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Gutachten nach Skiunfall mit Kreuzbandriß

zwilling

Nutzer
Registriert seit
3 Mai 2008
Beiträge
2
Hallo,
ich bin neu hier im Forum und habe eine Frage zu meiner privaten Unfallversicherung.
Nach einem Skiunfall mit Kreuzbandriß habe ich den Unfall meiner privaten Unfallversicherung gemeldet. Nach einem ärztlichen Gutachten wurde ein Schaden festgestellt mit einem Grad von 2/7. Die Versicherung hat unter Vorbehalt einer Nachprüfung nach einem Jahr einen Teilbetrag ausgezahlt.
Nach einem Jahr mußte ich erneut zum Gutachter, der nun den Schaden als unverändert und dauerhaft diagnostiziert hat.
Allerdings sieht er einen Fehler beim Erstgutachten, und zwar bewertet er den Schaden jetzt nur noch mit 1/7. Diese Bewertung sieht er bereits von Anfang an so (von mir jetzt laienhaft ausgedrückt).
Für mich bedeutet dies, daß die Versicherung nun als Abschlußzahlung einen kleinen Restbetrag anbietet und bei Annahme die Sache als erledigt betrachtet.
Man könnte ja nun auf den Gedanken kommen, daß der zweite Gutachter eine Möglichkeit gefunden hat, um der Versicherung die Zahlung eines weiteren größeren Betrages zu ersparen. Den Schaden an sich zweifelt er ja nicht an, auch daß der Schaden auf Dauer besteht nicht. Aber plötzlich und erwartet ist es nur noch 1/7 anstatt 2/7?
Was könnt ihr mir raten? Soll ich Widerspruch einlegen, zu einem Anwalt gehen, oder die Sache so akzeptieren?
Für Eure Hilfe vielen Dank im voraus.
Grüße
 

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
7,864
Ort
Berlin
Hallo Zwilling,
Herzlich Willkommen hier im Forum.
Lass mich raten: Der Gutachter wurde Dir sicher von der Versicherung gestellt. Du warst ja bei verschiedenen Ärzten. Hast Du mit Ihnen über die Höhe des verbleibenden Schadens gesprochen?
Du hast die Möglichkeit, mit Deiner Versicherung zu sprechen, aber meist bringt dies überhaupt nichts. Die Versicherung wird einer Erhöhung des Grades nur im Wege einer Klage zustimmen, aber dies bedeutet bei der PUV, dass Du einen Zivilprozeß führen mußt. Entweder Rechtsschutzversicherung oder RISIKO. Dazu solltest Du aber unbedingt einen Anwalt besuchen und mit ihm die Sachen besprechen.

Gruß von der Seenixe
 

zwilling

Nutzer
Registriert seit
3 Mai 2008
Beiträge
2
Hallo,
der Gutachter wurde von der Versicherung vorgeschlagen.
Er hat sich zwar bezüglich des vorh. Schadens, auch wegen Nachhaltigkeit des Schadens dem Vorgutachten vollinhaltlich angeschlossen, allerdings den Grad der Invalidität von 2/7 im Vorgutachten auf jetzt 1/7 reduziert, was natürlich entspr. Auswirkungen auf die Höhe der Entschädigung hat.
Mir ist klar, daß ich die ursprünglichen 2/7 nur über den Klageweg erstreiten könnte und die Versicherung jetzt auf das 2. Gutachten bestehen wird.
Hierbei stellt sich für mich jedoch die Frage, ob rein theoretisch nicht folgendes passieren könnte:
Erster Gutachter sagt 2/7 Inval.-Grad
Zweiter Gutachter sagt 1/7 Inval.-Grad
Dritter Gutachter (Gericht) sagt plötzlich 0/7 Inval.-Grad und somit keine Entschädigung und bereits bezahltes Geld an die Versi. zurück.
Könnte so etwas passieren, oder ist das was jetzt ist, Bestand?
Ich weis ja nicht, wie der nächste Gutachter entscheidet, bei dem was man so allgemein über diese Klientel liest.
Dann müßte ich mich natürlich fragen, ob ich dieses Risiko überhaupt eingehe.
Die Probleme an meinem Bein sind zwar nach wie vor vorhanden, aber ob dies der Gutachter dann auch so sieht?
Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben, oder hat evtl. Erfahrungen gemacht, die für mich nützlich sein könnten.
Vielen Dank im voraus und viele Grüße
 

Santafee

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
11 Okt. 2007
Beiträge
1,591
Hallo Zwilling,

also Du hast ja jetzt 2 GA, die den Schaden bestätigen... Ich glaube also, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass nun nach einem Rechtsstreit 0/7 rauskommen könnten, zumal der Unfall ja auch stattgefunden hat! Außerdem ist es doch bei einem Gelenkschaden eher so, dass weitere Folgeschäden 100%ig eintreten werden! Wenn nicht sowieso schon jetzt zu dem Kreuzbandriss Knorpelschäden (Arthrose), Instabilität ect. auf Grund des Unfalls, aber auch durch die OP aufgetreten sind... Also die Prognose für Dein Gelenk ist eh nicht so gut. Deshalb würde ich wahrscheinlich den Kampf auf mich nehmen (mit Kosten-Risiko-Abschätzung natürlich, wobei ich das Risiko eher nicht so hoch sehe!)

VG Santafee
 

Mosi

Nutzer
Registriert seit
18 Jan. 2011
Beiträge
4
Skiunfall

Hallo Zwilling,

ich suche für die MDR "Umschau" noch bis nächste Woche (28.01.2011) Leute, die nach einem Skiunfall Probleme mit ihrer Haftung oder Versicherung hatten. Gern würden wir erfahren wollen, wie es ihnen geht und wie es zu dem Unfall kam. Ich freue mich über ihre Rückmeldung unter mareen.mosler@mdr.de.

M. Mosler
 
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