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Erste Hilfe geleistet, Mann ist gestorben

claudia1966

Nutzer
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11 Mai 2008
Beiträge
2
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49525 lengerich
hallo , ich weiß nicht ob ich hier richtig bin,aber ich muß das loswerden.
am samstag sind mein mann und ich darauf zugekommen wie ein mann mit seinem fahrrad gestürzt ist,er ist auf einen grünstreifen gekommen und ca 1meter die böschung runter gefahren dann ist er auf einem acker gestürzt,er war sofort bewußtlos, seine atmung setzte aus , er wurde ganz blau, wir haben ihn wiederbelebt,klappte auch erst, dann kam der rettungswagen, notarzt hubschrauber aber leider zuspät der mann ist noch bei den wiederbelebungsversuche gestorben, er hat aber doch noch bzw wieder geatmet, ich werde damit einfach nicht fertig, die ärzte und sanitäter sagten zwar das wir alles richtig gemacht hätten, aber mich quälen jetzt ängste,wie hätten wir ihn vieleicht einfach ruhig liegen lassen sollen? würde er dann vieleicht noch leben? haben wir was falsch gemacht? ich weiß ja nicht mal woran er gestorben ist, er hat ein wenig am hinterkopf geblutet,mehr war nicht zu sehen, in dem bericht von der polizei ( im internet) steht das er seinen schweren verletzungen erlegen ist,aber welche? hatte er sich die beim sturz zugezogen? oder haben wir ihn falsch behandelt? fehler bei der wiederbelebung gemacht?
werde ich jemals diese schrecklichen bilder wieder los? kann ich jemals diese augen vergessen, die so groß in den himmel gestarrt haben?
gibt es hier jemanden der auch schon mal sowas erlebt hat?
 

maja

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6 Sep. 2006
Beiträge
1,262
Hallo Claudia!

Herzlich Willkommen hier bei uns im Forum.
Habe Dich eben mal in eine andere Rubrik verschoben,
ich denke, hier bist Du besser aufgehoben.

Nun zu Deinem Thema
-Liebe Claudia was Ihr beiden gemacht hab verdient meine ganze
Hochachtung, denn die meisten Menschen hätten sich das nicht getraut.

Habe ähnliches erlebt und kenne dieses Gefühl, es nicht richtig,
gemacht zu haben.
Man überlegt hin und her-was hätte man.......

Ich denke Ihr Beiden habt alles richtig gemacht.
Du schreibst doch selbst, dass er wieder anfing zu atmen.
Überleg doch mal.
Sicher kreisen Deine Gedanken um die wenig sichtbare Verletzung.

Weisst Du-es gibt Unfälle mit viel Blut und weiss ich noch was,
die zwar schlimm aber nicht unbedingt lebensbedrohlich sind und
fürchterlich aussehen.
Es gibt aber auch Verletzungen die Du kaum oder
gar nicht äußerlich zu sehen, aber tödlich sind.

Du fragst-ob Ihr ihn besser hättet in Ruhe gelassen, nicht bewegen sollen?
Auf keinen Fall!
Er hat doch nicht mehr geatmet!
Wenn Du vielleicht an einen Halswirbelbruch denkst?
Selbst wenn, was ich aber nicht glauben kann,
wie hätte er ihn, ohne zu atmen überleben können
bis der Rettungsdienst gekommen wäre?

Du hast geschrieben am Hinterkopf hat er geblutet
vielleicht ein Schädelbasisbruch?
Oder noch etwas anderes-Du schreibst doch, er ist vor Euren
Augen gestürzt vielleicht ist er gestürzt weil er einen
Schlaganfall oder Gehirnschlag erlitten hat und sein Tod hat überhaupt nichts
mit dem Sturz zu tun.
Claudia es gibt so viele Möglichkeiten, die mir auf Anhieb einfallen
nur eines nicht-dass Ihr etwas falsch gemacht haben konntet.
Ihr wart die einzigen Menschen die ihm noch eine Möglichkeit
gegeben habt, dieses zu überleben!

An Deiner Stelle-wenn Du nicht darüber hinweg kommst-würde
versuchen seine Angehörigen zu finden und sie nach Dem
zu fragen- was Dir keine Ruhe lässt.

Bitte beruhige Dich -Ich bin der Meinung was Ihr gemacht
habt, war sehr sehr mutig!

LG
maja
 

seenixe

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7,923
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Berlin
Hallo Claudia,

ja, auch ich finde Euer Engagement sehr gut und es gehört immer sehr viel Courage dazu. Es wird Euch niemand einen Vorwurf machen. Hilfe kann man leider nicht in jedem Fall erfolgreich anwenden. Aber überlege, wieviel eventuell nur zugeschaut haben, in wie vielen Fällen einfach weggeschaut wird. Falls Ihr die Situation nicht verarbeitet, dann sucht einen Psychologen auf, der mit Euch dieses Geschehen bearbeitet. Dieses geht zu Lasten der Unfallkasse, weil es ein sogenannter Helferunfall ist.
Meine Hochachtung für Euch, aber auch für die vielen Helfer, Retter und Ärzte, die täglich damit zu kämpfen haben.

