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Von Einmündung in Vorfahrtsstraße rein gefahren dann Bus aufgefahren wer ist Schuld

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Jonny2019

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#1
Hallo Leute,
mir ist am 25.09 was dummes passiert,
ich wohne direkt an einer Einmündung zu einer Vorfahrtsstraße,
ich bin dort rein gefahren, die Enfahrt ist sehr Übersichtlich und großzügig,
so das man eigentlich automatisch einen weiten Blick nach links hat.
Die Vorfahrtsstraße ist zweispurig und kurz nach der Einmündung verengt die Straße
sich so das man sich einfädeln muss.
ich also morgens von meiner Einmündungsstraße auf die Vorfahrtsstraße in die Einfädlerspur gefahren, auf einmal höre ich es nur noch hupen,
mehrmal und ich denke was ist los ärgert sich jemand das ich mich auf der Einfädlerspur rein drängeln möchte...
Nachdem es nicht aufhörte penetrant zu hupen habe ich gebremst und erst seitlich nach hinten und dann in den Rückspiegel geschaut,
wo ich auch schon den Bus sehen konnte, und da knallte es auch schon.

Der Busfahrer gleich, du bist einfach rein gefahren ohne Links zu kucken, ich war in dem Moment total neber mir so das ich dem erstmal zugestimmt
habe, ich dachte wirklich ich wäre Schuld, aber bei der Einfahrt, die so Übersichtlich ist hätte ich den Bus zumindestens aus den Seitenwinkeln sehen müssen.

Ich war in dem Moment erstmal nur froh das keinem etwas größeres passiert ist.
Aber jetzt wo ich mir das ganze durch den Kopf gehen lasse und auch nochmal an der Straße nachgespielt habe,
bin ich mir nicht mehr wirklich sicher, deswegen würde ich gerne eure Meinung dazu wissen.

Es hat ja kurz gedauert bis der Bus aufgefahren ist, er ist auch grade aufgefahren was heisst das ich bereits in der Spur drin war,
desweiteren ist bei der Einmündung eine Fahrradspur auf der ich mich noch vollkomen befunden habe.

Ich habe euch mal Bilder vom Unfall angehängt, ich bin mal auf eure Meinung gespannt.


LG
Jonny


 

Jonny2019

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#2
Darf der Bus überhaupt auf der Fahrradspur fahren?

Die Sicht nach Links ist wirklich großzügig gestalltet, ich hätte ich doch sicher gesehen,
zumindestens aus dem Augenwinkel obwohl ich glaube auch leicht nach Links geschaut zu haben,
aber den Bus müsste ich bemerkt haben...
Ich weiss es nicht, wiegesagt ich war kurz danach etwas geschockt und leicht verwirrt, vielleicht Irre ich mich auch
aber ein wenig Schuld trifft den Bus doch auch, oder?

 

Jonny2019

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#3
Hier nochmal ein Bild von Googlemaps damit Ihr mal sehen könnt wie großflächig die Übersicht ist,
da hätte ich doch zumindestens aus dem Augenwinkeln den Bus herannahen sehen müssen, oder?

1: Mein Parkplatz also mein Startpunkt
2: Der Unfallpunkt
3: Der Punkt wo der Bus sich befunden haben muss, vielleicht sogar noch ein bisschen weiter hinten,
da er auf der Fahrradspur gefahren ist muss er sich auch relativ weit rechts befunden haben

 

Sekundant

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#4
hallo Jonny,

eine aussage ohne sämtliche unfallaktenbestandteile ist immer schwer bis unmöglich. was allerdings auffällt sind zwei punkte. erstens ist nicht wirklich schlüssig, dass du den bus nicht wahrgenommen haben solltest. vielleicht ist es auch nur durch die ereignisse aus dem gedächtnis geraten.
zweitens fällt auf, dass nach deiner beschreibung offenbar eine gewisse zeitliche distanz bestand und
(offenbar) durch den kommenden busfahrer eine vermeintliche reaktionsverzögerung nahelegen könnte. das ergäbe sich auch aus der endstellung der fahrzeuge. aber dies alles bei aller vorsicht.


gruss

Sekundant
 

Jonny2019

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12
#5
Hi Sekundant,
vielen Dank für deine schnelle Antwort :).
Ich versteh das leider nicht ganz, spricht das jetzt für mich oder gegen mich?
Wie sieht es damit aus das der Bus den Fahrradstreifen befahren hat,
hätte er diesen nicht befahren wäre der Unfall auch nicht passiert,
ich weiss allerdings nicht ob der Bus das Recht hat diesen zu befahren.

Also es gab 100% diese Verzögerung weil ich das genau vor Augen habe,
ich fahr auf die Spur, kurz danach hupt es, ich hab mir noch gedacht wer Hupt denn
da so penetrannt und hab erst nach links und dann in den Innenspiegel geschaut.
Ich denke das eine Verzögerung stattgefunden hat sieht man auch an dem
Schaden, hätte ich mich wirklich kurz vor den Bus rein gedrängelt wäre
der Schaden an meinem Auto warscheinlich erheblich höher wenn
der Bus mir fast mit den vollen 50 km/h aufgefahren wäre.

LG
Jonny
 

Sekundant

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#6
hallo Jonny,

ich kann nur nochmal auf meinen einleitenden satz hinweisen. alles weitere wäre in meinen augen spekulation. es fehlt die sichtweise des unfallgegners, es fehlen mögliche (weitere) zeugen, es fehlen evtl weitere spuren ...
wurde der unfall denn polizeilich aufgenommen? von welchen geschwindigkeiten ist auszugehen? und wie ist dann die einschätzung? wie begründet der unfallgegner?


gruss

Sekundant
 

Jonny2019

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#7
Hi Sekundant,
der Unfall wurde polizeilich aufgenommen, wie oben beschrieben hat der Busfahrer sofort zu mir gesagt ich wäre einfach rein gefahren ohne nach Links zu gucken (also das ich ihm die Vorfahrt genommen hätte), dem stimmte ich in dem Moment erstmal zu.
Ich stand wiegesagt auch neber mir, ich war völligst überfordert mit der Situation.

