bauchraum ca 50% schmaler und die Bandscheiben sind erheblich "platter" als die nicht geschädigten, LWK3 sieht man noch das er leicht "eingerissen" war. Mache gezielt für den Rücken Übungen im Fitnesstudio , kein wildes gereise oder richtig schwere Gewichte, hatte mit 1kg angefangen und langsam je nach Übung gesteigert. Habe den kleinen Vorteil das von meiner Physio die Chefin auch ein Studio hat und so dort gezielt auch Übungen ausgeführt werden können.
Du kommst raus , hast ein kleines großes Ziel und wirst im Kopf ein wenig abgelenkt. Der Kopf das merke ich auch selber immer wieder an mir selbst hat ein riesen Einfluss auf das körperliche Befinden.
Zudem tust du etwas für deinen Körper und das bringt dir unter Umständen auch ein wenig Wohlbefinden/ Selbstbewustsein.

Wünsche Dir für Deine Zukunft alles Gute

LG
Biggimaus
 

anamil

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#14
Da habt ihr wohl Recht. Wenn der Kopf durch Bewegung ein bisschen ausgelastet ist wird es dem Körper denke ich auch besser gehen.
Ich werde mal meinen Arzt fragen was für eine Sportart die beste für mich wäre.
Ich hatte ja auch an Schwimmen gedacht aber mein Physiotherapeut hat mir abgeraten wegen dem hohlkreuz was ich noch dazu habe.

Weil Ihr gerade "reisen" angesprochen habt...
hat jmd von euch probleme beim Fliegen?
Beim Start und bei der Landung wirken ja schon recht Starke Kräfte auf den Körper ein... habe davor ein bisschen Bammel bevor es in den großen URlaub geht.

Vielen Dank euch schon mal!
 

Kasandra

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Irgendwo im Nirgendwo
#15
Hallo Annamis,


kennst Du den sogn. Reha-Sport bzw. Funktionstraining?

Hier mal ein exemplarischer Link:

https://www.tk.de/tk/leistungen-a-z/r/rehasport-funktionstraining-faq/653586

"In der Regel verordnet der Arzt 50 Übungseinheiten innerhalb von 18 Monaten"

Dies wäre für Dich im Sinne von Funktionstraining, "Muskelaufbau" via Rückenschule und auch an Trainingsgeräten sicherlich sehr sinnvoll.

Viele Grüße

Kasandra
 

Gsxr1983

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#16
Hallo @ All,

Hotte du kannst Fahhrad fahren Wow
Ich musste mein Hardtail aufgeben! :(

Kann es mir aber gut vorstellen mit einem Fully und der Federung ganz weich! Muss man halt paar Euro in die Hand nehmen. Ich habe gehört das das geht!

Sonst bei mir das selbe wenn auch ich ein vorrecht auf das Wort Bewegungstherapie erheben möchte!

Trainer oder Trainingspartner immer mit im Bot wegen haltungsfehler!

Walken, schwimmen oder nur im Becken oder nur im See herum laufen.

Im Winter wird es härter dann wohl Laufband und Stepper. Bei mir dürfen keine Stöße dabei sein!

Mit freundlichen Grüßen


GSXR
 

sab

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#17
Hallo,

zum Thema Fliegen; welche Kräfte sollen denn beim Landen bzw. Starten einwirken, wenn es eine normaler Vorgang ist ? Klar, wenn es eine Bruchlandung ist, sieht das anders aus, aber das kommt ja sehr selten vor. Das Problem beim Fliegen ist eher, dass man festgezurrt sitzen muss und kaum Bewegungsmöglichkeiten hat.

Noch mal zum Thema Sport; aus meiner Sicht ist das Wichtigste, Sportarten zu finden, die man GERNE macht. Ich sehe nämlich seit Jahren das Elend in meinem Fitnessstudio: Anfang Januar ist es knallevoll, da sind alle die Leute mit den guten Neujahrsvorsätzen. Im Februar sind die schon wieder weg, was ich immer schade finde. Deshalb finde ich es wichtig, Sportarten zu machen, die einem Spass machen. Manche Leute gehen auch gerne in Gruppen, auch das ist eine Möglichkeit. Das Schwierigste sind sicherlich die ersten 6 Wochen, die muss man durchhalten. Hat man erst mal viel Bewegung in sein Leben gebracht, vermisst man es nämlich, wenn man es nicht macht.