Gruß von der Seenixe
 

rthenrw

Erfahrenes Mitglied
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11 Okt. 2006
Beiträge
212
Hallo Claudia 1966,
ich möchte euch an dieser Stelle erst einmal danken, dass ihr euch ohne lange nachzudenken, sofort dazu bereit erklärt habt diesem Menschen zu helfen. Leider ist es heute nicht selbstverständlich, dass Mitmenschen dies tun. Leider gibt es immer mehr Gaffer die nichts tun außer, die Arbeit von Ersthelfern oder Fachpersonal zu behindern. Aber da gehört ihr nicht zu und daher könnt ihr sehr stolz auf euch sein.

Nun möchte ich auf eure Fragen Antworten:
So wie du es schreibst, habt ihr alles genau richtig gemacht. Für mich hört es sich aber so an, ohne zu wissen ob der Mann Vorerkrankungen hatte und wie Alt er war, das er Aufgrund von Herzproblemen gestürzt ist und der Unfall die Folgen waren. Weiter schreibst du, dass du dir die Frage stellst, ob ihr ihn lieber ruhig liegen lassen hättet sollen. Es ist zunächst einmal völlig egal, denn wenn er keinen Puls und keine Atmung gehabt hat, muss man eine Herz/Lungen Wiederbelebung durchführen. Und alle anderen Verletzungen sind erst einmal zweitrangig. Denn ohne Puls und Atmung ist ein Leben nicht möglich.
Ihr hättet nur eins falsch machen können und das wäre gewesen, wenn ihr nichts gemacht hättet. Das was ihr gemacht habt, sogar Erfolg gehabt hat, zeigt das ihr dem Fachpersonal, einen wiederbelebten Mitmenschen übergeben habt und diese Personal die besten Chancen gehabt haben ihm zu helfen. Hättet ihr nichts gemacht, wäre das Zeitfenster ohne Sauerstoffversorgung der lebensnotwendigen Organe viel zu groß gewesen. Das dieser Mensch so schwer erkrankt oder verletzt war, zeigt das selbst das Fachpersonal mit allen Medikamentösen und Mechanischen Mitteln es nicht geschafft haben, ihn am Leben zu halten.
Was die Polizei in ihrem Bericht so schreibt, ist ein Standardtext. Denn die müssen auch erst einmal die weiteren Untersuchungen abwarten.
Was ihr machen könnt, um das erlebte zu verarbeiten, wäre z.B. zu der zuständigen Polizeistation gehen und dort eure noch bestehenden Probleme mit der Verarbeitung des erlebten erklären. Und bitten, euch einen Notfallseelsorger zu benennen. Weiter könnt ihr euch auch an den Rettungsdienst wenden (Rettungswache, Leitstelle). Oder geht zu eurem Hausarzt und erklärt im alles.

Meldet euch bitte wenn ihr weitere Hilfe braucht. Ich ziehe meinen Hut vor euch. Danke
 

Paro

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Hallo Claudia 1966,
ich bin etwas pragmatischer und "gefühlsloser" als meine Vorposterinnen.
Nun überleg mal, bist Du Arzt? Selbst wenn Du Arzt/Ärztin wärst, welche Möglichkeiten hättest Du auf der "Grünen Wiese"? Was hätte ein Arzt/Ärztin anders machen können?
Ohne die Hilfsmittel der modernen Unfallmedizin ist ein Arzt/Ärztin genauso hilflos wie jeder von uns; denn die haben auch kein Unfallbesteck im Köfferchen.
Dein erfolgloser Hilfeversuch ist sehr ehrenvoll, doch die Erfolglosigkeit ist und kann nie Deine Schuld sein, da selbst die folgenden Ärzte erfolglos waren.
Nun Kopf hoch und nicht an die Erfolglosigkeit denken.
Bei Deinen Bedenken, wären viele Unfallärzte permanent in psychologischer Behandlung. Auch wenn man man manchmal möchte, Erfolg ist unerzwingbar!
Weiter alles Gute
Paro
 

Speetwomen

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Hallo Claudia

Auch ich ziehe absolut den Hut vor Euch. Ihr habt wirklich alles aber auch alles richtig gemacht. Es gibt leider viel zu wenig Menschen die nicht gaffen sondern handeln. HOCHACHTUNG Überlegt Euch mal selbst wenn der Rettungsdienst direkt da gewesen wäre, also wenn er das wie Ihr beobachtet hätte, dann hätte der Notarzt auch erstmal Wiederbelebende Maßnahmen eingeleitet bevor der Patient stabilisiert worden wär.

