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Kritik an Wirkstoff Reboxetin - Edronax

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
8,090
Ort
Berlin
Hallo,

wir haben das Thema Depressionen gerade erst in aller Ausführlichkeit in der Diskussion gehabt. Heute lese ich dann zu dem Depressionsmittel "Reboxetin" folgendes:
Ein seit mehr als 20 Jahren zugelassenes Medikament gegen Depressionen ist nach umfassenden wissenschaftlichen Studien praktisch wirkungslos. Ein positiver Nutzen des Wirkstoffs Reboxetin im Medikament Edronax sei nicht nachzuweisen.
So das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Der Hersteller, das Pharmaunternehmen Pfizer, habe erst nach mehrfachen Anfragen zuvor "unter Verschluss gehaltene Daten eingereicht.

Resultierende Forderung: Wir brauchen eine gesetzliche Verpflichtung für alle Pharmaunternehmen, alle klinischen Studien offenzulegen......
Pfizer: das Unternehmen habe keine Studiendaten zum Nachteil von Ärzten und Patienten zurückgehalten.

Fein, ist ja nur ein wirkungsloses Medikament mit vielen Nebenwirkungen....

Gruß von der Seenixe
 

oohpss

Erfahrenes Mitglied
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23 Juli 2007
Beiträge
1,237
Ort
Hamburg
Studien mit negativen Ergebnissen landen häufig im Mülleimer

Hallo seenixe,

das ist aber eher üblich, dass Studien und die Ergebnisse zur Verkaufsförderung "getunt" werden.

Hier ein Bericht von Anfang 2008: Studien mit negativen Ergebnissen landen häufig im Mülleimer (Spiegel)
und
Veröffentlicht wird, was gefällt (SZ)

Und die staatlichen Reglementierungen sind auch nicht geeignet die Situation zu verbessern, wie die Informationen im folgenden Interview aus 2003 aufzeigen: „Gleichwirksame und sichere Arzneimittel sollen den Patienten vorenthalten werden“

Und bei Alzheimer Patenten wird vermutlich auch gut verdient, ohne Rücksicht auf die Menschen: Stellungnahme zum Streit um Alzheimer-Medikamente.

Und so weiter und so fort.

Mir erscheint es langsam so, als würde man die besseren Informationen aus amerikanischen Quellen bekommen und als müssen man neben Jura, Orthopädie, Physiotherapie und Pharmakologie auch noch Chemie und Biologie studieren, um halbwegs einschätzen zu können, was von den erreichbaren Quellen glaubwürdig ist und was nicht.

Aber eines machen diese Studien jedenfalls deutlich: ALLE Ärzte sind bei ihrer Wissengenerierung auf andere Informationsquellen angewiesen. Diese Quellen können manipuliert sein. Daraus ergibt sich, dass die Behauptungen von Ärzten über geeignete Medikationen auch nur den aktuellen Stand des Irrtums bzw. des Glaubens darstellen können.

Wirklich trauen kann man wohl kaum jemandem.

Grüße
oohpss
 

JoachimD.

Nutzer
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21 Feb. 2007
Beiträge
1,736
Ort
Schwarzwald
Hallo ..,

ich fürchte das Thema Psychopharmaka (hier Antideppressiva) ist eines für sich!
So wurden hier in Deutschland solche Medikamente verschrieben ohne das in den Beipackzetteln auf das höhere Risiko von Selbstmord hingewiesen wurde! So hat die US-Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) erst darauf hingewiesen das z.B. ein Mittel wie Paxil neben anderen Nebenwirkungen auch dazu führen kann das schwerwiegende Geburtsfehler (Herzfehler) vorkommen können wenn Schwangere Frauen z.B. dieses Mittel einnehmen!
Nun hat man inzwischen einige Beipackzettel geändert aber sonst scheint alles beim Alten geblieben zu sein! Aber davon hat ja oohpss schon einiges geschrieben!
Allerdings habe ich das Gefühl das die Aufsicht im Bereich Pharmaka schon etwas löchrig sind!
Hier etwas zum Thema aus dem Jahre 2004 aus der Schweiz
http://www.chanvre-info.ch/info/de/Was-die-Medien-verschweigen.html
http://www.fda.gov/default.htm

Viele Grüße
Joachim

Hier einige Medikamente die doch einige..Nebenwirkungen haben
Prozac (fluoxetin, in Deutschland u.a. Fluctin, Fluox); Zoloft (sertralin, in D auch Gladem); Paxil (paroxetin, in D u.a. Seroxat, Euplix); Luvox (fluvoxamin, in D auch als Fevarin bekannt); Celexa (citalopram, in D auch als Cilex, Cipramil); Lexapro (escitalopram, in Cipralex); Wellbutrin (bupropion, in D Zyban); Effexor (venlafaxin, in D Trevilor); Serzone (nefazodon, in D nicht zugelassen wegen schwerster Hepatotoxizität (Lebertoxizität) und Remeron (mirtazapin, in D Remergil).
 
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