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Autounfall, Ärzte in Berlin zur Diagnostik obere Halswirbelsäule gesucht, Hilfsmittel in Uni

EkirS

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13 Okt. 2018
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2
#1
Hallo liebe Forumsteilnehmer- und -teilnehmerinnen,

mein Verkehrsunfall, bei dem mir jemand nur ganz leicht hinten aufgefahren ist, liegt bereits über 5 Jahre zurück.

Da ich verdreht saß, um Einblick in einen Staße zur erhalten Zwecks abbiegen, hatte ich nach dem Unfall komplette Taubheit und teilweise Kraftverlust der rechten Körperseite. Die Symptomatik hat sich erst nach und nach entwickelt und erreichte nach etwa 11-12 Tagen ihren Höhepunkt, so dass nicht nur die rechte Körperseite inklusive Gesicht betroffen war sondern auch der Mundinnenraum und die Zunge.
Diagnostiziert wurde per MRT ein degenerativer Bandscheibenvorfall in der HWS. Der passt aber von der Höhe überhaupt nicht zu den Symptomen im Gesicht, dem Schwindel und vielem anderen. Radikuläre Symptome hatte ich nicht, das war wesentlich komplexer.
Nach der langen Zeit habe ich immer noch Ausstrahlungen in die rechte Körperseite, Taubheit, Schmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel und Konzentrationsschwierigkeiten. Die Beschwerden werden bei Neigung des Kopfes nach vorne verstärkt, d.h. ich habe seitdem mit solchen Dingen wie z.B. Lesen große Schwierigkeiten, außerdem bei schnellen Bewegungen des Kopfes.
Dazu kommen jetzt noch Ausstrahlungen in beide Beine bei V.a. Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule.
Weil mein derzeit mich behandelnder Orthopäde mir unterstellt hat, es wäre seelisch/ psychisch bedingt, mein mich behandelnder Physiotherapeut (schon 2 Physios und 1 Rehaarzt habe den Verdacht auf eine hochzerviklae Instabilität mit Lig. alaria Ruptur geäußert) und eine Psychologin aber nicht der Meinung sind, habe ich folgende Bitte an euch:

Kennt ihr Ärzte in Berlin, die ein das sogenannte funktions-MRT oder wie ich im Forum hier schon gelesen habe upright-MRT in Berlin durchführen und evtl. Ahnung von Instabilitäten in der oberen Halswirbelsäule haben? Ich brauche jemand, der die komplexe Symptomatik die ich habe gut erfassen und einordnen kann.
Ich möchte unbedingt weiter studieren und meinen Beruf ausüben.

Hat jemand von euch mit ähnlichen Symptomen eine Anerkennung auf einen Behinderungsgrad bekommen? Das wäre nämlich für mich von großem Vorteil, da ich mich dann vielleicht in der Uni nicht so quälen muss bei den Prüfungen mit dem nach unten gucken. Ich weiß nicht ob ihr wisst, wie es ist mit Ausstrahlungen in das Gesicht und den Arm + Kopfschmerzen sich zu konzentrieren und einen vernünftige Prüfung hinzulegen. Mündliche Prüfungen sind nicht so dass Problem. Ich bin auch keine Mensch mit Prüfungsangst.
Vielleicht würde ich ein Hilfsmittel bekommen oder ähnliches. Es würde schon reichen, wenn ich die Prüfungen am Computer durchführen dürfte, da könnte ich wenigstens halbwegs geradeaus gucken. Leider ist das bei uns unmodern und noch mit Zettel und Stift.

Für eure Hilfe und Unterstützung wäre ich sehr dankbar.
Ich habe schon versucht in dem Thread hier Der Schwindel kommt nicht vom Autounfall ? eine Anfrage bezüglich einer Ärztin in Berlin zu stellen, aber der Thread ist vom letzten Jahr und es war bisher nicht erfolgreich. Vielleicht bin ich auch zu ungeduldig.
 

