• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Berechnung der Faserjahre durch die BG - wie überprüfen?

terstine

Neues Mitglied
Registriert seit
17 Juli 2018
Beiträge
4
#1
Hallo,

ein sehr guter Freund von mir hat Anerkennung auf Berufskrankheit 4104 beantragt. Er hatte beruflich sehr viele Jahre als Elektriker und ein paar Jahre als Schlosser mit Asbest zu tun und ist nun an Lungenkrebs erkrankt. Ich versuche meinen Bekannten bei der Beantragung auf Anerkennung einer Berufskrankheit zu unterstützen, deshalb schreibe ich auch hier.

Ich war bei der Befragung durch einen Herrn von der BG ETEM dabei . Nun kam die Stellungnahme zur Arbeitsplatzexposition - da sind 24 Faserjahre berechnet. Mir erscheint die Berechnungsgrundlage nicht stimmig, z.B. wurde zwar die Demontage von Nachtspeicheröfen erfasst, nicht jedoch deren Montage. Als Zeit wurde bis 1990 zugrunde gelegt, obwohl mein Bekannter einen längeren Zeitraum angab. Gewerke, die häufig im selben Raum arbeiteten und deren Asbestbelastung, wurden überhaupt nicht berücksichtigt. Die BGHM, die die Berechnung für die Arbeitsjahre als Schlosser durchführte, hat telefonisch mit meinem Bekannten gesprochen, die aufgeführten Arbeiten sehen oberflächlich aus (ist natürlich auch schon ewig her). Nun hab ich ja nahezu null Ahnung von dem Thema und kenn mich auch im Umgang mit der BG nicht aus.

Meine Fragen:
1.) An wen kann ich mich zur Überprüfung dieser Berechnung wenden (Gutachter? Rechtsanwalt? Irgendein Verein? MdK? - sorry, ich hab da wirklich gar keine Ahnung von)? Sollte ich zwei Gutachter befragen - einen für die Berechnung der Faserjahre in der Schlosserei, einen für die Elektrikerjahre? Ist es überhaupt sinnvoll, diese Berechnung zu überprüfen
2.) Das Schreiben ist eine Stellungnahme der Präventionsabteilung: kann ich Widerspruch gegen die Berechnung einlegen oder muss ich erst einen offiziellen Bescheid abwarten?
3.) Da lt. Berechnung die 25 Faserjahre nicht erreicht werden, will die BG ein pathologisches Gutachten einholen. Dazu schlägt sie drei Gutachter vor. Kann jemand einen Gutachter für die Einholung eines pathologischen Gutachtens empfehlen? Worauf sollte ich achten, wenn ich einen alternativen Gutachter vorschlagen möchte?

Bin über Tipps sehr dankbar.
 

Hefti

Neues Mitglied
Registriert seit
20 Sep. 2017
Beiträge
17
#2
Hallo Terstine.

Schau mal unter www.Berufskrankheiten.de nach.

Darf ich fragen, wie lang es vom Besuch/Gespräch mit der BG bis zur Feststellung der Faserjahre gedauert hat. Bin in einer ähnlichen Situation und wir warten seit...Januar?

Gruß
Hefti
 

terstine

Neues Mitglied
Registriert seit
17 Juli 2018
Beiträge
4
#4
Hallo Hefti,

Danke für den Link. So richtig fündig geworden bin ich dort nicht, aber ich schau nochmal nach.

Wir haben tatsächlich nur drei Monate gewartet. Und das obwohl die Antwort von der BG ETEM, die Berechnung der BGHM mit drin hat. Wir hatten gleich den Befrager um schnelle Antwort gebeten und zwischendurch zweimal bei einer Bearbeiterin nachgefragt, die alles koordiniert.

Viele Grüße, terstine
 

terstine

Neues Mitglied
Registriert seit
17 Juli 2018
Beiträge
4
#5
Hallo Marima,
Danke. Muss ich nachher mal in Ruhe lesen. In dem Urteil scheint aber die Ausgangslage die zu sein, dass die 25 Faserjahre durch die BG berechnet wurden, was bei uns ja nicht der Fall ist. Und ich zweifle die bei der Berechnung zugrunde gelegten Fakten an.
Viele Grüße,terstine
 

Hefti

Neues Mitglied
Registriert seit
20 Sep. 2017
Beiträge
17
#6
Hi Terstine.

Meine Antwort bezog sich auf deinen 3. Punkt, Gutachter. Falls ihr (was eventuell, bzw. wahrscheinlich besser sein wird) einen eigenen Gutachter vorschlagen möchtet.

Danke für Deine Antwort bzgl. Zeit bis zum Bescheid.

Gruß
Hefti
 

slahan

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
10 Jan. 2009
Beiträge
235
Ort
Franken
#7
Hallo Terstine,

24 Faserjahre sind mehr als grenzwertig. Da wurde mit sehr spitzem Bleistift gerechnet.
Expositionen nach 1990 sind ein Problem. Offiziell mussten dabei Schutzmassnahmen wirken.
Die Tätigkeiten (Bystander) sind schon eher entscheidend. Das sollte schon jemand der sich da auskennt drauf schauen.
Habe im Forum in diesem Zusammenhang von der DEKRA gelesen. Suche doch im Internet einmal.
Ob jetzt Widerspruch oder erst nach einem BG-Bescheid, kann ich nicht sagen.
Viel Erfolg und Gruß
 
Top