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Verzögerungstaktiken der Versicherungen

Vossi

Nutzer
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27 März 2008
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10
Hallo zusammen.
Folgende Ausführung habe ich am 18.12.06(!) an diverse Redaktionen geschickt, da mit endlich mal jemand auf bestehendes Unrecht aufmerksam wird. Ich brauche wohl an dieser Stelle nicht erwähnen, das es niemanden interessiert hat....

Wer fleissig zu Ende liest, bekommt das Update von heute am Ende des Textes. Heute war endlich der erste Verhandlungstag....



Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich bin ein selbständiger Handwerker aus Wolfenbüttel. Am 30.06.03(!) wurde ich bei der Ausübung meines Hobbies, dem Radfahren von einer Verkehrsteilnehmerin angefahren. Dabei zog ich mir einen Bruch im rechten Ellenbogen zu. Der Unfall ist rechtlich unstrittig zu meinen Gunsten. Es ist nach zehn Wochen Arbeitsunfähigkeit, widerwillig und unter großem anwaltlichen Aufwand zu einer Zahlung des Verdienstausfalls und eines geringen Schmerzensgeldes gekommen. Es sollte im Jahr 2004 zu einer Endoskopie des Ellenbogens kommen. Das wurde von der Versicherung immer wieder abgeblockt und durch in der letzten Sekunde abgegebene "Sonderbedingungen" um insgesamt 18 Monate verschoben. In der Zwischenzeit hat der Anwalt aufgegeben und die Versicherung(ehem.MLP) wurde von der Janitos übernommen. Als der neue Anwalt eine entsprechende Klage verfasst hat und die dann auch bei der Janitos einging, wollte man sich plötzlich "im Guten" einigen. Es ist dann nochmal zu einer geringen Zahlung eines Schmerzensgeldabschlags und auch endlich zu einer Kostenübernahmezusage für die Endoskopie gekommen. Nach erfolgter OP dann wieder Stille in den Reihen der Versicherung. Ein "abschliessender" Bericht meines behandelnden Arztes, der im Übrigen von der Versicherung verlangt und vorgefertigt war, hat eine Dauerschädigung von 30% ergeben. Die Versicherung hat nun natürlich ,den eigenen Bericht in Frage gestellt und ein unabhängiges Gutachten einer BG Klinik gefordert. Als guter Staatsbürger komme ich so einer Aufforderung natürlich nach und begebe mich in die Hände "des" Spezialisten in der Region für Ellenbogen. Prof.Lill hat als Möglichkeit, mich nach 42(!) Monaten schmerzfrei zu bekommen, nun eine Entfernung des betroffenen Knochenstückes vorgeschlagen. Ein Termin wurde vereinbahrt und von der Versicherung abgelehnt. Die Begründungen reichten von nicht rechtzeitiger Benachrichtung bis zu in Frage zu stellender Medizinischer Notwendigkeit und Unfallkausalität. Gestern kamen dann Schreiben der Janitos die dem Fass wirklich den Boden ausschlagen. Die Janitos ist mit der OP nicht einverstanden, ich bin aber verpflichtet die Unfallfolgen so gering wie möglich zu halten und werde deshalb aufgefordert den Termin einzuhalten. Über eine Unfallkausalität und eine entsprechende Kostenübernahme könne hinterher verhandelt werden. Ich muß den Termin am Montag den 11.12.06 wahrnehmen ohne zu wissen ob jemand dafür bezahlt und werde bestraft wenn ich es nicht tue. Ich kann seit dreieinhalb Jahren meinen Beruf nur unter Schmerzen und mit Behinderung ausführen, weil ich Fahrrad gefahren bin.


[offtopic/... Das muß für Sie recht verwirrend klingen und einige Fragen offen lassen. Glauben Sie mir, mein Anwalt und ich haben alles rechtlich legale beachtet und getan. Aber unser Rechtssystem lässt wohl immer noch Lücken für so ein Verhalten. Mein Glück ist wohl noch das ich eine Rechtschutzversicherung besitze, die für diesen Rechtsstreit aufkommt. Jeder der eine solche Versicherung nicht hat, wäre schon längst an die Grenzen des Machbaren und zu finanzierendem gestossen. Wenn Sie möchten, beantworte ich Ihnen Ihre Fragen und stelle mich für eine eventuelle Ausarbeitung dieses Falles zur Verfügung. Unterlagen könnten durch Sie eingesehen werden. Ich bin wirklich niemand der anderen etwas böses will, aber dieses Verhalten gehört angeprangert. Und andere Leute sollten gewarnt sein, sich in diesem Land etwas nicht zu schulden kommen zu lassen, um nicht in die Insolvenz getrieben zu werden .../offtopic]


So, Mahlzeit zusammen.

