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1 Jahr nach Reitunfall Schwindel: Rippenserie, Lunge, Querfortsätze, Sprunggelenk

Jina

Mitglied
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16 Juni 2019
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57
Hallo,

aufgrund der Irritationen bezüglich des Titels des anderen Themas, eröffne ich jetzt doch mal ein neues. Zumal ich aktuell mit Schwindel zu kämpfen habe, den ich vorher so nicht hatte. Vielleicht kennt das Problem jemand und kann von seinen Erfahrungen berichten.

Genaue Infos zu meinem Reitunfall im Oktober 2018 gibt es hier:
Was erwartet mich bei der Erstellung eines Gutachtens?

Die Kurzform:
Der Unfall ist auf einem betreuten Wanderritt mit Leihpferd passiert, wobei niemand an dem Unfall Schuld war. Das Pferd hinter mir hat sich erschreckt, ist losgeschossen, auf mein Pferd drauf, das bockte los, ich bin unten gelandet und das hintere Pferd ist über mich drüber gelaufen.

Meine Verletzungen waren:
Rippenserienfraktur links (BWS 3-9)
Brüche einiger Querfortsätze (BWS 4-8)
Trauma des linken unteren Sprunggelenks mit osteochondraler Läsion/Arthrose (als Folge)
Lungenkontusion und Hämatopneumothorax links

Das Gutachten meiner privaten Unfallversicherung steht noch aus, wird aber wohl Anfang November erstellt.

Letzte Woche war ich im CT und die Brüche sind gut verheilt. Dennoch habe ich weiter Probleme, welche scheinbar von der Muskulatur kommen. Ich merke vor allen Dingen den Trapezmuskel, wobei sich mein Nacken momentan auch täglich weiter verspannt.
Nach dem Unfall hatte ich mit Schwindel (drehend) zu kämpfen, der bei bestimmten Kopfbewegungen ausgelöst wurde. Ein MRT von HWS und Kopf war damals unauffällig (nur eine kleine Bandscheibenvorwölbung an C5/6). Es hieß, der Schwindel kann irgendwann verschwinden oder auch nicht. Mein damaliger Physiotherapeut hat es aber geschafft das Problem zu beheben. Danach war ich einige Monate fast beschwerdefrei, allerdings habe ich immer mal leichten Schwindel bemerkt, wenn ich den Kopf in den Nacken gelegt oder nach unten gebeugt habe. Da ich das beruflich täglich tun muss (bin aktuell als Baumkontrolleurin im Einsatz), ist das natürlich eher ungünstig, aber ich konnte damit leben, zumal ich meinen eigentlich Beruf (GaLaBau) erst recht nicht ausüben kann. In den letzten Wochen hat sich das Problem verstärkt, so dass ich teilweise einen Kollegen gebeten habe, für mich nach oben zu schauen. Massagen und Akupunktur (habe ich natürlich selbst bezahlt) haben geholfen, tun es aber immer kurzfristiger. Jetzt verstärkt sich allerdings seit einigen Tagen ein durchgehender Benommenheitsschwindel immer mehr. Ich fühle mich, als wenn ich zwei Gläser Sekt getrunken hätte und das immer, auch im Bett. Außerdem kann ich mich schlecht konzentrieren und mich kaum fachlich ausdrücken (mir fallen oft Wörter nicht ein). Ich überlege täglich, ob ich mich nicht krank melde soll (finde auch, dass ich nicht sicher Auto fahren kann). Bei meinem Arzt kriege ich aber erst einen Termin, wenn der Bericht vom CT da ist, Montag soll ich deswegen nochmal anrufen. Wobei ich nicht weiß, was beim Arzt rumkommen soll, wenn es tatsächlich nur muskulär ist und ich es schon mit Massagen, Akupunktur, täglichen Übungen sowie Wärme versuche. Ich habe Angst, dass ich meinen jetzigen Job nicht dauerhaft ausüben kann, nur als irgendwas muss ich ja arbeiten?
Hat noch jemand solche Probleme nach ähnlichen Verletzungen? Besteht die Chance, dass sich der Schwindel auf Dauer beheben lässt? Ist sowas als Einschränkung anerkannt (ich habe immer das Gefühl, wenn nix gebrochen oder wenigstens gerissen war, dann wird das nicht ernst genommen)? Ist es richtig, dass ich nicht sofort ins Krankengeld komme, wenn ich krank geschrieben werden sollte, da der Unfall länger als ein Jahr her ist?

