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Motorradunfall in Italien

gwt

Nutzer
Registriert seit
6 Jan. 2009
Beiträge
3
Hallo,
habe mich soeben hier angemeldet.Man findet hier erstaunliche Geschichten.
Hier meine Story in abgekürzter Form

Unfall vom 18.09.08
3 Tage Auszeit in Levico Therme. Mittwoch Anreise, Donnerstag nach Riva über Nebenstrassen.
Früh noch ein Bad im Thermalwasser und dann Richtung Gardasee. Nach 14 km auf dem GPS
kam mir eine Gruppe Autos entgegen. Plötzlich zog ein Golf raus zum überholen.
Für mich keine Chance mehr. Bremsweg wäre 1 m, rechts Leitplanke, links Gegenverkehr.
Abflug über die Strasse und Auto. Mit irren Bauchschmerzen lag ich auf dem Asphalt.
Den Helm konnte ich selbst abnehmen. Die Autofahrer versorgten mich bis nach 15 min.die Ambulanz und Polizei kam. Die Unfallverursacherin war eine 75 jährige Frau.Schuldfrage war ersichtlich
und wurde auch protokolliert.Hinter mir wie ein Denkmal auf einem Erdhügel mein Motorrad.
Vorderrad neben dem Motor.Totalschaden. Mein Transport in die moderne Klinik nach Trient war nur mit Morphium möglich.
In der Klink ca.4 Stunden Notaufnahme, CT, Röntgen.Die Polizei brachte mir meine Sachen.
Dann endlich ins Zimmer. Telefon mit zuhaus, grosser Schreck. Mein Sohn kam am nächsten Tag und holte meine Sachen vom Hotel und Klinik. Abends dann Kreislaufkollaps.
Ärzte und Personal holten mich wieder zurück. Um 22 Uhr dann OP. Aufgewacht bin ich mit einem
Fixateur, welcher über und im Bauch verschraubt wurde. Am nächsten Tag Einlauf. Das wichtigste
ital.Wort war la Padella ( Bettpfanne). Dann Abführmittel noch dazu. Nach drei Tagen der Entleerung endlich Essen. Nach 5 Tagen Heimfahrt liegend mit dem ADAC.
Zuhause nach 4 Tagen wieder OP. Das Eisen kam weg,dafür eine Platte im Bauchraum.
Endlich wusste ich, was war. Symphysensprengung ( das Teil,welches das Becken unten zusammenhält) .Blase, Bänder und Muskeln wurden wieder angenäht. Nach 14 Tagen endlich mit Krücken und Schmerzen aufstehen.Der recht Fuss darf nur 20kg belastet werden. Dann kam noch eine Trombose im rechten Bein dazu, welche erst nach einem halben Jahr weggehen soll ( mit Blutverdünner und Stützstrümpfen). 4 Wochen nach dem Unfall kam ich nach Bad Tölz in die Reha. Es geht mir jetzt etwas besser, laufe aber immer noch mit Krücken nur kurze Strecken. Kann weder lange sitzen noch stehen. Demnächst werde ich mein Bein ewas mehr belasten können.
Das wars mit dem Moppedfahren. Nach 35 Jahren unfallfrei muss Schluss sein. Die Landung hätte schlimmer sein können (Brüche an Beinen und Armen oder Querschnittlähmung) Gottseidank nichts dergleichen.
Meine Rechtschutzversicherung empfahl mir namentlich einen Anwalt aus Italien. Gottseidank zeigte ich das Formular der Mandatsübernahme meinem hiesigen Anwalt.
Sein Kommentar:das grenzt an Betrug.Ausschluss der EU-Richtlinien und Schadenersatz mit Schmerzensgeld nach seinem Ermessen.Wahrscheinlich arbeitet der mit den Versicherungen zusammen und ich würde nie erfahren, was die bezahlt haben.Also nahm ich einen rührigen Anwalt in Deutschland.Wie lange kann das dauern, bis man da etwas bekommt?
Tagegeld von meinen privaten Versicherungen habe ich schon.

Viele Grüsse, GWT
 

rm2

Neues Mitglied
Registriert seit
21 Dez. 2008
Beiträge
12
Hallo gwt,

mir ist im Februar 08 in Spanien ähnlich ergangen allerdings Selbstverschuldet auf der Rennstrecke, nach großem hin und her und Multiplen Traumen Abtransport durch die DRF per Lear Jet (meine Private Krankenversicherung weigerte sich mich zu Transportieren) nach Köln und dort O.P.

Du wirst dich schon auf einen längeren Weg einstellen müssen, hast du keine Private Unfallversicherung? wie sieht es mit deinen Lebensversicherungen aus, hast du BU Versichert bei vielen Verträgen kannst du bis zur Entscheidung der BU die Beiträge beitragsfrei stellen lassen Hast du eine Kreditkarte die evtl. eine UV Beinhaltet? Hast du Krankentagegeld auch für die Zeit der Reha beantragt (steht dir zu)!

Lies dich hier durch Forum bzw. Google hilft ebenso.

Viel Glück bei deinen Unternehmungen und eine Gute Besserung wünscht rm2
 
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