• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Einstufung des GdB nach Lust/Laune.. der Ärzte ?

JoachimD.

Nutzer
Registriert seit
21 Feb. 2007
Beiträge
1,736
Ort
Schwarzwald
Hallo ...,

ich möchte bald einen Erhöhungsantrag stellen (Reizdarm..).
Nun habe ich eine Broschüre in die Hand bekommen, in der auch eine GdB Tabelle enthalten ist. Da steht bei größeren Einschränkungen der WS 30 Prozent. Bei einer Versteifung eines Teil der Wirbelsäule 50-70 Prozent.
bekommen habe ich 20 Prozent. Bei mir ist u.a. ein Teil der Brustwirbelsäule versteift.
Wie ist das z.B. bei einem Gutachten geht man da von Haus aus mit der minimalsten GdB aus? ja und wenn der Arzt gerade gut drauf ist gibts noch einmal 5 Prozent dazu?
Ich habe nach einme AU eine ganze Liste von körperl. Unfallfolgen.
WWie war dies bei Euch

VG Joachim
 

speedfreakmichel

Neues Mitglied
Registriert seit
19 Dez. 2006
Beiträge
10
Hallo!
Nach meinem Motorradunfall (07/06) habe ich beim Versorgungsamt folgendes angegeben:
1.Eingeschränkte Funktion Schulter rechts (Humeruskopf abgerissen - mit 2 Schrauben fixiert)
2.Muskelatrophie(verschmächtigung) Oberschenkel beidseitig, Taubheit Vorderseite beidseitig, Dauerschmerz Innenseite Oberschenkel beidseitig durch
Beckenringfraktur mit Symphysensprengung (offen) und linksseitiger Iliosakralfugensprengung (Beckenknochen waren beidseitig aus meinem Unterbauch herausgestanden)
3.Schmerzhafte Bewegungseinschränkung linker Unterarm und Handgelenk, Handrücken taub durch Distale Radiusschaftfraktur (Speiche) mit Teildurchtrennung des Ramus superficialis des Nervs radialis links
4.sagittale Instabilität linkes Knie (vordere Kreuzbandruptur-unbehandelt)
5.Schmerzen Mittelfußknochen links (wurde damals übersehen - auch unbehandelt.
6.schmerzhafte Rotationseinschränkung Brustwirbelsäule durch Deckplattenimpressionsfraktur und Dornfortsatzfraktur des dritten Brustwirbels
7. schmerzhaftes Atmen rechtsseitig nach Rippenserienfraktur der Rippen 1 bis 6 und Lungenkontusion und Hämatopneumothorax (Lunge war zusammengefallen!)
Und was bekam ich vom Versorgungsamt ( ohne das mich jemals einer von denen gesehen gsd. untersucht hatte):

20 Prozent! GDB

P.S.: Bin sofort dem VDK beigetreten - Verfahren läuft
 

omosedo

Nutzer
Registriert seit
24 Sep. 2006
Beiträge
78
Alles Gute Fühle mich plötzlich nicht mehr so schrecklich allein! auch ich habe das Verfahren "am Laufen"
omosedo
 

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
7,869
Ort
Berlin
Hallo,

Ihr fühlt Euch immer so falsch verstanden und eingeschätzt. Die Ursache liegt meist darin, dass Ihr ärztliche Diagnosen mitteilt und nicht wortreich die Einschränkungen beschreibt, die diese ärztlichen Diagnosen bei Euch hervorrufen. Für die Diagnosen gibt es nachvollziehbare, festgelegte Werte, die Ihr ja in den Anhaltspunkten nachschauen könnt. Die Einschränkungen machen aber das Bild aus, nachdem bewertet wird. Einer geht mit seiner Knie-TEP wie ein "junges Reh" und der andere kann mit der gleichen TEP keine 100 Meter laufen, um es etwas deutlich zu machen.

