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Schmerzensgeldfrage bei Unterarmfraktur/Trümmerbruch

Zunami

Nutzer
Registriert seit
16 Dez. 2007
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21
Hallo,

ich habe am 9.11.07 einen Autounfall, zusammen mit meiner Mitbewohnerin gehabt!

Sie saß am Steuer und ich war Beifahrerin. Nach Polizeilicher Meinung, trägt meine Fahrerin einen Teil der Schuld! Den Anderen Teil, die Andere Fahrerin!

Im Gegensatz zu beiden Fahrerinen, welche größtenteils mit einem Schock und Prellungen davon gekommen sind, hat es mich, als Beifahrerin am Härtesten getroffen!

Mein linkes Handgelenk wurde 2fach gebrochen (Elle und Speiche) und zusätzlich ist eine Seene gerissen.

Einen Tag nach dem Unfall wurde ich direkt operiert und mir wurden insgesamt 1 Platte, 7 Schrauben und 3 Drähte eingesetzt!
Natürlich bin ich seit dem auch Arbeitunfähig!

Meine derzeitige Krankschreibung läuft noch bis zum 4.01.08!

Am 27.12.07 werden mir die 3 Drähte, welche die Seene halten sollten, wieder enfernt und
im Anschluss werde ich zur Krankengymnastik müssen um mein Hangelenk wider richtig bewegen zu können.

Von 2 großen Narben und einer kleineren am Handgelenk ganz zu schweigen!

Ich bin mir nicht sicher ob ich zu einem Psychologen o-ä. müsste, auf jeden Fall habe ich seit dem Unfall oft Angst im Auto. Das bezieht sich hauptsächlich tagsüber bei engen Kurven und nachts ist die Angst fast ständig bei der Autofahrt da, sobald die Lichter eines mir endgegenkommenden Autos zu nahe kommen. Bei Waldgebieten habe ich nachts Angst, dass in jedem Moment ein Reh vors Auto läuft und bei scharfen oder engen Kurven ohnehin!

Nun würde ich ganz gerne in etwa wissen wollen, wie hoch mein Schadensanspruch sein kann bzw wird. Einmal gerne mit und einmal ohne Rechtsanwalt!

Ob ihr mir Tipps geben könntet und ob ihr mir evt sagen könnt, ob ich den Weg zu einem Psychologen wagen sollte!

Eine weitere Frage hätte ich bezüglich meiner Mitbewohnerin noch!

Da sie Teilschuld an dem Unfall hat, allerdings eine größere Prellung am l. Arm hatte und somit für 2 Wochen der Arbeit fern bleiben musste, würde ich ganz gerne wissen, ob trotz dem Schuldmaß, ihr auch Schmerzensgeld zustünde?


Ich danke euch vielmals für eure Hilfe!
Mit freundlichem Gruß,
Mira
 

j_e_n_s

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Hallo Mira,

über die Höhe kann ich dir leide keine Auskunft geben. Da du die Geschädigte bist, bekommst du auch die Anwaltskosten ersetzt. Ohne Anwalt dürfte es bestimmt weniger sein.

Auch deiner Freundin steht Schmerzensgeld, soweit Schmerzen entstanden sind zu. Bei einer Teilschuld wird der dementsprechende Prozentsatz abgezogen.

Gruß Jens
 

Zunami

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Vielen Dank Jens,

ein wenig hast mir schon geholfen!

Insbesondere das, mit meiner Freundin, da mir bislang jeder gesagt hat, dass trotz der "Teilschuld" ihrerseits, ihr kein Schmerzensgeld zustünde!

Von ihrer Versicherung hat sie auch keinen Fragebogen erhalten, in dem sich mal nich ihren Schmerzen erkundigt hätte, so wie bei mir!

Ich habe mehre Tabellen im Internet gesehen, wo sich die Richter dran orientieren können.

In den meisten Stehen, was meinen Fall anbelangt, mit der Unterarmfraktur/dem Trümmerbruch (Doppelter Bruch + Seenenriss), bei einem normalen Unterarmbruch ab 1.500,-€. Meiner war wie gesagt nun etwas komplizierter und wie schon erwähnt, muss ich hinterher noch zur Krankengymnastik und wenn ich Pech habe, früher oder später einen Psychologen aufsuchen. -.-

Jedenfalls sagen viele eine Summe zwischen 2-4.000,-€!

