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"vertebragener Schwindel", zervikogener Kopfschmerz, Mischkopfschmerz ...

Ariel

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frank

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849
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Nähe Wildnis in Flussauen
.............

An alle Betroffenen
mit HWS-Distorsion, Schleudertrauma, PTBS'ler,

man differenziert immer mehr zwischen den "psychogenen" Schwindel, "psychogenen" Kopfschmerzen und den mechanisch-traumatisch bedingten Schwindel und Kopfschmerzen.
........................
Gruß Ariel

Moin ariel, lieb gemeint, aber beim Zucken meines Kopfes, mir ist beim Versuch das Pdf zu lesen schon "schwindelig" geworden.

Kunden wie ich verstehen dieses Fachsimpeln nicht. Und schon gar nicht den von dir wohl herausgestellten Unterschied (die Tendenz).

Was mich dabei aber interessieren wuerde, waere die Info, wer ist "man"?

Ist diese Differenzierung nun was gutes fuer Betroffene, oder etwas gutes fuer die "Fachwelt"? - oder wird hier weiter an der Stellschraube zugunsten der Versicherungen, oder eben zuungunsten der Betroffenen gedreht?
 

Joker

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Hallo Ariel,

dank dir für deine Artikel. Ich frage mich jedoch, ob sie noch Gültigkeit haben. Wenn ich die aktuelle Sachlage richtig verstehe, versucht man "auf Teufel komm raus" in aktuell verfassten "Leitlinien" die Existenz eines vertebragenen Schwindels zu verneinen.

Ich zitiere beispielsweise aus "Leitlinie: Begutachtung der Halswirbelsäulendistorsion" von Lang, Badke, Grifka, Köllner, Marx, Stoll, Tegenthoff, Weise (ja, ja, man kennt so einige Namen :mad:), veröffentlicht in Akt. Neurologie 2008; 35; 131-137:
Die Existenz eines HWS-bedingten bzw. zervikalen Schwindels ist in der Literatur umstritten [13]. Ein eindeutiger Drehschwindel weist immer aufeine vestibuläre oder nervale Genese hin. Ein häufig übersehenes Syndrom ist der benigne paroxysimale Lagerungsschwindel, nach dem gezielt gefahndet werden muss. Einzelheiten siehe Leitlinien (s.o. unter „Ziel der Leitlinie").
Die Quellenangabe zu [13] lautet übrigens:
Widder B. Begutachtung bei Schädel-Hirntrauma. In: Wallesch CW, Unterberg A, Dietz V (Hrsg): Neurotraumatologie. Stuttgart: Thieme 2005: pp 228-254

Dass HWS-Geschädigten die vestibuläre oder nervale Genese gerne abgesprochen wird, ist sicherlich keine Neuigkeit. Zum benignen paroxymalen Lagerungsschwindel wurde erst kürzlichst ein TV-Beitrag gebracht: durch eine einzige Behandlung ausheilbar, bei fortbestehen sei alles psychisch...

Warum letztgenannte Quellenangabe [13] (Buch zu SHT) jetzt auf einmal gleichbedeutend zu HWS-Distorsionen gesetzt wird (ist SHT = gleich HWS :confused:), sollten die Autoren erklären können, die Motivation lässt sich jedoch mit Versicherungsperspektive erahnen.

Dennoch, für mich bleibt ein fades Fazit: gemäß der Weltgesundheitsorganisation gibt es einen zervikogenen (=halswirbelsäulenbedingten) Schwindel, nur in in diesem Lande wird er durch wenige Autoren, aber dies umso penetranter sukzessive "wegdiskutiert" um die Diagnose - zumindest in D - zu eliminieren :mad:

Ja, ja: in Litauen gibt es kein Schleudertrauma und in Deutschland ist der vertebragene Schwindel abgeschafft. Mal abwarten, was der Nikolaus als nächstes bringt.

Gruß
Joker
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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Hallo frank, Hallo Joker,

ihr habt ja, nach der Uhrzeit eurer Beiträge zu urteilen, die kürzeste Nacht zum Arbeitstag gemacht!:)

vielen Dank für eure engagierte Anregungen.

Natürlich werde ich den Ball aufgreifen und nachprüfen, was so die aktuelle wissenschaftliche Medizin in den letzen 40 Jahren erkannt/erforscht hat, und wie die Versicherungsmedizin dagegen auf den falschen Theorien von Erdmann und gleichgebildeten Konsorten noch heute aus dem medizinischen Antiquariat zitieren, wozu auch das Gebabbel der TV-Sendung gehört.

