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Zertrümmertes Kniegelenk

Registriert seit
6 März 2008
Beiträge
3
#1
Hallo, meine Mutter ist am Wochenende gefallen und hat sich dabei das Kniegelenk zertrümmert. Sie wurde mit dem Rettungswagen bei uns in das örtliche Krankenhaus eingeliefert.
Jetzt wollen die Ärzte aus der Hüfte Knochenteile entnehmen und mit diesen den Knochen im Kniegelenk stabilisieren. Meine Mutter ist 71 Jahre und hat auf der Seite mit Ihrem jetzt zertrümmerten Knie bereits vor 3 Jahren eine künstliche Hüfte eingesetzt bekommen.
Meine Familie hat jetzt bedenken, da meine Mutter an Osteoperose erkrankt ist, ob das ihre Knochen mitmachen oder wird dadurch die andere Hüfte geschwächt. Und vor allem kann meine Mutter das Knie nach dieser - nennen wir es mal Reparatur - wieder normal bewegen?
Es wäre toll wenn ich hier ein paar Meinungen hierzu bekäme, vielleicht hat der ein oder andere eben so eine OP hinter sich. Oder vielleicht habt ihr auch Infos, wo man sich unabhängig eine zweite Experten Meinung einholen kann.
Im Voraus schon mal Danke für Eure Antworten.
 

Santafee

Erfahrenes Mitglied
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11 Okt. 2007
Beiträge
1,591
#2
Hallo ilne,

Du meinst sicher, dass aus dem Beckenkamm sogenanntes "Spongiosa" entnommen wird Damit wird dann der Bruch im Knie unterfüttert und mit einer Platte oder Drähten der Bruch stabilisiert. Sicher wird deine Mutter dann ca. 12 Wochen das Bein nicht voll belasten dürfen, was für die Osteeoporose natürlich nicht gut ist, aber vielleicht gibt es auch andere Möglichkeiten, um Deine Mutter so schnell, wie möglich mobil zu bekommen... Vielleicht kannst Du nochmal genauer beschreiben, wo sie den Bruch hat? Evt. kann man in dem Alter auch gleich eine TEP einsetzen, was den Vorteil hat, dass sie anschließend (fast) sofort aufstehen kann...

Wichtig ist, Ihr weist den Arzt auf die Osteoporose hin, damit sie evtl. zusätzliche Medikamente zur Verbesserung der Knochenfestigkeit bekommt! Auch müsst Ihr Euch Gedanken machen, was mit Eurer Mutter nach dem Krankenhaus passiert? Sprecht mit dem Arzt über das weitere Prozedere! Ein Krankenhauswechsel ist sicher erstmal nicht erforderlich (außer Euch sind evtl. schlechte Meldungen bekannt...?)

Alles Gute für Deine Mutter!
Santafee
 
Registriert seit
6 März 2008
Beiträge
3
#3
Ja genau, es sollen Spongiosa entnommen werden um dann mit Platten den Bruch zu stabilisieren.
Wir hatten heute morgen noch einmal ein Gespräch mit dem behandelten Arzt und haben ihn auf die Zeit nach der OP hingewiesen, denn meine Mutter wollte auf keinen Fall in ein Pflegeheim für diese Zeit und zu Hause muss sie Treppen steigen um ins Bad zukommen, dass auch nicht Behindertengerecht ist. Ohne Rund um die Uhr Betreuung wäre ein Aufenthalt zu Hause nicht möglich.
Nach diesem Gespräch hat sich jetzt der Arzt zu einer Knieprothesen OP entschieden. Meine Mutter hat dieser OP jetzt zugestimmt, ich hoffe wir haben die richtige Entscheidung getroffen.
 

Santafee

Erfahrenes Mitglied
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11 Okt. 2007
Beiträge
1,591
#4
... das denke ich, dass Ihr dafür die richtige Entscheidung getroffen habt! In diesem Alter ist es so das Beste, um Deine Mutter schnellstmöglich mobil zu bekommen! Nach dem Krankenhaus kann sie dann auch noch eine zeitlang in die Reha, wo sie ja auch betreut ist und dann wird sie sicher wieder fitt genug sein, um zu Hause wohnen zu können.

Bedenkt aber für die Zukunft, dass evtl. jeder weitere Sturz nicht folgenlos bleiben wird, deshalb schaut, ob ihr eine einfachere Wohnsituation für sie schaffen könnt

Trotzdem nun erstmal viel Glück für die bevorstehende OP!

Santafee
 
Registriert seit
6 März 2008
Beiträge
3
#5
Hallo Santafee

Danke für die auf munternte Worte. Ich hoffe, dass diese OP auch so gut verläuft wie damals die Hüftprothesen OP.

Wir werden uns auf alle Fälle über Umbaumaßnahmen im Bad gedanken machen, evtl. auch über einen Einbau eines Treppenliftes usw., denn der Wunsch meiner Mutter solange wie möglich selbstständig zu bleiben ist ja auch nachvollziehbar.
 
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