Viele Grüße
Jina
 

HWS-Schaden

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Hallo Jina

Bist du bei dem Sturz auf den Kopf gefallen?
Gab es eine Beule, irgendwas derart am Kopf? Wenn ja: Wo?
Ist das in den Unterlagen dokumentiert?

Bist du noch schwindelfrei (zB wenn du über Brücken gehst)?

LG
 

Jina

Mitglied
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57
Hallo,

nein, ich bin wissentlich nicht auf den Kopf gefallen, hatte da zumindest keine Schmerzen. Ansonsten weiß ich aber nicht mehr alles von dem Sturz, nur, dass ich gefallen bin und dann saß ich auf dem Boden und habe keine Luft bekommen. Den Rest hat mein Kopf ausgeblendet.
Allerdings hatte ich die Woche zuvor schon einen Sturz, aus einer ähnlichen Situation (Pferd kam von hinten angeschossen, in dem Fall allerdings, weil die Reiterin es nicht im Griff hatte). Da bin ich im flotten Galopp auf harten Waldboden gestürzt und mit dem Kopf aufgekommen. Zumindest hatten sich die Schichten meines Helms gelöst, meine Brille war an der Seite gebrochen, ich hatte Kopfschmerzen und mir war so schwindelig, dass ich gestützt zum Auto geführt werden musste, da ich sonst sofort umgekippt wäre. Ich war daraufhin nicht beim Arzt (1. Urlaubstag, da will man ja nicht im Krankenhaus bleiben, außerdem hatte ich eine angehende Ärztin mit auf meinem Zimmer), es ging mir aber nach wenigen Stunden deutlich besser, keine Kopfschmerzen mehr und ich hatte Appetit. Zwei Tage später saß ich wieder auf dem Pferd (5-6 Stunden am Tag).

Nach dem zweiten Sturz hat sich im Krankenhaus auch niemand den Kopf angeguckt. Da ich mit Schmerzmitteln vollgepumpt war, war Schwindel eh nicht ungewöhnlich. Ein MRT von Kopf und HWS hat dann erst einen Monat später mein Hausarzt angeordnet, aber da kam nichts bei rum.

Brücken sind generell kein Problem. Wenn man davon absieht, dass ich eh etwas Höhenangst habe. Wobei ich jetzt keine besonderen in der Nähe habe, um das zu testen.

VG
Jina
 

Chumana

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Liebe Jina,

ich bin kein Arzt, aber hier dürfte ein neurologisches Problem vorliegen, was nicht zwingend mit den Unfällen zu tun hat.

Was das rechtliche angeht, sehe ich zwei Unfälle. Offensichtlich leben Reiter gefährlich, weshalb ich unterstellen darf, dass der Halter eines Pferdes eine Haftpflicht hat, die für den Fremdschaden durch Reitunfälle aufkommt.

Sofern der oder den Haftpflichten bereits bekannt ist, dass es binnen wenigen Tagen zwei Unfälle gab, bist Du in der Beweispflicht, jedem Unfall den daraus entstandenen Schaden nachvollziehbar nachzuweisen. Und ob das im Fall des Schwindels so einfach ist, muss angezweifelt werden.
Nach dem zweiten Sturz hat sich im Krankenhaus auch niemand den Kopf angeguckt. Da ich mit Schmerzmitteln vollgepumpt war, war Schwindel eh nicht ungewöhnlich. Ein MRT von Kopf und HWS hat dann erst einen Monat später mein Hausarzt angeordnet, aber da kam nichts bei rum.
Aus meiner Sicht brauchst Du eine Diagnose, die dem zweiten Unfall ein Halswirbelsäulen - Syndrom bescheinigt.
Zumindest hatte Dein Hausarzt einen Verdacht auf HWS, was als Argument dienen könnte.

