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Was soll oder wer liest

Paro

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Registriert seit
3 Nov. 2006
Beiträge
1,294
unsere Kommentare und Berichte?
Es gibt im WWW jede Summe Foren, die irgendwas bemängeln.
Nur wer interessiert sich dafür? Solange ich nicht den Holocaust leugne oder Angie als Hure beschimpfe, können wir uns die Finger wundschreiben; denn es wird nichts passieren.
Von den Nachkömmlingen des Schwarzpulvers ist auch keine Hilfe zu erwarten, denn es träfe überwiegend Unschuldige.
Nun, wie können wir uns mehr Gehör verschaffen?
Auf Antworten bin ich gespannt?
 

Luise

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
940
Hallo Paro,

„Wer liest unsere Kommentare und Berichte“: Unfallopfer für die dieses Forum als Ratgeber gemacht ist, Versicherungsleute und Rechtsanwälte zur Weiterbildung und Informationsquelle.

Zielsetzung dieses Forums ist nicht, irgendetwas zu Bemängeln, sondern Austausch von persönlicher Erfahrungen von Unfallopfer zu Unfallopfer.

Bei wem und warum soll ich mir Gehör verschaffen?

Gruß
Luise
 

Cateye

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
11 Sep. 2006
Beiträge
1,059
9Hallo Paro,

als ich damals das Forum für mich entdeckte ging es in erster Linie um den AHA-Effekt: es gibt ja noch andere, denen es ähnlich geht. Nun ist es so, dass der Ausstausch in erster Linie mir etwas bringt, nämlich mir Möglichkeiten aufzeigt, mit meiner geliebten BG qualifizierter, mutiger und konkreter umzugehen. Ich kannte bis dato meine Rechte nicht, über meine Pflichten werde ich hinreichend mit jedem Schreiben der BG hingewiesen.

Darüberhinaus hoffe ich natürlich, dass auch meine Beiträge anderen nützlich sind. Außerdem bin ich hier meistens auf den neusten Stand gebracht und habe als UO bereits manche Petition beim Petitionsausschuss mitunterzeichnet.

Und neulich habe ich darüber nachgedacht, dass ich mich in mehr oder minder ferner Zukunft gerne im VdK engagiere würde, einfach deshalb um der sozialen Kälte zu trotzen. Vielleicht tut sich auch gerade auf Verbandsebene etwas, damit der Kampf der zukünftigen (man will den Teufel nicht an die Wand malen) Unfallopfer etwas Humaner wird.... Dann könnte ich natürlich die Erfahrungen anderer Unfallopfer an anderer Stelle thematisieren.

LG
Cateye
 

gold.baerchen

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
7 Sep. 2006
Beiträge
605
Ort
Nachbarschaft vom Bundespräsidenten
Hallo Paro,

ich verstehe Dich, genauso wie Luise oder Cateye.
Mir persönlich juckt es auch mächtig in den Fingern etwas gegen die Ungerechtigkeiten zu tun. So wie meine Signatur es schon aussagt "Mit den Wissen wächst der Zweifel". Durch unser Forum habe ich erst begriffen, das hinter äußerlich reinen Zufälligkeiten sogar Methodik steckt. Hier hab ich zB auch begriffen, wer sich nicht wehrt verliert. Mein minimaler Beitrag ist, durch meine kleinen Beiträge auch anderen Usern die Augen zu öffnen oder Trost zu spenden. Du willst bestimmt auch die Ungerechtigkeit anprangern und nach aussen schreien. Hat jeder einzelne von uns soviel Manpower das durchzustehen oder sollte man sich organisieren übers Forum hinweg? ich weiß es auch nicht, welcher Weg der Richtige ist!
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Ungerechtigkeit