Sekundant

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#2
hallo,

diese symptome sind mir wohl bekannt und nach meinem kenntnisstand sind sie eindeutiges zeichen für geschädigte nerven./nervenwurzeln da scheinen nicht die nötigen befunde gemacht worden zu sein. zu einem funktions-MRT oder upright-MRT findest du mit der suchfunktion einige hinweise und vorschläge, ggf meldet sich auch @HWS-Schaden mit fundierteren erkenntnissen noch dazu.
wie sich eine eine Psychologin zu Instabilität mit Lig. alaria Ruptur äußern kann, bleibt wohl ihr geheimnis und ist mir schleierhaft. darauf würde ich absolut nichts geben, im gegenteil neige ich ausnahmsweise mal dazu, den anderen vermutungen sehr stark zuzustimmen (aus eigener erfahrung).


gruss

Sekundant
 

HWS-Schaden

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#3
Hallo Ekir, willkommen im Forum.

In D gibt es fünf Privatpraxen, die eine Upright-MRT anbieten, Berlin ist nicht dabei Upright-MRT.de: Wir sind in Ihrer Nähe - Praxen mit offenem MRT , in Hannover machen die das gut. Fragen zu Kosten und Finanzierung beantworten sie dir telefonisch.

Dem Hinweis auf Lig. Alaria und "hochzervikale" Instabilität würde ich unbedingt nachgehen.
Hochzervikal bedeutet, dass nicht die HWS betroffen ist, sd. die Kopfgelenke (C0 - C3) = die oberen beiden Wirbel (Atlas und Axis) darüber. Die Lig. Alare verbinden Axis mit Hinterhaupt.
Ich wusste vor meinem Unfall nicht, dass die Kopfgelenke so anders aufgebaut sind als der Rest der HWS (sonst hieße mein Nick wahrscheinlich anders) und die Unterscheidung wichtig ist. Lies dich zu "Kopfgelenken" mal ein.

Schau mal auf deine bisherigen MRT-Berichte, was überhaupt bildgebend untersucht wurde: Wurden von C0-C3 Aufnahmen gemacht oder nur, wie üblich, von C3 abwärts?

Es gibt im Fachbereich HNO "neurootologische" und ich Fachgebiet Augenheilkunde "neuroophthalmologische" Untersuchungen. Vielleicht kennt jemand empfehlenswerte Ärzte in Berlin, die diese durchführen. Evtl. bringen dich die Ergebnisse zusammen mit dem Upright weiter. Eine Ruptur des Lig. Alaria würde man im Upright ziemlich sicher erkennen, aber es braucht keine Ruptur, um solche Beschwerden wie deine zu verursachen.

Du schreibst, dass die Beschwerden 1-2 Wochen nach dem Unfall anfingen und der Unfall 5 Jahre zurück liegt. Was war dein Status vor 5 Jahren, hast du da auch studiert oder gingst du noch zur Schule - und wie hast du es bisher geschafft?

Für einen Antrag auf Anerkennung einer Schwerbehinderteneigenschaft benötigst du Arztbefunde, die nicht älter als ein halbes Jahr sind und die deine Defizite deutlich machen, am besten natürlich eine klare Diagnose. Ein eigener Bericht über die Auswirkungen deiner Beschwerden in Studium und Alltag ist m.E.n. auch sinnvoll.
Ein Nachteilsausgleich der Uni / Hochschule ist aber nicht zwingend abhängig vom SchwB-Ausweis. Suche mit >> Nachteilsausgleich Studium << mal Infos dazu.