In einer TV-Sendung biedern sich meist medizinisch minimal gebildete Versicherungsmediziner an (zumindest aber ausschließlich einseitig mit versicherungsmedizinischem Fortbildungskenntnissen ausgestattet), das kann man jeden Tag inden TV-Dok-Sendungen feststellen, geeignet zum Fürdummverkaufen der Zuschauer.

Da wird immer tatsächlich noch fest und steif behauptet, der menschliche Organismus bestehe ausschließlich aus organischen Einzelteil-Einheiten, die miteinander nichts zu tun hätten. Augen-Fach, Ohren/Nase/Hals-Fach, Kiefer-Fach (Zahnstandanomalie), Zähne-Fach (Karies), Skelett und Muskel-Fach(Orthopädie), Neurologie-Fach (Strikte Trennung von NervenimKopf = zentrales Nervenkostüm und NervenaußerhalbvomKopf = peripheres Nervenkostüm), Kardiologie-Fach(Herz), Innere Medizin-Fach (aller Kruscht im Körper), Urologie-Fach(Entwässerungsausgang und Erektionsstörung), Gynäkologie-Fach (Gebären und übrige Geschlechtsverkehrsmitbringsel), > Chirurgie ist kein heilendes Medizinisches Fach, sondern nur eine Reparatur-Metzgerei für menschl. Organismus ohne Schlachterlaubnis) usw.
und wehe, ein Arzt aus dem einen Fach guckt rüber zum anderen Fach, dann gibts Haue, Boxen, Diffamierung, (oder ein "Mathias Schulze" muss wieder einschreiten!), kurz: Umsatzverlustpanik!

Ein Problem, das gerade bei der Neurologie gut erkennbar ist, wo setzt man die Trennung an, so dass man unter gar keinen Umständen plötzlich dem Kollegen eines anderen Fachs ins Handwerk pfuscht?
Z.B.: Die Kopfsinnesnerven, habe ja ihren angestammten Platz im Kopf, Punkt. So sagt die Schulmedizin.
Wo hört der Kopf auf und der Körper an? Mir ist diese Frage richtig peinlich, aber die Schulmedizin brauchts halt, kann nicht ohne Schwachsinn!
Und warum brauch sie das?
Weil es nur entweder periphere Nervenläsion gibt, oder nur zentrale Nervenstörung. Und zu guter letzt, das vegetative Nervensystem, das gibt es nach Schulmedizin nicht wirklich, denn Personen mit Störungen "unbekannter" Entstehungsursache, die sperrt man in die Psychiatrie.

Schade, dass ich bei meinem Unfall bewusstlos war und nicht erkennen konnte, wie sich der Unfallmechanismus mit höchster Konzentration nur auf das eine Nervensystem ausübte, ohne unter gar keinen Umständen das andere zu tangieren. Oder war es doch umgekehrt? :confused:

Dass das ein gutes Kunststück gewesen sein muss, nur "ein" Nervensystem zu treffen, ohne das andere zu tangieren, das habe ich erst nach und nach erkannt, als sich die Ärzte(Viele Ärzte) darum stritten, sind die Läsionen nur eine Störung der peripheren oder eine der zentralen Nerven. Eine Läsion des vegetativen Nervensystems gibt es, nach Lehrbuch, nicht, 'gewisse Störungen' sind nur Verhaltensstörungen des Verunfallten.:rolleyes:

Um zu erkennen, worüber sich diese angeblich medizinisch gebildeten Mediziner streiten, habe ich die Lehrbücher durchstöbert. Es war eine Heidenarbeit, denn, wie oben schon beschrieben, muss man ja von einem Fachgebiet zum anderen springen, wenn in den jeweiligen Einzelfachgebieten immer wieder die Feststellung auftaucht, Ursache, Ätiologie(Entstehung) unbekannt!

Dieses, in den schulmedizinischen Lehrwerken, häufig auftauchende Wort "unbekannt", entpuppt sich mit dem zahlreichen Lehrbuchstudium verschiedener Fachrichtungen als geschickt aufgezogene Strategie! Immer, wenn es um den interdisziplinären Zusammenhang geht, dann ist aufgeführt: "Unbekannt".

