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Positive Verheilung Radiusfraktur

sinonminon

Neues Mitglied
Registriert seit
21 Juni 2019
Beiträge
1
#1
Hallo zusammen,

da ich (w, 25) während der ersten Wochen meiner Radiusfraktur regelrecht durchgedreht bin, weil ich fast nur negative Erfahrungen gelesen habe, möchte ich hier mal einen positiven Erfahrungsbericht schreiben.
Ich habe mir Anfang März beim Boarden eine dislozierte distale Radiusfraktur zugelegt, die von einem Unfallchirurgen vor Ort reponiert wurde. Danach wurde mein Arm für 4 1/2 Wochen durch eine Gipsschale ruhig gestellt. Richtig weh getan hat es eigentlich nur in der ersten Woche, danach war der Gips hauptsächlich nervig. Als er schließlich abgekommen ist, konnte ich mein Handgelenk erst einmal kaum bewegen, was sich aber nach 2 Wochen Krankengymnasik auch fast vollkommen erledigt hatte.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich etwa 7 Wochen nach dem Bruch wieder völlig normal fast jeden Sport (Gewichte heben oder auch Klettern) durchführen konnte. Dabei habe ich natürlich gewartet, bis ich das OK von Arzt und Physio dafür hatte. Davor habe ich brav geschont, fleißig jede Krankengymnastik mitgenommen und geübt. Aber auch die beiden meinten, dass man da nach 6 - 8 Wochen nicht mehr allzu vorsichtig sein muss. Dazu möchte ich noch sagen, dass beide so klangen, als wäre mein Krankheitsverlauf nicht etwa eine Ausnahme, sondern viel mehr die Regel. Schmerzen hatte ich die Wochen danach manchmal noch geringfügig, heute ist alles wieder völlig normal.

Ich hoffe, dass ich mit dem Bericht dem ein oder anderen von euch, der ähnliche Panik schiebt wie ich es getan habe, ein bisschen die Angst nehmen kann.
Und wünsche natürlich gute Besserung!

Liebe Grüße!
 

HWS-Schaden

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2 Nov. 2012
Beiträge
3,716
Ort
Bei den Stadtmusikanten
#2
Hallo sinonminon, willkommen im Forum

Danke für deinen positiven Bericht und prima, dass bei dir der Verlauf positiv war.
Ich bin selber nicht betroffen von einer Radiusfraktur.
Ich kann mir vorstellen, dass es - wie bei anderen Frakturen auch - verschiedene Arten und Komplikationen gibt und dass auch das Alter eine Rolle spielt.

Dir wünsche ich, dass alles gut ausgeheilt ist und sich „im Alter“ keine Zipperlein zeigen werden.
Halte uns gern auf dem Laufenden und pass gut auf dich auf.
LG HWS-Schaden
 

Frisko

Neues Mitglied
Registriert seit
25 Juni 2019
Beiträge
2
#3
Hallo zusammen,

da ich (w, 25) während der ersten Wochen meiner Radiusfraktur regelrecht durchgedreht bin, weil ich fast nur negative Erfahrungen gelesen habe, möchte ich hier mal einen positiven Erfahrungsbericht schreiben.
Ich habe mir Anfang März beim Boarden eine dislozierte distale Radiusfraktur zugelegt, die von einem Unfallchirurgen vor Ort reponiert wurde. Danach wurde mein Arm für 4 1/2 Wochen durch eine Gipsschale ruhig gestellt. Richtig weh getan hat es eigentlich nur in der ersten Woche, danach war der Gips hauptsächlich nervig. Als er schließlich abgekommen ist, konnte ich mein Handgelenk erst einmal kaum bewegen, was sich aber nach 2 Wochen Krankengymnasik auch fast vollkommen erledigt hatte.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich etwa 7 Wochen nach dem Bruch wieder völlig normal fast jeden Sport (Gewichte heben oder auch Klettern) durchführen konnte. Dabei habe ich natürlich gewartet, bis ich das OK von Arzt und Physio dafür hatte. Davor habe ich brav geschont, fleißig jede Krankengymnastik mitgenommen und geübt. Aber auch die beiden meinten, dass man da nach 6 - 8 Wochen nicht mehr allzu vorsichtig sein muss. Dazu möchte ich noch sagen, dass beide so klangen, als wäre mein Krankheitsverlauf nicht etwa eine Ausnahme, sondern viel mehr die Regel. Schmerzen hatte ich die Wochen danach manchmal noch geringfügig, heute ist alles wieder völlig normal.