Sollte ich nun auch mit dieser Summe in etwa Rechnen oder nicht?

Wie gesagt, einen Rechtsanwalt habe ich eingeschaltet und sollte bei meiner Schwiegermutter nichts dazwischen kommen, ist heute Nachmittag um 17:00h der erste Termin!

Was sich aus dem Gespräch ergibt, schildere ich dir/euch dann auch!

Gruß,
Zunami
 

seenixe

Super-Moderator
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Hallo Zunami,

Warte einfach erst einmal Deine Gesundung ab. Der Unfall ist tatsächlich erst 1 Monat her und Du hast noch Probleme....Schau Dir die ganze Sache in einem Jahr an und Du wirst feststellen, auch mit ein wenig Abstand, dass die Schmerzensgeldbeträge, die da so im Raum stehen, sehr unrealistisch sind und zum Teil sehr alt. Auch die Rechtssprechung hat sich inzwischen an einigen höheren Werten orientiert und die Versicherungen wissen dieses auch.
Ich habe bei meinem Schmerzensgeld eine 6-fach höhere Summer erhalten, als die Versicherung mir überhaupt angeboten hat. Und dies auch ohne Gericht.

Gruß von der Seenixe
 

Zunami

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Ich Danke dir Seenixe!

Ich mache mir zwar bereits Gedanken über die Höhe des Schmerzensgeldes, möchte mich aber ohnehin auf keine bestimmte Summe festlegen. Zumal man ohnehin nicht mit Geldern rechnen sollte, die man noch nicht hat. Außerdem rechnen sich gewiss viele mehr Geld aus, als es im Endeffekt ergibt und dann ist die Entteuschung oft groß!

Wie lange dauert das denn mit dem Schmerzensgeld?
Bestimmt auch mindesten 1 Jahr, oder?
Zumal man auch abwarten muss, ob eventuelle Spätfolgen kommen oder nicht?

Mein Mann hofft bereits innerhalb des nächsten Monats mit dem Geld.
Den Traum habe ich ihm bereits zerstört, da ich noch mindestens 1/2 Monat meinen Gips tagen muss und danach noch längere Zeit zur Krankengymnatik muss. Das muss die Versicherung gewiss auch alles erteinmal abwarten um zu sehen, wie lange die Genesung an sich dauert um überhaupt eine bestimmte Summe vorab festlegen zu können!

Liege ich da richtig mit meiner Vermutung?

Und darf ich dich fragen, was du für einen Unfall hattest, was für Verletzungen und mit welcher höhe du gerechnet hast, auch, wieviel es im Nachhinein geworden ist?

Lieben Gruß,
Zunami
 

seenixe

Super-Moderator
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Hallo Zunami,

ich hatte einen Verkehrsunfall mit einer Tibiakopffraktur, Bruch des oberen Sprunggelenks, aber auch betroffenem anderen Knie und Wirbelsäule. In der Folge wurde eine Knie-TEP eingebaut. Die Versicherung bot ein reines Schmerzensgeld von 10.000 Euro an.
Geduld führt da zum Ziel und bevor nicht ein Ende des Krankenstandes abzusehen ist, würde ich überhaupt keinen Gedanken daran verschwenden.

Allerdings könnt Ihr jetzt schon einen angemessenen Vorschuß verlangen und natürlich auch sonstige Kosten, wie Verdienstausfall usw. verlangen.

Gruß von der Seenixe
 

Zunami

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21
Vielen Dank nochmal Seenixe!

Das ist gut zu wissen!

Insbesondere mit dem Vorschuss!:eek:

Es muss ja noch nicht viel sein, aber ab dem 21.12. muss meine Krankenversicherung zahlen und nicht mehr mein Chef selbst.
Und da ich dann lediglich 60-75% von meinem sonstigen Lohn erhalte, macht das in einem Monat für den Geldbeutel schon sehr viel aus!:confused:

Die Vorauszahlung müsste ja lediglich diesen Teil, welcher nächsten und/oder noch den darauf folgenden Monat fehlt, ausgleichen.

