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Zeugen verweigern Aussage bei der Versicherung

lucy1

Nutzer
Registriert seit
23 Jan. 2009
Beiträge
2
Hallo,

am 25.11.2008 rutschte ich auf dem Betriebsgelände einer Tankstelle auf Glatteis aus. Zwei Frauen und der Betriebsinhaber halfen mir in dessen Wohnung zu humpeln. Ich rief meinen Mann an, der auch sofort kam und mich zum Arzt brachte. Diagnose: Wadenbeinbruch. Da ich zur der Zeit Cortisoninfusionen bekam (die ich sofort abbrechen musste), kam eine OP nicht in Frage. Also Gips, ohne Belastung des Beines.
Der Betriebsinhaber gab trotz mehrmaliger Aufforderung seine Versicherung nicht bekannt. Ich beauftragte eine Anwältin und gab auch die Namen der Zeugen bekannt. Diese beiden Zeugen verhalten sich recht merkwürdig. Sie kommen der Aufforderung der Haftpflichtversicherung, sich zu dem Unfall zu äußern, nicht nach und bleiben einfach stumm. Resultat: Die Haftpflichtversicherung verweigert Schmerzensgeld. Darf die Haftpflichtversicherung das?
Ich wohne in einem Dorf und die Zeugen und der Betriebsinhaber kennen sich. Ich bin nur zugezogen. Nun soll das Ganze zu Gericht. Wer kennt sich mit so einem Fall aus?

Lucy
 

j_e_n_s

Erfahrenes Mitglied
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Beiträge
1,329
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Hallo lucy,

da wirst du wohl Klage einreichen oder Anzeige erstatten müssen.

In den Ermittlungen werden dann die Zeugen vernommen. Spätestens vor Gericht müssen die Zeugen aussagen, wenn sie kein Zeugnisverweigerungsrecht haben. Die Voraussetzungen dafür findest du in den §§ 383 - 390 ZPO.

Dort sollten (müssen) sie dann die Wahrheit sagen, denn es gibt auch hohe Strafen für falsche uneidliche Aussagen.

Gruß Jens
 

Cindy

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
467
Hallo Lucy,

ich kann mich Jens nur anschliessen - dann lass es zur Klage kommen, damit die Zeugen aussagen.

Ich habe zweimal in meinem Leben mit (aussergerichtlichen) Falschaussagen zu tun gehabt und konnte es nicht fassen. Um so befriedigender war es, in den jeweiligen Verfahren zu erleben, dass die Zeugen vor Gericht ganz brav die Wahrheit ausgesagt haben.

Viel Erfolg
Cindy
 

Hollis

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Ansonsten droht Unglaubwürdigkeit!

@ Lucy1,

auch ich bin der Meinung, so schnell wie möglich klagen - die Zeugen erscheinen zu Gericht unglaubwürdig - je mehr Zeit vergehen würde - erinnern sich bis in das letzte Detail nach sagen wir 3 Monaten-Jahren!

Dann ist allerdings noch die frage was hat den die Cortisoninfusionen indiziert (wie ich das letzte Wort hasse :mad::mad::mad:)

gruß

Hollis
 
Zuletzt bearbeitet:

Paro

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Ich wohne in einem Dorf und die Zeugen und der Betriebsinhaber kennen sich. Ich bin nur zugezogen.
Hallo Lucy1,
so sozial förderlich der Zusammenhalt einer Gemeinschaft ist, manchmal ist er ärgerlich, Ärzte gegen Ärzte, Polizisten gegen Polizisten und bei Dir, Dorfbewohner gegen Dorfbewohner. Als Neubewohner wird Dich keiner unterstützen; denn dem Karl seine Tochter ist mit dem Schwager meiner Nichte usw.
Bevor Du den harten Weg über das Gericht beschreitest, würde ich es versuchen, dem Tankwart klar zu machen, das seine Haftpflichtversicherung zahlt, dann ist es leider Dein Bier, die Forderungen einzutreiben und das Du persönlich gegen ihn nichts hättest und auch weiter dort tanken würdest.
In einer Dorfgemeinschaft, ohne Kenntnisse der inneren Struktur, Behörden/Gerichte anzurufen, ist zweischneidig, vor allen Dingen wenn man dort länger wohnen will.
 

lucy1

Nutzer
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23 Jan. 2009
Beiträge
2
Hallo,

das Cortison musste ich nach einer radioaktiven Behandlung bekommen, um mein Augenlicht zu behalten.
Der Beinbruch hatte auch noch andere Konsequenzen. Ich pflege meine Schwiegermutter. Diese Pflege war durch mich nicht mehr sicher gestellt. Es musste jemand anderes gefunden werden. Und dann litt ich sehr darunter, "eingesperrt" zu sein. Ich konnte ja nicht raus.
Aber wie ist das denn nun mit der Haftpflichtversicherung - muss die nicht auch ohne Zeugenaussagen, zahlen?

Lucy
 

Hollis

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Raum Ludwigshafen/Mannheim
Aber wie ist das denn nun mit der Haftpflichtversicherung - muss die nicht auch ohne Zeugenaussagen, zahlen?

Hallo Lucy1,

wenn der Tankstellenbetreiber dies anzweifelt, es deutet darauf hin, daß er seine Haftpflichtversicherung nicht preisgeben wollte, dann steht Aussage gegen Aussage und man benötigt Zeugen. Vielleicht wissen aber hierzu andere Forumsschreiber mehr und besser Bescheid!

Das mit der Kortisiontherapie ist ja dahingehend interessant, da diese bedingt durch den Unfall abgebrochen werden mußte!

Gruß

Hollis
 
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