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Einnahme von Schmerzmitteln und Fahrtauglichkeit

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
7,864
Ort
Berlin
Hallo,
es gab schon öfter die Frage nach der Fahrtüchtigkeit und Schmerzmitteln.
Hier ein Zitat aus einer Publikation des Pharmafirma Betapharm.

Fahrtüchtig trotz Opioid-Einnahme?
Bei nachgewiesener Intoxikation und anderen Arzneimittelwirkungen, die die Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeugs beeinträchtigen, gilt: Bis zu deren völligem Abklingen ist die Voraussetzung zum Führen eines Fahrzeugs nicht gegeben. Der behandelnde Arzt hat die Pflicht, den Patienten über mögliche Nebenwirkungen und Auswirkungen auf das Fahrverhalten aufzuklären. Dies sollte er in einem „Behandlungsvertrag“ dokumentieren und vom Patienten unterschreiben lassen.
Opioide
Opioide werden hauptsächlich bei starken und stärksten Schmerzen eingesetzt, insbesondere zur Behandlung von postoperativen, onkologischen oder neuropathischen Schmerzen. Kritisch für die Fahrtüchtigkeit sind die ersten 14 Tage der Opioideinnahme, eine Dosiserhöhung oder das Absetzen des Medikaments. In diesen Phasen sollte der Patient darauf verzichten, selbst Auto zu fahren, da vorübergehend folgende Nebenwirkungen auftreten können:
• Aufmerksamkeitsstörungen
• Sehstörungen
• Müdigkeit
• Erbrechen
• Schwindel
Als bisher einziges Opioid wurde das Fetanyl-Pflaster bei Langzeitanwendung vom TÜV getestet. Bei stabiler Dosierung gab es im Allgemeinen keine wesentlichen Einschränkungen bezüglich Belastbarkeit, Konzentration, Orientierung, Aufmerksamkeit oder Reaktionsfähigkeit des Anwenders.
Eigenverantwortung Alkohol kann die Nebenwirkungen von Schmerzmitteln verstärken. Deshalb sollten Opioid-Patienten grundsätzlich darauf verzichten, wenn sie am Straßenverkehr teilnehmen, wie das ja eigentlich für jeden Fahrzeuglenker gelten sollte. Hier kommt Ärzten eine besondere Verantwortung zu, ihren Patienten die Gefahren eindringlich zu vermitteln.
Jeder Autofahrer muss selbstkritisch einschätzen, ob er fahrtauglich ist oder nicht. Je nach Tagesform ist es vernünftiger, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
Opioid-Ausweis
Menschen, die dauerhaft Opioide einnehmen, sollten einen Opioid-Ausweis mit sich führen. Darin bestätigt der Arzt die Notwendigkeit des Medikaments und trägt die Art der Dosierung ein. Auf Reisen, bei Straßenverkehrskontrollen und bei Unfällen kann dieser Ausweis Probleme vermeiden.
Gruß von der Seenixe
 
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