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Mlux99

Neues Mitglied
Registriert seit
25 Feb. 2019
Beiträge
12
#1
Ein freundliches Hallo in die Runde .
Kurz zu meiner Geschichte . Ich hatte im Dezmeber 2017 einen schweren Verkehrsunfall. Ein älterer Herr hatte einen Kollaps und ist mir frontal ins Auto gefahren. Resultierend daraus hatte ich diverse Verletzungen die bis dato allesamt immer noch Probleme machen.
- schweres Polytrauma
- Offener Oberschenkeltrümmerbruch , quasi 14 cm langer Bruch aus diversen Bruchstücken.
- Oberarmbruch
- Handgelenkbruch und Handgelenkverdrehung
- Schnittverletzung am Schienbein
- diverse Prellungen und Blutergüsse am Oberkörper und an den Schienbeinen
- Posttraumatische Belastungsstörung
- Nervenschäden

Nun ist das ganze schon 14 Monate her und man sollte denken das alles wieder gut ist. Doch das ist leider nicht der Fall.
Außer den Prellungen , Blutergüssen und der Schnittverletzung am Bein gibts an allen anderen Baustellen immer noch Probleme.

Mein Oberschenkel wächst leider nicht richtig zusammen ,nicht nur das die Form eher einem S ähnelt ,sondern auch die Heilung ist verzögert sodaß es immer noch Lücken zwischen Knochenstücken und dem Marknagel gibt.

Das Handgelenk ist immer noch verdreht ,was mich beim Schreiben und anderen Handlungen stört und teilweise schmerzt.

Der Oberarmbruch ist gut verheilt ,allerdings ist er so vernarbt das es sich anfühlt als würde der Muskel abgeschnürrt .So als bekäme man Blut abgenommen und um eine Ader zu finden zieht man ein Band um den Oberarm. Es ist halt sehr lästig und unangenehm.

Meine Belastungsstörung ist immer noch so extrem das ich abends , bei Dämmerung und Dunkelheit immer noch kein Auto fahren kann.

Leider sind auch ein paar Sachen dazugekommen .
Dadurch das keine körperliche Bewegung stattfindet , resultiert nun ein Übergewicht ,was mich sehr stört und mit dem ich mich selbst hasse.
Muskelschwund am Oberrschenkel .
Durch den Oberschenkelbruch habe ich nun zwei verschieden lange Beine und mein Bein wurde um ca. 15grad nach außen gedreht .Dadurch resultieren Knie ,Hüft und Sprunggelenk schmerzen ,auch teilweise im Liegen.
Meinen Job als KFz Mechaniker werde ich wohl nicht mehr ausüben können , und damit haben wir das nächste Problem, Zukunftsangst.

Ich hab zur Zeit ein Level erreicht in dem ich alles in Frage stelle und ich nicht mehr weiß was ich machen kann.
Ich werde auch bald ausgesteuert , was passiert danach ?

Ich weiß das es nicht mehr so wird wie vor dem Unfall .
Meine Hoffnung liegt darin Gleichgesinnte hier zu finden ,dennen vielleicht ähnlichem wiederfahren ist . Vielleicht kann man sich gegenseitig bisschen austauschen oder mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Ich stehe ein bisschen zwischen den Stühlen. Alle Ärzte sagen das das nach 14 Monaten noch normal ist , ich aber habe das Gefühl das beim mir ein Endstand erreicht ist, weil es keine Fortschritte gibt.
Manchmal weiß ich halt nicht weiter und denke man schiebt mich nur noch hin und her weil keiner weiß wie er helfen kann. Quasi fühle ich mich als Spielball zwischen Arzt ,Krankenkasse und Rentenversicherung.
 

Christiane17

Erfahrenes Mitglied
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29 März 2016
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1,163
#2
Hallo Mlux,
herzlich Willkommen. Tut mir leid, dass es Dich so sehr erwischt hat. Ich denke, dass Du tatsächlich noch Geduld haben mußt.

Deine Existenzängste sind mir, und vielen anderen hier, sehr vertraut.

Nach Aussteuerung ... mußt Du zum Arbeitsamt. Krankengeld-Aussteuerung: Meldungen, Beiträge, Arbeitslosengeld | Personal | Haufe

Deine Gesundheit..... Du schreibst, dass die Brüche nicht gut heilen. Ein Bruch kann nur gut heilen, wenn im Körper alle Voraussetzungen dafür vorliegen. Sprich, Dein Immunsystem muß im Gleichgewicht sein. Vitamin D ist für die Heilung von Knochen sehr wichtig. Erfahrungsgemäß interessieren sich Ärzte nicht besonders dafür. Lass also bitte Deinen Vitamin D3 Spiegel testen. Ein gut eingestellter Wert liegt bei ca. 100 nmol. 75 ist der untere Grenzwert.

Siehe auch
- Was lässt Knochenbrüche schneller heilen? – Bären Apotheke
-
Vitamin D: Mehr als ein Knochen-Vitamin

LG Christiane
 

Mlux99

Neues Mitglied
Registriert seit
25 Feb. 2019
Beiträge
12
#3
Danke für die Antwort.Das mit dem Vitamin d werde ich mal ansprechen. Blöd das man sich selbst um sowas kümmern muss und nicht die Ärzte mit Ideen kommen.Man soll ja nicht unbedingt im Internet nach allem Googlen ,aber wenn ich das nicht machen würde ,würde ich manches nicht wissen und wäre nur halb soweit wie jetzt.Man fühlt sich oft auf sich alleine gestellt ,da ist s von Vorteil wenn man mit Gleichgesinnten sprechen kann.Danke nochmals
 

Christiane17

Erfahrenes Mitglied
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29 März 2016
Beiträge
1,163
#4
Hallo Mlux,
das ist System. Man will keine Entschädigungen zahlen. Und was nicht erkannt wird, muß nicht bezahlt werden.
Gab es denn bereits bei Dir Zahlungen?

Gruß Christiane
 

Meli

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Ort
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#6
Überleg doch mal, ob du vielleicht stationär Therapie machen möchtest wegen deiner PTBS... die Alexianerklinik in Krefeld hat eine Traumaabteilung, die speziell auf Trauma 1 Opfer (einmaliges Trauma) spezialisiert ist
 

Mlux99

Neues Mitglied
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25 Feb. 2019
Beiträge
12
#7
Ich bin seit 1 Jahr in einem Traumacentrum hier in Aachen. Bin da sehr zufrieden und mache auch Fortschritte. Aber seit 14 Monaten JEDEN Tag schmerzen ,das nervt mich und damit könnte ich nicht den Rest meines Lebens klarkommen. Schonmal jemand ne Schmerztherapie gemacht und kann mir sagen ob das ggf. Sinn macht
 
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