Ich glaube auch das der Mann irgendwelche Probleme hatte sodass er gestürzt ist. So wie du schreibst denke ich auch es waren Herzprobleme, denn es war ja auch am Samstag ziemlich warm. Die Polizei bekommt erstmal zur Berichterstattung eine erste Prognose von dem Rettungsdienst. Sicher wird er schwere Verletzungen gehabt haben, aber was für Euch der sichtbar war, war der Herzstillstand. Wahnsinn wie schnell ihr gehandelt habt, denn es gibt auch leider viele Menschen die nicht wissen was sie da machen sollen. Ihr könnt wirklich sehr stolz auf Euch sein.

Redet doch mal mit dem Rettungsdienst, denn die kämpfen jeden Tag um Leben und Tod und leisten unglaubliche Arbeit. Auch die müssen mit so einem tragischen Fall fertig werden und auch für sie ist es absolut nicht leicht damit fertig zu werden vergebens um ein Menschenleben gekämpft zu haben. Die können Euch ganz bestimmt sagen wo ihr Euch hinwenden könnt um das besser verarbeiten zu können.
Aber bitte verfallt nicht in den Gedanken etwas falsch gemacht zu haben, denn das habt ihr absolut nicht. Ich denke eine Opferseelensorge wäre genau das richtige für Euch. Erkundigt Euch wo es sowas für Euch gibt und wendet Euch dringend dahin. Ihr könnt Euch wirklich als Helden sehen und ich denke wenn die Familie des Verunfallten das erzählt bekommen hat, denken die genauso. Laßt ein wenig Zeit vergehen und versucht dann mit der Familie in Verbindung zu treten. Vielleicht macht das auch die Familie von selbst. Ich würde das machen und mich bei Euch bedanken, für soviel Zivilcourage.

Bitte meldet euch hier weiter, denn wir sind gern bereit Euch zu helfen und wenn es nur zuhören ist, aber auch das hilft.

Liebe Grüße
 

claudia1966

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hallo, habt alle ganz lieben dank für euere hilfe, das was ihr schreibt weiß ich ja eigendlich auch, aber diese gedanken kommen immer wieder in mir hoch, immer wieder sehen mich diese augen an, vieleicht liegt es daran das ich vorher noch nie jemanden hab sterben sehen, ich weiß es nicht, ich meine man kann sich niemals an so einem anblick gewöhnen das weiß ich auch , ja ich werde mal versuchen bei der polizei oder rettungsdienst hilfe zu bekommen, aber werde ich dort überhaupt etwas erfahren?
zu den angehörigen muß ich sagen ich kenn die namen nicht, von dem radfahrer weiß ich nur den vornamen, die polizei hat sich unsere personalien garnicht notiert, einer von den männern die mit ihm unterwegs waren, der hat unsere telenr und adresse, aber wenn ich da drüber nachdenke , bitte bitte laß sich die angehörigen nicht bei uns melden,ich habe angst davor, kann das nicht genau erklären, aber angst davor das fragen kommen könnten, fragen wie ,,warum habt ihr nicht dies oder jenes versucht,, ich weiß das mag sich jetzt ein wenig blöd oder albern anhören, aber so fühle ich mich, anders wäre es sicher wenn er überlebt hätte, aber hat er nicht.
auch denke ich jetzt wenn ich nochmal einen unfall sehen sollte, würde ich es schaffen nochmal anzuhalten? nochmal zu helfen?
lg claudia
 

maja

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Hallo Claudia!

Zu Deiner Frage-natürlich wirst Du es schaffen!
Denn wenn Du vorbei fahren wirst-wirst Du
Dir auch immer wieder Fragen stellen.

LG
maja
 

Speetwomen

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Hallo Claudia

Ich kann zwar Deine Angst verstehen, aber ich glaube nicht das die Familie von dem Mann dir Vorwürfe machen. Wenn überhaupt dann würden die vielleicht fragen, wie das passiert ist. Wenn Du Arzt wärst dann würden vielleicht solche Fragen kommen. Bitte Claudia Du hast alles menschenmögliche getan und der Notarzt hat es doch auch nicht geschafft.

Du schreibst es waren noch andere Männer dabei. Haben denn die geholfen ? Die haben sich Eure Adresse aufgeschrieben um sich bei Euch zu bedanken, aber nicht um Euch Vorwürfe zu machen.
Ich glaube auch nicht das Du von Polizei oder Rettungsdienst abgewimmelt wirst, Du mußt den von Deinen Gedanken erzählen. Klar wird es noch eine ganze Weile dauern bis die Bilder in Deinem Kopf verschwinden.