Beste Grüsse
Chumana
 

Jina

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Hallo Chumana,

der Halter der Pferde hatte zum Zeitpunkt der Unfälle keine Versicherung (da Beiträge nicht bezahlt wurden), er war aber dabei sowie natürlich auch weitere Zeugen. Die Unfälle sind aber offiziell bekannt (Unfallbericht usw. wurde ausgefüllt).
Das CT hat gezeigt, dass die Brüche gut verheilt sind, die Ärzte haben mir aber auch gesagt, dass das nur die halbe Wahrheit ist, da man Weichteile dort nicht sieht und vermutlich die Muskulatur Probleme macht. Ich trage schwere Sachen aktuell auch nur einseitig, was Fehlhaltungen begünstigt und merke auch, dass die Muskulatur auf der kaputten Seite nicht mehr so ist wie vorher. Aber du hast Recht, mir fehlt momentan eine Diagnose, um etwas Offizielles zu haben. Ich hoffe nun, dass ich zeitnah zu meinem Arzt kann und dass der mich ernst nimmt. Denn mittlerweile habe ich sogar Angst, tagsüber alleine rauszufahren und dann irgendwo in einer Grünanlage umzukippen.

VG
Jina
 

sab

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Hallo Jina,

zur Frage der Haftung des Pferdehalters in Kürze: hier wird - in Deutschland - unterschieden, ob es sich um sog. Nutzpferde oder Luxuspferdehaltung handelt. Wenn der Halter nachweisen kann , dass er mit seinen Pferden zumindest8einen Teil seines Geldes verdient, dann muss er für das Unfallgeschehen nur nachweisen, dass er seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist, dann ist er aus der Haftung raus.


Ich weiss jetzt nicht, ob Du noch auf Geld hoffst von Deiner privaten Unfallversicherung. Falls ja, wird Deine Situation nicht leichter, wenn unter Umständen ein erster (?) Unfall, denn Du vermutlich der Versicherung bisher gar nicht nicht angezeigt zu haben scheinst, für Deine gesundheitlichen Probleme verantwortlich sein könnte. Dann scheibt die Versicherung nämlich im Zweifel alles auf den ersten Unfall, und solltest Du den nicht fristgemäß angezeigt haben, dann könnte es schwierig werden.

VG

Sabine
 

Jina

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Hallo Sabine,

dann stellen sich für mich die Fragen:
Warum gibt es überhaupt eine teure Versicherung, wenn ein Trainer/Rittführer mit Reitern auf seinen Pferden ausreiten möchte? Meinem Trainer ist das z.B zu teuer, daher bietet er keine Ausritte an.
Der Rittführer, beim dem es passiert ist, war bei mir im Krankenhaus und hat mehrmals versucht mich zu überreden, den Unfall als einen Unfall auf meinem eigenen Pferd darzustellen. Er hat mir sogar gesagt, wenn ich das nicht mache, hat er Angst um seine Existenz. Warum sollte er das tun, wenn er aus der Haftung eh raus ist? Etwas Erfahrung hat er mit dem Thema, da er schonmal einen schweren Sturz auf seinen Ritten hatte. Normalerweise hätte er den Ritt nicht machen dürfen, wenn er seine Beiträge nicht bezahlen kann.

Natürlich möchte ich bei der Versicherung möglichst viel Geld rausschlagen, wer will das auch nicht. Vor allen Dingen, so lange nicht sicher ist, ob ich in meinem Beruf weiterarbeiten kann. Der zweite Unfall (bzw. der erste) ist der Versicherung eigentlich auch bekannt, nur habe ich dafür keinen Unfallbericht ausgefüllt.
Bezüglich meines Schwindels spricht bisher übrigens nichts für ein HWS-Problem. Die Ärzte tappen noch im Dunkeln.
 