LG HWS-Schaden
 
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bobb

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256
#4
Hallo EkirS,

wie die beiden "Experten" aus dem Forum Dir schon empfohlen haben, zuerst ein Upright-MRT machen lassen, wobei der Kopfgelenksbereich (C0-C2) von großer Wichtigkeit ist. In den oberen Kopfgelenken C1 (Atlas) und C2 (Axis) findet hauptsächlich die Drehung des Kopfes bzw. die Flexion / Extension statt, wobei die darunterliegenden Wirbelkörper eher wenig an der Drehung des Kopfes bzw. den Nickbewegungen beteiligt sind.
(Atlantooccipitalgelenk + Atlantoaxialgelenk)
Wenn Du von Taubheit sprichst bzw. Beeinträchtigungen im Gesicht, dann deutet das m.E. auf eine Beeinträchtigung der Nerven hin. Deine anderen Symptome können mehrere Ursachen haben.
Auch ich wußte nach dem Schleudertrauma leider nicht um die möglichen vielfältigen Weichverletzungen im cranio-zervikalen Bereich, die man eben nur mit einer Upright-MRT feststellen kann.
Daher evtl. auch den Bereich der Schädelbasis bzw. den occipitalen Bereich beim MRT mit berücksichtigen lassen oder evtl. im zweiten Schritt ein Spezial-MRT machen lassen der Schädelbasis oder ein MRT-Angio (Gefäße).
Du schreibst, daß während des Heckaufpralls dein Kopf seitlich gedreht war. Diese Kopfposition stellt ein größeres Verletzungsrisiko dar bei einem Schleudertrauma. Ein harmloses Schleudertrauma gibt es übrigens nicht.

Die Augenbewegung wird von den 4 kurzen Nackenmuskeln gesteuert und wenn Du schreibst, daß es Dir auch schwindelig wird beim Bewegen der Augen bzw. durch das Bewegen der Augen eine Schwindelgefühl spontan ausgelöst oder verstärkt wird, dann geht es Dir wie mir. Bei mir hat das jedenfalls mit der muskulären Verspannung im Kopfgelenksbereich zu tun, wie meine sehr erfahrene Physiotherapeutin erkannt hat und dann ein intramuskuläres Koordinationstraining begonnen hat.

Es ist übrigens normal, dass nach einem Schleudertrauma sich die Beschwerden im Laufe der Tage nach dem Unfall verstärken
Doch jetzt solltes erst mal durch bildgebende Diagnostik eine Abklärung erfolgen.

Einen Antrag auf Schwerbehinderung würde ich auf jeden Fall stellen. Warum hast Du die letzten 5 Jahre trotz anhaltender Beschwerden das nicht gemacht.
Hast Du entsprechende ärztliche Attest oder Befunde, die Deine Beeinträchtigungen als gesicherte Diagnosen beinhalten? Für das Versorgungsamt ist die Ursache Deiner Bescherden nicht wichtig, die bewerten den Grad der Behinderung nur nach den Einschränkungen.

Gruß Bobb
 
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bobb

Erfahrenes Mitglied
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#5
Hallo EkirS nochmal,
bzgl. der Antragsstellung einer Schwerbehinderung wäre es gut, wenn Deine Dich behandelnen Ärzte einen extra Befund als Anlage zum Antrag über alle vorliegenden Beschwerden schreiben bzw. diese Diagnosen als gesichert definieren.
Die Ärzte sollten auch in diesem Befund einen Grad der Behinderung von z.B. 70% für angebracht attestieren, damit dann z.B. 50% genehmigt werden.
Das Versorgungsamt wird ohnehin dann immer weniger genehmigen, als beantragt.
Das ist so üblich.
Bei einem Erstantrag wird es immer erstmal eine Befristung einer zuerkannten Behinderung geben, da man ja wieder gesund werden könnte. Vor Ablauf dieser Befristung mußt dann erneut ein Antrag gestellt werden, und wenn Du dann später weitere Verletzungen bzw. Einschränkungen diagnostiziert bekommen hast, dann kann der Grad der Behinderung erhöht werden.

