• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Weitere Vorgehensweise nach Motorradunfall

HusH1974

Nutzer
Registriert seit
26 Apr. 2007
Beiträge
6
Hallo miteinander hier mal mein zweiter Post und weitere Fragen bei welchen ich auch nach Recherchen im Netzt nicht weiter kam.

Hier mein erster Post mit Schilderung:

http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?t=2237

Die Beeinträchtigungen durch den stark geschädigten linken Arm halten immer noch an und ich würde gerne wissen ob es eine art Rente oder Teilrente für Lebensbeeinträchtigende Verletzungen gibt.


Da der Arm und die Leistung nie wieder so sein wird wie vorher und meiner Meinung die Versicherung dafür aufkommen muss da auch meine Hobbys hierdurch beeinträchtigt oder unmöglich sind. Meinen Beruf (Mechaniker) werde ich wohl auch nicht mehr so ausführen können wie vorher, obwohl der Job hier nicht unbedingt ausschlaggebend sein sollte da das Privatleben auch eingeschränkt ist.
Selbst Umzüge oder Renovierungen stellen Probleme da, Gefühlsleben oder Partnerschaften mal abgesehen. Unterarm ist immer noch Gefühlslos, schmerzt auch je nach Tagesform enorm und Belastbarkeit liegt bei max 6-7 Kg kurzzeitig.
Rückenschmerzen verschwinden auch nicht ganz obwohl ich auch schon Akkupunkturbehandlungen bekomme.

Aussage meines Anwalts:

Bei Nachweis das ich eine schlechter bezahlte Arbeit ausführen muss, durch die Unfallfolgen, kann von der Versicherung ein Ausgleich beantragt werden. Sollte ich in einen besser bezahlten Job wechseln fällt dies dann weg. Eine Generelle Möglichkeit eine Monatliche Zahlung der Versicherung zu erhalten ist nicht gegeben.


Hoffe ihr könnt mir sagen ob es so etwas wie eine Teilrente oder einer Monatlichen Zahlung gibt, welche aufwiegt das ich in vielen Bereichen beeinträchtigt bin, oder ob mein Anwalt da recht hat.


Gruss Mark
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo Mark,

die meisten echt Betroffenen hier haben den gleichen Kampf.

Dein Anwalt hat Recht, es wird der Unterschied zu deinem vorhergehenden Einkommen erstattet. Wenn du allerdings selbst mehr verdienen könntest ist das immer besser.

Deinen Anspruch auf Schmerzensgeld kannst du dir selbst überlegen, und auch aus der ADAC-Schmerzensgeld-Tabelle heraussuchen. Dort sind viele Fälle und entsprechende Gerichtsurteile aufgelistet.

Dir Rente hängt von der festgestellten Invalidität ab und der Minderung der Erwerbsfähigkeit. (Wenn ich nicht richtig liege, möge man mich bitte Verbessern).

Ich wünsche dir guten Genesungsfortschritt
und Deine Fragen/Unverständnis bezüglich der geringen Schmerzensgelder können wir alle (die echt Betroffenen) bestens nachvollziehen.

Gruß Ariel
PS: Es liegt am Anwalt, was du letztendlich bekommst!
 

Luise

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
940
Hallo Ariel,

seitdem der ADAC selber Versicherungen verkauft und mit der Versicherungswirtschaft verbunden ist, richtet sich die ADAC-Schmerzensgeld-Tabelle nach Minimalwerten und ist für Unfallopfer kaum zu gebrauchen.

Gruß
Luise
 

HusH1974

Nutzer
Registriert seit
26 Apr. 2007
Beiträge
6
Also zur Tabelle...

Hallo,
danke für die Antworten schonmal. Also hat mein Anwalt in dem Punkt nicht recht, das ich keinen Anspruch habe wenn ich einen besseren Job bekomme, denn diese Lebenseinschränkung bleibt vermutlich bestehen. Somit kann hierauf eine Teilrente oder ähnliches beantragt werden oder? Richtig verstanden? @ariel

Weiterhin die Liste des ADAC da muss man wohl nicht viel zu sagen oder. Sind für mich alles die selben A-Kriecher ob Politiker oder so Autofahrervertreter. Denn erreichen tut der Verein gar nichts siehe z.B. Spritpreise.
Der Richter der sich an so einer Tabelle orientiert ist in meinen Augen unfähig. Dort werden mit ein und demselben Betrag Vergewaltigungen, mehrfache Vergewaltigungen, mehrfache versuchte Vergewaltigungen und z.B. Arm Amputation abgegolten. Jeder klar denkende Mensch der sowas liest oder sieh macht den Schundroman schnell wieder zu und orientiert sich an seinem hoffentlich gesunden Menschenverstand.

Natürlich ist USA gewaltig übertrieben aber Arm ab und 15 000 Eur Schmerzensgeld ist doch wahrlich ein Witz her in Dumm Land. In diesem Moment sollte man den Richter wohl mal Fragen was ihm z.B sein Arm wert wäre, dann wäre die Beurteilung der Schadenslage in vielen Fällen wahrscheinlich auf realerem Niveau.


Gruss Mark
 

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
7,866
Ort
Berlin
Hallo Mark,

es gibt ja verschiedene Schmerzensgeldtabellen.