Wir schreiben das Jahr 2008 und bis heute ist natürlich nichts geregelt.

Am 28.03.07 wurde meine Klage beim zuständigen Amtsgericht in Braunschweig eingereicht. Es ist nach langem Schweigen, einigen unsinnigen Schreiben eines bestellten Anwaltes und einer angebotenen Mediationregelung durch das Gericht endlich zu einer Terminvergabe vorm Richter gekommen. Ein Jahr wohlgemerkt. Heute, also am 27.03.08 kam es dann zu weiteren Merkwürdigkeiten bei Gericht. Der leitende Richter hat sich den Fall nur in soweit zu Gemüte geführt, das er zu dem Schluss gekommen ist, das es wohl einer erneuten Medizinischen Begutachtung durch einen Arzt bedarf. Am 15.05.08 wird das aber erst offiziell verkündet Fragen Ja
Bis zum 17.04.08 haben nun beide Seiten Zeit auf das inhaltlos scheinende Gerede was da heute gelaufen zu sein scheint, zu reagieren. Die Janitos behauptet bis heute das die nun mehrfach diagnostizierte (Auch und vor Allem durch eine BG Klinik) und zweimal operierte Radiusköpfchenfraktur(Inkl.Resektion=Amputation des Speichenkopfes) , unfallkausal ist. Und damit alle medizinischen Maßnahmen nicht zu Ihren Lasten gehen dürften.
Inzwischen wurde mir von der Versicherung (annahme des Verfassers) ein Privatschnüffler auf die Fersen gesetzt, um zu schauen was ich so treibe, während ich krankgeschrieben war. Fotos von mir und meiner Familie inkl. Die aufgesuchte Polizei erklärte sich machtlos. War irgendwie zu erwarten. An dieser Stelle möchte ich Herrn Carsten Zinskamp (Auf dieses Phantom ist der blaue Passat mit dem Pol.Kenz. SU-CZ-777 zugelassen) mitteilen. Sei froh das Du schneller warst.
Weiterhin wurde von der Versicherung ein Gutachter beauftrag, der meine finanzielle Situation durchleuchten sollte, um eine einvernehmliche Aussage über mögliche finanzielle Ansprüche machen zu können. Die 20% Beschädigung müssen ja irgendwie zu Geld gemacht werden. Dieses Gutachten hat fast ein Jahr gedauert und wird von der Janitos nicht vor Gericht angeführt. Mir bleibt natürlich auch kein Fetzen Recht übrig, dieses einzufordern. Aber, wenn wunderts?

Jetzt nochmal ein paar Fakten zum warmwerden:

Der Unfall ist inzwischen 4 Jahre und neun Monate her.
Ich war unfallbedingt mehr als acht Monate Krankgeschrieben
Ich wurde zweimal operiert.
Ich habe eine, durch ein BG Klinik begutachtete und Athestierte Dauerbeschädigung von 20% auf meinen in Teilen amputierten Ellenbogen.
Ich sitze auf Arzt und Reharechnungen von mehreren Tausend Euro.
Ich kann mein Hobby nicht mehr ausüben.
Ich kann nur unter Schmerzen Arbeiten.

[/Jetzt mal Sachen die keinen Interessieren und vor allem nicht bezahlt werden:

Die Akte ist inzwischen so dick wie ein Ottokatalog. In meinem Mailfach liegen 210 (In Worten zweihundertzehn) Mails die mir mein Anwalt geschrieben hat . Briefverkehr(und Antwortmails) nicht eingerechnet. Ich bin inzwischen 20kg schwerer. Bin ein dutzent mal gerade so an der Insolvenz vorbeigeschlittert. habe Magenschmerzen von dem Thema. Aber das schlimmste ist eigentlich, das ich meinen kleinen Sohn nicht lange auf dem rechten Arm tragen kann.
/]

Und jetzt kommt ein Richter nach einem Jahr Akteneinsicht auf die Idee, das sich das doch nochmal ein Arzt anschauen sollte? Nochmal Monate und Steuergelder verschwenden, nur damit endlich mal jemandem auffällt, das ich im Recht bin. Und dann? Dann muss ja noch ein gerichtlich beauftragter Gutachter bestellt werden, der sich um den zu berechnenden Verdienstausfall kümmert. Das ist alles so unglaublich, ehrlich...