Ich vermute, dass es den Leser (Medizinstudent) nicht ermutigen soll, in anderen Fachdisziplinen nachzusehen, um vielleicht eines Tages nicht doch noch auf den großen Denkfehler zu stoßen, auf dem die gesamte Schulmedizin aufgebaut ist, per Zufall, an dem aber unter keinen Umständen gerüttelt werden darf.
Grund: Verlustangst, die sich immer wieder in Panikattacken auswirkt.
Angst vor >Verlust des Jobs, der Anerkennung, des Titels, der Erkennung des eigenen Versagens, Faulheit, Denkunfähig, Beobachtungsschwach, usw.
Alles, was den 'status quo' gefährden könnte, wird rigoros ausgemerzt.

Gruß Ariel
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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Ausführung zu zervikogenen/vertebragenen Schwindel, Teil I.

Hallo frank,

#man# ist die gut gebildete, selbstängig denkende und unabhängige, nur der Wissenschaft verschriebene, Klientel von Medizinern.

Zitat aus dem ersten Link, (Institut für physikalische Medizin):
Eine vertebragene Störung kann sowohl
neben einer peripheren Gleichgewichtsstörung bestehen,
als auch bei länger bestehenden peripher- und
zentral-vestibulären Schwindelbeschwerden vorkommen
Zusammenfassend gibt es den vertebragenen Schwindel,
der von den oberen Halswirbelsäulensegmenten
ausgeht (C0-C1-C2-C3).Die typische Klinik ist ein
asystemischer Schwindel, mit Bezug zu Kopfbewegungen
undKopfschmerzen.“

‚vertebragene Störung': ver|te|bra|gen = lat. vertebra "Wirbel (des Rückgrats)" u. → ...gen: von einzelnen Wirbeln, eine vertebragene Störung ist eine von den Wirbeln ausgehende/verursachte Störung.

Wenn Wirbelkörper nicht korrekt in ihrer natürlichen Position stehen (nach Erdmann: ‚disloziert’ = weg vom natürlich angestammter Position) dies ist nur auf Grund von Bandläsionen möglich, und beeinflusst jede HWS-, bzw. Kopfbewegung, mit sämtlichen negativen Auswirkungen.

- Jeder Balletttänzer weiß die Technik, die Schwindelerscheinungen bei schnellen, häufig hintereinander ausgeführten Körperdrehungen, auszuschalten/zu überlisten.
- Es ist eine Technik, die Stellung des Kopf-Halswinkels, trotz schneller Bewegungsausführung, so ruhig wie möglich zu halten. Die Perfektion ist dann erreicht, wenn der Tänzer nach ca 10 und mehr Körperpiruetten weitertanzen kann, also nicht gleichgewichtsgestört kippt oder torkelt.
- Da kein Tänzer die Flüssigkeit im Vestibularsystem (Ohr) fest-, ruhig halten kann (HaHaHa:D), so ist diese Tanztechnik ein Beweis dafür, dass die Halsafferenzen ausschlaggebenden Einfluss auf das Gleichgewichtssystem zwischen Hirn (Kopfsinne) und Körperstellfunktion haben. Weiterer Beweis ist: die Augenstellung spielen bei dieser Drehtechnik den wesentlichen Beitrag. Beweisend dazu die Untersuchungstests der traditionellen Neurologie – Testausführung mit offenen und mit geschlossenen Augen!
- Nicht nur die Tänzer können dieses bestätigen, sondern alle, die mit Körperschwankungsausgleich, z.B. Seeleute und Körperschwingungen, z.B. Artisten, sowie die Körperungleichmäßigen Bewegungen, z.B. Reiter, Springreiter, Kunstreiter usw. Turmspringer, Wasserballett, Taucher usw.
- Es ist auch sehr gut zu beobachten bei Kleinkindern, die Laufen lernen; sobald das Kind lernt seinen Blick zu stabilisieren, kann es sich im Gleichgewicht halten und wenn es müde ist, verliert es seine Körperhaltung.

Die oben angesprochene „Schwindelerscheinung“ ist, wie der Begriff schon sagt, nur eine Erscheinung. „Asystemischer Schwindel“!
- Jeder, der sich hier nicht fachmännisch/-weibisch auskennt, der sagt, wenn ihm die gerade Körperbewegungslinie außer Kontrolle gerät: mir ist schwindlig.
- Jeder, der sich schnell dreht, sagt, mir ist schwindlig, und
- jeder, der zuviel Alkohol getrunken hat, der sagt, mir ist schwindlig,
- jeder, der einen ‚Schlaganfall’ hat, …… usw.