Hallo Paro,

auch mir geht es oft wie Dir, ich möchte meine Wut/Ohnmacht rausschreien(gerade heute hätte ich es gerne gemacht).....aber glaub mir...alle die "heil" sind wollen von unseren Schmerzen/Verletzungen nichts wissen. Sie wollen auch nicht wissen wie schlecht wir behandelt werden....aber waren wir (sicher nicht alle:D) nicht viel anders als wir noch unverletzt waren
Da war die Welt noch in Ordnung, wir konnten uns frei bewegen, durften arbeiten und waren mitten im Leben .....oft habe ich das Gefühl das Freunde/Bekannte/Familie Angst haben ich hätte etwas ansteckendes...oder wollen sie sich nur nicht den Tag verderben mit traurigen/ungerechten Geschichten:rolleyes:

Ich werde gefragt "Wie geht es Dir" und sage ich "schlecht" höre ich "ach das ist ja schön":eek: Und das ist mir nicht nur einmal passiert....also keiner wills wirklich wissen wie es Dir, mir uns geht.
Gott-sei-Dank gibt es Ausnahmen:D

Ich kann alles was Cateye und Gold.Baerchen geschrieben haben unterstreichen.
Wir müssen uns selber helfen, und Mut machen und Tipp´s geben....sonst macht das keiner:rolleyes: und nicht vergessen...sollten wir mal durch sein mit all dem Behörden/RV/Versicherungen....dann können wir auch mit Rat anderen zur Seite stehen und ihnen helfen.

Gruß Kai-Uwe
 

Paro

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Registriert seit
3 Nov. 2006
Beiträge
1,294
Nun, keiner braucht die GSG 9 zu alarmieren, um meine Wohnung zu stürmen, nun gebe ich zu Wasserstoffperoxid mit Aceton oder Hexamethylentetramin mischen zu können. Ich weiss auch, das Chromsäureanhydrit der optimale Zünder für Mollys (Molotowcocktails) ist.
Nur was ich mit meinem Eingangsbeitrag meinte, bewegen wir was, oder ist es gleich der Ameisentour, analog Vietkong, unterminieren wir das System?
Ich setze mich gerade wieder mit einem Gutachten nach Aktenlage eines Prof. Dr. Thomas Brüning auseinander. Nur was macht man gegen "Fachidiotie"? Leider ist es keine anerkannte Krankheit. Ich gebe ja zu, dass o.g. Professor ein exelenter Toxikologe sein mag, aber von der betrieblichen Praxis, hat er soviel Ahnung wie "Schmitz-Katze".
So nun noch mal das Anliegen:"Wie bekommen wir mehr Wirklichkeit in unsere Verfahren? Es kann doch nicht sein, dass bei einem Ehepaar, das gemeinsam eine chem. Reinigung betreibt, der eine anerkannt berufskrank ist, der Ehepartner bei gleicher Belastung nicht, das geht doch an der Realität total vorbei; denn wer kleine Familienbetriebe kennt, kennt deren Arbeitsteilung, nur die BG'en versuchen zu quantifizieren.
Auch hat der Gesetzgeber viel Schuld, denn die Begrenzung auf Einzelstoffe bzw. Substanzen ist irreführend; denn nehmen wir das gebräuchlichste Labor, die Küche. Gegen welche Stoffe ist eine Hausfrau exponiert?
Kochsalz, Pfeffer mit seiner Summe an aromatischen Ölen, ebenfalls Kaffee.
Über 600 verschiedene Substanzen entstehen beim Anbraten von Fleisch, ist es paniert noch mehr.
Nun egal, ob jemand direkt mit Chemie gearbeitet hat, oder ob er nur einen Kleber genutzt hat, der evtl mit den Bestandteilen der Pappe eine allergene Reaktion hervorrufen kann.
Ich will meinen Berufszweig, Chemie, nicht verteufeln; denn ich habe damit mein Geld und meine Rente verdient, aber es ist nichts passiert und es wird nichts passieren, ist die falsche Einstellung.
Ich vermisse zum Beispiel prophylaktische Tests neuer Substanzen auf Kancerogenität, auch bei Stoffen, die nur betriebsintern verwendet werden.
Nun ich könnte die Liste unendlich fortsetzen, aber ich meine man sollte prophylaktisch vorsichtig denken. Methode: Was passiert wenn?
Stefan Zweigs: Die Augen deines Bruders...
 

