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Motorradunfall Oktober 2006 Schmerzensgeld/Gutachter

HusH1974

Nutzer
Registriert seit
26 Apr. 2007
Beiträge
6
Hallo zusammen,
nette informative Site hier, hoffe ihr könnt mir in einigen Punkten helfen.

Hergang:

Also ich hatte am 31.100.2006 einen Motorradunfall. Ich fuhr auf einer Umgehungstraße und es versuchte ein PKW auf diese aufzubiegen. Er kam von mir aus gesehen rechts aus einem Feldweg und hatte mich übersehen, so fuhr ich in die seite des PKW mit ca. 70-80 KM/H.
Geschwindigkeit wurde von LKW hinter mir bestätigt (100 KM/H erlaubt)

Reagierte aber richtig und seilte mich gerade über den PKW ab wobei ich in der Gegenspur zum Stillstand kam. Leider blieb mein Arm am PKW hängen und platze fast ringsherum auf (zum glück riss er nicht ab). Beim Aufschlag wurde der LWK2 gebrochen (Lendenwirbel) dazu noch eine schwere Rippenbogen Prellung.

Fazit:

Es wurde ein stück vom Unterarm Muskel entfernt (zu stark gequetscht), 3 Monate Korsett tragen, immer noch Rückenbeschwerden nach 6 Monaten und der arm der in höhe der beuge ringsherum mehrschichtig genäht wurde schmerzz immer noch. Rippen schmerzen fast 4 Monate.
Der Unterarm selbst ist fast ringsum ohne gefühl. Belastbarkeit des Armes liegt bei derzeit 5 KG anderer arm schafft 14 KG. Schmerzen waren fast 2 Monate stark bis sehr stark, obwohl ich nach 2 wochen Krankenhaus schon wieder nach hause sollte
(einarmig mit gebrochenem LWK2-als ob ich ne Krankenschwester zu hause hätte :) ).

Verursacher Versicherung ist bis jetzt sehr umgänglich (Provinzial), kann jemand einen vernünftigen Gutachter empfehlen (Raum D-Dorf), hatte gehört das die fast alle "nicht unbefangen" sind. Hatte im Netz z.B zu dem Herrn DR. Ludolph nur negatives gehört.

Hat jemand eine Ahnung was man an Schmerzensgeld erwarten kann? Also mein Anwalt ist da nicht so der Schnellste bis jetzt hat der nur sowas wie "5000 Eur auf jeden fall" gesagt. Aber das kann doch nicht alles sein ich bin über 6 Monate Krank geschrieben, alles Zeit die fehlt, die Narben am Arm, die Umstände, die Schmerzen, 3 Monate ohne Auto und die Wahrscheinlich lebenslange beeinträchtigung des Arms.

Wäre nett wenn ihr mir ggf. mit Erfahrungen weiterhelfen könnt. Die Site von dem Herren mit dem Motorradunfall (architekt) habe ich schon durch und ich kann nur sagen ich hoffe die sind bei mir weiterhin so Kooperativ.

Danke im voraus und Grüsse,

Mark
 

seenixe

Super-Moderator
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31 Aug. 2006
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Hallo HusH1974,

herzlich Willkommen im Forum. Ein wenig ungesehen hast Du Dich ja schon im Forum. Leider hast Du keine konkreten Fragen gestellt, die man beantworten könnte. Deshalb hast Du sicher auch nur so wenige Reaktionen auf Deinen Beitrag. Falls Du konkrete Sachen hast, dann Frage ;-)

Gruß von der Seenixe
 

HusH1974

Nutzer
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26 Apr. 2007
Beiträge
6
Ok mal zu den Fragen

Hallo,
ok also vielleicht waren sie zu versteckt. Mich Interessiert ob jemand weiss was so an schmerzensgeld fliessen kann oder sollte. Ob Jemand einen Gutachter im Bereich D-Dorf kennt der neutral und unbefangen ist. So dies sind die wichtigsten Fragen die mir auf der Zunge brennen. Ach ja und ob ich den Anwalt mittendrin, also jetzt einfach wechseln kann, denn meiner macht Sachen das ist schon nicht mehr komisch.

Gruss Mark
 

j_e_n_s

Erfahrenes Mitglied
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Hallo HusH1974,

ich kann dir nur die Frage zum Anwalt beantworten. Den kannst du wechseln. Einfach das Mandat beenden. Du kannst dir jederzeit einen neuen RA suchen. Sollte schon eine Klage bei Gericht anhängig sein und Anwaltszwang bestehen (z. B. Landgericht) muss das der RA dem Gericht mitteilen. Lass dir am besten nach Beendigung des Mandats die Handakte aushändigen, dann hast du alles gleich zusammen.

