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Kurioses aus dem Schwerbehindertenalltag

Pharao50

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Registriert seit
3 Sep. 2006
Beiträge
403
Hallo zusammen,

eine Bekannte hatte folgendes erlebt.

Sie wollte bei der Fluggesellschaft als Schwerbehinderte einen Sitzplatz mit mehr Beinfreiheit reservieren lassen, z.B. Notausgang oder in der ersten
Reihe. Ihr wurde dann an der Hotline folgendes mitgeteilt:

- Plätze am Notausgang dürfen aus sicherheitstechnischen Gründen nicht an
Schwerbehinderte vergeben werden.

OK- Das hat meine Bekannte noch eingesehen.

- die erste Reihe wäre ausschließlich Müttern mit Kindern vorbehalten.
Schwerbehinderte dürfen deshalb dort auch nicht sitzen.

- aber man hätte ja als Schwerbehinderte den ach so tollen Vorteil, dass die Reservierung kostenlos wäre ,dafür hätte man die volle Auswahl zwischen sämtlichen Plätzen die beengt sind.....

Meine Frage dazu wäre:

Hat jemand von euch auch etwas ähnliches erlebt?

Weiß jemand wo man sich darüber beschweren kann?

MFG Pharao50
 

wurzlpurzl

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Okt. 2007
Beiträge
687
hallo, mir fällt dazu nur ein, dass in der ersten Reihe tatsächlich für Kleinkinder - aber nur für solche! - an der Wand eine Art Klappliegen angebracht sind. Ich selbst war mal auf einem Langstreckenflug dort gesessen, ohne Kind. In der ganzen Reihe (grosser Flieger) war nur 1 Mutter mit Kind. Alles andere war durch normale Leute besetzt. Auf der anderen Seite habe ich auch schon Flüge erlebt (vor meinem Unfall bin ich sehr oft geflogen), wo Mütter mit Kindern bzw. Familien durcheinandergewürfelt im Flieger sassen, obwohl sie mit Kindern reserviert hatten. In der ersten Reihe waren wieder kinderlose Passagiere gesessen. Ich denke da ist viel Willkür dabei.
Es bleibt noch die Option, dann im Flugzeug sich vom Personal umsetzen zu lassen. Manchmal funktioniert es, manchmal kriegen sie es nicht hin - aus verschiedenen Gründen: Überforderung, Stress, Unwille. Alles schon erlebt.
Eigentlich sollte man solche Fluggesellschaften nicht unterstützen! Ich denke auch, dass es von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich ist.
Ich würde mich beschweren, vielleicht springt dann noch ein Goodie raus - immerhin kann es ganz schön qualvoll sein.
Eine kleine Geschichte bzgl. Flugzeug: Ich war in Wien, hatte mir eine Grippe zugezogen, hatte noch Temperatur und nahm verschiedene Medikamente, auch Antibiotika. Im Flughafen sah ich am gleichen Schalter eine Direktmaschine. Meine wäre über Amsterdam nach Deutschland gegangen. Diese andere Maschine wäre auch früher geflogen. Also ging ich an den Schalter und fragte, ob ich nicht diese Maschine auch nehmen könnte. Da ich aber einen billigeren Tarif gebucht hatte, ging es nicht. Ich sagte, dass ich krank sei - wollte damit die Dringlichkeit unterstreichen. Pätze wären frei gewesen! Das Stichwort "krank" war das falscheste was ich tun konnte: Die Dame sagte, ich dürfe dann gar nicht fliegen und schickte mich zum Flughafenarzt! Der schüttelte den Kopf und bescheinigte mir die Reisefähigkeit. Das war übrigens nach meinem Unfall schon. Deswegen wollte ich auch den direkten Flug. Das Flugzeug hatte ein Problem mit der Technik und startete sehr viel verspätet- Bei der Ankunft sagte man uns, dass viele Verbindungen trotzdem klappen würden und uns der Weg durch einen Lotsen gezeigt würde. Der schickte mich in Amsterdam wirklich zum andern Flug. Ich rannte was ich konnte, total fiebrig, um nachher wieder weggeschickt zu werden. Denn es war nicht mehr möglich, das Gepäck aufzuladen - und daher auch mich nicht mitzunehmen, obwohl der Flieger noch nicht wegwar. Es gab keinen Flug mehr. Ich sollte übernachten. Ich beschwerte mich; denn ich hatte auch meine Medikamente nicht bei mir, die waren im Gepäck, und das bekam ich nicht (). Man schickte mich quer durch den RiesenFlughafen. Mein Protest führte mich dann wieder zu einem Flughafenarzt, zu dem ich mit einem Fahrzeug gefahren wurde un der mir Medis geben konnte. Ich hatte keine warmen Kleider dabei. Alles war durch die Hetze total veschwitzt. Und das mit Fieber. Die Übernachtung und den Transfer musste die Fluggesellschaft bezahlen. Die 2 Ärzte kosteten bestimmt auch was.
Tja, der direkte Flug wäre der Fluggesellschaft billiger gekommen! Aber die sind halt zu rigide. Ein Herz haben diese Leute nicht.
Ich war zu fertig, um mich daheim beschweren zu können. Ich hätte vorort gerne gemacht, aber das ging auch nicht.
Das zum Thema Fliegen.
 

Pharao50

Sponsor
Registriert seit
3 Sep. 2006
Beiträge
403
Hallo,

ich danke Euch für die schnellen Antworten im Namen meiner Bekannten.
Werde es ihr ausrichten.

MFG Pharao50
 

JoachimD.

Nutzer
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21 Feb. 2007
Beiträge
1,736
Ort
Schwarzwald
Hallo Honda,

ich hoffe die neue Behindertenbeauftragte ist etwas besser als der Vorgänger!
Ich hatte ihm einmal geschrieben und nie eine Antwort bekommen!

mfg Joachim
 
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