• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Wer hat ein Wirbelkörperimplantat?

Dream

Neues Mitglied
Registriert seit
2 Mai 2019
Beiträge
1
#13
Hallo. Gibt es eigentlich keine Erfolgsmeldungen oder Tips? Auch ich hab ein Wirbelkörperimplantat der LW1 und eine Versteifung von BW 12 bis LW 2 und wurde genau wie Elif operiert. Schon drei Wochen nach meinem Krankenhausaufenthalt habe ich keine Schmerzmittel mehr benötigt. Natürlich bin ich nicht mehr so belastbar wie davor. Nach 5 Stunden Arbeit muss ich mich hinlegen, aber eine halbe Stunde reicht, dann gehts weiter...sorry nicht bös gemeint.
 

Pfong

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
22 Feb. 2018
Beiträge
214
#14
Hey Dream

Elif war seit über 2 Jahren nicht mehr hier angemeldet.

Jeder steckt solch einen Eingriff anderst weg, jeder geht mit anderen Voraussetzungen in die op, jeder Körper heilt anderst usw... Du weißt was ich damit meine :)

Freut mich das du so eine schwere op sogut weggesteckt hast!
Ich hoffe das es bei dir auch so bleibt!
Achte auf deinen Körper, Wir haben nur einen.

Mfg
 

Schildi60

Neues Mitglied
Registriert seit
5 Sep. 2019
Beiträge
8
#15
Hallo zusammen,

möchte meine kleine Geschichte als Erfolgsmeldung erzählen und bissl Optimismus verbreiten, zumindest ist es bisher eine denke ich......

Febr 2018 Treppensturz, Wirbelbruch LW 4 instabil mit Hinterkantenbeteiligung, Bandscheiben drunter und drüber auch kaputt.
Laufen war nicht möglich, tierische Schmerzen, wurde am nächsten Tag vorerst versteift zur Stabilisierung von LW 3bis LW 5 minimalinvasiv von hinten.
Bekam sofort danach eine feste Rumpforthese, nach 4 Wochen sollte geschaut werden, ob der Wirbel zu retten sei.
Leider nicht, die Hinterkante war für das Rückenmark eine Gefahr, der Wirbel noch so kaputt wie vorher. Bin 59 und wurde Osteoporse
festgestellt. Ventral wurde ein Titanimplantat als Wirbelersatz eingebaut und direkt mit LW3 und LW5 verbunden. 6 Monate Tragen der Orthese wurde mir aufgebrummt. :rolleyes: Die ersten Monate waren nicht lustig, Unmengen Ibus, Opiate, Schlafmittel und Lagerschwindel, das volle Programm.
Diese 2. große OP war Anfang April 2018, nach 3 Monaten wurde eine Sinterung des Implantats festgestellt, ich wurde noch vorsichtiger.
Quasi habe ich als rohes Ei nur rumgelegen, durfte nix tun. Keine weitere Nachsinterung zum Glück, Mitte Oktober durfte ich die Orthese ablegen.
Ein Befreiungsschlag, leider war ich nur noch Pudding........ Im November durfte ich endlich zur Reha. Gaaaanz vorsichter Muskelaufbau mit isometrischen Übungen und etwas Gerätetraining. Auf dem Ergometer sitzen ging noch nicht. Im Januar 2019 zur Nachsorge gefahren, um wieder Autofahren zu üben und zurück in die Zivilisation zu finden.
Seit Februar 2019 arbeite ich wieder im Büro 30 Std. pro Woche(mit 3 Wochen Eingliederung). Mit höhenverstellbarem Bürotisch und nicht zu langem Sitzen am Stück ist es fast wie früher. Lange Meetings versuche ich zu umgehen, sonst muss ich das abends "ausbaden".

Mache inzwischen fast alle Dinge wie sonst natürlich unter Beachtung einiger Regeln, die mein Körper mir vorgibt. Dass ich nicht mehr mit den Händen den Boden berühren kann beim Vorbeugen, oder paar andere gymnastische "Höchstleistunen" tabu sind, damit kann ich leben.
Benötige keine Schmerzmittel, Wetterwechsel merke ich , Verspannungen im Rücken betrachte ich momentan noch gelassen. Ich hoffe, dass gibt sich noch etwas.
Da ich meistens nur negative Berichte lese, möchte ich anderen Mut machen. Allerdings ist gaaanz viel Geduld, Ausdauer und ein lieber Partner an der Seite unabdingbar. 1 Jahr war eine lange Zeit, aber es hat sich gelohnt.
Als blöde Folgeerscheinung des Eingriffs durch den Bauch muss ein Narbenbruch nun operiert werden. Ich hoffe, dass dann für lange Zeit Ruhe ist mit Krankenhausgeschichten.

Viele Grüße
Schildi 60
 

Sb1208

Neues Mitglied
Registriert seit
27 Juli 2017
Beiträge
21
#16
Hallo,

auch ich möchten zu diesem Alten Beitrag meine Geschichte beisteuern, die gern Mut machen darf.
Ich kenne bisher keinen, der wirklich komplett ohne Beschwerden, ohne Schmerzmittel und wie früher vor solche Verletztungen lebt...

Im Juni 2017 bin ich durch einen Holzboden von einem Heuboden gefallen. BWK12 zersplittert, exakt die gleiche Verletzung wie bei der Verfasserin dieses Beitrags. Versteifung BWK11-LWK1 noch in der gleichen Nacht, sowie Entfernung aller Knochensplitter aus dem Rückenmark. Habe anfänglich meine Beine nicht mehr gespürt und laufen ging auch so gut wie gar nicht. Eine Woche später wurde der Titan_Wirbelkörper eingesetzt und direkt mit Physio noch im Krankenhaus begonnen. Meine OPs wurden über lange Schnitte, also offen, durchgefürt. Einmal am Rücken direkt und einmal links an den Rippen. Nach insgesamt 16 Tagen Krankenhaus kam ich auf einen Wunsch nach Hause (Schreckliche Krankenhausangst)....ich hatte starke Schmerzen, war die ersten Wochen allein zu nichts im Stande, aber es wurde immer besser. Nach bereits 3 Monaten brauche ich keine Schmerzmittel mehr, nur noch bei schlimmen Momenten.
Der Unfall war am 21.6. und ich habe am 15.8. einen Job begonnen mit 3 Wochen Eingliederung, dann 40 Stunden. Das habe ich bis heute, nur inzwischen anderer AG und Home-Office (sehr praktisch).
Ich habe täglich Schmerzen, aber die persönliche Schwelle ändert sich. Man lebt mit vielem. Ich mache moderaten Sport. Meine Schmerzen kommen wohl durch die Narben, die verspannten Muskeln um die Schrauben herum usw. Material soll laut Auskunft der BG Klinik drin bleiben, da meine entsprechenden Bandscheiben mit entfernt wurden und die Schrauben teilweise Federungsfunktion übernehmen.
ABER: Ich lebe ein normales Leben mit Vollzeit-Job und Sport, nur wenig Einschränkungen mit denen man Leben kann (keine Achterbahn, kein rodeln, keine schweren Kisten schleppen, kein langes Sitzen über 6 Stunden hinaus...)
Man braucht sehr sehr viel Geduld und eine positive Einstellung und vor allem ein Umfeld, was einen unterstützt. Aber möglich ist vieles
 
Top