Sekundant

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hallo Sabine,

ein paar grundsätzliche anmerkungen zu deinen bisherigen äusserungen, besonders der letzten feststellung

Bezüglich meines Schwindels spricht bisher übrigens nichts für ein HWS-Problem.
zuvor ist angegeben

Rippenserienfraktur links (BWS 3-9)
Brüche einiger Querfortsätze (BWS 4-8)
Ein MRT von HWS und Kopf war damals unauffällig (nur eine kleine Bandscheibenvorwölbung an C5/6).
da stellt sich die frage, wie ernsthaft der hws-bereich überhaupt - ausser dem MRT - untersucht wurde. es scheint jedenfalls nicht explizit nach bänderverletzungen gesehen. wenn du mal nach ursachen für schwindel suchst, dann gibt es sicher zahlreiche möglichkeiten und ursachen, aber nach einem derartigen sturz ist eine ursache ja doch naheliegend, zumal dann, wenn keine anderen vorfälle in frage kommen würden. auch deine weitere schilderung ("...bin wissentlich nicht auf den Kopf gefallen, hatte da zumindest keine Schmerzen. Ansonsten weiß ich aber nicht mehr alles von dem Sturz, nur, dass ich gefallen bin") weist schon auf mögliche neurologische defizite hin. es sollte dich daher interessieren, was von seiten der behandler darüber festgestellt und dokumentiert wurde und welche möglichen (verdachts)diagnosen in deiner patientenakte stehen. die aussage, die ärzte würden im dunkeln tappen, ist jedenfalls nicht zielführend; nach m.E. sind diese aussagen "verlegenheitsbegründunen" wenn man tatsächliches nicht offen legen will. daher der rat einsicht in die patientenakte zu nehmen.


gruss

Sekundant
 

Jina

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Hallo Sekundant,

wie lässt sich denn gezielt nach Bandverletzungen gucken? Dann spreche ich das nochmal an.

Im Krankenhaus wurden HWS und Kopf damals gar nicht beachtet. Bei den Organen waren sie gründlich, aber ansonsten wurde ich gefragt, ob ich noch woanders Schmerzen habe, das hatte ich verneint und damit war das Thema durch.
Erst zu Hause habe ich dann den Drehschwindel bemerkt und mein Hausarzt hat daraufhin ein MRT von Kopf und HWS verordnet. Das fand ca. 5 Wochen nach dem Unfall statt und da es unauffällig war, hat niemand weiter geforscht, zumal der Physiotherapeut den Schwindel erstmal wegbekommen hat.

Nun war ich wieder beim Hausarzt und der hat einige Überweisungen ausgestellt. Bisher weiß ich, dass Blutdruck, EKG und Blutwerte ok sind. Der Hörtest beim HNO war unauffällig, ebenfalls sämtliche Tests für das Gleichgewichtsorgan. Die Messungen auf der Tetrax-Gleichgewichts-Plattform waren sogar außergewöhnlich gut. Der Arzt meinte, es deutet nichts auf ein HWS-Problem hin, da ich dort auch voll beweglich bin und dieses Gerät eben keine Auffälligkeiten angezeigt hat.
Übernächste Woche habe ich einen Termin beim Orthopäden und es wird außerdem nochmal ein MRT von HWS und Kopf gemacht. Wenn da auch nichts bei rumkommt, bin ich ratlos.
Ich fühle mich eigentlich wie nach dem Schlucken der Opioide im letzten Jahr und wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich tatsächlich sagen, dass ich unter Drogen stehe.

VG
 

Sekundant

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hallo Jina,

ich bin in medizinischer hinsicht zu wenig kompetent und könnte nur das wiederholen, was andere dazu (wie lässt sich denn gezielt nach Bandverletzungen gucken?) wiederholen. sicher kann hierzu noch jemand genauer berichten. aber ich kann dir auch ein oder zwei dokumente zukommen lassen. ich melde mich mal.


gruss

Sekundant
 

sab

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Hallo Jina,


zum medizinischen kann ich Dir gar nichts sagen. So wie ich meine Versicherung nach einem schweren Reitunfall erlebt habe, wird eine Versicherung ALLES versuchen, NICHT zu zahlen. Da würde sich ein nicht angegebener erster Unfall natürlich anbieten....