Also wird von Laien der Begriff „schwindlig“ wahllos gebraucht, obwohl das eine, eine Gleichgewichtsstörung ist, das andere eine Vergiftung, der nächste hat eine Entzündung im Vestibularsystem, oder ein anderer hat eine Versorgungsstörung im zentralen Verknüpfungssystem, usw., also unterschiedliche Funktionsstörungen im Sinnessystem und immer wird das Wort „Schwindel“ benutzt.
Allen gemeinsam ist:
- ein komisches Gefühl im Kopf und
- die Augen melden, die Welt ringsrum steht nicht still.

Oberpeinlich für die Qualität der deutschen Medizin ist, dass Mediziner, in erster Linie von Versicherugmedizinern geschürt, den wahllos gewählten Begriff "schwindlig" als Symptomtatsache darzustellen, anstatt die Aussage des Patienten dies zu relativieren, indem er genau die Beschwerde-Umstände (-Modi) nachfragt beim Patienten, um zu ergründen, warum der Patient sich schwindlig fühlt.
Eine typische versicherungsmedizinische Angewohnheit, 1. den Patienten nicht zu Wort kommen zu lassen, falsch zu dokumentieren, nicht richtig zuhören was der Patient sagt, und alles auf ein Schlagwort zu reduzieren, damit auch ja alles im unklaren bleibt. Dies gehört zur strategischen Befundmanipulation.

Ende Teil I.
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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Fachfremde Behauptung:Existenz des zervikalen Schwindels umstritten

Hallo Joker,

zu deinen Zitaten: Widder B. Begutachtung bei Schädel-Hirntrauma. In: Wallesch CW, Unterberg A, Dietz V (Hrsg): Neurotraumatologie. Stuttgart: Thieme 2005: pp 228-254
„Die Existenz eines HWS-bedingten bzw. zervikalen Schwindels ist in der Literatur umstritten [13]. Ein eindeutiger Drehschwindel weist immer auf eine vestibuläre oder nervale Genese hin. Ein häufig übersehenes Syndrom ist der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel, nach dem gezielt gefahndet werden muss. Einzelheiten siehe Leitlinien (s.o. unter „Ziel der Leitlinie").“

genau das meinte ich mit der Bemerkung zu dem peinlichen Verhalten der Versicherungsmediziner!
1. Zitat: „Die Existenz eines HWS-bedingten bzw. zervikalen Schwindels ist in der Literatur umstritten.“
Das ist ein Hammersatz! Ein Hammer, auch weil von einem Fachfremdem! Widder B. (ANB-Chef) ist Psychiater/Neurologe! Weise K ist Unfallchirurg/Kniespezialist/Skiunfälle usw, also eine Neurotraumatologie voll von "Schwindelspezialisten"! Schwindel ja, aber keinesfalls in Bezug auf Kopfsinnesfunktionsstörungen!

Fällt eigentlich niemandem auf, dass dieser Satz eine einzige Behauptung darstellt, vom Niveau eines Kleinkindes im Zornes- und ätsch-bätsch-Alter!
„Die Existenz“ ..“in der Literatur“… umstritten.“ Ätsch-bäh! (Verständlich, dass der Autor dieses Satzes sich im Medizinstudium besonders für Psychiatrie >Verhaltensanomalien< interessierte!):rolleyes:

„Umstritten“, das bedeutet, dass die Existenz schon existiert, aber nicht in der - versicherungsmedizinischen - Literatur.
- Welche Literatur? >Natürlich der Fortbildungsliteratur der GenRe-Versicheringsmedizin! Wo sonst.< (In der wissenschaftlichen Medizin war die Existenz von Einflüssen auf Kopfsinnesfunktionen nie umstritten!)
- Wann, ab wann, und bis wann ist die Existenz umstritten? >?<
- Warum ist die Existenz umstritten?
>Weil was „häufig übersehen wird“, und man „unbedingt danach gezielt fahnden muss“.<
- Warum? > Weil sonst die Versicherung zahlen muss! Blöde Frage!<

Was ist HWS? Die 7 Halswirbeln?
Nein, richtiger die unteren 5 HWK und das Weichteil- und Gefäßstrukturgewebe auch dabei?
Man sagt auch nicht "Bein verletzt", wenn man am Knie oder Oberschenkel oder Unterschenkel oder Fuß eine Verletzung hat. Man spricht auch nicht von Bein-Distorsion, sondern Knieverrenkung o.ä.
So ist eine HWS-Distorsion keine Bezeichnung für den Verletzungserfolg zwischen Schädel und Brustkorb. Wenn man aber keine besonderen Kenntnisse darüber hat, was HWS eigentlich für ein Organ - inklusiv Bedeutung - ist, so schwätzt man halt nach, ohne zu überlegen, siehe Ätsch-Bätsch-Satz von Widder!

