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Medikamente & Nebenwirkungen

Paro

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Registriert seit
3 Nov. 2006
Beiträge
1,294
Wenn ich hier lese, welche "Cocktails" konsumiert werden, kann ich nur sagen, fragen Sie nicht Ihren Arzt und Apotheker.
Die GKV haben eine Exceltabelle mit über 9.900 Präparaten im Netz, und dann gibt es die Nebenwirkungen.de, wo Patienten ihre "Erlebnisse" mit den jeweiligen Zubereitungen schildern, aber Vorsicht, die Zufriedenen haben scheinbar nicht geschrieben und 50 % der Wirksamkeit ist der Glaube an die Wirksamkeit.
Was ich so gefährlich finde, fast jeder gängige Wirkstoff wird als Generica unter den diversesten Phantasienamen vertrieben, kein Mensch weis mehr wirklich was drin ist. Bei evtl. Unverträglichkeiten, ist man hilflos. Warum steht bei dem Antibiotikum "Oryzalin " (Phantasiename) nicht drauf enthält 1000 mg Penicillin, auf jeder Schnaps- oder Bierflasche steht enthält XY % Alcohol!
Da die meisten Wirkstoffe Basen sind, wird auch der "Säurerest" auf dem Beipackzettel angegeben. Nur was mache ich mit -fumarat, -citrat,-tartrat, wenn ich den Rest nicht kenne?
Warum steht nicht drauf, enthält mg-Wirkstoff als Salz der Citronensäure, jeder Allergiker gegen Citronensäure, weis dann, Hallo, aber Achtung!
Ich weis ja, dass sich die Pharmafirmen mit den Beipackzetteln, gegen jede Eventualität absichern wollen, aber wie sagte mein Hausarzt, egal was ich verschreibe, der/die bekommt dann immer jede Nebenwirkung.
Warum beschränkt man sich nicht auf das Wesentliche Beispiel:
Für Kinder unter 10 Jahren nicht geprüft, Arzt fragen.
Für Schwangere nicht geprüft, Arzt fragen
Für Alkoholiker nicht geprüft, Arzt fragen
Maschinen- und Strassenverkehr, nicht geprüft, Arzt fragen;
denn die "gesunden" Probanden, an denen die Verträglichkeit getestet wird, fahren keine Proberunde mit einem Porsche auf dem Nürburgring!
In der letzten Studie an wirklich Kranken, selbst wenn sie "doppelt blind"(Arzt weis nicht was Patient bekommt; auch Patient ist uninformiert) sind, sind bei vielen Medikamenten die Placeboeffekte besser als die Wirksamkeit des Medikamentes, nur eine Wirksamkeit von 25 % gilt schon als Erfolg ( die %-Zahl muss nicht stimmen, ich lasse mich da gern Aktiven korrigieren)
Nun was ich sagen will, wenn ein Medikament mehr schadet als nutzt, sollte bei dem Richter kein Beipackzettel zitiert werden, sondern "schaun wir mal", wir biegen die Sache schon gerade. Soweit ich informiert bin, hat Bayer so das ganze Lipobay-Desaster aus der Welt geschafft. Vorbild für Pharmafirmen oder Abschreckung für "schwache Verhandler"!
 

Johann_A.

Mitgliedschaft beendet
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212
Hallo Paro!

Genau zu deinem Thema kam gestern in der Sendung "Plus Minus" um 21:50 Uhr im ARD ein Beitrag mit dem Titel: "Pharmadumping" Wie Patienten angefüttert werden.

Pharmahersteller vergeben Medikamente zu Dumpingpreisen an Krankenhäuser. Diese Praxis wollen die Wettbewerbshüter jetzt unterbinden. Denn genau die Arzneimittel, an die die Patienten im Krankenhaus gewöhnt werden, sind später in der Apotheke überdurchschnittlich teuer.

Ich werde versuchen, den Link hier hereinzustellen, dass alle diesen Bericht hier nachlesen können.

http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,14eggy264cqzqr1k~cm.asp

Ich denke er wird euer Interesse finden.

Mit freundlichem Gruß, Johann_A.
 