Und noch mal zum Thema Angst und Bewegung; ich hatte nach meinem Unfall furchtbare Angst, dass so etwas wieder passieren könnte. Das war ganz schrecklich, weil ich einfach ständig Angst hatte. Ich habe dann eine Zeitlang u. a. auch einmal in der Woche Einzelstunden mit einer Coach im Fitnessstudio gemacht. Die Trainerin war super, Typ resolute Russin. Mit der habe ich Yoga gemacht, und mich irgendwann an die anspruchsvollen Übungen. Irgendwann - nach viel Training - war ich in der Lage, einen Kopfstand zu machen (DAS hätte ich nie für möglich gehalten). Dieses ganze Training und zu spüren, was mein Körper alles kann, trotz kaputter WS, trotz Ängste , das hat mir unglaublich bei der Angstbewältigung geholfen.

vg

Sabine
 

Teddy

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#18
hallo sabine,

Klar, Bewegung, Muskelaufbau, Förderung der Stützfunktion alles wichtig und richtig, täglich und ausdauernd, ohne das bin ich auch aufgeschmissen.

Ich selber habe "NUR" eine HWS Schleudertrauma und ständig Probleme bei Flügen den Start und Landungen - alle ruckartigen Bewegungen, denen ich ausgeliefert bin - Bremsmanöver als Beifahrer - ruckelnde S-Bahnfahrten, ein nervöser Busfahrer etc. lösen ziehende, stechende Schmerzen aus.

Ich bin damit gutgefahren, dass ich bei den Begebenheiten, wo ich weiß, dass sie auf mich zukommen, meine gut 10cm breite Halskrause anlege, dann ist die Kopfstellung gerade und schief stehende Wirbel und einseitige Belastungen werden vermieden, also habe ich im Handgepäck in Griffweite mein persönliches weiches Korsett dabei.

Radfahren musste ich ganz aufgeben, Schotterpisten oder Kurvenreiche Strecken mit dem Auto sind ein greul und das ganze ohne Fraktur bzw Wirbelfixierung. Fahre ich selber, dann weiß ich wann und wie ich die Muskeln anspannen muss.

Jeder muss für sich ausprobieren und es ist eine Gradwanderung zwischen Wohlbefinden und Schmerzphasen. Aufgeben gilt nicht, damit schneidet man sich nur ins eigene Fleisch. Tag für Tag dran bleiben und ständig weiterversuchen mehr geht nicht und ist die einzige Chance sein Leben zu meistern.

LG Teddy
 

anamil

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8
#19
Hallo Leute.
Ich hatte nochmal einen Termin bei meinem Orthopäden.
Er meinte auch das Sport die ganzen Beschwerden lindert. Man solle sich wirklich nicht zu viele Gedanken machen. Wenn der Knochen geheilt ist dann ist er geheilt.

Habe an der HWS eine Verengung so das die Bandscheiben da ein bisschen gequetscht ist. Die Wirbelsäule sieht im der Region bei mir wohl schon stärker abgenutzt aus.
Hat das noch jmd von euch? Wenn ja habt ihr damit Probleme?

Danke euch schon mal.

Liebe grüße!
 
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#20
Hallo,
grad bei Wirbelsäulen Erkrankungen sind Neurochirurgen die besseren Ansprechpartner.
Probleme grad wegen Deiner HWS annamil, währe ein MRT Befund interessant.
Degenerative Veränderungen wie Vorwölbungen, Spinalkanal enge, sind "fast" normal.
LG
 

Cyborg

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#21
Hallo ihr Lieben,

eine Art Querschnitt kommt sehr sehr selten durch bzw nach WS Op vor.... und das merkt man...

