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Chronischen Regionalen Schmerzsyndrom (CRPS)

JoachimD.

Nutzer
Registriert seit
21 Feb. 2007
Beiträge
1,736
Ort
Schwarzwald
Hallo Oerni,

gute Sache mit den Google Büchern - wenn man bei Google nicht so eine Datensammelwut hätte wäre das sogar Spitze.

michts für ungut
trotzdem schönes WE

Joachim
 

Cateye

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
11 Sep. 2006
Beiträge
1,059
Hallo oerni,

vielen Dank für den Tipp - war sogleich "fleissig" und habe mir das Werk via Fernleihe bestellt. Allerdings: wenn dieses Buch für versicherungsrelevanten Begutachtungen zitiert wird, dann sehe ich schwarz: dem CRPS hängt der alte Mythos an, eine depressive Diathese (innere Bereitschaft) wäre für die Ausbildung eines CRPS verantwortlich zu machen. Was das bedeutet, wir ja hier desöfteren diskutiert.

Dank und Gruss

Cateye
 

NixchenII

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
12 Sep. 2006
Beiträge
357
Ort
unbekannt verzogen
Website
www.beepworld.de
Tja Cateye,
du sprichst es an, diese These muss für so viele Krankheiten und Syndrome herhalten, dass sie praktisch allgegenwärtig ist bei unerforschten Krankheitsbildern.

Da wird man schnell in die absolute Psychoecke geschoben und kommt da nicht wieder raus. Die Diagnose einer psychischen Störungen wird oft leichtfertig getroffen, so dass sich hier viele mit der Problematik auseinander setzen müssen und mussten. Auch werden Depressionen oftmals herangezogen, wenn die Patienten schlichtweg frustriert sind, weil ihnen keiner glaubt. Man wird zugemüllt mit Psychopharmaka , Antidepressiva usw. usw. Das kostet nicht nur oftmals unnötig Geld, sondern verschleppt viele Versicherungsverfahren, da die Kläger lange Zeit "ruhig gestellt" wurden/werden.

Was nicht heißen soll, dass es keine psychischen Erkrankungen oder Depressionen gibt Ich wollte nur betonen, dass viel zu leicht mit diesen Begriffen umgegangen wird, ohne die Patienten genauesten durchleuchtet zu haben, und zwar in alle Fachrichtungen!

Sorry, wenn ich hier so ausschweife. Doch der Mangel an ehrlicher Diagnosefindung und vor allem echte Hilfe und echtes Interesse von behandelnden Ärzten und Therapeuten, lässt viele Patienten jahrelang in Behandlungen und Therapien, die gar nicht nötig wären, und oftmals schaden (Magen,Darm,Psyche etc.) wenn man richtig und wissenschaftlich untersuchen würde, ohne auf den Auftraggeber zu achten.

In diesem Sinne wünsche ich allen hier faire Ärzte & Co.

Liebe Grüsse vonnet NixchenII
 

wurzlpurzl

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Okt. 2007
Beiträge
687
Bei einem Unfall mit Hirntrauma sind Depressionen nicht untypisch. Dazu kommen im Verlauf der Klagejahre Demütigungen, Verzweiflung weil man nicht ernst genommen wird, weil man keine Hilfe bekommt, weil.....Und das verursacht zusätzlich Depressionen. Wenn dann die verabreichten Antidepressiva, die auch bei Schmerzen teilweise verabreicht werden, am Zentralen Nervensystem Begleiterscheinungen hervorrufen oder Muskeln verändern (was nicht untypisch ist), dann verschlimmert sich die Lage dramatisch. Es ist ein Teufelskreis. Selbst wenn eine Dipsosition etwas verschlimmern kann, so ist sie nicht die Ursache. Sie wird jedoch immer Gegenstand in der Diskussion um Schmerzerkrankungen sein, egal welche....Leider:mad:
 

derosa

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3 März 2008
Beiträge
3,415
Ort
Niedersachsen
Hallo,
irgendwie machen es sich die Ärzte oft recht einfach: Wenn sie nicht weiter wissen, ist die Ursache die Psyche. So schwirren gerade über CRPS im Internet die Gerüchte herum, dass CRPS psychisch bedingt ist.

Dass ausgerechnet ein Besuch bei meinem Zahnarzt mir die Augen geöffnet hat, war dann für mich um so erschreckender. Nachdem er aus meinen Unterlagen ersehen konnte, dass ich CRPS habe, verschwand er kurz und teilte mir dann mit, er hätte im Internet nachsehen müssen, was CRPS genau sei. In seinem Studium sei diese Erkrankung mal kurz angeschnitten worden. Er selber sei aber damals davon ausgegangen, einen solchen Fall, als zukünftiger Dentist, niemals zu Gesicht zu bekommen.

Nun ist es ja schon erfreulich, dass im Medizinstudium CRPS als mögliche Krankheitsform kurz angeschnitten wird. Da liegt es doch auf der Hand, dass viele Ärzte dann auch erst einmal im Internet nachlesen, was CRPS ist. Wenn sie dann auf Veranlagung oder sonstige psychische Ursachen stossen ist es für die doch klar, dass man ein Fall für den Psychater ist.

Zum Glück ist es mir gelungen, Ärzte zu finden, die wohl auch auf den anderen Seiten gelesen haben, wo drin steht, dass man bis heute den wahren Auslöser noch nicht gefunden hat.

Viele Grüße
Derosa
 
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