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Verkehrsunfall mit Todesfolge

Registriert seit
11 Mai 2015
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#61
Hallo Zusammen,

kleines Update für Euch.

Meine Wiedereingliederung hatte ich erfolgreich durchgeführt und bin seit Ende Mai wieder berufstätig.
Dadurch hat mein Arbeitsleben wieder einen Sinn und ich fühle mich gut.
Vom Anwalt habe ich vor ca. 2 Wochen mehrere Fragebögen zum Thema Haushaltsführungsschaden erhalten. zzgl. 2x Kalender wo Krankenhausaufenthalte / Arztbesuche usw. dokumentiert werden sollen.
Ist ein Menge Stoff aber da müssen wir durch.

Zum Landesversorgungsamt:
Mein Wiederspruch hat gefruchtet und Sie haben mich auf 30% angehoben.
Diese haben Sie zum Unfalltag zurück datiert und dieser ist unbefristet.

Gründe dafür:

- Funktionsminderung der Wirbelsäule mit Schulterarmsyndrom links
- Migränoiden Kopfschmerzsyndrom
- nervale Funktionsstörung der linken Hand
- psychischer Belastungsminderung

Ich denke das ist ok.
Sobald ich was neues habe.... bekommt Ihr ein Feedback von Mir.
Sollte dennoch jemand Fragen oder Tipps haben,.... ich bin für alles offen.

MfG
v6freak
 

Rudinchen

Erfahrenes Mitglied
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#62
Hallo v6freak,

herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Wiedereingliederung!

Ich denke, den Rest wirst du auch noch bewältigen - und dann wird wieder etwas mehr Ruhe einkehren und ich wünsche dir, dass es noch weitere gesundheitliche Verbesserungen gibt.

Rudinchen
 
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#63
Hallo zusammen,

ein kleines Update von Mir.
Die ersten Wochen Vollzeit Arbeit liegen hinter Mir und ich muss zugeben, es ist super anstrengend.
Ich merke das der Körper nach ca. 5 Stunden abbaut und ich nicht mehr stehen kann. Was natürlich blöd ist bei einen Job wo man nur steht.

Was Mir ein wenig auf den Magen schlägt, ist das heute per Mail übersandte Abfindungsangebot.
Ich will mich wirklich nicht als gierig outen aber bei diesen Schreiben weiß ich wirklich nicht ob ich lachen oder weinen soll.

Ich Versicherung Schreiben werden als Schäden mehr oder weniger als Vorschäden deklariert. Die Beschwerden können unmöglich von den beim Unfall verursachten Verletzungen kommen. Der GdB wird auch in Frage gestellt.
Die Versicherung möchte für den Gesamtschaden eine Summe von 20000,00 Euro zur Verfügung stellen. Wenn ich auf alles verzichte was in Zukunft anfällt.
Was soll ich davon halten?
Das Geld ist Mir momentan egal, ich würde gern der Versicherung zeigen wo der Frosch seine Locken hat.
Habt Ihr evtl. Tipps für mich?
Vielen Danke im Voraus.

MfG
Christian
 

Sekundant

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#64
hallo Christian,

als antwortschreiben (in der form nicht ganz ernst gemeint):

"natürlich können sie als verwaltungs- und wirtschaftlich tätige einrichtung die ärztlichen feststellungen nicht mit ihren monetären zielvorstellungen vereinbaren und medizinische begründungen als solche betriebswirtschaftlich interpretieren. aber genau dazu liegen die medizinischen feststellungen und aussagen vor, die aber wirtschaftlichen interessen nicht zugänglich und verwaltungstechnisch nicht zu hinterfragt werden können."

wenn die versucherung meint, einwendungen erheben zu können, dann bitte qualifiziert und auf den punkt gebracht. macht sie da nicht, ist ihr eine verweigerungshaltung vorzuwerfen.


gruss

Sekundant
 

Teddy

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#66
hallo christian,

reichen dir die Brosamen des Abfindungsangebots? Dann nimm sie an und sei zufrieden. Wenn nicht lass die Dummschwätzer ihre Wunschvorstellungen Abfindung mal dahingestellt.