Gruß von der Seenixe
 

speedfreakmichel

Neues Mitglied
Registriert seit
19 Dez. 2006
Beiträge
10
Hallo,

Ihr fühlt Euch immer so falsch verstanden und eingeschätzt. Die Ursache liegt meist darin, dass Ihr ärztliche Diagnosen mitteilt und nicht wortreich die Einschränkungen beschreibt, die diese ärztlichen Diagnosen bei Euch hervorrufen. Für die Diagnosen gibt es nachvollziehbare, festgelegte Werte, die Ihr ja in den Anhaltspunkten nachschauen könnt. Die Einschränkungen machen aber das Bild aus, nachdem bewertet wird. Einer geht mit seiner Knie-TEP wie ein "junges Reh" und der andere kann mit der gleichen TEP keine 100 Meter laufen, um es etwas deutlich zu machen.

Gruß von der Seenixe
Ich fühl mich überhaupt nicht falsch verstanden oder eingeschätzt. Ich habe dem Versorgungsamt auch ein Gutachten (vom med.Dienst) mitgeschickt, indem klar hervorgeht, das ich keine 500 Meter laufen kann,
meine Schulter nur noch zu 60% funktionsfähig ist, durch die beidseitige Muskelatrophie keinen Beruf mehr im stehen ausführen kann (ich bin Industriemechaniker) usw. Auch das ich Dyclofenac ( Rheumatikum) einnehmen muß. (tgl 1)
Ich verstehe nur nicht, daß jemand mit einem Bandscheibenvorfall (der nach 2 Facettenblockaden keine Schmerzen mehr bereitet) auch ein GdB von 20 bekommt!
Ich brauche nichts geschenkt und habe kein Selbstmitleid. Ich hasse nur Ungerechtigkeiten, deshalb wollte ich meinen Fall auch nur als Beispielbeitrag einbringen. Den Behindertenausweis (falls ich einen erhalten würde) können sie sich sonst wohin schieben.
Ich will "JUSTICE FOR ALL"
P.S.: Du wärst also einverstanden gewesen?
 
Zuletzt bearbeitet:

daexx

Mitglied
Registriert seit
16 März 2007
Beiträge
76
Ort
Berlin
Hallo!
Nach meinem Motorradunfall (07/06) habe ich beim Versorgungsamt folgendes angegeben:
1.Eingeschränkte Funktion Schulter rechts (Humeruskopf abgerissen - mit 2 Schrauben fixiert)
2.Muskelatrophie(verschmächtigung) Oberschenkel beidseitig, Taubheit Vorderseite beidseitig, Dauerschmerz Innenseite Oberschenkel beidseitig durch
Beckenringfraktur mit Symphysensprengung (offen) und linksseitiger Iliosakralfugensprengung (Beckenknochen waren beidseitig aus meinem Unterbauch herausgestanden)
3.Schmerzhafte Bewegungseinschränkung linker Unterarm und Handgelenk, Handrücken taub durch Distale Radiusschaftfraktur (Speiche) mit Teildurchtrennung des Ramus superficialis des Nervs radialis links
4.sagittale Instabilität linkes Knie (vordere Kreuzbandruptur-unbehandelt)
5.Schmerzen Mittelfußknochen links (wurde damals übersehen - auch unbehandelt.
6.schmerzhafte Rotationseinschränkung Brustwirbelsäule durch Deckplattenimpressionsfraktur und Dornfortsatzfraktur des dritten Brustwirbels
7. schmerzhaftes Atmen rechtsseitig nach Rippenserienfraktur der Rippen 1 bis 6 und Lungenkontusion und Hämatopneumothorax (Lunge war zusammengefallen!)
Und was bekam ich vom Versorgungsamt ( ohne das mich jemals einer von denen gesehen gsd. untersucht hatte):

20 Prozent! GDB

P.S.: Bin sofort dem VDK beigetreten - Verfahren läuft

UOPS, das haut mich um....
und, bin auch gerade dem VDK beigetreten.....
was mich jedoch stutzt ist, ich habe mit meiner LWK 1 Fraktur (ink. Transversalsyndrom) bereits 1994 50 % G erhalten

Vielleicht fragst du mal bei der Rechtshilfe nach, das kann bei der Schwere deiner Verletzungen echt nicht angemessen.