Es sollte an dieser Stelle erwähnt sein, das es bis jetzt keine Redaktion in diesem Land interessiert hat. Es scheint so unwichtig zu sein das Redaktionen wie PlusMinus, Frontal21, und sämtliche Regionalredaktionen der ARD es nicht einmal für nötig gehalten haben, Ihr Dessinteresse an diesem Fall zu bekunden. An dieser Stelle nochmal danke für die Aufmerksamkeit. Eigentlich darf man es gar nicht erzählen, aber der letzte Versuch in dieser Richtung galt (und dafür mag ich mich ein bischen weniger), der Bildredaktion. Nur und wirklich nur von dort bekam ich Antwort. Negative, aber eine Antwort. Danke BILD.


Ich hoffe ich habe Euch nicht zu sehr mit meinem Leid belästigt. Ich bitte von Mitleidsbekundungen abzusehen, ich kanns nicht mehr hören.
Ich weiss das das alles nicht Recht sein kann. Und trotzdem bin ich in diesem Unsinnszirkus gefangen.

Vielleicht weiss ja jemand etwas was ich nicht weiss. BaFin und Co sind durch. Abwarten ist im Übrigen ein Scheisstip.

Danke für Eure Aufmerksamkeit, auf Wiedersehen
 

Joker

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Hallo Vossi,

herzlich willkommen im Forum derjenigen, die sich in Geduld üben müssen, die sie eigentlich nicht haben.

Ja, was sollen wir dir jetzt für einen Ratschlag geben? Wenn du dich hier ein bisschen umgesehen hast, wirst du sicherlich feststellen, dass eine Schadensregulierung eine erhebliche Portion an Geduld braucht, und das Wörtchen erheblich bedeutet dabei nicht Monate sondern Jahre oder gar Jahrzehnte. Und auch gerade wenn mittlerweile die Gerichtsbarkeit eingeschaltet ist, gilt nach wie vor der Spruch:

Die Mühlen der Justiz mahlen langsam, aber sie mahlen.​

Und ein Amoklauf würde dich sicherlich nicht in besserem Licht scheinen lassen...

Zum Thema
Und jetzt kommt ein Richter nach einem Jahr Akteneinsicht auf die Idee, das sich das doch nochmal ein Arzt anschauen sollte? Nochmal Monate und Steuergelder verschwenden, nur damit endlich mal jemandem auffällt, das ich im Recht bin. Und dann? Dann muss ja noch ein gerichtlich beauftragter Gutachter bestellt werden, der sich um den zu berechnenden Verdienstausfall kümmert.
Dies ist ein normaler Vorgang, der Richter möchte sich ja eine neutrale Meinung bilden, bislang gibt es ja nur Parteivorträge. Zum Thema Neutralität von Sachverständigen findest du (leider) ebenfalls hier im Forum viele Beiträge :eek:.

Wenn du an einer medialen Darstellung deines Falls interessiert bist, kannst du ja öfters mal in der Rubrik Medien suchen Betroffene vorbeischauen, vielleicht passt ja eine Anfrage auf deinen Fall. Ansonsten hätte ich noch den Tipp, dass du deine mail nicht nur an die Redaktionen von entsprechenden Magazinen sendest, sondern auch nach einzelnen Redakteuren oder Produktionsgesellschaften recherchierst, die "ihre" Beiträge an Magazinsendungen wie Wiso, plusminus, Monitor etc. verkaufen und denen mal eine mail schickst ;)

Das von dir beschriebene Regulierungsverhalten der Versicherungen ist übrigens nahezu allgemein bekannt, nur will oder kann keiner etwas daran ändern.

Aber jetzt sieh dich erst mal in aller Ruhe hier im Forum um, dann wirst du feststellen, dass du kein Einzelfall bist....

Gruß
Joker
 

Vossi

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Hallo Joker.
Das Gutachten von Prof.Lill ist von der Versicherung gefordert worden. Und das ganze fand in einer BG Klinik statt. Viel mehr geht ja in Deutschland nicht an medizinischer Obrigkeit, oder irre ich mich da Wenn Ihr gelesen hättet, was ich mir schon zu Gemüte führen musste, unglaublich....
 

Joker

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Hallo Vossi,

deine Ausführungen kommen mir persönlich sehr bekannt vor, und dennoch klage ich bereits seit 8 Jahren... und das noch immer in 1. Instanz....