Zumal, wenn ich richtig gerechnet habe, würden mir von meinem sonstigen Gehalt, welches sich für gewöhnlich auf 750,-€ beläuft, bei 75% Anspruch, 187,50€ fehlen! Das ist für mich nicht machbar und dann könnte ich mein Haus nicht mehr halten oder meine Tiere nicht mehr ernähren (Frettchenzucht -> 100,-€ mnl.) oder gar uns nicht mehr ernähren! :eek:

Such dir was aus!:(

Gruß,
Zunami
 

Hela

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Hallo Zunami,

die Differenz zw. Krankengeld und deinem Nettoverdienst kannst du bei der gegnerischen Versicherung geltend machen.

Viele Grüße,
Hela
 

Zunami

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16 Dez. 2007
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21
Klasse, Danke!

Ich war gestern bei meinem Rechtanwalt!

Der hat mir ebenfals gesagt, dass er das geltend machen will.

Zudem hat er mir bestätigt, dass meiner Mitbewohnerin trotz ihrer Teilschuld am unfall ein bestimmter Prozentsatz an Schmerzensgeld zusteht, sie müsste sich ledigloich einen andren Anwald nehmen, wie den meinen!

Ich habe nur leider vergessen zu fragen wie das mit diesem Haushaltsgeld ist, ob er das bei mir auch geltend machen kann. Denn meine ganzen Tiere kann ich nicht mehr füttern und das Meiste auch nicht mehr kochen. Daher ist mein Verlobter hier vorübergehen eingezogen um die Dinge für mich zu erledigen, die ich mit nur einer Hand nicht bewältigen kann!

Ich habe gestern irgendwo gelesen, das einem auch in dem Fall, dass man sich keine Hilfe ins Haus holt, sondern Angehörige gewisse Dinge für einen erledigen, einem das Haushaltsgeld auch zusteht!

Weiß jemand etwas darüber?

Und kennt sich jemand mit den Fahrtkosten zum Artzt aus?
Meine Freundin muss mich nun schon fast wöchentlich 1x zum Artzt fahren, kann man das irgendwie geltend machen? Damit sie den ganzen Sprit wieder raus hat? Muss man da was vorlegen?

Wer kennt sich mit den beiden Dingen aus?

Gruß,
Zunami
 

Hela

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Hallo Zunami,

hier in Forum ist schon viel über „Haushaltsgeld“ geschrieben. Gib einfach „Haushaltsführung“ als Suchwort ein.
Dann siehst du zum Beispiel dieses Thread:

http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?t=3820&highlight=Haushaltsf%FChrung

Wenn du konkreten Fragen hast, dann frag einfach.

Ich habe gestern irgendwo gelesen, das einem auch in dem Fall, dass man sich keine Hilfe ins Haus holt, sondern Angehörige gewisse Dinge für einen erledigen, einem das Haushaltsgeld auch zusteht!
Das stimmt!

Was der Fahrtkosten betrifft, das kannst du auch geltend machen, es sollte reichen eine Auflistung zu machen (Wann, Wohin, wie viel km?)

Viele Grüße,
Hela
 

Zunami

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16 Dez. 2007
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21
Ich danke dir!

Die Seiten waren alle sehr aufschlussreich!

Ich habe einfach mal aufgeschrieben, was mein Rechtsanwalt und ich alles geltend machen wollen.

Glaubt ihr, dass ich damit durchkomme.