In der seriösen wissenschaftlich medizinischen Literatur dagegen steht, dass der „Schwindel aus der oHWS /Kopfgelenkbereich, C0/C1/2(3) stammt.

http://www.springerlink.com/content/25735v3182253651/
http://www.springerlink.com/content/bgxh5ajmfrmqc43v/

Aus: Wissenschaftliche Projekte:
"Anatomie:
Christ (2), Putz (17) und Neuhuber (14,15) haben die anatomischen Besonderheiten der HWS ausführlich dargestellt und gewürdigt. Hervorzuheben ist dabei die Rezeptorendichte in den tiefliegenden kurzen autochthonen Muskeln der Suboccipitalregion, der Gelenkkapseln der Kopf-Halsgelenke und der Membrana atlanto-occipitalis. Die durch spezielle Präparationstechiken nachgewiesene direkte Projektion proproizeptiver Afferenzen aus den obersten Halssegmenten zum Vestibulariskompelex (15) erlaubt es, eine unfallinduzierte Irritation dieser Region als pathogenetische Ursache für posttraumatische Beschwerdebilder, wie Gleichgewichtsstörungen, als gesichert anzunehmen."

Warum wird dies in dem ‚Ätsch-Bätsch-Satz’ der Versicherungsmediziner nicht differenziert angegeben?

Es ist halt die typisch versicherungsmedizinische Qualität, medizinische Sachverhalte zu diskutieren, d.h. zu behaupten.

2. Ein Patient redet von seinem Schwindelgefühl; von was soll er sonst reden, wenn er nun mal dieses Empfingen nur so beschreiben kann.
Wir wissen, dass die Innervationsinformation von den trigeminalen Nervenfasern des oberen Rückenmarks (C2-C4) direkt zu den äußeren Augenmuskeln geschlossen/verknüpft verläuft.

Angenommen, wenn durch eine HWS-Verletzung (Schleuder-Distorsion) nun nur eine Seite der Nervenstrukturen (meist der Fall) betroffen ist, und dadurch die Augenbewegung nicht mehr das Sehbild wie gewohnt an das Hirn meldet, dann ist das allein schon eine Schwindelempfindung für den Betroffenen und seine Körperhaltestabilität ist gestört.

Nun redet der Widder (Psychiater) und sein Club davon, dass es einen "benigne proxysmalen Lagerungsschwindel" gibt (Neurologe/Psychiater turnt auf HNO-Fachgebiet herum).
Zum einen wird hier Strauchbeeren mit Steinobst vermanscht, also das eine: Drehschwindel (Innenohrschaden) mit dem anderen: akute Sehstörungen und Gleichgewichtsstörungen, und/oder Schwindel durch Leitungsstörung, allein, um den Leser in die Irre zu führen.
Zum anderen, und das ist das Wesentliche, es handelt sich dabei um eine unfallunabhängige Schwindelerscheinung und ist wohl leicht zu therapieren.
Der med. Laie soll hier wiederum von der eigentlichen Unfallverletzung abgelenkt werden, und da er darauf auch nicht so schnell kontern kann, mangels Kenntnisse, gelingt das meistens auch, siehe Gerichtsurteile, die auffallend von versicherungsmedizinischem Einfallsschrott beeinflusst sind!
Und das trotz des Wissens, dass, wenn es sich bei dem Schwindelgefühl tatsächlich um einen proxysmalen Lagerungsschwindel handeln würde, es bereits vor dem Unfall vorhanden war, also gut abgrenzbar zu dem Schwindel und/oder Schwindelerscheinungen, die durch eine HWS-Distorsionsverletzung unmittelbar nach dem Unfallereignis auftritt.
http://www.neurologie.uni-goettingen.de/index.php?inhalt=PPLS

Statt nach allen möglichen Unfallverletzungen zu fahnden, wollen diese Schurken ablenken und sagen, man „müsse gezielt fahnden“ nach einem Lagerungsschwindel.
Hier soll mit solchen schwachsinnigen Sätzen der Glauben erweckt werden, dass das, was die anderen sagen, gar nicht sein könne, weil doch der eindeutige Drehschwindel auf das da hinweist – und sonst nichts?
Und mit "gezielt fahnden", wird dem Gutachter suggeriert, er solle nur dies erfahnden (erfinden?) und alles andere sei unnötig, weil sowieso umstritten. = Befundmanipulation!