Gruß
Joker
 

Cindy

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Ooooh Joker,

du machst mir Angst :cool:. Ich bin im 5. Jahr und dachte, jetzt bin ich bald damit durch (mit der 1. Instanz Landgericht). Allerdings denke ich das schon seit 3 Jahren ;).

Hallo Vossi,

willkommen im Club.

Abgerechnet wird zum Schluß! Es kann nur besser werden.
Leider geht das nur mit Abwarten - ich weiß, Sche...tip.

Ich nehme an, dein Anwalt hat an die Feststellungsklage gedacht(?), da du einen Dauerschaden hast.

Gruß
Cindy
 

Vossi

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Hey.
Wie schon gesagt, es ist von meiner Seite alles rechtlich vertretbare und legale getan worden. Auch Feststellungsklage und sonstige Anträge. Beschwerde bei der Versicherung (Dachverband Gothaer) und bei der BaFin. Alles nur Gerede und heisse Luft.
Vossi
 

seenixe

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Hallo Vossi,

ich kann verstehen, was in Dir vorgeht. Aus viel heisser Luft wird ein Sturm und dieses Forum dient dazu, diese heisse Luft zu bündeln und dafür zu sorgen, dass die Luft nicht unnütz ist. Versuche den Ablauf Deines Verfahrens darzustellen, gib anderen Kraft weiter zu machen. Auch ich habe ein Schreiben vom Bundesversicherungsamt vorliegen, nicht die Mühe wert zu lesen, aber jedes Detail wird im Verfahren zu einem Stück des Verfahrens selber. Hier hast Du die Möglichkeit Kraft zu tanken und Dir weitere Anregungen zu holen. Schlage nicht uns, wir sind der falsche Sack ;)

Gruß von der Seenixe
 

brini

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uns geht es auch so...

hallo vossi,
kann dir gut nachfühlen wie es dir (euch) geht. wir haben ein ähnliches problem, mein mann hatte 1997 einen motorradunfall. schuldfrage unstrittig. hier mal ganz ganz kurz wie es uns ergangen ist / geht: (HW: wir haben zu dem thema mittlerweile 96 () beite din a4 aktenordner, die knüppeldick voll sind!

auch wenn dir die nachfolgenden zeilen nicht viel mut machen, wünsche ich dir viel glück und erfolg und ganz viel kraft bei deinem verfahren!

1997 der unfall, 2 op´s in einer bg-klinik, 1/2 jahr krank
1998 reha, dann wiederaufnahme der arbeit, antrag beim versorgungsamt --> gdb 30%
1999 verschlechterung des gesundheitszustandes, gdb vom versorgungsamt erhöht auf 50%
2000 hurra! wir konnten uns mit der versicherung (vs) des unfallgegeners einigen und haben mit denen bei unserem anwalt einen vergleich geschlossen, der alles regelt (bezahlung der arztkosten, was passiert bei verschlechterung, ect.)
2001 verschlechterung des gesundheitszustandes, gdb erhöht auf 60%, reha beantragt --> abgelehnt --> widerspruch
2002 reha bewilligt, danach wiederaufnahme der arbeit
versicherung hält sich auf einmal nicht mehr an den geschlossenen vergleich und stellt sämtliche zahlungen ein
2003 nach viel hin und her über den anwalt --> klageeinreichung beim landgericht (lg) des unfallortes,
verschlechterung des gesundheitszustandes --> wieder krankgeschrieben
2004 verweisung des verfahrens an das lg in der stadt, wo auch die vs sitzt, da lg vom unfallort angeblich nicht zuständig ist,
stationärer aufenthalt in einer schmerzklinik (immer noch krank geschrieben) und zeitgleiche kündigung des arbeitgebers!
meldung beim arbeitsamt als arbeitssuchender, muß-vorstellung beim amtsarzt, feststellung der erwerbsunfähigkeit, rückwirkende anerkennung der erwerbsunfähigkeitsrente auf 2002 (letzte reha, obwohl damals als arbeitsfähig entlassen!)
2005 gutachten beim sitz der vs (danke herr richter! es gibt ja keine krankenhäuser bei uns in der gegend, man muß ja 500km dahin fahren! aber immerhin ist das gericht und das krankenhaus in der gleichen stadt!)
erneute verschlechterung des gesundheitszustandes und nochmal zwei op´s
2006 weitere gutachten in der versicherungsstadt angeordnet aber von uns abgesagt, da es gesundheitlich nicht mehr geht, da belastung so groß und weg zu weit. antrag von uns beim lg auf anderen gutachter in unserer nähe wurde abgelehnt
nervenzusammenbruch, verschlechterung des gesundheitszustandes,
richter droht damit, daß er meinen mann zum amtsarzt schickt oder zu den gutachten zwangsvorführen lässt
antrag beim versorgungsamt auf verschlimmerung --> abgeleht, nach widerspruch klage vorm sozialgericht
2007 richter ordnet amtsarztgutachten an bezgl. der reisefähigkeit, da wir gutachten in die vs-stadt weiterhin abgelehnt haben wg. schlechtem gesundheitszustand. der amtsarzt bestätigt den schlechten gesundheitszustand und rät davon ab, daß mein mann dorthin anreist, da belastung zu groß und weg zu weit.
richter interessiert das gutachten vom amtsarzt nicht und ordnet trotzdem das gutachten in "seiner" stadt an
sofortige beschwerde beim olg eingereicht --> abgeleht mit dem kommentar, daß die beschwerde nicht zulässig ist. danke!
2008 richter ordnet nun gutachten in der psychiatrie bei uns in der gegend an...super...das bringt es voll...die verletzungen und beschwerden liegen woanders (durch den unfall verschiedene frakturen (handgelenk, ellenbogen, rippen, knie), die teilw. auch in fehlstellung verwachsen sind, bewegung ist stark eingeschränkt, mein mann kann nur noch mit schmerzmittel (täglich hohe dosen) leben, durch die fehlstellung auswirkungen auf das ganze skelett... nicht erwähnt die ganzen anderen einschränkungen und folgeerkrankungen!)
naja, wir warten ab, was in diesem jahr noch alles passiert....

