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Venlafaxin

Registriert seit
14 Okt. 2008
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66
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59
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Saarland
Hallo zusammen,

muss heute mal folgende Frage loswerden:

Ich nehme seit längerer Zeit Venlafaxin 37,5 mg Kapseln retardiert und bestelle meine Medis immer über die Doc Morris Versandapotheke.
Nun musste ich feststellen, dass mein Neurologe beim letzten Rezept statt der o. g. Venlafaxin zwar die gleiche Dosis aber Tabletten nicht retardiert aufgeschrieben hat.
Da retardierte Medikamente anders wirken als nicht retardierte habe ich in der Praxis nachgefragt und lt. Arzt "wäre das ja nicht sooo schlimm; ich soll sie ruhig nehmen".

Ist das wirklich so, denn ich weiss nicht, wie diese Umstellung auf meinen Körper wirkt.

Bin für jede Antwort sehr dankbar.

LG
Tina
 

magenta

Erfahrenes Mitglied
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3 Okt. 2010
Beiträge
305
Hallo Tina,
vorweg ich kenne Venlafaxin nicht, aber ich würde mir da erstmal grundsätzlich nicht so große Gedanken machen, dass diese Umstellung große Auswirkungen auf Deinen Körper hat.

Vor allem glaube ich nicht, dass Dein Arzt therapeutische Effekte und einen Behandlungserfolg der sich eingestellt hat unter der bisherigen Medikation gefährden würde, indem er Dir jetzt eine andere "Wirkform" des Medikaments verordnet, die nicht die gleiche gewünschte Wirkung erzielt.

Beim nächsten Besprechungstermin würde ich den Arzt auf jeden Fall gezielt darauf ansprechen, warum er Dir nicht mehr die Retard Tabletten aufschreibt. Er soll Dir das dann mal genau erklären.

Solltest Du immer noch sehr verunsichert sein, dann nimm auf jeden Fall nochmal direkt Kontakt mit der Praxis auf und schildere nochmal Deine Bedenken.

Alles Gute und lieben Gruß
magenta
 

ironman13/08

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
24 Aug. 2009
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2,088
Hallo,

na ja, so würde ich das nicht sagen. Auch ich kenne das Mediament nicht, aber retard heißt : verzörgert freigesetzt. Das Medikament soll also nicht auf einmal wirken, sondern die Dauer verlängert werden. Was gerade z.B. bei Schmerzmitteln wohl auch sinnvoll ist.

Ich würde auf jeden Fall den Arzt nochmal darauf ansprechen warum er nun eine andere Wirkungsform verschreibt.

Denn es könnte schon sein das das Medikament, sagen wir mal, die ersten zwei bis drei Stunden gut wirkt aber dann schnell nachläßt. Während durch die Verzögerung das Medikament einige Stunden länger wirkt. Das würde bedeuten das man mehr von dem Medikament braucht.

So würde ich das jedenfalls sehen.

Viele Grüße
Gitti - Ironman's Ehefrau
 
Zuletzt bearbeitet:

Paro

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1,294
Hallo Sonnenschein,
"retard" und "nicht retard" ist wie einmal Schokolade essen und einmal Schokoladeneis lutschen.
Bei "retard" Zubereitungen, meistens Dragees, wird der Wirkstoff in Schichten aufgetragen.

Jede Schicht gibt ihren Wirkstoffgehalt
a. im Magensaft,
b. im Dünndarmsaft und
c. im Dickdarm frei.

Dadurch erreicht man ein gleichhohen, regelmässigen Medikamentenspiegel über eine längere Zeit.
Wenn Du jetzt "nicht" retard einimmst, steigt der Wirkstoffgehalt in Deinem Blut steil an und fällt auch steil wieder ab. Also bildlich gesprochen ein Wirkstoff-Zunami.
Ich weis nicht um welches Medikament es sich handelt, aber wenn es wirkt, ist der Umstieg sehr unvorteilhaft, wenn nicht gefährlich; denn die Retardierung war ja wohl nicht umsonst.
Habe eben nach "Venlafaxin" gegoogelt, ein Psychopharmaka, da ist besonders auf den Blutspiegel zu achten.

Also wenn "retard" verschrieben wurde und vertragen wurde, unbedingt dabei bleiben; denn Fehldosierungen in Folge von nicht "retard" sind nicht voraussehbar.

Ein besorgter
Paro
 
Registriert seit
14 Okt. 2008
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Saarland
Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Antworten.
Die nicht retardierten Tabletten wurden aus Versehen verschrieben und nicht absichtlich.
Jedoch habe ich die gleichen Bedenken und werde die nicht retardierten Tabletten nicht einnehmen. Ich hole mir eh immer so frühzeitig Nachschub, dass ich von den retardierten noch genügend habe.
Da mein Neurologe aber auf "Stur" stellt und weiterhin der Meinung ist, dass das nicht "soooo schlimm" ist, werde ich mir am Montag das richtige Rezept bei meinem Hausarzt holen.

Wünsche Euch allen ein schönes und vor allem schmerzfreies Wochenende.

LG
Tina
 

Teddy

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27 Juni 2007
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Hi Tina,

mein Mann nimmt seit Jahren diesen Wirkstoff zur Zeit in 4mal höherer Dosis als du, er hat auch mal retard mal ohne retard verschrieben bekommen. Er sagt gerade, dass er körperlich gar keinen Unterschied gemerkt hat.

Gruß Teddy
 

Leon1468

Mitglied
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Hallo Alle!

