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Schmerzen nach Zahnextraktion

Bibz0

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Guten Tag. Ich versuche es mal hier ob jemand auch das selbe erlebt hat. Ich spreche nicht von mir sondern von meiner Frau. Meine Frau hatte eine Zahnextraktion gehabt im September 2020. Sie beklagte dass sie trotzdallem noch Schmerzen habe. Bei der Nachkontrolle beim Chirurg wurde eine wundheilungsstörung festgestellt. Nach mehreren Wundrevisionen (3stk) ist keine Besserung eingetreten. Sie wurde dann stationär behandelt im Krankenhaus ( 3 weitere ops; Wundrevision+Knochen/Gewebe entfernung)und es wurde Verdacht auf Trigeminusneuralgie gestellt. Aufgrund der Diagnose wurde sie mit Carbamazepin behandelt und zusätzlich bekam sie eine Leitungsanestsie gesetzt wodurch die Schmerzen nur für kurze Zeit weg waren. Der Chefarzt hatte nach paar Tagen ihr mitgeteilt durch Abtasten des Kiefers dass sie eine Kieferenzündung hätte. Am selben Tag wurde die Therapie mit Cortison anfangen aber es half nichts. Zusätzlich bekam sie Anfang des Aufenthaltes im Krankenhaus Tilidin und Antibiotika. Nach 3 Wochen wurde sie entlassen ohne eine Besserung der Schmerzen und bekam eine Überweisung zu einem Neurologen. Die Medikamente wurden hochgestuft und es wurde erwähnt dass sie eine Trigeminusneuralgie haben könnte. DIE SCHMERZEN wurden nicht weniger und die Ärzte wurden ratloser. Alle bildgebende Diagnoseverfahren brachten kein Erfolg.Nach einen weiteren Besuch im Krankenhaus wurde ihr mitgeteilt dass es nur noch eine operative Option gäbe und die wäre dass sie die betroffenen Kiefestelle entfernen. Bevor die den Schritt gehen soll sie sich in eine Psychologische Behandlung begeben, um herauszufinden ob dass die Schmerzen nicht von der Psyche ausgelöst werden..( Stand 01/2021 ). Bei einem weiteren Termin bei der Neurologen wurde bei ihr eine Depression festgestellt. Meine Frau möchte nicht in Therapeutische Behandlung gehen da sie es nicht so hat mit reden. Aus diesem Grund wird sie jetzt mit Antidepressiva (Citalopram) behandelt. Die anderen Tabletten sollen jetzt nach und nach abgesetzt werden. Sie hat starke Schmerzen zurzeit. Wir wissen nicht weiter und die Frage ist ob jemand mit sowas mal Erfahrung gemacht hat.

Mfg

Bibz0
 

Sekundant

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hallo und willkommen,

so heftig die schmerzen sicher sind, so weitreichend ist aber auch die zuletzt vorgeschlagene OP. es ist daher gut, dass du dich erst einmal darum kümmerst. bevor überhaupt über eine solche op nachgedacht wird, sollte man schon genau wissen, was überhaupt genau vorliegt und nicht ein "wir probieren mal" ob es hilft.

die wirkliche ursache - von der erst-op abgesehen - scheint offenbar entweder immer noch nicht bekannt zu sein, oder man will es nicht offen legen. daher wäre eine erste empfehlung, dass man sämtliche behandlungsunterlagen von allen beteiligten mit dokumentation inkl. berichte, schreiben an dritte, bildmaterial etc. anzufordern. daraus lässt sich evtl. schon etwas ableiten. denn die beschwerden nach einer zahn-op mit nachfolgenden nervenschmerzen legen erst einmal etwas anderes näher als eine entzündung, es sei denn, sie könnte sich aus der op ableiten lassen.

medizinisch kann ich nichts beitragen, meine symptome sind zwar ähnlich, aber nicht in dem ausmass vorhanden (oder das schmerzgefühl ist ohnehin nicht mehr vorhanden). soweit es die vorgebliche Trigeminusneuralgie betrifft, ist es dir vielleicht möglich, in ein paar fachveröffentlichungen einzulesen wie


und als leitlinie


denn mir scheint die angedachte massnahme nicht wirklich in einem realistischen verhältnis zu der diagnose zu stehen.

zunächst sollte aber das auswerten der behandlungsunterlagen und der gesamten patientenakte (auf der ein gesetzlicher anspruch besteht gegen erstattung anfallender kopierkosten) an erster stelle stehen; für ein beurteilen und bewerten wäre eine entsprechende ärztliche hilfe vor vorteil, wenn man nicht selbst fachgebietsnahe kenntnisse hat.


gruss

Sekundant
 

Bibz0

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Wie sind Sie diese Schmerzen losgeworden. Wenn ich fragen darf? Danke für Ihre Antwort.
 

Sekundant

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gar nicht, allerdings ist es meist gerade noch erträglich.

wichtig erscheint mir allerdings, die wirklichen ursachen zu finden, um eine therapie danach auszurichten, und nicht aufs geradewohl eine therapie - noch dazu eine solche op - einzugehen, in der vagen hoffnung, dass die probleme und schmerzen damit zufällig beseitigt sind. danach schaut es derzeit nach den schilderungen aber aus. ich kann nur die empfehlung zur einholung der patientenakte und möglichst einen abgleich mit fachlicher meinung nachdrücklich betonen.


gruss

Sekundant
 

HWS-Schaden

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Hallo Bibz0, willkommen im Forum.

Ich stimme dem zu, was ≠Sekundant schrieb: Die Ursache muss gefunden werden.
Eine Bekannte von mir hatte nach einer Wurzelbehandlung keine Wundheilungsstörung, aber Schmerzen und Pochen - ihre Geschichte ist diesbezüglich ganz anders als die deiner Frau. Sie wurde nicht ernst genommen, die Psyche u.a.m. wurde als Ursache behauptet. Man bot an, den pochenden Zahn zu ziehen - und man zog den falschen! Die Ursache wurde nach langer Qual gefunden, weil sie nicht locker ließ.

Hat sich deine Frau eine Zweitmeinung eingeholt? Manchmal kommt man weiter, wenn man den Behandler / die Klinik wechselt.
Ob sie eine Trigeminusneuralgie hat oder nicht, sollte abgeklärt werden.

LG
 

Rudinchen

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Hallo Bibz0,

wende dich mit deiner Frau an ein Schmerzzentrum bzw. an einen versierten Schmerzarzt. Solange noch kein Schmerzarzt mitbehandelt hat, würde ich so einen Eingriff nicht machen lassen.

Google mal nach einem Schmerzzentrum in eurer Nähe.

Dass deine Frau mit so vielen Schmerzen Depressionen bekommen hat, ist kein Wunder. Wahrscheinlich wären die Depressionen sofort weg, wenn die Schmerzen weg wären. Trotzdem kann auch eine Psychotherapie bei der Bewältigung der Schmerzen helfen. Aber mein erster Gang wäre der Schmerztherapeut.

Alles Gute,

Rudinchen
 
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