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Vorgehen der PUV/Arbeitsunfall

Heinz234

Neues Mitglied
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19 Feb. 2021
Beiträge
2
Guten Abend!

um gleich zum Punkt zu kommen schildere ich mal kurz meine Geschichte.

Arbeitsunfall im Januar 2020, Verletzung am Bein. Dann mehrfache Infektionen. Einige OPs.
Lange Geschichte, kurzes Ergebnis: Amputation auf meinen Wunsch. Das funktionelle Ergebnis wäre bei Erhalt einfach immens schlecht gewesen, so hatte ich dann die Wahl.

Die BG hat von vorn herein alles bezahlt und auch alles mögliche unternommen das ich wieder gut auf die Beine komme. Hat auch wunderbar geklappt, habe Ende letzten Jahres die Wiedereingliederung angefangen und arbeite aktuell wieder auf meinem ursprünglichen Arbeitsplatz. 100% stehende Tätigkeit. Geht sehr gut. Die BG hat mir nach ärztlichem Gutachten eine Rente zugestanden die auch Gezahlt wird. So weit, so gut.

Nebenbei hatte ich noch eine (fast in Vergessenheit geratene) PUV. Denen habe ich den Unfall etwa eine Woche nach Eintritt gemeldet. Insgesamt war die Kommunikation mit denen bisher wahnsinnig zäh. Mitte des Jahres haben die einen Gutachter bezüglich unfallhergang gesendet. Da der über kein Fachwissen verfügte kam ein viertel Jahr später der nächste Gutachter, der meiner Meinung nach auch nicht unbedingt viel Ahnung von genau der gefragten Materie hatte. Zudem hat er sich beschwert das keine Unfallspuren mehr zu erkennen wären. ... was klar ist wenn der erst ein 3/4 Jahr nach dem Geschehen von der Versicherung an den Unfallort beordert wird.

Im späten Herbst habe ich dann ein Schreiben der Unfallversicherung bekommen in dem wörtlich stand das man sich für keine Geduld bedankt, die Prüfung abgeschlossen ist und man mir einen Vorschuss überweist (... der Vorschuss war sogar vor dem Brief auf dem Konto). Man wolle sich zur Invaliditätsfeststellung im Januar wieder melden. Im Januar ist nichts
passiert.
Okay, da ich auch eher der entspannte Typ bin habe ich etwas gewartet und nun einen Brief bekommen. In dem heißt es ich soll doch bitte die damals behandelnde Klinik von ihrer Schweigepflicht befreien „zur Prüfung der leistungspflicht und Erstellung eines arztberichtes“.
Ist das so sinnvoll? Ich war dort zuletzt im Mai letzten Jahres in Behandlung und seitdem hat das ganze mein örtlicher D-Arzt übernommen.
Zumal alle arztberichte und Briefe schon vergangenes Jahr komplett an die PUV weitergeleitet wurden. Auch die von der Klinik von der jetzt noch einmal alles angefordert werden soll.

Von dem D-Arzt habe ich auch das Rentengutachten was die Bg hat erstellen lassen hier. Soll ich der PUV das mit der schweigepflichtsentbindung (die ein falsches Datum zum Unfall enthält...) zukommen lassen? Oder lassen die so oder so ein eigenes erstellen?
Mir kommt die Sache insgesamt nicht ganz koscher vor. Mein Vertrauen in Versicherungen hält sich ohnehin in Grenzen. Ich werde den Verdacht nicht los das man sich irgendwie um die Leistung drücken will
Unterm Strich dürfte die Beurteilung des Schadens wohl recht einfach sein, da die Chance das etwas nachwächst eher gering ist.

Vielleicht kann jemand von euch ja einen Tipp geben ob das ganze so seinen normalen Gang geht, ob ich doch mal lieber zum Anwalt gehe oder was man am besten macht.

Danke fürs lesen und einen schönen Abend!

Heinz
 

Kasandra

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Hallo Heinz,

auf die Schnelle zu dieser Stunde, bitte schalte sofort über Deinen Rechtsschutz einen Rechtsanwalt für Medizin / Versicherungsrecht ein!

Deine PUV hat Dir einen "Vorschuss" überwiesen! Unterschreibe bitte keine Abfindungen!!!

Du schreibst, die von der PUV beauftragten GA hatten keine Ahnung. Welche GA hat Deine PUV beauftragt?

Liegen Dir die GA vor???

Viele Grüße

Kasandra
 

Heinz234

Neues Mitglied
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Genauer gesagt habe ich von der PUV das vertraglich vereinbarte Krankenhaustagegeld und einen „Invaliditätsvorschuss in Höhe von 5% der Invaliditätssumme“ erhalten.

Bei den bisherigen Gutachtern ging es rein um den unfallhergang. Schätze man wollte da versuchen sich irgendwie aus der leistungspflicht rauszuwinden. Der erste war von der Firma „ILV Advisers“. Naja, das war begleitetes Fragebogen ausfüllen und ein paar Bilder der Gegebenheit anfertigen. Der zweite sollte dann den Mechanismus des Unfalls an sich untersuchen. Er hat vieles erzählt was physikalisch einfach falsch war und war halt unzufrieden das nach der langen Zeit keine Spuren des Unfalls mehr vorhanden waren.
Die Gutachten liegen mir nicht vor.

Medizinisch wurde noch nichts begutachtet. Normal sollte das ja jetzt folgen...? Weshalb es mich wundert das man noch mal einen Bericht der damals behandelnden Klinik anfordern möchte. Da war ich wie gesagt schon bald ein 3/4 Jahr nicht mehr. (Ist auch weit entfernt von meinem Wohnort).

Unterschrieben wird nichts, keine Sorge.
 

Rekobär

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Hallo Heinz234,

PUV und BG sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Natürlich muss man der PUV die Gelegenheit geben den Vorgang selbst zu untersuchen. Ich würde aber an Deiner Stelle tatsächlich, wie schon von @Kasandra angeregt, einen Rechtsanwalt zu Rate ziehen. Du kannst definitiv davon ausgehen, dass Deine PUV versuchen wird, Geld zu sparen. Also suche Dir einen Rechtsanwalt für Versicherungsrecht und berate Dich mit ihm.

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
 
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