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Anerkennung Dienstunfall

Registriert seit
24 März 2009
Beiträge
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fallakte.12hp.de
#13
Zuletzt bearbeitet:

Teddy

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#14
Hallo Gecko,

Vielleicht kann ich dir mit Folgendem helfen, denn aus meinen Erfahrungen ist besonders beim Dienstunfall der Slalom durch die Bürokratie sehr Kräfte zehrend. Die Vorgehensweise zieht sich aufgrund verwaltungsrechtlichen Paragraphen unheimlich lange hin. Da weiß oft die rechte Hand=öffentlicher Arbeitgeber nicht was die linke Hand=Versorgungsamt tut. Die Behörden arbeiten getrennt und warten oft monatelang untereinander auf die gegenseitigen Antworten. Als ich telefonisch anfragte, wie das nun sei, meinte die eine, die andere sei zuständig und die andere, sie würden auf das Formular der einen warten. Das lag gar nicht an mir, ich hatte alles rechtzeitig vorgelegt. Der Schwerbehindertenbeauftragte macht den Vorschlag, alle Anträge alle Schreiben meinerseits in Kopie jeweils beiden Behörden vorzulegen.

Also erst einmal geschieht nichts OHNE Anträge. Jedes Ding will schriftlich beantragt werden, oft geht das formlos in ein paar Sätzen. Falls die jedoch Formulare wollen, werden sie dir dann zugesandt.

So wie ich das aus deinen Schriften gelesen habe, hast du eine Ankündigung zur Versetzung in den Ruhestand erhalten. Dazu ist meist eine Amtsärztliche Untersuchung vorgeschaltet. Liegt die schon hinter dir? Der Amtsarzt muss sich darüber äußern, ob du aktuell dienstfähig bist bzw. ob du binnen 6 Monaten wieder voll zur Verfügung stehen kannst. Wenn nicht kann man dich ohne weiteres in den Ruhestand versetzen, weil sich das ja schon länger hin zieht.

Auch wenn dies erst einmal außer Berücksichtigung deines Dienstunfalls geschieht ist das leider der übliche Weg. Sobald der Bescheid kommt: wir versetzen sie zum ... aus anhaltender Dienstunfähigkeit in den Ruhestand hast du vier Wochen Zeit formlos einen Widerspruch zu formulieren. Hiermit reiche ich einen Widerspruch gegen den Bescheid vom... ein, weil die Dienstunfähigkeit aus einem Dienstunfall vom ... resultiert.

Falls dein aktueller Gesundheitszustand Ursache und Folgen des Dienstunfalls ist, hast Du das Anrecht auf erhöhtes Ruhegehalt. Da zählt dann nicht nur die Zeit die du bereits als Beamter abgeleistet hast, sondern es wird diejenige dazu berechnet, so als ob du bis zum Pensionseintritt weiter gearbeitet hättest.

Jede Versetzung in den Ruhestand wird im Personalrat besprochen, vielleicht findest du da einen Ansprechpartner, der dir eventuell helfen bzw. einen Verwaltungsanwalt raten kann oder auch der Schwerbehindertenvertreter. Die haben wenigsten konkrete Erfahrungen mit der Abwicklung dieser Verwaltungswege und diese kennen vor Ort die Personen auf der Entscheidungsebene in der Verwaltung.

Zum Schluss, hast du einen Antrag auf Unfallfürsorge gestellt, der beinhaltet einen monatlichen Zuschuss, zur Abwicklung und Unterstützung nach erlittenem Dienstunfall. Den kannst du auch jetzt schon formlos stellen und sobald die Anerkennung als Dienstunfall durch ist, das Datum der Anerkennung nachreichen. Das Geld wird rückwirkend, ich glaube für längsten 12 Monate nachbezahlt. Da zählt der Tag der Antragstellung auf Fürsorgeleistung und nicht der nachgereichte Dienstunfallanerkennungsbescheid.

LG Teddy
 
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