heincole

Mitglied
Registriert seit
26 Juni 2007
Beiträge
93
Hallo Paro!
Warum bist Du so frustriert? Ich lese doch Deine Nachrichten, Berichte und bin oft im Internet Cafe. Glaub mir Paro am Ende Deiner Tage wirst auch Du erkennen, alles aber wirklich alles wird gut, selbst Alfred Nobel hatte dies eingesehen. Die Decarbonatisierung des Gefühls (vgl. Sprudelwasser) lässt Menschen ziemlich fade und dumm erscheinen nach dem die heftige Reaktion abgeklungen ist. Unsere BGs machen uns harte Jungs und Mädels leidensfähig, arm und bescheiden, na das klingt doch gut, christlich, oder? Gehe wir doch mal weg von den klassischen Fächern (z. B. Chemie) an der Uni und schaffen dort ein neues Ausbildungsfach. Wenn man dort Dummheit studieren könnte, gäbe es mit Sicherheit ... Auch ich stellte mir Deine obig genannten Fragen und mein ehemaliger amerikanischer Chef gab mir umgehend zu verstehen, das die Gesellschaft und Gesetze hier keine Schuld trifft, sondern die Schuld liegt ganz bei einem selbst. Gläutert musste ich bekennen: recht hat er, sonst wäre ich arbeitslos geworden! Vielleicht gelingt es mit der Weichheit des Seins sein recht doch zu bekommen. Lieber Paro, bedenke Goldbaerchen hat immer recht. Auch auf Deine Antwort bin ich gespannt.
Gruß
Heincole
 

Cateye

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11 Sep. 2006
Beiträge
1,059
Hi Paro,

nun verstehe ich Deine Lage besser und kann mir vorstellen, was Dich zu dem Beitrag getrieben hat: Willkür. Willkür deswegen, weil Du das Ergebnis direkt vor Augen hast. Fast ist es so, dass Du von der BG verlacht wirst. Ich weiss nicht, wie oft ich hier schon geschrieben hatte, ich schreibe es ein weiteres Mal: ich meide bezüglich Begutachtungen alle großen Kliniken und alle großen Namen. Die Gutachter, die mir begegnet sind, haben mich bisher immer als Mensch gesehen und daher hatte ich (toi toi toi) Glück.

Was hier zum Tragen kommt ist, dass der Ablauf einer Begutachtung möglichst standardisiert ablaufen sollte. Die Abläufe dienen den Gutachter eigentlich als Arbeitsanweisung. Das geht oft in die Hose, wie Du bei eigenem Leib erfahren musstest.

Zur chemischen Reinigung folgendes: in meinem ersten Leben hatte ich das Vergnügen, eine Ausbildung im Kostümfach zu machen. Ein kleines Haus, aber oho. Jedenfalls hatten wir genügend Zeit, uns die Fachkunde reinzuziehen. Dabei wurde oft von den Apreturen gesprochen. Wusstest Du, dass in England wegen einer roten Farbe die Schneider oft Leberkrebs bekamen (oder noch bekommen)?

Vielleicht hätte der eine oder andere hier das Interesse, nachzuforschen, ob bestimmte Chemikalien in Deiner Reinigung als krebsfördernd eingestuft werden. Übrigens normalerweise der Job Deiner BG! Wenn diese es nicht tut, könnte es möglich sein, sie wegen Unterlassung dran zu bekommen.

Der andere Aspekt ist, die BG wegen Ungleichbehandlung zu packen. Die Beweise liegen ja vor. Die Argumente, warum Deine Frau BK anerkannt wurde müssten für Dich ebenfalls gelten. Wenn die sich stur stellen, dann versuch ihnen über einen RA Willkür nachzuweisen.

