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Wieviel Gewicht heben mit Fixateur intern?

Nika88

Neues Mitglied
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21 Mai 2021
Beiträge
2
Hallo zusammen,
nach einem Autounfall vor gut sieben Wochen wurde mir noch am selben Tag ein Fixateur intern an der Wirbelsäule eingesetzt (th12-l2). Aktuell bin ich noch auf Reha, aber mich interessiert vor allem die Zeit danach. Ich habe sowohl im Krankenhaus als auch hier in der Reha gefragt, wieviel Gewicht ich heben darf und habe ingesamt drei völlig verschiedene Antworten von Ärzten erhalten (1. keine Einschränkung nach 6 Wochen, 2. max 15 Kilo und 3. max 5 Kilo bis 6 Monate und danach "ein bisschen mehr, aber auch nicht zu viel"). Jetzt bin einigermaßen verunsichert. Was haben euch die Ärzte gesagt bzw. wie seid ihr daheim damit umgegangen?
LG Nika
 

Kasandra

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Irgendwo im Nirgendwo
Hallo Nika,

was steht im Entlassbrief der Klinik in welcher Du operiert wurdest?

Wenn nichts drinnen steht, dann wende Dich nochmals schriftlich mit der Frage an die Klinik.

Viele Grüße

Kasandra
 

Pfong

Erfahrenes Mitglied
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22 Feb. 2018
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366
Hey

Ich schaue morgen mal nach, aber ich glaube eine direkte Gewichtsangabe steht bei mir nicht im Brief.

Wenn die op frisch ist, sollte so wenig wie möglich gehoben werden.

Ansonsten wurde mir gesagt 5kg.

Das Implantat ( fixateur und cage ) ist mit 20 Kg angegeben.

Aber da muss man auch wieder sehen, wenn ich 120kg selber wiege ist das Implantate genauso mit 20kg angegeben, als wenn ich 60Kg wiege.

Ist genau das gleiche wie beim MHD, die Ware ist nicht schlecht nur weil das Datum vom MHD überschritten wurde.

Oder ein Autoreifen, der bis 160 kmh zugelassen ist, wird nicht bei 161 kmh platzen.

Dein Körper zeigt dir wie viel geht.
So war es bei mir.
Am Anfang in der Reha hab ich jedes Kilo gemerkt.

Mittlerweile ist das nicht mehr so.
Selbstverständlich trage ich Gewicht nach Lehrbuch.
Heben aus den Beinen, rücken gerade und nah am Körper auf beide arme verteilt tragen.

Hab das Heben und Tragen in der Reha bis zum Erbrechen geübt.
Am Anfang hab ich 1kg kaum vom Boden bekommen, heute kann ich drüber lächeln.

Zur Reha war ich 8 Wochen nach meinem Unfall und ich konnte zu Beginn gerade mal laufen, sonst nichts.

Bei dir ist alles noch sehr frisch, hab Geduld und sei diszipliniert dann wird das Stück für Stück besser.

Ich hatte die selben Gedanken zur Reha, das hat mich damals sehr beschäftigt.

Wenn die verknöcherung abgeschlossen ist, zeigt dir dein Körper seine Grenzen was geht und was nicht.
Hab Geduld es wird noch besser als es jetz bei dir ist.
Zur Reha Zeit hab ich noch täglich abends geweint, weil ich so verzweifelt war.... ;)

Hab Geduld.

Mfg
 
Zuletzt bearbeitet:

Gsxr1983

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Pfong =Ehrenmann,

Besser kann man es nicht angeben!
 

Nika88

Neues Mitglied
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Hallo nochmal,
@Kasandra Nein, im Brief stand darüber nichts.

@Pfong vielen Dank für die ausführliche Antwort Wenn du sagst Verknöcherung, meinst du das im Sinne von die Schrauben bleiben drin? (Bei mir sollen die nächstes Jahr nämlich wieder raus...) und wieviel Gewicht kannst du jetzt ca heben?

Liebe Grüße und einen schönen Abend

Nika
 

Pfong

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
22 Feb. 2018
Beiträge
366
Hey

Danke gsxr. :)

Bei mir ist ein titancage verbaut. :D
Dieser hat innen feine Löcher, wie Bienenwaben.

Wenn alles läuft wie es soll, wird dieser cage vom Körper mit Knochenmasse umhüllt und die feinen Löcher mit Knochen gefüllt.
Dadurch hat man maximale Stabilität.

Dann hat man quasi einen Knochen mit Titan Kern.
Der Prozess Dauer gut 1 1/2 Jahre oder mehr, kommt immer individuell drauf an.

Der fixateur bleibt bei mir ebenfalls drin.

Wenn bei dir der fixateur wieder raus soll, kannst du, sofern der Bruch gut ausgeheilt ist, wieder ganz normal Leben. :)

Zum Gewicht, da kann ich keine genaue Zahl nennen.

2 6er Pack Wasser mit 1,5 L geh'n.

Wenn es die richtige Höhe hat geht auch mehr, versuche es aber zu vermeiden.