Gruß Jens
 

hufi

Nutzer
Registriert seit
22 Nov. 2006
Beiträge
91
@jens,
ich rate dringend dazu, den Anwaltswechsel mit dem Rechtsschutzversicherer abzustimmen. Sollte die Haftpflicht des Unfallgegners den Anwalt bezahlen müssen, rate ich auch hier zu einer genauen schriftlichen Beratung durch den "neuen" Anwalt.
Gruß
Hufi
 

memo2206

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Registriert seit
15 Nov. 2007
Beiträge
6
Motorradunfall

Hallo,
vielleicht finde ich hier neue Anregungen oder Betroffene die auch so wie ich oftmals vor einer Wand stehen.
Mein Sohn verunglückte 2003 mit seinem Motorrad. Ihm wurde brutal die Vorfahrt genommen. Er flog mit dem Kopf vor der Windschutzscheibe eines Kleintransporters. Mein Sohn wurde reanimiert. Er hatte eine sehr komplizierte Oberschenkelfraktur, Lungenquetschung, Rippenbrüche und und ein schweres SHT. Der Unfallverursacher fand es nicht erforderlich ihm eine Genesungskarte zu schicken, oder einmal persönlich nach ihm zu sehen. Nach einem 3 monatigen Aufenthalt auf der Intensivstation, immer schwebend zwischen zwei Welten kam er in die Frühreha. Wir blieben dort 7 Monate. Damals begriff ich nicht warum der Antrag auf Verlängerung abgelehnt wurde. Austherapiert Mein Sohn ist schon längst nicht mehr apallisch,das war er schon nicht mehr bei seiner Entlassung. Eine Therapeutin sagte mir das hinter vorgehaltener Hand. Ich war damals noch zu geschockt von der ganzen Situation und glaubte fest daran das Ärzte meinem Jungen helfen sich wieder zu finden.Wäre er von Anfang an intensiv gefördert worden,würde er vielleicht wieder auf seinen Beinen stehen, oder wenigstens von der PEG befreit sein. Seine Emotionen sind mittlerweile sehr ausgeprägt. Er kann Freude empfinden und Situationbewußt lächeln. Doch seine andauernde Traurigkeit überwiegt. Er weint viel und in der Nacht schreit er im Traum. Manchmal ruft er mit seiner eigenen Stimme im Schlaf.Wenn ich ihn rufe sucht er die Stimme und sieht mich an, also von Wachkoma kann nicht mehr die Rede sein. Doch die Gutachter die mal eben kurz uninteressiert ein Auge auf ihn werfen sehen das alles nicht. Sie lehnen weiter Rehamaßnahmen ab. Die Versicherung sagt,das sie nur eine Maßnahme übernehmen wenn eine medizinische Medikation vorliegt. Ich verstehe unsere Gesellschaft überhaupt nicht mehr. Ich kämpfe seit 4 Jahren um Wasser-und Musiktherapie. Er genießt es so sehr im Wasser bewegt zu werden, seine Spastik ist fast weggeblasen. Er ist fast 2 Tage später noch vollkommen entspannt und fühlt sich. Unser Hausarzt hat nach einer Lösung gesucht. Er hat meinen Sohn jetzt in einer neurologischen Klinik eingewiesen. Ich wünsche das wir dort auf ein arrangiertes Therapeutenteam treffen und auf Mediziner die die Notwendigkeit ihn weiterhin zu fordern in den Vordergrund stellen. Ich suche einen Gutachter der hinsieht und feststellt das er sich nicht mehr im Vollbild des Wachkomas befindet.Es kann doch nicht sein das alle mit der Versicherung in einem Pott stecken. Man sieht doch das sein Leidensweg unbeschreiblich ist. Ich bin davon überzeugt das mein Sohn lesen kann. Ich halte ihm oft seine favoriete Zeitschrift hin und er verfolgt mit den Augen die Sätze. Unsere Lieblingtherapeutin redet mit ihm,fordert ihn auf und er reagiert.Und der Neurologe, der Gutachter, sie alle sagen er ist im Wachkoma,er bekommt sein Umfeld, seinen psychischen Schmerz sowie seinen physischen Schmerz nicht mit Falls ich hier keine unabhängigen gekauften Gutachter finde gehe ich über die Landesgrenze. Da hat die Globalisierung doch was Gutes! Ich wünsche allen Betroffenen ganz viel Kraft! Es lohnt sich die Hoffnung niemals aufzugeben! Der Glaube und die Liebe kann kleine Wunder schaffen!
 

immergutdrauf

Nutzer
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21 Nov. 2007
Beiträge
2
Hallo memo2206,
bei den Reha Anträgen muß man hartnäckig bleiben und Widerspruch bei Ablehnung einlegen! Ich habe vor kurzem gelesen, daß über 70% der Reha Anträge dann doch genehmigt werden.
Gruß
immergutdrauf
 

immergutdrauf

Nutzer
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21 Nov. 2007
Beiträge
2
Hallo HusH1974,
ich hatte auch einen schweren Motorrad Unfall am 31.07.2004 (LWK3 Fraktur dauerschaden!) bin seit dem Unfall Arbeitsunfähig. Ich habe meinen Anwalt gewechselt was ohne weiteres möglich ist. Doch die Versicherung übernimmt keine Kosten doppelt. So hat mich der Wechsel ca 1.000€ gekostet. Aber die Entscheidung den Anwalt zu Wechseln war in meinem Fall die richtige.
Gruß
immergutdrauf
 
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