Bitte keinenfalls aus Angst auf Bewegung verzichten. Die Rückenmuskulatur ist sehr wichtig, auch bzw vor allem bei einer operierten bzw versteiften WS, denn sie stabilisiert ja zusätzlich.

Ich selbst habe mittlerweile fast null Muskulatur mehr, da ich seid meiner letzten Op 12/15 ein Stagnara Korsett trage.... ich versuche es nun langsam abzuschulen und kann nur sagen das es mir sehr sehr schwer fällt. Ich kann es einfach noch nicht länger als eine Std am Stück weglassen, da ich dann extreme Schmerzen bekomme, den Kopf von allein nicht mehr halten kann und zudem eine verschlimmerung der Gehproblematik und Spastik.

Ich habe mach der letzten Op (2. BWK - 2. LWK) im Verlauf eine neurogeme Blasenstörung (muss einmalkathetern) und eine spastische Paraparese rechtsbetont entwickelt (meine Neurologin und eine NC sprechen von inkompletter Querschnittslähmung). Mein Problem ist das ein großer Abschnitt des Rückenmarkes im MRT nicht beurteilt werden kann, auf Grund der vielen Metallartefakte.... Ich habe gesamt 29 Schrauben, 2 kurze Stäbe und 2 lange (je 45cm) in meiner WS....
Die anderen Untersuchungen und Messungen sprechen jedoch für sich.

Ich laufe noch (bzw sowas ähnliches), mittlerweile mit Gehstützen und nur kurze Strecken und bekomme eine Beinorthese, die bereits in Bearbeitung ist (mein Fuß ist durch die Spastik schon in Fehlstellung).

So ein Verlauf wie ich ihn erlebe ist äußerst selten.... und ich wurde gesamt von vorne über 4 Etagen und von hinten über 13 Wirbel versteift und über 30 Grad aufgerichtet.

LG

Cyborg
 
Zuletzt bearbeitet:

anamil

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#22
Hallo Cyborg.

Das klingt ja echt hart was du da alles mitgemacht hast. Ich wünsche dir auf jeden Fall gute Besserung.

Wie ist das denn bei dir passiert wenn ich fragen darf ?

LG
 

Gsxr1983

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#23
@ All,

Es handelt sich um meine eigenen Meinung und Erfahrungen, die aus meinem Erlebten entstanden ist:

Letzte Woche hatte ich Termin bei der Bezirksärztekammer!

Wegen meinen Wirbelfrakturen, die von dem Krankenhaus übersehen und ich nach ein paar Woche entlassen wurde!

So wurde jetzt nach fast 3 Jahren eine Rückbewertung erstellt:

Nach Aussage des Gutachters hatte ich Instabile Wirbelfrakturen (BWK 5, 6, 7 und 8) die innerhalb 48 Stunden hätten erkannt werden und binnen 14 Tage operiert gehört hätten.

Er war verwundert das es mir überhaupt so gut geht!

Mein Unfall war ende September am 1 Dez. war ich das erste mal wieder im Sport (unter Beaufsichtigung). Davor habe ich bereits täglich Bodenübungen gemacht. Auch heute bin ich der Meinung, im Gegensatz zu den Ärzten, alles richtig gemacht zu haben.

Falls einer etwas gelesen hat wegen Ärzte oder Krankenhausfehler würde ich mich über eine Info oder einen Link freuen. Leider habe ich noch nichts wegen übersehenen Wirbelfrakturen gefunden.

Geht bei dem Wetter viel Rückenschwimmen, ist gut :cool:


MfG


GSXR
 

Sekundant

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Ort
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Website
fallakte.12hp.de
#24
hallo,

mir gehts ähnlich und gelesen hab ich dazu einiges, aber es ist erstens zuviel um es übersichtlich zu beschreiben und die voraussetzungen und folgen liegen auch weit auseinander. zudem bin ich derzeit leider nicht in der lage, alles zusammenzustellen.

vielleicht schreibst du mir mal, worum es dir speziell geht. aber wie gesagt braucht es einige zeit.


gruss

Sekundant
 
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