Zur Frage der Haftung; es gibt in Deutschland die Unterscheidung zwischen Luxuspferdehaltung und Nutzpferdehaltung. Bei letzterem ist die Haftung stark eingeschränkt, nämlich auf die Einhaltung der Sorgfaltspflicht. Dieses soll Betriebe / Halter schützen, die hiermit ihr Geld verdienen müssen.
Ich weiss nicht, ob Dein Rittführer die Wanderritte quasi nebenbei betreibt oder aber hauptberuflich hiervon lebt. Danach richtet sich die Frage, ob er Luxuspferdehalter oder Nutzpferdehalter ist. Als Luxuspferdehalter ist er erstmal grundsätzlich uneingeschränkt in der Haftung, wobei natürlich auch der Einzelfall anzuschauen ist. Als Nutzpferdehalter ist die Frage der Einhaltung der Sorgfaltspflicht entscheidend. Ob die Sorgfaltspflicht eingehalten worden , ist natürlich eine Einzelfallbeurteilung. Wenn , wie Du schreibst , die Reiterin z.B. ihr Pferd nicht im Griff hatte, dann wäre hier die Frage, woran das lag. Pferde sind Fluchttiere, ein Durchgehen ist immer möglich. Auf der anderen Seite kann ein geübter Reiter das in der Regel verhindern. Wenn also z.B. Dein Rittführer Krethi und Plethi auf die Gäule gesetzt hat, also blutige Anfänger und mit so einer Chaos Gruppe galoppiert, dann würde so etwas vermutlich für eine - zumindest teilweise - Verletzung der Sorgfaltspflicht sprechen können. Oder die Pferde völlig ungeeignet hierfür waren, weil sie z.B. gerade erst angeritten waren, oder die Wege sind völlig ungeeignet zum Galoppieren und der Rittführer tut es trotzdem etc etc. Also, man muss wirklich auf den Einzelfall abstellen, dass kann man nicht pauschal sagen. In jedem Falle würde man natürlich erst einmal prüfen, ob der Rittführer entsprechende Fehler gemacht hat. Deshalb ist der Mann ja auch offensichtlich so nervös.- Ich persönlich mache diese Art von Wanderriten nicht mehr, weil ich sehr oft erlebt habe, dass die meisten Teilnehmer ihr reiterlichen Fähigkeiten sehr stark überschätzt haben. Und es ist der Klassiker , dass das hinter einem galoppierende Pferd einen plötzlich seitlich überholt, weil das Reiterlein sein Pferd nicht halten kann. Oder schon vorher runtergefallen ist.

VG

Sabine
 

Jina

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Mittlerweile habe ich es nochmal mit sanftem Einrenken (die paar Blockaden die da waren) und Akupunktur versucht. In der Vergangenheit war das eigentlich immer gut, in dem Fall hat es die Symptome eigentlich nur verschlimmert. Wenn ich stehe, habe ich das Gefühl, dass mich jemand in den Boden rammen möchte und kriege nach einiger Zeit nur noch schlecht Luft. Außerdem schwanke ich gefühlt und fühle mich selbst im Sitzen wie betrunken. Inzwischen glaube ich auch, dass es was mit der HWS zu tun hat. Ich hoffe eigentlich darauf, dass es nur die Bandscheibe ist.

Hallo Sabine,

der Rittführer macht das schon hauptberuflich, er lebt von seinen Pferden und der Hauptverdienst sind dabei die Wanderritte.
Meine Erfahrung ist auch, dass sich viele überschätzen, daher achte ich mittlerweile noch mehr darauf wo ich buche, wie die Anforderungen sind und wie groß die Gruppe ist. In dem Fall waren wir aber im Schritt unterwegs, haben die Galoppstrecke sogar bewusst ausgelassen und die Reiterin war auch nicht so schlecht, ist nur ebenfalls runtergefallen, aber das bin ich ja auch. Man kann nur froh sein, dass ich Abstand nach vorne hatte, sonst wäre es bei 9 Reitern eine richtige Katastrophe geworden.

VG
 
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