Jetzt geht die ganze Sache zu, wie auf einem Bazar. Die fangen vielleicht mit 10% der Summe mal an. Du kannst/musst ihnen deine 100% gegenüberstellen. Kommen die schon mal mit einer Anfangssumme rüber, dann gestehen sie ja schon mal ein dass deinerseits berechtigte Ansprüche bestehen.

Ich an deiner Stelle würde deren Wunschvorstellung Abfindung per Gericht auf rechtmäßigkeit überprüfen lassen. Also Ablehnen, 100% Forderung stellen, notfalls Einklagen und richterlich überprüfen lassen.

Was hast du zu verlieren? Die wollen den ganzen Zukunftsschaden damit abwickeln. Wer weiß wie es dir in 12 Monaten geht und dann schaust du in die Röhre.

Thema Wiedereingliederung: Toll dass du den Schritt wagen konntest und es versuchst. Du merkst jetzt, dass das eigene Wollen und Wünschen wieder zurück ins alte Leben Illusion bleibt. Jetzt heißt es schauen, was ist möglich. Du musst viel mehr Kraft und Energie aufwenden als früher diese Leistung deinem Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen. Keine Versicherung kann dir vorwerfen es nicht versucht zu haben.

Bleibt es dabei, dass dir nach 5 h die Beine versagen und es zeigt sich mit der Zeit, dass dieser Zeitrahmen sich nicht mehr verlängert, dann ist das ein bleibender Schaden, der deine Berufstätigkeit einschränkt. Das ist Folge der Schädigung auf deren Ausgleich du Rechte hast. Hast du die Zähne zusammengebissen, oder auch mal nach 5h, wenn es nicht mehr geht, dich krankschreiben lassen, hast du also von Fachmedizinern bestätigte gesundheitliche Beeinträchtigungen. Falschverstandene Tapferkeit kann dir Schaden - nur dir - den Nichtzahlenwollenden spielst du damit in die Hände. Wieso, da war doch nichts, der hat doch wochen- monatelang ohne nachgewiesene Einschränkungen arbeiten können, denn es liegen keine Krankmeldungen vor. Die sehen nicht und wollen nicht sehen, dass dein Privatleben sich minimiert wegen erhöhtem Erholungsbedarf, nur um die Kraft und Energie zu haben beruflich wieder deinen Mann zu stehen.

Die Mehrbelastung deines Körpers durch diese Mehranstrengung kann sich mit der Zeit zur Überbelastung entwickeln und weitere medizinische Einschränkungen hervorrufen.

Also Vorsicht mit der Abfindung des Zukunftsschadens. Versorgungsamtentscheidungen und vorliegenede ärztliche Diagnosen werden angezweifelt, in Frage gestellt und mit Ausflüchten auf Vorschäden und Psyche abgewimmelt. Da können hier im Forum doch einige herzhaft mitlachen.

Also lächle, zeig die Zähne, bleib cool, stelle deine berechtigten Forderungen. Bei Ablehnung fletsche sie und beiß denen in die Waden - wünschen dürft ihr ja, dass ich so naiv wäre, aber ich lass mich nicht aufs Glatteis ziehen.

LG Teddy
 
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#67
Vielen vielen Dank

# Sekundant # Aramis # Teddy #

Eure Worte und Euro schriftlichen Anmerkungen haben Mir einen richtigen positiven Schub gegeben.
Als ich am Freitag die Mail vom Anwalt erhalten habe, in dem dieses Angebot der Versicherung stand, war ich sprachlos.
Daraufhin überkam mich eine Wut und ich musste erstmal ein paar Schnäpse trinken. Mit super schlechter Laune und einen leichten Kater bin ich Samstag früh auf Arbeit gefahren.