Schwer wird es vom Boden hoch heben oder über Kopf.

Ich merke es auch erst am Folge Tag, wenn es etwas zu viel war.

Mfg
 

Svea_HH

Mitglied
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26
Moin,
habe leider keine konkrete Antwort auf Deine Frage, sondern stelle sie mir eigentlich auch. Ich habe einen Fixateur intern, weil ich mir vor 8 Wochen den LWK1 gebrochen habe. Mir erklärte der Operateur, dass der Fixateur jetzt nicht sooo stabil sei (das Gewicht geht ja auch nicht senkrecht drauf, wie bei den Wirbeln, sondern wird ja quasi umgeleitet) und ich nicht viel heben sollte. Und auch zu starke Bewegungen, z.B. Beugen oder Drehen seien nicht angesagt, weil der Fixateur im schlimmsten Fall dann brechen könnte. Ich würde jetzt nicht mehr als 5 kg heben und das eben auch bis zu dem Zeitpunkt, bis der Fixateur wieder raus kommt. Denn wenn er bricht, kann es sehr übel ausgehen, das sollte ich nicht riskieren.

VG
Svea
 

Gsxr1983

Erfahrenes Mitglied
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BW
Hallo Nika,

Dein Lebenswandel trägt natürlich auch bei!

Übergewicht mangelnde Bewegung usw.

Was möchtest du den mit deiner Frage nacht dem möglichen heben erreichen?

Hast du einen bestimmten Job?
Hobby?
Sport?

MfG

Gsxr
 

Pfong

Erfahrenes Mitglied
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Hey Svea

Genau der fixateur dient nur zum fixieren.
Damit der Knochen Ruhe hat zum zusammen wachsen.

Die ersten Wochen sollte man so wenig wie möglich heben und bestimmte Bewegungen vermeiden.

Die Schrauben vom fixateur werden einfach in die gesunden wirbel über und unter dem Bruch geschraubt.

Erst mach einigen Wochen verwachsen die Schrauben mit dem Knochen.
Darum diese Einschränkung an die man sich unbedingt halten sollte.

Sonst kann es passieren das die Schrauben gar nicht verwachsen und alles locker wird.
Außerdem kann es zu Brücken des fixateurs kommen.

Mich hat die Vorstellung verunsichert, das das gesamte Gewicht, bzw der unter und Oberkörper nur von 4 Schrauben und 2 Stangen zusammengehalten wird.
Finde das auch heute noch gruselig.

Mein Wirbel hat sich beim Bruch komplett zerlegt, daher habe ich zusätzlich zum fixateur noch einen Wirbelersatzkörper bekommen ( titan cage ).

Dadurch wird mehr Stabilität erreicht und ein Absinken nach vorne verhindert.

Wie gesagt unbedingt an die Anweisung vom opersteur halten.
Es ist eine schwere Zeit, aber die geht auch vorbei. :)

Mfg
 

Lwk12021

Neues Mitglied
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Alter
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Hallo Liebe Leute.:)
Bin neu hier und weiß nicht recht wie privat geschrieben wird, bzw bin ich nicht berechtigt iwie?!...

klinke mich mal kurz zum Thema ein
( Habe einen Cage Lwk1, mit Versteifung des 12 Brustwirbels auf Lendenwirbel 2)
Alter 31 Jahre und wiege ca 80kg
Wegeunfall zur Arbeit 2021

Habt ihr auch folgendes Problem ?! : Nach einiger Zeit auf den Beinen und normaler körperlichen Betätigung ( Frühstück machen, Kinder in den Kindergarten bringen, Einkaufen gehen, Mittag kochen, eventuell Bäder Putzen oder Rasen mähen ) fängt der Körper sich an zu melden und der Schmerz kommt. Habe dann einen Ringförmigen Schmerz im Beckenbereich dazu strahlt der Schmerz in die Beine ( rechts besonders)....
Lege mich meist für eine halbe Stunde gerade auf den Fußboden und hole mir so Entlastung. Verzichte weites gehend auf die IBUS Schmerztabletten weil ich kein Fan davon bin.

Was dazu kommt ist ein gnuppen ,reiben ,so Art leichtes Knacken im Bereich Höhe Hüften aber ehr innen gerichtet.
Meist ab Mittags ,immer auf jeden Fall Abends.
Wenn es denn mal wieder zu Feierlichkeiten geht ( Hochzeiten, Stadtfeste etc. ) mache ich immer diese Ausgleichsbewegungen (nach lange Stehzeit) mit der Hüfte vor und zurück, spüre dadurch kurze Entlastung. Hilft aber nur zur kurzen Überbrückung, dann doch ab nach Hause. Laune im Keller :mad:

War bei 4 Ärzten aber keiner hat sich wirklich dafür interessiert.
(Motto :einmal Ficken ,weiterschicken....abrechnen den Fall und gut ist)