Und was denkt ihr, einfach mal selber einschätzen, auch, wenns schwer fällt und man noch nicht weiß, ob dauerhafte Schäden bleiben. Geht einfach mal von keinen aus und bezieht eure Meinung auf das, was ihr gleich lest, wie hoch ihr die zu begleichende Summe (alles zusammen) einschätzen würdet:



Schmerzensgeld:

>aufgrund 1er bereits stationär erfolgten Op am 10.11.07
> bereits 6 T. Krankenhausaufenthalt (09.11.07-15.11.07)
> eine ambulante OP erfolgt am 27.12.07, zum herausnehmen der 3 Drähte
> die nächste in 18-24 Monaten, zum herausnehmen einer Platte, sowie 7 Schrauben
> die dazu gehörenden Schmerzen
> 2 gr. Narben (ca. 14cm) u. 1 kleine (ca 1,5cm) am l. Handgelenk


Haushaltsführungsschäden:

>1x tgl. Fegen (4 gr. Räume, 1 kleiner),
> jeden 2. T. wischen (4 gr. Räume, 1 kleiner),
> 1x w. saugen (3 weitere Räume)
> Wohnung beträgt 110 qm²,
> Essen kochen 1x tgl. warm,
> Tiere füttern (12 Frettchen u. 1 Katze),
> 3 gr. Volieren säubern 1x mon.,
> Katzenklos 1-2x w.

(Freund ist vorübergehend eingezogen um diese Tätigkeiten zu übernehmen)

Seelische Schäden:

>Angst, teils Panik, beim Autofahren. Insbesondere nachts und in Kurven


Verdienstausfall:

>Bislang voraussichlich vom 09.11.07 - (vorerst) 04.01.2008
>Probezeit Verlängerung, daher ab 15.12.07 weiterhin 5,50€/Std, statt erstmalig 6,30€/Std., nach Beendigung der Probezeit (8Std/tgl)


>ab 21.12.07 ist die Krankenkasse für meinen Lohn zuständig (75%)
daher ein Minus mnl. von 25% (187,50€)



Eure Meinungen und Einschätzungen möchte ich hören, nicht die eines Rechtsanwaltes! Einfach spontan heraus!:p
 

Zunami

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Hallo ihr Lieben, bei mir hat sich einiges getan!

Zum einen ist mein Chef kurz davor, mir die kündigung zu geben, sollte ich noch länger Krankgeschrieben bleiben!
meine Aussicht, auf andere Arbeit kann ich vorerst auch vergessen.

und ich gehe mal davon aus, da ich kein komplettes Jahr durchgehend gearbeitet habe und mir somit auch kein Arbeitslosengeld beziehen darf, ich dann tatsächlich Harz4 beantragen muss, ist das richtig?

Sollte das so sein, was mache ich dann?
Allein meine wohnung kostet mich 350,-€ mnl., meine Tiere 100,-€, für Lebensmittel rechne ich immer 50,-€ die Woche und ca. 50,-€ Telefon mnl., dazu kommen Rechnungen, welche monatlich beglichen werden wollen, von 200,-€ mnl., alles in allem benötige ich einen mnl. Betrag von 750,-€!

Den ich auch immer hatte, wo ich noch arbeiten durfte! Anfang Januar wäre auch meine Probezeit um gewesen und ich hätte noch 100,-€ mehr im Monat gehabt!

Nun ist es aber so, wir wohnen zu 2. in dieser Wohnung, welche 110qm² beträgt! Von Harz4 würde einem 2-Personenhaushalt allerdings nur 65qm² zustehen!

Ist es tatsächlich so, dass ich, wegen eines Unfalles, welche meine Mitbewohnerin verschuldet hat, aufgrund dessen ich jetzt aller Wahrscheinlichkeit nach auch noch meine Arbeit verliere, ich nun tatsächlich mir eine neue Wohnung suchen muss und meine Tiere (Frettchenzucht mit 13 Tieren 1 Katze) aufgeben muss?

das kann man doch echt nicht verlangen, oder?

Werde ich jetzt echt meine Arbeit, meine Wohnung und meine Tiere los?
Bitte helft mir, ich bin verzweifelt!

Gestern kam ein Brief der Versicherung, dass sie mir bereits einen Vorschuss von 1.500,-€ auf mein Konto überwiesen hätten, davon wollte ich mir einen neues, kleines Auto leisten, da ich bereits durch den unfall mein anderes verkauft hatte, da mir so schon 150,- mnl. gefehlt haben.

Was da jetzt noch an Geld nachkommen wird, weiß ich nicht, zumal noch eine weitere OP aussteht.

Bitte helft mir, ich weiß jetzt echt nicht mehr weiter!
 
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