Erste Amtshandlung war Forum öffnen und nachschauen ob jemand einen Tipp geben konnte.
Daraufhin habe ich Eure Antworten erhalten und aufmerksam gelesen.
Genau diese haben mir einen Schub gegeben und dafür ein großes Danke schön an Euch.

Sobald ich ein Feedback von meinem Anwalt erhalten habe, gebe ich Euch Bescheid.

LG und einen schönen Restsonntag
Christian
 
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#68
Hallo liebe Forumsteilnehmer und stillen Mitleser,

ich wünsche Euch noch nachträglich ein gesundes neues und hoffe Ihr seid behutsam ins Jahr 2017 gerutscht.
Da ich seit längeren nicht Online war, wollte ich Euch mal einen Zwischenstand zukommen lassen.

Ich wurde im Spätsommer 2016 Innerbetrieblich umgesetzt.
Daher erhalten meine beiden Chefs meine volle Anerkennung.
Dieser ist halbtags und mit einer Sitzenden Tätigkeit verbunden.
Es fällt Mir natürlich leichter wie meine stehende Tätigkeit die ich vorher hatte, allerding merkt man auch im Sitzen recht viele Beschwerden.
Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass diese Beschwerden nicht mehr verschwinden werden und das man damit leben muss.

Unsere Tochter hat nach einen Jahr Psychotherapie eine Langzeittherapie angefangen. Es tut Ihr super gut. Wobei es nach fast zwei Jahren immer noch häufig Momente gibt, wo das Unfallgeschehen einfach aus Ihr rausbricht. Ich hoffe das wir das auch in Zukunft eindämmen können.

Tja.... die liebe Versicherung.
Der Stand ist immer noch der von vor 4 Monaten.
Sie weigern sich den Verdienstausfall von 2016 zu bezahlen.
Und ich habe das Gefühl das Sie, nachdem ich das Abfindungsangebot "nicht" unterschrieben habe, noch bockiger sind.

Sie fangen jetzt schon an zu streiten das die Verletzungen die zum Gdb30 geführt haben, frühere Körperschäden waren, bzw. dass das Landesversorgungsamt so etwas nicht einschätzen kann.
Dazu kommt, dass man die 30% nicht bzw. nur bedingt in den Haushaltsführungsschaden nehmen kann.

Ich mache mich nicht mehr wild. Wir nähern uns den zweiten Todestag meines Papa´s und das ist wichtiger.

Eins habe ich noch vergessen.....
Ich hatte ja Wochen lang um ein Kopf MRT gebettelt.(weil ich seit dem Unfall extrem bzw. Migräneartige Kopfschmerzen hinter meinen linken Auge habe. (dieses hatte ich beim Aufprall nicht schließen können und mein Auge wurde geschädigt)
Es wurden keine Kontrastmittel gespritzt und nach gefühlten 10 Minuten war das auch schon vorbei.
Der Befund......... alles Super
Hat jemand von Euch evtl. eine Idee was dieser Schmerz sein könnte?
Am liebsten würde ich Mir das linke Auge rausschrauben, einmal mit den Finger rumwühlen und wieder rein schrauben. 2 Jahre habe ich diese S....ß schmerzen und die Ärzte sagen das alles i.O wäre ;o(

Über ein Feedback von Euch, würde ich mich freuen.

Mit freundlichem Gruß
Christian
 

Teddy

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#69
hallo Christian,

MRT war bestimmt nicht nutzlos, du weißt also jetzt, dass es z.B. kein akuter Tumor ist, der Grund deiner Schmerzen ist. Durch Verletzungen verkürzen sich Bänder, Sehnen und Muskeln - bei Armen und Beinen ist das doch allgemein bekannt - lange Bettlägerigkeit verstärkten Probleme bis hin zur Spastik usw.

