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Laut Versicherung bin ich tot!

w124

Mitglied
Registriert seit
3 Okt. 2011
Beiträge
96
Hallo,

was zum schmunzeln. Eigentlich wollte ich es im Cafe posten. Aber, was mich als Realsatire belustigt, ist in einem Forum wie diesem, noch lange nicht für jeden lustig.

Was ist passiert?
Also ich habe eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Da ich nicht wirklich wusste, wie es mit mir weitergeht... habe ich den Schaden mal vorsorglich gemeldet. Stand so im Vertrag drinne.
Was ich nicht wußte, ist dass die Versicherung auch greift, wenn ich über 6 Monate dauerhaft krangeschrieben bin. :)

Nun fordern die andauernd Berichte von allen Ärzten an. Seit Monaten! Dabei steht längst fest, dass ich seit über 6 Monaten krankgeschriebn bin - da gibt es nichts zu prüfen.

Höhepunkt war der gestrige Tag: Da es sich bei mir um einen Unfall gehandelt habe, so solle ich ein Unfallformular ausfüllen. Das fällt denen nach 6 Monaten ein. Dabei habe ich das längst so in allen Einzelheiten gemeldet.
Also, besagtes Formular (drei Seiten) angefangen auszufüllen. Name & Anschrift der versicherten Person haben mich nicht weiter stutzen lassen. Unfallhergangsbeschreibung und Polizeidienststelle auch nicht.

Die Frage, ob ich bei einem Flugzeugunfall ums Leben gekommen bin habe ich mal ausgelassen.... aber dann ging es nur noch so weiter.....! Über zwei weitere Seiten zu meinem Todesfall. Ob ich zum Todeszeitpunkt betrunken war... und ob Quincy mich schon auf dem Tisch hatte. :eek:

Hmmh. Mich beschleicht da der Verdacht, dass die da was verechselt haben. Meine Berufsunfähigkeitversicherung schließt auch eine kleine Summe im Todesfall ein; vielleicht habe ich da das falsche Formular bekommen?

Oder aber -und das täte mich bei den Versicherungen jetzt auch nicht mehr wundern... - die wollen darauf hinaus, dass nur meinem Todesfall genügend Beweiskraft innewohnt, dass ich berufsunfähig bin. :p

Nehmt es als lustige Anekdote am Rande. Das ist jetzt nach einem Jahr Krankheit bestimmt das 10te mal, dass bei Versicherungen & Ärzten Dinge passieren, denen ich gedanklich nicht mehr folgen kann. :rolleyes:


gruß,

w124
 

w124

Mitglied
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3 Okt. 2011
Beiträge
96
Hallo,

da lässt sich aus der ganzen Sache nun doch noch etwas für uns Versicherte herleiten: VERZÖGERUNG der Versicherung und MISSTRAUEN ihren `Kunden` gegenüber.

Kurz telefoniert, die Sachbearbeiterin war nicht da.

Eigentlich wolle man mit dem Formular nur die Geschehnisse zum Unfallhergang erfahren (steht bereits in so ziemlich jedem Arztbericht, welche die seit Monaten einsammeln...). Damit "und das gäbe es ja wirklich.... man ausschließen könne, dass ich mir den Unfall selbst beigebracht habe, um Leistungen zu beziehen...." :eek:

Arghhhhhh! Dieser Generalverdacht geht mir langsam auf den Geist. Und diese Verzögerungen. Obwohl bis unter die Decke mit zig Versicherungen gesegnet, gab es noch von niemandem bislang eine müde Mark. Ich könnte bereits arbeitslos sein, meine Firma verloren haben (wenn ich eine hätte...) und in die soziale Sicherung `abgerutscht` sein. Obwohl sogar die Haftpflichtversicherung für alles aufkommen müsste.
Tja, eine Unfall mit schwerem Gesundheitsschaden könnte (!) für so ziemlich jeden den aprupten sozialen Abstieg bedeuten.
Habe neulich mit einer ehemaligen Komilitonin gesprochenen. Die hat weder eine PUV, BU, LV noch eine Rechtsschutzversicherung! Da habe ich aber gestaunt!
Wobei: Meine neueste Theorie dazu wäre, dass wenn man alle fiktiven Beiträge für die genannten Versicherungen alternativ in einen Sparstrumpf steckt/ Gold verbuddelt.... manch einer in seinem Leben besser fahren könnte. :D

"Sehr geehrte Frau XXX,
vielen Dank für die äußerst sorgfältige und andauernde Prüfung meines Antrages auf Zahlung von Leistungen aus meiner Berufsunfähigkeitsversicherung unter der oben genannten Schadensnummer.
Aus der Tatsache, dass ich Ihnen persönlich schreibe, entnehmen Sie bitte den Umstand, dass ich nach wie vor am Leben bin!
Dies als Hinweis dazu, dass ich das als Anhang mit Ihrem Schreiben vom 16.6.2012 verschickte Formular „Unfall-Schaden-Anzeige“ nicht wie gewünscht auszufüllen vermag, da es sich inhaltlich zu ¾ mit meinem Tod beschäftigt!
Nach telefonischer Rücksprache mit Ihrem Hause, war Ihre Intention die, dass Sie mehr Informationen über den Hergang des Unfalles benötigen.
Anbei daher zwei Schreiben in Kopie. Zum einen, die Schadensmeldung, welche ich meiner KFZ-Versicherung geschickt habe; zum anderen ein Schreiben meines Anwaltes, in welchem dieser die Geltendmachung des erlitten Schadens von der gegnerischen Versicherung fordert.
Beiden Schreiben können Sie jegliche gewünschten Informationen zum Unfallhergang entnehmen; die Unfallschuld wurde –da Personenschäden vorlagen – staatsanwaltschaftlich geklärt: Ich bin zu 100% unschuldig am Unfallhergang.
Als Anmerkung erlaube ich mir den Hinweis, dass –wenn derartige Informationen zur korrekten Schadensachbearbeitung tatsächlich benötigt werden – Sie das Formular, welches ich bereits mit der Schadensmeldung ausgefüllt habe, um eben diese Punkte erweitern sollten. Dies vor dem Hintergrund einer zügigen Bearbeitung, zumal in jenem Formular bereits gefragt wurde, ob ein Unfall vorgelegen hat…

Mit freundlichen Grüßen,

dein w124"


Mein `Todesanzeigeformular" hat es übrigens `in sich`; ich zitiere:


"Ich versichere, die vorstehen Fragen vollständig und wahrheitsgetreu beantwortet zu haben, und nehme zur Kenntnis, dass bewusst unwahre oder unvollständige Angaben zum Verlust des Anspruches auf Versicherungsschutz führen, auch wenn dem Versicherer durch diese Angaben kein Nachteil entsteht."

Wäre Schade ums Geld, wenn meine Erben in ihrer Trauer beim Ausfüllen auch nur die Hausnummer vergessen würden... ;)


gruß,


w124
 
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