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Reha abgelehnt und nun?

Adrian1302

Neues Mitglied
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4 Dez. 2018
Beiträge
4
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Schmallenberg
#1
Guten morgen,
bisher war ich stiller Mitleser, aber nun brauche ich doch mal Hilfe.
Kurz zu mir, ich hattte meinen Motorradunfall im Oktober 2015 bin seit dem krank geschrieben, aber im festen Arbeitsverhältnis.
Am schlimmsten betroffen sind meine Hände und Handgelenke und mein Knie. Ich wurde schon mehrfach operiert an den Handgelenken und leider sind beide sehr eingeschränkt nutzbar. Habe einen GDB von 50%, mehr hatte ich nicht anstrebt, habe auch noch keinen Verschlimmerungsantrag gestellt. Mein größtes Problem sind meine Schmerzen, ich befinde mich seit ca 2 Jahren in einer Schmerzbehandlung und bekomme aktuell Palexia 100mg morgens und Abends. Ich versuche mit dem Rest Schmerz auszukommen ohne weitere Schmerzmittel nehmen zu müssen. Mein Wunsch ist es wieder arbeiten zu gehen, auch wenn es nur 50% sein werden. Ich arbeite als Suchttherapeut, der zudem viel Schreibkram hat. Das Schreiben hier im Forum fällt mir schon sehr schwer und nur diese kurze abschnitt macht schon Schmerzen. Aber nun zu meinen Problem ich hatte 2016 schon eine Reha gemacht und wurde anschließend weiter operiert. Nun habe ich einen Antrag gestellt und dieser wurde abgelehnt. Die Begründung ist für mich nichts sagen, vlt bin ich auch nur zu doof oder vernebelt. Ich würde gerne einen Widerspruch aufsetzen und hätte gerne dabei Hilfe, auch fürs Verständnis der Ablehnung.

Ablehnungsschreiben:
Begründung:
Leistungen zur medizinischen Rehabilitation können erbracht werden, wenn die persönlichen und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Nach § 10 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) sind die persönlichen Voraussetzungen erfüllt, wenn
1). die Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung erheblich gefährdet oder gemindert ist

und 2) voraussichtlich
  • bei erheblicher Gefährdung der Erwerbsfähigkeit eine Minderung der Erwerbsfähigkeit durch Leistungen zur Medizinischen Rehabilitation oder Teilhabe am Arbeitsleben abgewendet werden kann.
oder

  • bei geminderter Erwerbsfähigkeit diese durch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder Teilhabe am Arbeitsleben wesentlich gebessert oder wiederhergestellt oder hierdurch deren wesentliche Verschlechterung abgewendet werden kann.

Diese Voraussetzungen sind bei Ihnen nicht erfüllt. Nach unseren Feststellungen ist ein Rehabilitation durch uns nicht erforderlich.

Hinweis Wir halten eine Krankenbehandlung im Rahmen der Krankenversicherung für ausreichend.


Vielen lieben Dank und liebe Grüße aus dem schönen Sauerland.


Adrian
 

Rekobär

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#2
Hallo Adrian,

wenn Du in Widerspruch gehen willst, musst Du begründen, warum eine Reha eine bessere Alternative zur normalen medizinschen Behandlung darstellt. Das machst Du am besten durch einen Arzt, der Dir eine Reha empfielt.

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
 

Adrian1302

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#3
Hallo Adrian,

wenn Du in Widerspruch gehen willst, musst Du begründen, warum eine Reha eine bessere Alternative zur normalen medizinschen Behandlung darstellt. Das machst Du am besten durch einen Arzt, der Dir eine Reha empfielt.

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
Moin Rekobär, leider sind meine Ärzte Pfeifen und unterstützen mich nicht bei einer Reha, habe alles selbst ausgefüllt und für die Arztsachen betteln müssen.

Aber ich werde es versuchen. Dankeschön nochmals
 

Anja123

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#4
Hallo Adrian,
überwiegend werden Rehamaßnahmen erst einmal abgelehnt.
Das ist vom "System" so vorgesehen.
Es geht nur noch um Einsparungen.
Hast Du keinen Schmerztherapeuten?
Es gibt die Möglichkeit über Krankenhauseinweisung in eine Schmerzklinik zu kommen.
Wünschenswert wäre es, wenn Du dir Ärzte suchst, die hinter Dir stehen.
Alles Gute

Gruß
Anja
 

makiopf

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#5
Hallo,
du kannst auch selbst nochmal in Widerspruch gehen mit der Begründung, dass deine Arbeitsfähigkeit nur durch eine Reha verbessert werden kann. Auch steht dein Arbeitsplatz auf dem Spiel und du die Gefahr siehst in die Arbeitslosigkeit zu fallen.
Ein Beleg für deine geminderte Arbeitsfähigkeit sind er GdB von 50%.
Wenn du noch kein hohes Alter hast, lass auch deine noch zu arbeitenden Jahre mit einfließen.

VG
 

Adrian1302

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#6
Hallo Anja und Makiopf,
eine Schmerztherapie im Schmerzkrankenhaus habe ich letztes Jahr gemacht und wurde auf Palexia umgestellt. Die sagten auch andere sachen gehen bei meinen Verletzungen leider nicht. Mein Schmerzarzt ist top, aber auch 1,5h entfernt. Hier aufm Land ist es echt schwer gute Ärzte zu finden.

Das mit der Arbeitfähig und GDB als Begründung klingt gut, wäre vlt der erste versuch bevor ich bei Ärzten hausieren gehe,
 

Anja123

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#7
Hallo Adrian,

eine Schmerztherapie in einem "normalen" Krankenhaus habe ich nicht gemeint.
Ich nenne dir ein Beispiel: Fachklinik Enzensberg, Hopfen am See.
Hier arbeiten alle Fachrichtungen zusammen an dem Krankheitsbild chronische Schmerzen.
Der Aufenthalt ist ähnlich einer Reha.
Interdisziplinäres Schmerzzentrum für Chronische Schmerzen

Behandlung Chronischer Schmerzen in der Akutmedizin

Gruß
Anja
 

Adrian1302

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#8
Hallo, melde mich erst jetzt, ist viel los bei uns.
Sowas hab ich noch nicht gemacht. Ich war nur 2 Wochen in einer Schmerztherapie in einem normalen Krankenhaus. Das war eine extra Station und es war ähnlich einer Reha aufgebaut aber nur mit Schmerzen. Auch mit Psychotherapie, diversen Angeboten etc.
 
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