LG
Daexx:confused:
 

speedfreakmichel

Neues Mitglied
Registriert seit
19 Dez. 2006
Beiträge
10
UOPS, das haut mich um....
und, bin auch gerade dem VDK beigetreten.....
was mich jedoch stutzt ist, ich habe mit meiner LWK 1 Fraktur (ink. Transversalsyndrom) bereits 1994 50 % G erhalten

Vielleicht fragst du mal bei der Rechtshilfe nach, das kann bei der Schwere deiner Verletzungen echt nicht angemessen.

LG
Daexx:confused:
Danke Der VDK hat eine Vollmacht von mir bekommen und gleich Akteneinsicht gefordert. Jetzt muß ich halt warten was passiert. Halte euch auf dem laufenden!
Bis bald Michel
 

Ellen0285

Nutzer
Registriert seit
21 Mai 2007
Beiträge
4
Hallo Michel !
Deine Wut kann ich verstehen, aber du musst bedenken, dass die veschiedene Grundsätze zur Berechnung haben. Ich meine,ich war schon in vielen Reha-Kliniken.Was meinst du,was mir andere Patienten Storys erzählt haben,wie die Prozente berechnet werden.Eine besser wie die andere. Ich hatte 1997 einen Unfall und seit 2 1/2 Jahren leide ich an Spätfolgen.Kann sehr schlecht Laufen,Sitzen,etc. Habe incl. Asthma 40% bekommen,obwohl die Spätfolgen-Diagnosen(Beschwerden,Behinderungen) sich stapeln.Und das lief schon über den VDK,vorher haben sie mich mit 10% abgestempelt.

Hallo daexx !
Du musst aber bedenken, früher haben die viel schneller Prozente gegeben.Da hattest du ruck-zuck mal 50%. Aber weil heute so viele probieren alles raus zu holen,auch wenn sie nicht viel haben,hat natürlich das Versorgungsamt die Leine enger geschürt.Da wird alles 3mal geprüft und noch kritischer beurteilt.

Grüße Ellen
 

gold.baerchen

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
7 Sep. 2006
Beiträge
605
Ort
Nachbarschaft vom Bundespräsidenten
Hallo Speedfreakmichel,

ich glaube Du hast es wieder falsch verstanden, was Seenixe meinte.
Für uns Laien klingt "Ärztedeutsch" unheimlich wichtig und beeindruckend.
Wenn Du aber dieses Ärztedeutsch bei den Ärzten als Laie bzw. Geschädigter einsetzt, wirst Du von den Jungs und Mädels nur mild belächelt und ganz sauber nach Lehrbuch für Ärztedeutsch im GdB eingestuft.
Deine wichtige Botschaft, wo Du in Deiner Lebensqualität eingeschränkt bist, oder was Du für Schmerzen ( aber in aller Deutlichkeit ) hast. Darauf kommt es an. Hier ist jammern sogar erwünscht.
Ich wills mal ein bischen übertreiben, kennst Du noch die Rambo Filme. Wenn der Kerl sich eine Verletzung zugezogen hatte, hat er sein Survivalmesser auseinander geschraubt und sich danach seine Wunde selber genäht:cool: Was für ein Kerl:D
Unsereins hätte sich doch bestimmt vom Ehepartner sofort ins Krankenhaus fahren lassen - oder. Zugegeben ist ein Film gewesen.
Will aber sagen, jeder von uns hat ein anderes Schmerzempfinden für evt. die fast gleiche Verletzung und diese Message muß den Medizinmännern rübergebracht werden.
 