Warum soll das beim Auge - mit Muskeln/Sehnen etc anders sein. Mein Tipp bleib dran, lass dich nicht abspeisen mit: da ist nichts. Schmerzen sind ein Warnzeichen, halten sie länger als 6 Monate an - nicht dauernd, sondern es kann auch Phasenweise sein, immer mal wieder ein paar Stunden - dann gelten sie als Chronisches Schmerzsyndrom und das muss nicht so bleiben.

Also ich kann dir nur raten Augenspezialisten aufzusuchen - es gibt Augentraining, Augenmuskelübungen, oder z.B. auch Akupunktur, die das Ungleichgewicht lindern könnte.

Meiner Erfahrung nach sind AugenUNI-Kliniken meist auf dem neuesten Stand - Zweitmeinungen sind immer wichtig und vielleicht hat jemand dort eine Idee, was du tun kannst, damit es dir besser geht.

Schmerzen, - sinnlos und nervzehrend - muss niemand aushalten müssen. Wie wäre es mit einer Schmerzambulanz an einer Neuroklinik, auch die haben mehr mögliche Angebote, die sich lohnen würde für dich sie nach und nach auszuprobieren, was dir am besten bringt. Manchmal entwickelt sich an der Schläfe eine Krampfader, die dann immer wieder das eng anliegenden Nervengeflecht reizen und zu Schläfen/Augen/Migräne-Schmerzen führen können. Manchen hilft ein kleiner Eingriff, bei dem zwischen Ader und Nerven ein kleines Plättchen zur Abschirmung geschoben wird und die Schmerzen sind weg, oder hier gezielte Botox oder Lidocain Spritzen legen die überreizten Nerven lahm.

Da es ja doch schon eine Weile bei dir andauert, braucht es meistens auch eine Weile bis du DEINEN WEG finden kannst. Die Ärzte sind nur Ratgeber, ausprobieren das bleibt dir überlassen.

Gute Besserung
Teddy
 
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#70
Hallo zusammen.
Nach 10 Monatiger Online Abstinenz in diesen Forum, wollte ich mal ein Lebenszeichen von Mir geben, bzw meine Erfahrungen aus den letzten Monaten mitteilen und damit auch verarbeiten.


# Berufliche Situation #

Wie schon beschrieben wurde ich intern auf einen für mich geschaffenen Bürojob eingesetzt. Für 6 Stunden und 5 Tage die Woche hatte mein berufliches Leben wieder einen Sinn.
Die Schmerzen die ich hatte, wurden mit Medikamente und guten Willen mehr oder weniger unterdrückt. Nach 7 Monaten konnte ich mir auf die Schulter klopfen und war stolz das ich nicht einen Krankentag vorweisen konnte.

Zu meinen "gesunden Kollegen" die im 4 Wochen Rythmus sich Extra Urlaub gönnen, eine Meisterleistung.
Mein Einsatz wurde dann auch prompt im Juli mit einer Kündigung belohnt.
Grund: Betriebswirtschaftlicher Wegfall des Arbeitsplatz

Natürlich wurden zwei junge Mädels auf diesen Arbeitsplatz eingestellt. Diese können statt 6 für 8 Stunden und 6 Tage die Woche für weniger Gehalt meine Arbeit durchführen.
Daher musste ich mich vor ein paar Wochen beim Arbeitsamt melden.

Was habe ich aus dieser Situation gelernt!
Der Einsatz und das Beißen unter Schmerzen bzw das schlechte Gefühl wenn man zum Doc gehen würde ist alles für die Katz.
Man wird ausgenutzt und bietet sich die Gelegenheit an, wird man ausgetauscht. Wie ein defektes Bauteil.

# Gesundheitlicher Zustand #

Hat sich in den letzten 12 Monaten nicht verändert.
Die tägliche Medikamenten Einnahme macht es etwas erträglicher. Außer einem MRT der Wirbelsäule ist nix passiert.

