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Weber C, OSG Fraktur, Volkmann Dreieck, jetzt Arthrose

Steff81

Neues Mitglied
Registriert seit
29 Aug. 2021
Beiträge
23
Hi ans Forum.
Ich wollte mal nach euren Erfahrungen bezüglich posttraumatischer Arthrose im OSG fragen.

Hatte im Januar diesen Jahres einen Freizeitunfall. Bin beim Schlittenfahren mit meinem Sohn über einen Hügel gefahren, dabei gesprungen und mit den Schlitten sehr unsanft auf meinem OSG gelandet und habe dieses dann noch überfahren. Mein volles Gewicht (90kg plus Schlitten) Mein Sohnemann blieb Gottseidank unverletzt.

Ergebnis war ein Volkmann Dreieck (50% Gelenkfläche) und Innenknöchelfraktur, Syndesmosebandriss vorne, Aussenbandriss und ein festes Hämatom bis hoch ans Knie am rechten Fuß. Bisschen mehr und das Wadenbein wäre auch noch ab gewesen.
Operiert wurde das ganze dann mit zwei Schrauben im Schienbein zur Repetition des Volkmann Dreiecks und ne Stellschraube. Syndesmoseband wurde wohl auch genäht.

Nach ca. 4 Monaten konnte ich endlich wieder ohne Krücken humpeln, nach 5 Monaten wieder Auto fahren.
Aufgrund teilweise ausgeprägter Symptome und meines Berufes als Krankenpfleger befinde ich mich nach jetzt 9 Monaten immer noch im Krankenstand. Reha ist beantragt.

Symptome habe ich aktuell täglich belastungsabhängige Schmerzen, aber auch vereinzelt nachts in Ruhe. Wärme empfinde ich als eher unangenehm und Wetterwechsel spüre ich 3 Tage vorher. Morgens dauert es mindestens 45 Minuten bis der Fuß eingelaufen ist, dann gehts aber tagbsüber einigermaßen. Rennen ist n nicht, das Motorrad fahren habe ich aufgesteckt und mir ein E-MTB gekauft. Das hilft mir sehr, die Bewegung beim Fahren ist gigantisch und hilft die steifigkeit zu bekämpfen. Das Gelenk ist auch deutlich dicker als zuvor. CBD hilft mir auch deutlich um mit den Schmerzen klarzukommen. Muss das Zeug allerdings recht hoch dosieren und das ist leider teuer...

Was mir etwas Sorgen bereitet ist der weitere Verlauf und dass die vier kleinen Zehen, die ja über den peroneus Nerv versorgt werden, durchgehend Taub sind und kribbeln, Tagsüber merke ich es selten, aber Abends treibt mich das ganze in den Wahnsinn. Neurologentermin ist ausstehend.

Sauer bin ich auf die Ärzte im operierenden Krankenhaus, denn die Diagnose Arthrose bekam ich vor ca 4 Wochen von einem niedergelassenen Orthopäden.
Im Krankenhaus haben die Ärzte im Nachhinein betrachtet um den hei0en Brei herumgeredet. Wollten mir wohl nicht sagen was Phase ist. Dadurch habe ich viel Zeit verloren. Gut, geschehen ist geschehen, aber trotzdem. Meinen Beruf in der Pflege werde ich wohl so nicht mehr ausüben können. Mein Arbeitgeber will sich auf das Ergebnis des Reha Abschlussberichts verlassen und dann sehen, was man mittels Umsetzung oder anderer Maßnahmen tun kann.

Wie sind denn eure Erfahrungen bezüglich Arthrose und dem Verlauf. Kann man das ganze zumindest aufhalten?
Werde im Winter 40 und habe keinen Bock in 10 Jahren mit ner Arthrodese oder nem künstlichen Sprunggelenk rumzulaufen.
Will sportlich aktiv bleiben.

Danke für euren Input und fürs Lesen :D
 

Corika

Mitglied
Registriert seit
24 Juni 2021
Beiträge
65
Hey, leider habe ich da keine Ahnung aus persönlicher Erfahrung, habe aber viel darüber gelesen. Aufzuhalten ist das ganze leider nicht, man kann nur die Symptome lindern.
Ich würde an deiner Stelle einen Spezialisten aufsuchen und proaktiv mit Physio und Schmerztherapie daran arbeiten, um eine Verschlimmerung hinauszuzögern.
 
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