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wie reagiert LSG auf Vergleich im zivilen Prozess?

ohweh

Nutzer
Registriert seit
14 Nov. 2008
Beiträge
22
Hallo,

mein Anwalt hat mir jetzt nahe gelegt mich mit Versicherung meines Schädigers zu vergleichen. Wie würde sich das auf meinen BG-Prozess auswirken, der bespickt ist mit Negativ-Gutachtern und sich mittlerweile vor dem LSG tummelt (diese warten die Entscheidung des OLG ab) . Hat jemand dazu Kenntnis oder selbst ERfahrung gesammelt?
Mein Anwalt erscheint mir zu vergleichsfreudig, ich hätte gerne ein Urteil, aber mir wurden weitere viele Jahre GA-Stress angedroht und momentan
lebe ich in der absoluten Finanzkrise.
 

pussi

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
30 Apr. 2007
Beiträge
1,930
hallo, ohweh

kennst du denn das vergleichsangebot?
manchmal kann es sinnvoll sein.

das lsg zieht sich sowieso die akten bei.

mfg
pussi
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo ohweh,

in deinem Fall hat die schon ihr Ziel erreicht.

Wenn die Gutachteninhalte mit den Befundberichten übereinstimmen, dann kannst du wenig ausrichten.

Wenn du meinst, die Befunde stimmen nicht mit dem überein, was du an Verletzung hast, dann mach weiter.

Gruß Ariel
 

ohweh

Nutzer
Registriert seit
14 Nov. 2008
Beiträge
22
Hallo, Pussi,

nein, Anwalt meint dass Richter eher zu Vergleich tendieren als Urteil, aber wo ist da die Gerechtigkeit - gegeneinander aufwägen - Schmerzen, Verletzungen, usw. können sowieso nie mit geld bezahlt werden.


Hallo Ariel,

Verletzungen entsprechen auf keinen Fall BG-Gutachten, alles erstunken und erlogen - wollen einfach nicht zahlen. Also daher müsste ich schon weitermachen, kostet aber ganz viel Kraft und ich weiß nicht ob für beides
Kraft da ist - Gesundwerdung und Kampf.
 

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
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31 Aug. 2006
Beiträge
8,316
Ort
Berlin
Hallo ohweh,
hast Du Dir mal überlegt, warum die Richter eher zu einem Vergleich tendieren? Dies hat doch Ursachen. Ein Vergleich wird zwischen den Seiten geschlossen und erledigen das Verfahren. Ein Urteil muß geschrieben und begründet werden. Jedes Urteil kann sich auch negativ auf die Karriere des Richters auswirken. Denke an den Richter des Rentensenats des Bundessozialgerichts, der Recht sprach und nicht zugunsten der DRV.

Ich kann immer nur empfehlen einen Zettel zu nehmen und dann Vorteile und Nachteile aufschreiben und eine Interessenabwägung vornehmen. Es ist nicht nur der Bauch und es ist nicht nur das Geld. Die Welt ist nicht nur Schwarz und Weiß, sondern hat zum Glück auch viele Farben.

Gruß von der Seenixe
 

zewawish

Mitglied
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28 Apr. 2008
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Hallo ohweh,
dazu gab es gestern oder vorgestern einen Bericht auf Monitor: http://www.wdr.de/tv/monitor//sendungen/2009/0129/basar.php5...hat Es ging zwar nicht um Fälle wie unsere hier, aber um die Deals, die vor Gericht geschlossen werden, um die Verfahren merklich zu verkürzen und die Richter zu entlasten. In dem Bericht sprach eine RA darüber wie Ihr Mandant bedrängt wurde, einen Deal mit dem Resultat für 2 Jahre ins Gefängnis zu gehen, denn es könnten am Ende des Verfahrens auch viele Jahre mehr rauskommen. Die ganze Situation war wohl extrem stressig und belastend für ihn. Er hat sich aber nicht kleinkriegen lassen und ist am Ende des Verfahrens als freier Mann nach Hause gegangen. Diesen Fall können wir auch auf unsere Situation übertragen. Also nicht wundern, wenn dein Anwalt eine ganz positive Einstellung zu Vergleichen hat.

Im übrigen bin ich letztens über einen Mitschrieb einer gemeinsamen Fortbildungveranstaltung von LSGlern und BG Funktionären gestossen. Willkommen in der Bananenrepublik: Klüngel, Klüngel, Klüngel wohin man schaut....
 

ohweh

Nutzer
Registriert seit
14 Nov. 2008
Beiträge
22
danke euch allen für die info,

hatte mittlerweile die Gerichtsverhandlung. Saß doch glatt einem Gegner gegenüber, der sich traute zu sagen: "Wir sitzen das aus" Als Richter hätte ich das nicht auf dem Unfallopfer sitzen lassen. Die richter wollten trotz dieser aussage und lügen von der gegnerischen, wir hätten noch nicht mal eine aufstellung des lohnausfalles gemacht uvm. trotzdem vergleich - aber keine Einigung, ich konnte mich nicht entscheiden, musste ich auch nicht haha d.h. Gegnerische Versicherung will garnichts zahlen - klar die hatten ja auch schon verkündet die sitzen das aus. :D:D was macht man da, wenn einem mittlerweile das wasser bis zum hals reicht?:eek:
tja, ich hab ja euch und bin nicht alleine......;) gut dass ich wenigstens persönlich dabei war und vor den Richtern anbringen konnte wie ungerecht in deutschland unfallopfer behandelt werden - tja den schaden auf der ganzen linie...
 
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