Es wurde dementsprechend auch nicht weiter ermittelt, weder Geschwindikeit noch sonstwas wurde versucht zu ermitteln.

Polizei kam, Busfahrer gleich ja das war so und so.
Polizist fragt mixh stimmen Sie dem zu, ich dann: ähhhm ja denke schon.


Und dann wurde das notiert und das wars.

LG
Jonny
 

seenixe

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#8
Hallo Jonny,
ich hatte vor Jahren einen Unfall mit einem Bus. Da ist der Bus über die durchgezogene Trennline gefahren und hat mich beim Ausfahren aus einer Parklücke auf der gegenüberliegenden Fahrbahn gestreift. Du kannst mal raten, wer Schuld war.....
Ich kam aus dem ruhenden Verkehr und das Überfahren der Trennline spielte keine Rolle. Du hättest statt zu überlegen kräftig Gas geben müssen, deshalb hat der Busfahrer sicher auch gehupt. Für ihn ist eine Vollbremsung, um nicht mit Dir zu kollidieren, sehr viel gefährlicher ....

Da Du auch gegenüber der Polizei Deinen Verstoß zugegeben hast (nicht nach links geschaut zu haben) verbuche es alos Lebenserfahrung. Solange alles nur Blechschaden geblieben ist, völlig harmlos. Stell Dir vor, der Busfahrer macht eine Vollbremsung und im Bus stürzt ein Mensch und zieht sich ernsthafte Verletzungen zu.... alles schon oft geschehen....

Ja, die Kosten sind nicht schön, aber ......

Gruß von der Seenixe
 

Jonny2019

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#9
Hi Seenixe,
vielleicht hast du recht, aber ich bin ja nicht ausgefahren aus einem Parkplatz, ich war ja schon mitten in der Fahrt, darum geht es ja, ich hätte den Bus sehen müssen bei der rießen Übersicht er müsste sich weiter hinten befunden haben, ich war wirklich nach dem Unfall total perplex.
Weiter hinten ist ja eine Haltestelle und so wie der Aufprall geschehen ist müsste er durchgehend auf der Fahrradspur gefahren sein. Rein von der Logik müsste er doch wenigstens Teilschuld sein, oder?

Konntest du im Nachhinein nachweisen anhand von Fotos das der Bus die Radspur überfahren hat?
 

seenixe

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Berlin
#10
Hallo,
der Bus biebt nach dem Anprall stehen und stand da noch immer in der Hälfte meiner Spur, die Polizei hat alles entsprechend dokumentiert und ich habe jegliche Schuld bestritten, aber vor Gericht kein Recht bekommen. Ich sei aus dem ruhenden Verkehr gekommen und hätte deshalb erhöhte Sorgfaltspflichten. Du bist aus einer Seitenstrasse gekommen und hast deshalb erhöhte Pflichten.


Gruß von der Seenixe
 

HWS-Schaden

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#11
Hallo Jonny, willkommen im Forum.

Du argumentierst, dass du den Bus nicht gesehen hast.
Mal angenommen, der Bus sei tatsächlich auf der Fahrradspur gefahren: Warum sollte er dort nicht sichtbar (gewesen) sein? Einen Fahrradfahrer auf dieser Fahrradspur müsste man doch auch sehen können, wenn man in die Straße einbiegt - oder wie ist das? Sind Fahrradfahrer dort prinzipiell der Gefahr ausgesetzt, übersehen und angefahren zu werden?

Gibt es ein Stoppschild vor der Einmündung in die vorfahrtsberechtigte Straße, also dort, wo du eingebogen bist?

LG
 
Zuletzt bearbeitet:

bobb

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#12
Hallo Jonny,

Du schreibst in Deinem ersten Post einmal, dass Du Dich schon auf der Einfädelspur befunden hast und dann geht es weiter, dass der Busfahrer wohl vermutet hat, dass Du Dich in die Einfädelspur reindrängeln möchtest. Was ist nun richtig?

Meine Logik:
Nach den Bildern hast Du Dich auch beim Crash noch auf dem Fahrradstreifen befunden. Der Busfahrer war vermutlich noch teilweise auf der Fahrradspur, weil er ja -wie Du selbst schreibst - vorher an einer Haltestelle gehalten hatte und selbst noch von der Fahrradspur auf die rechte Fahrbahn (Einfädelspur) wechseln wollte. Er hatte zu diesem Zeitpunkt aber eine höhere Geschwindigkeit als Du, weil Du ja gerade von der Seitenstraße reingefahren bist auf die Fahrradspur und wohl langsamer gewesen sein mußtest. Da hat er Dich vor sich gesehen (bei Versatz der beiden Fahrzeuge - Bus hatte schon begonnen auf die Einfädel-Fahrbahn zu wechseln) und Dich wohl wegen der niedrigeren Geschwindigkeit Deines Fahrzeuges warnen wollen, jetzt nicht vor seinem schnelleren Bus auch in die Einfädelspur zu wechseln.. Und was hast Du jetzt gemacht! Du hast durch das Warnzeichen des Busfahrers, nämlich Huben, auch noch gebremst! Ohne Grund! Der Crash war dadurch nicht zu vermeiden.

Du hast m.E. falsch reagiert, nämlich indem Du gebremst hast.
 
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