Paro

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Beiträge
1,294
Lieber Johann_A,
es ist ja das Kreuz mit den Patienten, nur die "rosa Pillen" helfen.
Ein Markenpräparat wie Aspirin, der Wirkstoff wird längst zugekauft und nur die Tabletten bzw. anderen Formulierungen werden in Dunkeldeutschland formuliert und konfektioniert.
Eine Carboxilierung und Acetylierung wird von/vom Bayer schon lange nicht mehr betrieben, evtl. in einer Tochter von der Tochter.
Nur der Wirkstoff, ob jetz rosa, gelb oder grün formuliert ist der gleiche, drin sein muss einen wirksame Menge ASS (= AcetylSalicylSäure)
Zur "Blutverdünnung" reichen 100 mg, bei Schmerztabletten allgemein 400 bis 500 mg und jede Zubereitung, ob Pillen, Tabletten, Tropfen oder Zäpfchen, mit der richtigen Wirkstoffkonzentration haben die gleiche Wirkung.
Mir rollen sich jedesmal die Zehennägel, wenn ich die Fernsehreklamen sehe, egal wie ich mir das Zeug einverleibe, die Acetylsalicylsäure, auch wenn sie als Magnesium- oder Sonstwiesalz "genossen" wurde, wird über die Magenschleimhäute aufgenommen und gelangt so in den Blutkreislauf, und dem ist es egal ob das Zeug vorher teures Aspirin + C war oder preiswertes ASS 500.
Nun muss ich auch sagen, die Galenik (Lehre von der Zubereitung)kennt verschiedene "Zuschlagstoffe", denn 100 mg kriegt man nicht in eine Blisterverpackung, nun ist es aber wieder an jedem, ob er die Zuschlagstoffe verträgt und /oder nicht.
Kein Arzt und kein Apotheker werden die Zuschlagstoffe für die jeweilige Zubereitung aus dem Stand nennen können.
Früher, als die Apotheker noch "Briefchen" mit Schmerzmitteln oder selbst gepresste Tabletten verkauften, war man sicher, die heutigen Supermärkte der Pharmaindustrie, kennen doch nicht mal das Angebot aller Wirkstoffe bzw. deren Kombinationen und Variationen.
Sicher ist heute nur eins für uns alle, so wir denn krank sind:
erst verdient der Arzt
dann verdient der Apotheker und die Pharmaindustrie
und ob es denn hilft , testen wir nach dem try an error System am eigenen Leib, scheinbar haben wir alle eine stabile Gesundheit oder wären sonst über 4000 "Meckerköpfe" (Ironie) hier
 

Johann_A.

Mitgliedschaft beendet
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9 Dez. 2006
Beiträge
212
Hallo @ Alle!

Das "plusminus" ARD-Wirtschaftsmagazin vom 14.08.2007 mit dem Beitrag zu "Pharmadumping" wird zu folgenden Terminen wiederholt:

heute 22:02 - 22:30 bei Eins-Extra
16.08. 01:20 - 01:45 bei Eins-Extra
06:30 - 07:00 bei Eins-Extra
18.08. 15:03 - 15:38 bei Eins-Extra
19.08. 20:15 - 20:45 bei Eins-Plus
21.08. 21:50 - 22:15 bei Das Erste
22.08 05:05 - 05:30 bei Das Erste

Wenn also Interesse besteht, kann es auch angesehen werden.

Mit freundlichem Gruß, Johann_A.
 

anaconda

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
346
Hallo, Paro
Du hast vergessen, dass der Arzt zweimal verdient -

ein Pharma - Vertreterbesuch kann sehr lukrativ sein - und erst dann
folgt der Patient! Die Beigabe eines unverkäuflichen Muster lässt das Patientenherz höher schlagen. Wie reagiert der Patient - naja, der liebe Doc
hat ein gutes Herz und viel Verständnis:rolleyes:

Und für welchen Urlaub darf sich der Doc entscheiden - das Angebot der
Pharmaindustrie ist grenzenlos - heute immer noch? (ohne Gewähr)

Nicht alle Mediziner sind käuflich - Gott sei Dank ! - und sind auch gewillt, Unverträglichkeiten/Nebenwirkungen der Arzneimittelkommission zu melden.
Diesen Ärzten sollte man mit Hochachtung und Anerkennung begegnen.

anaconda
 
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