Aussagen: - 1. da kann nichts sein, der Cage sitzt fest
- 2. die Abstände so wie sie vorher waren im Körper bei der Wirbelsäule sind jetzt anders ( 2 Bandscheiben raus ,Einstellung Cagehöhe)
dadurch Kraftverteilung anders und wird nach unten weitergeleitet....solle mich an die Schmerzen gewöhnen, Abnutzungen der anderen Bandscheiben werden wohl folgen
- 3. Muskeln die wieder hinten über die Fixateure ( Schraubenköpfe) wachsen gleiten über diese ,quasi Reibung
- 4. Geh wieder Arbeiten Junge, das ist Kopfsache


(Mache ab August eine Umschulung da mein alter Beruf nicht mehr machbar ist für mich,( Schweißer im Rohrleitungbau).
Habe einen Ausbildungsbetrieb gefunden der Verständnis hat und mich auf 6 Std Beschäftigt, Start August 2022.
Berufsgenossenschaftliche Abschlussuntersuchung ist eingeleitet.
Private UV BU sind aktiviert und noch ausstehend zwecks Leistungserteilung.
UV wurde eine Begutachtung durchgeführt mit der eine Vorläufige Invalidität von 20 und auf Dauer von 15 angegeben wurde.

Anwalt wurde aktiviert deswegen.

Vielleicht könnt ihr mir ja ein zwei Erfahrungen dazu schreiben, würde mich wirklich sehr darüber freuen.

Freundliche Grüße und einen Schönen Sonntag euch!
 

Pfong

Erfahrenes Mitglied
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366
Hey

Ich geb Mal meinen Senf dazu.

Naja dein Alltag ist schon ein Recht straffes Programm.
Da hätte ich ganz schön zu kämpfen mit dem Pensum, aber wer soll es sonst auch machen.

Den Alltag teile ich mir in Blöcke ein, sodass ich aktive und passive Phasen habe.

Nach dem Aufstehen ist der Hund dran, dann Sport, essen bissel Haushalt und nach dem Mittagessen lege ich mich dann ein paar Stunden hin.
Am späten Nachmittag geht's dann zur Arbeit, auch nur 6 Std, mehr schaffe ich nicht.

Mein Arbeitgeber gibt mir die Möglichkeit das ich später Anfangen kann.
Sodass ich vor der arbeit noch Mal ausgiebig ausruhen und entspannen kann.

Das hab ich Mal so geschrieben als kleinen Überblick, natürlich ist nicht jeder Tag gleich aber ich versuche die meisten Routinen beizubehalten.

Langes sitzen oder stehen ist schwierig.
Wobei sitzen schlimmer ist bei mir.
Ich fiebere dann immer schon der nächsten liege Möglichkeit entgegen.

Zu den Ärzten kann ich dir auch viel erzählen.
Unter 4 Augen hab ich die tollsten Sachen erzählt bekommen, aber schriftlich gibt's sowas nicht.

Im Endeffekt will ich selber über mein Leben bestimmen und nehme meine Gesundheit in meine eigene Verantwortung.

Also ich bin den Ärzten unendlich dankbar das sie bei mir das unmögliche möglich gemacht haben, aber ich will auch nicht jeden Tag zu einem Arzt rennen.

Ich verzichte z.b. lieber auf Schmerzmittel und lege mich dafür hin.

Stadtfest oder ähnliches meide ich, dieses ständige stehen oder im Schneckentempo laufen zermürben mich.
Klar wenn man Kinder hat kann mich sich da schwer verweigern, man möchte ja was erlebe usw.

Also ich schaue was mir gut tut und was nicht und dann Siebe ich aus.

Hobbys habe ich fast alle ausgetauscht.
Sport habe ich schon immer gerne gemacht und das tue ich nach wie vor.
Aber auch angepasst, trainiere z.b. komplett ohne Gewichte nur mit dem eigenen Körper.

Bei dir müsste ja als Wegeunfall die BG zuständig sein?
Hast du da schon eine abschließende Begutachtung gehabt?
Zwecks der Minderung der Erwerbsfähigkeit und damit einhergehen finanzielle Unterstützung.

Machst du Physio Therapie?
Ich bekomme seit Jahren von der BG völlig reibungslos Physio Rezepte.
Die Physio hilft mir ungemein, gerade die schlimmen Verspannungen im Rücken werden da immer Mal ein wenig gelockert.

Doch ein bisschen länger geworden.

Grüße
 

Gsxr1983

Erfahrenes Mitglied
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BW
Hallo LWK12021

JA:
- 2. die Abstände so wie sie vorher waren im Körper bei der Wirbelsäule sind jetzt anders ( 2 Bandscheiben raus ,Einstellung Cagehöhe)
dadurch Kraftverteilung anders und wird nach unten weitergeleitet....solle mich an die Schmerzen gewöhnen, Abnutzungen der anderen Bandscheiben werden wohl folgen.

Guter Arzt!

Hast du das schriftlich?

Wenn dir einer helfen kann dann Pfong! Du muss 20 Kommentare Schreiben oder Fördermitglied werden für PN.

Bedenke stehts das viele mit lesen!

Was für Medikamente wurden dir verschrieben?

MfG

GSXR
 
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