Zur Zeit sind mir drei verschiedene Schmerzensgeldtabellen bekannt.
1. ADAC-Schmerzensgeldtabellen....ALT, kaum neue Urteile, aber sehr umfangreich
2. Beck -Schmerzensgeldtabelle...Auch nicht ganz auf der Höhe der Zeit
3. ZAP -Schmerzensgeldtabelle...nicht so umfangreich, aber relativ aktuell und höhere Beträge in den Urteilen. hier mal ein Link zum Verlag
Aber:
Jeder Unfall hat seine eigenen Begleitumstände, die berücksichtigt werden müssen. Deshalb kannst Du wirklich nur Anhaltswerte erhalten.
Suche eine Bibliothek auf; Die kann Dir die entsprechenden Tabellen zur Verfügung stellen.
Auch eine Kapitalisierung und Auszahlung in Form einer Rente ist denkbar, in der Praxis aber nur in wenigen schwerwiegenden Fällen angewandt.

Gruß von der Seenixe

PS. Als ich den link zum Zap-Verlag angeklickt habe, wo stand ich da ....beim ADAC-Verlag :mad: :mad: :mad:
Dafür werde ich mich mal nächte Woche interessieren.
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo Hush1974,

die Versicherung muss für den Differenzbetrag aufkommen, der zwischen dem vorher und Nachher-Einkommen besteht.

Also bei höher Verdienst besteht kein Differenzbetrag!, den die Versicherung abgelten müsste. Dein Anwalt hat Recht.

Aber es ist so, dass du trotzdem eine Behinderung wegen des Gebrauchsausfalles des Armes hast. Das kannst du als Erwerbsminderung einseten, wenn es denn so ist, dass es dich im Erwerbsleben behindert.
Wenn du Rechtshänder bist, dann wird es dich nicht so sehr einschränken, als wenn es der "Gebrauchs"arm ist.

Gruß Ariel
 

HusH1974

Nutzer
Registriert seit
26 Apr. 2007
Beiträge
6
Rechtshändel/Linkshänder ist das der Punkt

Hi,
danke für eure beiden Antworten, habe mich gestern noch mit einem Bekannten unterhalten welcher selbst nach einem Unfall Probleme mit einem Bein hat allerdings war dies wohl kein Verkehrsunfall sondern auf der Arbeit. Danach hatte er noch einen Sturz zu Hause, von daher denke ich das hier der fall eh anders liegt und auch die zahlende Stelle eine andere ist. (Versicherung/Staat)

Spielt es wirklich eine Rolle ob ich Links oder Rechtshänder bin Also alles was mein Privatleben vorher ausgemacht hat ist dadurch doch beeinträchtigt.
Egal ob es nun als Security arbeiten (nebenher), Hobbys (Kampfsport), eigene KFZ-Reperaturen, Umzüge, Renovieren, ja sogar sex ist. Der o.e. Bekannte sagte das ich das wohl so sehe aber wahrscheinlich nicht anerkannt bekomme oder besser gesagt dafür nicht entschädigt werde.
Die Erwerbsminderungsrente bezieht sich doch darauf das man nicht mehr in jedem Bereich arbeiten kann oder? Von daher ist doch eine Einschränkung gegeben und dann spielt es doch keine Rolle was ich für einen Job ausübe oder ist das zu Praxisnah gedacht?

Hatte mal darüber nachgedacht ins Ausland zu gehen darüber auch einen Bericht gesehen und da sagte jemand "Es ist egal wo ich lebe, solange ich 2 gesunde Hände habe finde ich immer Arbeit". Genau hier fühle ich mich anderen gegenüber einfach stark zurückgestellt, da es nun nicht mehr so einfach für mich ist. Somit ist das Ziel Ausland auch erstmal in frage gestellt. Muss jetzt echt mal sehen was der Anwalt draus macht, der ist n spezieller Verkehrsrechtler, aber ob der gut ist oder nicht weiss man eh immer erst hinterher.


Gruss Mark
 

Nadine77

Nutzer
Registriert seit
21 Juni 2007
Beiträge
2
Motorradunfall Juni 2006

Hallo!

Habe mir gerade Deine Beiträge durchgelesen und muss feststellen, dass
auch Du tausend unbeantwortete Fragen hast.
Ich kann Dir nur raten, einen Psychiater aufzusuchen. Du hast erwähnt,
dass Du in Deinem Leben eingeschränkt bist und es leider auch wohl
bleiben wirst.
Ich hatte vor einem Jahr einen schweren Motorradunfall und bin auch noch
immer mit Ärzten, Rechtsanwälten und Versicherungen zugange.
Letzte Woche musste ich mich zum ersten Mal bei einem Gutachter vor-
stellten und war sehr zu frieden (UKM Münster). Wenn Du mehr wissen
möchtes, dann sag bescheid.
Ein psychiatrisches Gutachten wird auch noch angefordert und diese sind
bei der Schmerzensgeld bzw. Rentengeld sehr ausschlaggebend.
Ich hoffe, Du hast mittlerweile den RA gewechselt! Was ich so gelesen
habe, hört sich nicht gut an. Ich muss sagen, ich habe in den ersten
Wochen schon Schmerzensgeld erhalten.
Ob ich eine Rente erhalte, wird sich aus den Gutachten ergeben. Aber der
Gutachter meinte schon, dass es bei mir wohl auf eine Rente hinauslaufen
wird.
Wünsche Dir viel Glück und ein großes Durchhaltevermögen :)
Gruß, Nadine
 
Top