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"Schneechaos"

Paro

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Registriert seit
3 Nov. 2006
Beiträge
1,294
Liebe Mitleidende,
habe gerade in einem Forum die Klagen einer Rollstuhlfahrerin gelesen.
So schön Schnee und "weisse" Weihnacht für viele von uns sein mögen, aber einen nicht kleinen Teil unserer Mitmenschen trifft es hart. Sie können nicht mehr aus dem Haus. Warten wir auf die ersten Hungertoten?
Schneeräumen ist Pflicht, aber die Stadt Köln z.B. hat erklärt sie würde ihre Beamten nicht auf "Kehrsündersuche" schicken, da es im Einzelfall zu schwierig sei, den Sünder zu ermitteln.
Müllhaufen im Sommer werden aber durchsucht, leider oft erfolglos.
Aber es gibt zu jedem Bürgersteig einen Hausbesitzer, den man belangen könnte. Wie er dann die Strafe auf seine Mieter verteilt, ist sein Bier.
Ich kenne noch Aufrufe der Berliner-Stadtreinigung bei solchen Wetterlagen, die Freiwillige anwarben, damals durften sie allerdings den Verdienst behalten.
Ich bin der Meinung, wenn man den Hartz IV'lern ihren Schneeschippverdienst liesse, wir hätten für alle begehbare Städte. Dummerweise haften die Kommunen im Unterschied zu Privaten nicht.
Andererseits, sind auch viele ältere Mitbürger nicht mehr in der Lage ihren Schneeschippverpflichtungen nachzukommen oder mangels Euronen jemanden zu beauftragen.
Wie also ist unseren Mitbürgern, mit G, aG, Rollator oder Rollstuhl bei diesem Wetter und den damit verbundenen Schwierigkeiten zu helfen?
Natürlich kann man von Keinem verlangen, für 1 € Schnee und Eis zu beseitigen.
Diskussionswürdig?
Paro
 

gertrud1

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Registriert seit
20 März 2008
Beiträge
1,094
Hallo Paro,

manchmal hilft bei älteren Menschen schon 'Nachbarschaftshilfe' .
Mein Sohn (mittlerweile 16) schippt schon seit 3 Jahren bei drei älteren Nachbarn Schnee - er bekommt am Ende des Winters so um die 30 Euro pro Nachbar - er macht das wirklich gern. Das erste Jahr hat er es sogar ohne Bezahlung gemacht, weil er es so gerne tut und es ihm ein gutes Gefühl gibt.
Ich bin sehr stolz auf ihn.

Gruß
Gertrud :)
 

derosa

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3 März 2008
Beiträge
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Ort
Niedersachsen
Hallo,

dass die Städte und Gemeinden nicht haften, wenn sich jemand auf Grund mangelnder Gefahrenbeseitung die Knochen bricht, finde ich auch ziemlich fragwürdig.

Bei uns sind die ältern Leute mit Rolator und Rollstuhl bereits seit über einem Monat im Hausarrest, weil die öffentlichen Gehwege und Straßen einfach nicht geräumt werden.

Andererseits kontrolliert das Ordnungsamt regelmäßig alle privaten Bürgersteige. Und wer nicht geräumt hat, bekommt eine saftige Strafe.

An Behinderte denkt man wahrlich nicht.

Viele Grüße

Derosa
 
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