Denk immer daran, dass das Ziel der BG erreicht wäre, wenn zu aufgibst - und das steht auf einem anderen Stern....

Eine Anmerkung: bei stern.tv kam mal ein Beitrag, dass alles für den Bombenbau bereits im Haushalt vorhanden sei..... :D

Liebe Grüsse
Cateye
 

heincole

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26 Juni 2007
Beiträge
93
Hallo Cateye!
Ich war bezüglich Begutachtungen u. a. auch in großen BG Kliniken und beim IMB Kassel. Was die Begutachtungsergebnisse angeht so hast Du absolut recht. Diese Orte sollte man unbedingt meiden, man wird dort als Nummer schnellstens abgefertigt. Danke für diese Deutlichkeit des Sachverhaltes. Wie verhält es sich wenn eine BG sich um die Sicherheit am Arbeitsplatzen nicht kümmert? Nach meinem Erstunfall wurden keine behindertengerechte Verbesserungen am Arbeitsplatz durchgeführt. Niemand hats gekümmert.
Gruss
Heincole
 

Paro

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3 Nov. 2006
Beiträge
1,294
Nun, schönen Dank für Eure Anteilnahme,
aber ich war nicht "depri", ich war nur wütend.
Wenn man tagtäglich sieht, wie Leute die im "sehr" Trockenen sitzen,
mit Bemerkungen wie irrational, irrelevant und Ähnlichem über die Bedürfnisse
ganzer Menschengruppen hinweggehen, packt einen einfach die Wut.
Übrigens das mit der chem. Reinigung betraf nicht mich, sondern "ameise".
Das Problem bleibt aber das Gleiche, das sich bornierte, uninformierte, dumme oder desinteressierte Leute über berechtigte Ansprüche hinwegsetzen können.
Gesetze müssen sein, aber wenn sie individuell ausgelegt werden können, warum gewinnen immer die Dreggers oder Ackermänner und nie die "Ameisen"?
Alles Gute
Paro
 

brunnenmax

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34
Hallo Paro, ich sehe das ähnlich wie Du... natürlich finde ich ein Unfallforum für Betroffene sinnvoll... kann aber doch nicht das Ende der Fahnenstange sein !! Entschuldigung, aber man sollte (müsste) sich zu einer "Lobby" organisieren. Ansonsten wird doch alles zum x-ten Mal erörtert und nichts tut sich in der Praxis... das zeigen ja die sich immer "wiederholenden" Beiträge... da kann mir der Erfahrungsaustausch zwar insoweit helfen, das ich offensichtlich nicht allein bin... und was nützt das? Warum fahren wir nicht alle gemeinsam mal nach Berlin und gehen dem Gesetzgeber derart auf den "Sack", das er für seine " Lobbyhuren" keine Zeit mehr hat? Ich wäre dabei !

Gruß Volker
 

Rekobär

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3 März 2011
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3,224
Ort
Berlin
Website
www.unfallreko.de
Hallo Volker,

das wäre zwar eine Möglichkeit, würde aber voraussetzen, dass jeder Unfallgeschädigte die Zeit und die Kraft hat nach Berlin zu reisen und auch das Durchhaltevermögen. Die Politiker, die etwas für die Allgemeinheit tun, sitzen nicht im Bundestag, die sitzen im Landesparlament der Bundesländer, manchmal auch nur in den Kreisstädten. Dort aber haben sie keinen wirklichen Einfluss auf die Gesetzgebung.

Und die, die im Bundestag sitzen, die erreichen wir nicht wirklich über solche Aktionen.

Viel besser ist es doch ein wirksames Gegengewicht zu den Versicherern zu schaffen. Abgesehen davon werden in Deutschland immer noch viel zu viel Versicherungen von den Leuten gekauft. Und genau denen muss man die Regulierungspraxis der Versicherungen vor Augen führen. Erst durch massiven Umsatzschwundt bekommt man eine Richtungsänderung der Denkweise hin.

Herzliche Grüße vom RekoBär .-)
 
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