# Rechtsanwalt #

Diesen hatten wir im 2 Quartal 2017 gewechselt.
Wir waren mit der Kommunikation und dem Nichthandeln so unzufieden das wir diesen Schritt machen mussten. Nach einer gewissen Einarbeitung des neuen Anwalts sind dann auch Recht flink die ersten "bösen" Anwaltsschreiben Richtung Versicherung gegangen. Incl. Wirtschaftliche Auflistungen zwecks Verdienstausfall, Haushaltsführungsschaden usw.
Nach diesen Schreiben hatten wir das Gefühl.......jetzt gehts richtig los.
Die Antwortschreiben schlugen natürlich den Boden aus dem Fass. Ich werde hingestellt das alle Schäden vorher waren und das unsere Tochter ja mit einen blauen Auge davon gekommen ist. Psychosomatisch wäre das auch nicht so wild. Schließlich sei ja der Opa selbst Schuld an den Unfall.
Naja, der Anwalt macht gerade die Klageschrift fertig.
Mal schauen was da raus kommt. 2.5 Jahre haben wir ja bis jetzt gepackt.

# Mein Doc #

Konnte mir im MRT Auswertungsgespräch einen Dauerschaden mitteilen. Ich probier mal ein Bild mit dazu zu packen.
Ansonsten bekommt er ein haufen Schreiben und Fragebögen vom neuen Anwalt und realisiert langsam was für ein Zeitlicher Aufwand dahinter steckt.
Daher hat er mir mitgeteilt, dass er mit diesen Versicherungsgebare nix zu tun haben will.
Ich darf in Zukunft meine Spritzen und Krankenscheine holen aber für mehr wird es nicht mehr. Lt. Aussage hätten seine Befunde kein Gewicht beim Gericht.
Damit hätte ich nicht gerechnet.

Jetzt habe ich an diesen Freitag einen Termin beim Arbeitsamt Doc. Dieser soll feststellen ob oder wie ich vermittelbar bin........... ich lass mich überraschen.

Entschuldigt nochmals meine lange Abwessenheit.
Sobald ich ein Feedback habe, melde ich mich wieder.

LG
Christian
 

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Rekobär

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#71
Vorschäden usw.

Hallo Christian,

die Versicherungen versuchen alles, um sich vor der Entschädigung zu drücken. Insofern wundert mich das Argument, Deine Gesundheitsschäden wären schon vorher da gewesen, nicht. Und selbst, wenn dieses Argument richtig wäre, würde es für Dich schon ausreichen, eine Bestätigung vom Arzt zu bekommen für eine richtungsweisende Verschlechterung. Damit wäre das Argument der Versicherung ausgehebelt.

Was Deinen Arbeitgeber angeht, solltest Du Kündigungsschutzklage einreichen. Warum? Wenn er Dich gegen zwei Mietzen ersetzt hat, zählt die Begründung, von wegen betriebswirtschaftliche Gründe nicht, weil er ja das genau mit der Neueinstellung adabsurdum führt.

Was Deinen Arzt angeht, kann ich ihn irgendwie verstehen. Auf ihn kommt ein Arbeitsaufwand zu, den niemand bezahlen wird. Dafür sollte eine Lösung gefunden werden, um ihn bei der Stange zu halten.

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
 
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#72
Hallo RekoBär,

mit dem Arbeitsaufwand sehe ich auch ein. Die Info vom Doc kamm nur etwas plump rüber.
Naja, dann werde ich mir einen anderen Doc such müssen.

Zwecks meinen Arbeitgeber wurde ich auch beim RA vorstellig. Die Klage wurde eingereicht und 3 Tage vorm Gerichtstermin haben Sie die Kündigung zurück gezogen. Ich hätte zwei Tage später mich in einer anderen Filiale melden sollen. Damit hat der Spießrutenmarsch angefangen....

Um das zu vermeiden habe ich nicht mehr angefangen.
Vielleicht war es die beste Entscheidung.
Die Luft war nach dem Unfall und Kranheitsphase eh fast raus
 
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