Ich hoffe, dass ich mit dem Bericht dem ein oder anderen von euch, der ähnliche Panik schiebt wie ich es getan habe, ein bisschen die Angst nehmen kann.
Und wünsche natürlich gute Besserung!

Liebe Grüße!
Hi grüß dich

Ich hab dist. Radiusgraktur mit SL bandruptur rechts
 
Registriert seit
6 Okt. 2019
Beiträge
1
#4
Ich hatte auch im Sommer 2018 eine distale Radiusfraktur, und zwar einen sehr komplizierten „Trümmerbruch“ (dislozierte distale Radiusmehrfragmentfraktur 23-C3 nach AO-Klassifikation). Die Ärzte und Physiotherapeuten haben mir alle gesagt, sie wüssten nicht, ob das wieder wie vorher wird, es könnte gut sein, dass (ggf. auch größere) Schäden bleiben. Und beim Lesen von verschiedenen Foren (man hat ja viel Zeit dann....) habe ich auch geglaubt, dass eigentlich jeder Handgelenksbruch in einer Katastrophe enden muss. Das liegt wohl daran, dass vor allem die Leute mit Problemen im Heilungsverlauf in den Foren unterwegs sind und sich Rat holen. Aber bei mir ist es schlussendlich dann doch noch alles gut verlaufen – und das möchte ich hier auch mal berichten:

OP mit Titanplatte und 8 Schrauben am 07. August 2018 (unter Vollnarkose), am Tag nach der OP aus KH entlassen und nach der OP 3,5 Wochen Gips und zum Glück kaum Schmerzen. Dann 2,5 Wochen Orthese. Physiotherapie und Ergotherapie habe ich viele Wochen bekommen, denn auch nach der Abnahme der Orthese war die Beweglichkeit noch stark eingeschränkt und der Arm erst mal geschwollen. Narbe schmerzte etwas. Bin Anfang Oktober in meinen Job (Büroarbeiten, Autofahren) zurückgekehrt. Im Dezember 2018 war der normale Bewegungsumfang fast wieder hergestellt (10 Grad bei der Beugung nach vorne fehlten noch, Drehung ging nach langem Üben endlich normal) und im Januar 2019 konnte ich wieder alles machen, auch Liegestütz und so.

Die Frage, ob ich das Metall rausnehmen lasse oder nicht hat mich monatelang beschäftigt und unterschiedliche Ärzte hatten ganz unterschiedliche Meinungen. Ich habe es dann im August 2019 rausnehmen lassen. War ein kleiner ambulanter Eingriff (Plexusanästhesie) und als nach 10 Tagen die Fäden gezogen wurden, konnte ich im normalen Alltag mit der Hand alles machen, außer schwer heben....aber das geht inzwischen auch wieder. Ist jetzt gefühlt alles wie vorher, nur mit Narbe. Ich hoffe, dass ich keine Spätschäden (Arthrose etc.) bekomme.

Mittlerweile kenne ich einige Leute, die eine distale Radiusfraktur hatten (wenn man mit Gips rumläuft, erzählen die Leute einem ja auch gerne ihre eigenen Knochenbruch-Geschichten) und der Heilungsverlauf ist wirklich bei jedem anders. Geduld braucht man meistens, und es kann mit einem bisschen Glück (und ggf. einem guten Operateur) auch alles wieder gut werden.

Gute Besserung an alle hier im Forum!
 
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