Cateye

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
11 Sep. 2006
Beiträge
1,059
Hallo daexx,

1994 war es grundsätzlich wesentlich einfacher, eine Schwerbehinderung beim Versorgungsamt geltend zu machen. Ich denke, dass die Erschwerung damit zu tun hat, dass die "Masse der Steuererleichterungen", die man "genießt" bei anerkannter Schwerbehinderung ein Loch in die Kasse des Fikus gespült hat.

Früher wurde man mit Sudeck sofort berentet, heute warte ich bereits jahrelang auf eine Teilrente....

LG,
Cateye
 

Buffy07

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
13 Sep. 2006
Beiträge
875
@ an Alle
auch ich mache gerade meine Erfahrung mit dem Versorgungsamt. Ich hatte einen Verschlimmerungsantrag gestellt, nach dem feststand dass ich Beeinträgtigungen nach VU behalten werde. Ich habe alle Arztunterlagen eingereicht. Die Ärzte wurden angeschrieben. Dann wurde ich zur untersuchung eingeladen, nur hätte man mir mitteilen müßen, daß ich meine gesamten Arztberichte der letzten 25 Jahre hätte mitbringen sollen. Alles wurde aufgerollt. Es reichte immer noch nicht. Ich bekam einen Untersuchungstermin bei einem Neurologen und Psychiater. Ich mußte den Termin verschieben wegen einer anderen Untersuchung und der Arzt kam ans Telefon. Hierbei stellte sich heraus das er mich nicht neurologisch untersuchen soll, sondern psychiatrisch.
Hört gut zu Zitat: Das Versorungsamt glaubt, da ich mehrere Erkrankungen angegeben habe, daß ich unter einem Leidensdruck stehe und einen Psychiater brauche. Ich habe die Untersuchung abgelehnt und dem SB einen Brief angekündigt.
Das Versorgungsamt hat GdB festzustellen und keine Analyse über die Anzahl der Erkrankungen zumachen. Dies ist eindeutig eine Diskriminierung.
Ist andren dies auch schon passiert?
Einen schönen Tag noch Buffy07
 
Zuletzt bearbeitet:

Johann_A.

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
9 Dez. 2006
Beiträge
212
Einstufung des GdB nach Lust/Laune der Ärzte

Hallo Alle!

Zitat von Daeex:

was mich jedoch stutzt ist, ich habe mit meiner LWK 1 Fraktur (ink. Transversalsyndrom) bereits 1994 50 % G erhalten



LG
Daexx:confused:
Die Einstufung des GdB erfolgt jeweils nacht den z.Zeit gültigen Anhaltspunkten.

So, wie es Daexx beschreibt erging es auch meine Frau.

1995 wurden ihre Behinderungen mit einem GdB von 60 und Merkzeichen "G" eingestuft. Das Versorgungsamt führte eine Überprüfung von Amts wegen durch und ihre Behinderungen wurden nun trotz Verschlimmerung nur noch mit einem GdB von 40 bewertet und ein Merkzeichen wird unter GdB von 50 nicht mehr vergeben.

Das Verfahren lief dann, wie hier im Forum mehrmals beschrieben und ist nach über 10 Jahren noch nicht abgeschlossen. Aber durch die Klagen hat meine Frau das Recht auf GdB von 60 und Merkzeichen "G" behalten.

Die Ursache für die Änderung der Einstufung ist nicht die Lust/Laune der Ärzte, sondern es liegt daran, dass die Liste der Anhaltspunkte 1996 überarbeitet worden ist und andere Werte für die einzelnen Behinderungen vorgibt.

Es wäre angebracht, ehe man andere Unfallopfer aufhetzt, dass man sich erst einmal informiert, welche Liste der Anhaltspunkte mit welchem Jahrgang z.Z. für eine Bewertung gültig ist.

Nach einem Vergleich mit den gültigen Anhaltspunkten sollte man erst dann bei Unstimmigkeiten sein Recht wahrnehmen.

Mit freundlichen Grüßen, Johann_A.
 
Top