Doch bzgl. von Hilfsmitteln, würde ich die Krankenkasse befragen. Ein Arzt kann Dir dann eine Verordnung schreiben und eine Begründung dazu.
Meine KK stellte bei Hilfsmitteln ausschließlich auf die Vorordnungen der Ärzte ab. Als ich meinen behandelnden Orthopäden von der vorübergehenden Notwendigkeit eines Rollstuhles erzählte, meinte er, dass dieser von der KK nicht genehmigt werden würde, weil ich ja mit Gehilfen würde laufen können.
Ich habe meine KK angerufen und dort meine vorübergehenden verletzungsbedingten Bein-Beschwerden beim Laufen geschildert und die KK war sehr erstaunt über das Verhalten meines Arztes. Jedenfalls hat meine KK dann gesagt, wir genehmigen grundsätzlich die auf den Verordnungen stehenden Hilfsmittel, da wir davon ausgehen, daß der behandelnde Arzt die Notwendigkeit beurteilen kann. Wir prüfen das auch nicht nach.
Ich bin dann wieder zum Ortho gegangen und habe ihm das erzählt, worauf er mir eine Verordnung für einen Rollstuhl ausstellte. Ich habe dann direkt bei einem Vertrags-Händler für orthopädische Hilfsmittel den Rollstuhl bestellt und meine Verordnung auch diesem Händler zugeschickt. Eine Prüfung der Verordnung bzw. der Notwendigkeit durch die KK erfolgte also nicht.
Jedenfalls konnte ich dann entscheiden, wie lange ich den Rollstuhl für längere Strecken nutzen wollte und habe dann nach einiger Zeit selbst entscheiden können, wann der Rollstuhl wieder abzuhohlen wäre vom Vertrags-Händler der KK.

Doch die KK haben da unterschiedliche Genehmigungskriterien bzw. verhalten sich sehr unterschiedlich.

Gruß Bobb
 
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NikaG

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#6
Hallo, ich kann dir leider kein MRT empfehlen, aber ich kann dir die beste Physiotherapeutin in Berlin empfehlen. Ich hatte vor ca. 1,5 Jahren einen Verkehrsunfall mit einem Sattelschlepper. Ich erlitt ein HWS Schleudertrauma und SHT 2. Grades. Ich konnte nicht denken, nicht richtig lesen, hatte Schmerzen unter dem Kinn und der Zunge. Schläfenbereich und die gesamte Kopfhaut haben gebrannt. Ich konnte mein Kopf nicht nach links drehen. Die Kopfschmerzen haben mich um den Verstand gebracht. Ich habe eine schwere Aufmerksamkeitsstörung und eine Konzentrationsschwäche. Wenn ich nach unten schaue ist es vorbei mit dem Denken. ABER sofern ich 2x die Woche zur meiner Physiotherapeutin gehe, wird alles besser. Sie therapierte meine Hirnnerveneinklemmung und das Brennen der Kopfhaut weg. Sie stellt meinen Nacken jedes mal in die richtige Position, sodass ich wieder denken und funktionieren kann. Ich habe eine Verordnung der Krankengymnastik außerhalb des Regelfalls. Sie ist aufgrund ihrer zahlreichen Zusatzausbildungen ziemlich ausgebucht, aber sie hat mein Leben gerettet.

LG Nika
 

ptpspmb

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#7
Hallo zusammen,

wenn man das hier so liest, dann bekommt man echt Panik!
1) Weil es anscheinend viel zu wenig Ärzte gibt, die solche Verletzungen kennen
2) Ärzte gibt die helfen können
Seltsam ist, dass fast ausnahmslos alle die Schmerzen nach einem Heckunfall haben die gleiche Odyssee durchlaufen!
Leider gehöre ich auch zu diesen Opfern!
Zum Heulen ist es, dass wir diese Verletzungen nicht anerkannt bekommen, a) zur Genesung und b) zur Unterstützung im Alltag!
Aber zum Glück gibt es ja dieses Forum!
 

HWS-Schaden

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#8
Hallo Nika, willkommen im Forum.