so, das war die mega-kurzfassung. den ganzen psychoterror hab ich weggelassen. vielen dank für s lesen, für diejenigen, die so lange durchgehalten haben.

wir haben bisher (leider) auch noch niemanden gefunden, der uns helfen kann oder will. wir haben alles was möglich und finanzierbar war ausgeschöpft. wir sind nervlich und gesundheitlich am ende (ich mittlerweile auch, das ganze hat mich mit krank gemacht...) aber wir kämpfen weiter. oder eher gesagt ich. für meinen mann und für alle anderen, denen es genauso geht. es kann nicht sein, daß man so fertiggemacht und ausgeblutet wird von den versicherungen. und das die gerichte da noch mitspielen...

wünsche euch alles gute und viel erfolg und ganz viel kraft bei euren klagen / abfindungen. mir ist sehr wohl bewußt, daß es sehr viele gibt, denen es genauso geht. tut mir leid für´s jammern, aber ganz ehrlich: es hat gut getan sich den mist wenn auch nur in der super-kurzen fassung von der seele zu schreiben.

alles gute und danke
brini

p.s. für tipps und ratschläge bin ich dankbar, vielleicht weiß doch jemand was man noch machen kann?
 

Vossi

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[bitte nicht immer komplette Beiträge zitieren, das müllt das Forum unnötig zu und nützt niemandem]

@seenixe
Mit heisser Luft meine ich natürlich all die "offiziellen Schreiben" die man so übersich ergehen lassen muss. Ist alles nur Gerede ohne Sinn und Menschlichkeit....

[bitte nicht immer komplette Beiträge zitieren, das müllt das Forum unnötig zu]

@ brini
Aber ein Anwalt ist da dran, oder?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

brini

Mitgliedschaft beendet
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18 Dez. 2007
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2
hallo vossi,

natürlich ist da ein anwalt dran (mittlerweile haben wir sogar gewechselt, weil wir mit dem ersten total unzufrieden waren), aber du weißt ja selbst wie lange sowas dauert, wenn du mit rechtsverdrehern und gerichten zu tun hast und wenn die versicherung dich ausbluten möchte...

wünsche dir alles gute...
liebe grüße
brini
 

sammy1

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53501 Grafschaft/Nierendorf
Vossi

Hallo!
Du hast die BaFin angeschrieben,das ist nur eine untergeordnete Stelle.
Schreibe DIREKT an das AUFSICHTSAMT DEUTSCHES VERSICHERUNGSWESEN in Bonn ,Graurheindorferstrasse 108.Dort wird
dir geholfen.

Viel Erfolg von Sammy1:cool:
 

Joker

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am Rhein
Hallo sammy,

das Bundesaufsichtsamt für Versicherungswesen hat im Jahr 2003 seinen Namen geändert, s. hier: es heißt jetzt "Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht", kurz BaFin ;) Die Adresse ist jedoch gleich geblieben.

Gruß
Joker
 
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