Klingt jetzt etwas anders doch ich persönlich kann nur vor Venlafaxin warnen

ich hatte für ein paar Monate 75 mg XR und habe dann über ein Jahr laaangsamst ausgeschlichen Was kam war unglaublich............bis heute!
Entzugserscheinungen vom Feinsten...körperlich, psychisch, und seelisch

Venalfaxin und andere SSRi sind alles andere als ungefährlich!

http://www.petitiononline.com/mod_perl/signed.cgi?effexor

Liebe Grüsse

Leon

Zur Info
 
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Hallo Leon,

das hört sich ja wirklich schrecklich an. Ich weiss zwar nicht was "XR" bedeutet, aber 1 Jahr lang ausschleichen und trotzdem solche Probleme?

Ich habe vor ca. 5 Wochen folgendes entdeckt:
Bisher dachte ich ja immer in den Kapseln wäre Pulver drin, bis mir bei rausdrücken aus der Packung eine kaputt gegangen ist. Es war zwar nur ein Riss, aber ich wartete immer darauf, dass das Pulver raus kommt doch es kam nichts. Dann habe ich die Kapsel ganz geöffnet und stellte fest, dass darin 3 einzelne, ganz kleine Tabletten drin sind.
Daraufhin habe ich begonnen, eine der Tabletten rauszunehmen und habe dann dadurch 4 Wochen lang nur noch 25mg eingenommen.

Nachdem das einigermassen gut ging habe ich nun seit Montag eine weitere Tablette rausgenommen und nehme somit nur noch 12,5mg. Das werde ich jetzt weitere 4 Wochen so machen. (Ich lasse mir die retardierten Kapseln von meinem Hausarzt verschreiben nachdem sich der Neurologe so quer stellt).
Sicherlich ist mein "Körper" durch das Weglassen auch ein wenig durcheinander gekommen aber "Gott sei Dank" nicht so schlimm wie bei Dir. Allerdings war/ist die Dosis bei mir ja auch nicht so hoch.

Ich hoffe auf jeden Fall für Dich, dass es Dir bald wieder besser geht.

LG
Tina
 

papajoe

Erfahrenes Mitglied
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21 Aug. 2009
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Hallo...
was sagt den Dein Arzt dazu das Du herumexperimentierst? Noch wäre es aus meiner Sicht verständlich wenn Du die Dosis verringern würdest indem Du geringer dosierte Tabletten nehmen würdest.

Nur mal so am Rande..selbst die vermeintlich wertlose Kapselhülle hat eine Funktion im Wirkungsansatz eines Präparates. Wenn Dragees z.B. einen Zuckerüberzug haben, passieren sie dadurch den Magen und werden erst in bestimmten Regionen des Dünndarms resorbiert.

Zum Thema Venlafaxin... ich habe das Medikament nach 3 Wochen Auftitrierung auf 300mg wegen intolerablen Tinnitus wieder ausgeschlichen mit Einverständnis des Arztes.

Experimente an meiner " Hirnchemie" machen die Herrschaften in Weiß mit den Serotoninwiederaufnahmehemmern schon genug. Da sollte man in eigenem Interesse selbst nicht herum pfuschen..., das kann schon bei bestimmten pflanzlichen Präparaten fatale Folgen haben.
Stattdessen würde ich empfehlen viel über seine Medis zu lesen und dann dem Arzt des Vertrauens gezielt meine Fragen und Vorbehalte vorzutragen. Aber ....jeder so wie er mag...

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
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Hallo...
was sagt den Dein Arzt dazu das Du herumexperimentierst? Noch wäre es aus meiner Sicht verständlich wenn Du die Dosis verringern würdest indem Du geringer dosierte Tabletten nehmen würdest.
Leider ist bei Venlafaxin 37,5mg die geringste Dosis. Und meinen Arzt (Neurologe) habe ich darüber informiert und der meinte, dass das völlig in Ordnung wäre. Im Gegensatz dazu, wenn ich die Dosis einfach erhöhen würde. Und nachdem ich - und das seit Jahren - noch immer bei der geringsten Dosis bin dürfte eigentlich zeigen, dass ich kein Mensch bin, der irgendwelche Medis ohne Sinn und Verstand nimmt oder weglässt.

Zitat von Nur mal so am Rande..selbst die vermeintlich wertlose Kapselhülle hat eine Funktion im Wirkungsansatz eines Präparates. Wenn Dragees z.B. einen Zuckerüberzug haben:
Ich hab ja auch nicht geschrieben, dass ich die Hülle weglassen, sondern dass ich einzelne Tabletten entnehme.

Ich bin 50 und keine 15 und kann schon sehr gut entscheiden was ich tun kann und darf oder wo ich besser die Finger davon lasse.

Gruß
Tina
 

papajoe

Erfahrenes Mitglied
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Du hast dann also mit dem Neurologen Rücksprache gehalten, der es für irrelevant hält ob man ein retardiertes oder nicht retardiertes Medikament nimmt.?

Ich wünsche Dir weiterhin ein glückliches Händchen bei der Medikation und einen langfristigen Behandlungserfolg.

Gruß
 
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Ich weiss nicht, ob Du des Lesens mächtig bist.
Geschrieben habe ich in meiner letzten Antwort, dass der Neurologe darüber informiert ist, dass ich aus den retardierten Kapseln einzelne Tabletten entnehme.
Und wenn Du meinen Eingangspost lesen kannst - und davon gehe ich einmal aus - dann ist der Grund meines Schreibens der, dass ich weiterhin die retardierten Kapseln nehmen möchte und nicht die nichtretardierten Tabletten.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Tina
 
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