Es freut mich sehr für dich, dass du in Berlin eine so gute Physiotherapeutin gefunden hast, die mit ihrer Therapie deine Beschwerden mindert.

Könntest du mal gucken, welche Ausbildungen sie gemacht hat? Das frage ich, weil es bei Therapeuten Schulen mit unterschiedlichen Ansätzen gibt. Vielleicht hilft diese Info über deine Therapeutin weiter, um auch außerhalb von B jemanden zu finden, der Beschwerden lindern kann.
Vielen Dank!

LG
 

NikaG

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#9
Hallo,

sie ist Physiotherapeutin, Osteopathin, und zugelassene Heilpraktikerin. Zusätzlich hat sie folgene Fortbildungen.
  • Kieferorthopädie bei Kindern (Philipp van Caille)
  • Säuglings- und Kinderosteopathie [Eva Möckel, Noori Mitha (Hamburg),Tom Esser (Berlin)]
  • Behandlung der Hormondrüsen (Nathalie Camirand)
  • Osteopathie für Frauen "Happy Gyn" (Martina Seidler)
  • Dreidimensionale Fußtherapie nach Zukunft-Huber (z.B. Behandlung von Klumpfüßen)
  • Babymassagekursleiterin
  • Applied Kinesiologie
  • Manuelle Lymphdrainage
außerdem hat sie neuerdings eine kinesionologische und Cranio-Sacrale Ausbildung.

Sie hat mein Leben gerettet und ich bin ihr mehr als dankbar.
 

NikaG

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#10
Hallo zusammen,

wenn man das hier so liest, dann bekommt man echt Panik!
1) Weil es anscheinend viel zu wenig Ärzte gibt, die solche Verletzungen kennen
2) Ärzte gibt die helfen können
Seltsam ist, dass fast ausnahmslos alle die Schmerzen nach einem Heckunfall haben die gleiche Odyssee durchlaufen!
Leider gehöre ich auch zu diesen Opfern!
Zum Heulen ist es, dass wir diese Verletzungen nicht anerkannt bekommen, a) zur Genesung und b) zur Unterstützung im Alltag!
Aber zum Glück gibt es ja dieses Forum!

Hallo,

ich kann nur von meiner ambulanten Reha beim ZAR Berlin berichten. Erst nach der Reha, die ca. 9 Monate nach dem Unfall begann fing die Genesung an. Ich habe in der Reha Behandlungen bekommen genau für die HWS Probleme. Massagen, Rehasport, Kranio Sacrale Therapie, neuropsychologische Therapie, Ergotherapie. Den Unfall sah man mir nicht an. Ich konnte meine Arme nicht heben und meinen Kopf nicht bewegen. Die Schmerzen waren astronomisch.

Nur der umfangreiche Rehabericht hat zur einer bevorstehenden Einigung mit der gegnerischen Versicherung geführt und auch einer GdB Anerkennung. Die Krankenkasse hat dies alles begleitet und alles was ich haben wollte genehmigt (Rehe 6 Wochen, Krankengymnastik außerhalb des Regelfalles, Rehasport für 36 Monate, Neuropsychologisches Training und Psychotherapie). Seit dem Unfall im Febr. 2017 bin ich krankgeschrieben und es wurde keinen Moment lang angezweifelt, dass ich die Verletzungen habe, die ich habe. Und! Ich bin gesetzlich versichert.

Ich habe Gott seit Dank den besten Neurologen auf dem Planeten gefunden und auch einen wirklich engagierten Orthopäden.

Vielleicht solltest du mit deiner Krankenkasse über eine Rehabilitation sprechen? Oder der deutschen Rentenversicherung. Wenn in der Reha Diagnosen erstellt werden, zweifelt es keiner an. Es wird überall fast wie ein Gutachten betrachtet. Die Reha hat meinen Zustand wirklich nach Vorne gebracht.

Seit hartnäckig.

Ich wünsche Dir viel Glück. Gib nicht auf.

LG Nika
 
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