Stell Dir mal vor, ihr hättet den Unfall gesehen und weitergegangen ohne zu helfen. Wenn Ihr dann in der Zeitung gelesen hättet das der Mann gestorben ist, dann würde ich verstehen das du dir Vorwürfe machst. Ich glaube schon das du immer wieder helfen würdest.
Überlege doch mal wenn es deinem Mann passiert wäre und du erfahren hättest das es Menschen vor Ort gab die sofort alles mögliche gemacht haben um ihm zu helfen. Du würdest doch auch nicht den Helfern Vorwürfe machen.
Außerdem was denkst du sollten die dir sagen ? Du hattest weder die medizinische Ausbildung noch Medikamente etc. du bist ein Laie und hast das hervorragend gemacht. Glaub mir auch wenn der Notarzt sofort da gewesen wäre, hätte er ihn auch nicht retten können.
Du bist weder Schuld noch hast du was falsch gemacht.
Mein Schwager ist vor 9 Jahren mit dem Motorrad tötlich verunglückt. Auch bei ihm waren Helfer die vor Ort 1. Hilfe gemacht haben bis der Rettungdienst eintraf. Aber die Verletzungen waren so schwer das keiner auch nicht der Notarzt ihn retten konnten. Er starb noch an der Unfallstelle. Wir haben auch mit den Zeugen Kontakt aufgenommen, um uns zu bedanken und in Erfahrung zu bringen wie das passiert ist. Denn die Polizei hatte uns nicht wirklich wichtig Auskunft gegeben. Doch durch die Aussage der Helfer/Zeugen konnten wir rekonstruieren das an seinem Motorrad der Hinterreifen locker gewesen sein muß. es war sogar bei den 1. Helfern eine Arzthelferin dabei, aber auch die konnte nichts machen. Trotzdem sind wir allen dankbar das die alles menschenmögliche versucht haben, auch dem Rettungsdienst. Nochmal der Mann ist nicht daran gestorben, weil ihr geholfen habt und dabei was falsch gemacht habt, sondern an seinen Verletzungen. Das hat Euch der Rettungsdienst ja schon bestätigt.

Bitte hänge dich morgen ans Telefon und versuche Hilfe zu bekommen sonst gehst du kaputt. Ich bin auch fest davon überzeugt das du immer wieder so handeln würdest und helfen würdest.

Auch wenn du weiter hier Deine Gedanken schreibst, denke und hoffe ich das wir dir ein wenig helfen können.

Laß Dich ganz lieb umarmen

Liebe Grüße
 

Sonne67

Mitglied
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Hallo Claudia,

als erstes herzlich Willkommen hier im Forum. Meinem Mann und mir ist auch soetwas ähnliches vor einer Woche passiert. Wir fuhren mit dem Auto nach Hause und kurz bevor wir ankamen, sahen wir einen leblosen Mann auf dem Bürgersteig liegen. Wir hielten sofort an und riefen den Notarzt, ich fühlte den Puls nicht mehr und er war auch schon sehr ausgekühlt. Er war im Gesicht und an den Fingernägeln ganz blau. Der Rettungsarzt kam sehr sehr schnell. Sie brachten ihn erst gar nicht weg, sondern versuchten circa 45 min. vor Ort ihn wiederzubeleben. Man reicht mir zwischendurch die Infusion, ich hielt sie tapfer fest und wechselte mich mit meinem Mann ab.

Nach 45 Min. meinte dann der Notarzt, das der Sanitäter doch mal lieber die Polizei dazu rufen sollte, weil er es wahrscheinlich nicht schaffen werde. Also kam die Polizei, nahm unsere Personalien auf und sie schickten uns nach Hause. Am nächsten Tag rief ich dann bei der Polizei an, um mich zu erkundigen, ob er es geschafft hat, aber leider ist er verstorben. Der Polizist am Telefon sagte mir auch noch, das wir alles richtig gemacht hatte und das die Familie von dem Verstorbenen sich bei uns melden würde. Ich dachte auch...um Gottes Willen... aber dann klingelte schon das Telefon...

Die Familie wollte sich bei uns bedanken, das wir ihm geholfen haben und das wir überhaupt angehalten haben. Ich sagte, das es für uns selbstverständlich war.

Also mach dir bitte keine Gedanken, das sie dir Vorwürfe machen werden, das werden sie nicht. Sie werden Euch auch dankbar sein, ihr habt alles getan, was man machen konnte, glaube mir.

Du fragst dich sicherlich, wie ich damit umgehe. Also am ersten Tag danach ging es mir recht schlecht. Ich sah auch immer wieder die Bilder vor mir, aber dann habe ich mich an die vielen Dinge erinnert, die mir mein Therapeut beigebracht hat. Ich habe gerade drei Jahre lang eine Psychotherapie gemacht und das kommt mir jetzt zu Gute.

Also ich kann dir nur den Rat geben, hole Dir Hilfe, wenn es nicht besser wird. Warte nicht zulange damit.

Liebe Grüße

Sonne67
 
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