Vergleichbar ist dies, wenn ein Verunfallter ein Frieren/zittern wegen Kreislaufkollaps/Schock hat, und um einen unfallunabhängigen Grund zu finden, veranlass der Arzt, mal Fieber zu messen, denn es muss gezielt nach einer Virus-/Bakteriellen Infektion gefahndet werden, denn frösteln ist ein häufiges Symptom bei hohem Fieber.
Natürlich kann man das, kein Problem, jedoch ist es nach Unfall nicht nahe liegend, alles abzuchecken, was differentialdiagnostisch machbar sei.

Ein weiteres Problem taucht bei der Untersuchung auf: Die Art, die Untersuchung des Lagerungsschwindels, kann bei Verletzten mit Kopfgelenk/oHWS-Verletzungsschäden lebensgefährlich werden. Man siehe sich hierzu die Bilder der Untersuchungstechniken an. Auf jeden Fall kann dadurch der Schaden ziemlich verschlimmert werden, ähnlich einer unqualifizierten chiropraktischen Maßnahme.

Man kann alles und jedes bestreiten (umstritten), man kann auch bestreiten, dass es hell wird, wenn die Sonne am Horizont hochsteigt. Man müsse zur Bestätigung der Behauptung nur gezielt nach Wolken suchen/fahnden. ---- Es mag ja sein, dass Wolken die Sonne „verdunkeln“, jedoch ist es dennoch hell im Vergleich zur Nacht! Kurz: Das eine schließt das andere nicht aus! Aber genau das will uns med. Laien die Versicherungsmedizin glauben machen!

Gruß Ariel
 

mäuschen01

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Hallo!

Da ich leider auch selbst von den Thema betroffen bin, kann ich nur sagen, was hier so geschrieben wird, ist leider Realität.

Aber am meisten regt mich wieder so ein Satz auf
Die Existenz eines HWS-bedingten bzw. zervikalen Schwindels ist in der Literatur umstritten
Aber es ist nicht nur dieser Satz sondern der gesamte Absatz. Weil eigentlich kann man hier heraus lesen, das auf der einen Seite geglaubt wird, das es so einen Schwindel gibt. Aber auf der anderen Seite ist er umstritten.

Und ich weiß, das die Ärzte anschließend an alles andere denken, als an den Unfall. Es heißt dann höchstens, ach der Unfall, kann das nicht sein.
Und als weiteres hört man dann immer, nach so einer Zeit spürt man wirklich nichts mehr, sie sollten einmal überlegen, ob nicht was anderes dahinter steckt.

Man kommt sich dann oft wie so ein "Versuchskaninchen" vor. Es werden die verschiedensten Untersuchungen gemacht, aber nichts heraus gefunden. Und warum, weil sie ja nicht an der richtigen Stelle suchen.
Ich weiß noch ganz genau. Ich wurde einmal von meinen Hausarzt in die HNO-Klinik überwiesen, weil ich die Schwindelattacken habe.
Und wie ich den Leuten das ganze in der Klinik erzählt habe, habe die gemeint, das kann gar nicht HNO bedingt sein. Weil diese Symptomatik ist eine Nachwirkung des Unfalles aber nicht vom HNO Bereich. Und wie so oft, war natürlich auch dieser Weg umsonst, weil alles was die Ärzten dann sagten war ohne Befund.
Aber der Arzt in der Klinik hat das richtig gesagt. Er hat gemeint, die Ärzte schicken viel lieber dich von einen Arzt zum anderen, weil es ja so "billig" ist. Und das ganze nur, weil meistens die Versicherung nicht zahlen will.
Es sind natürlich nicht alle Ärzte gleich, aber es gibt leider viel zu viele, die dann anschließend wenn es um was geht, mit der Versicherung unter einer Decke stecken.:mad:

Liebe Grüße
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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Hallo mäuschen01,

Ich weiß noch ganz genau. Ich wurde einmal von meinen Hausarzt in die HNO-Klinik überwiesen, weil ich die Schwindelattacken habe.
Und wie ich den Leuten das ganze in der Klinik erzählt habe, habe die gemeint, das kann gar nicht HNO bedingt sein. Weil diese Symptomatik ist eine Nachwirkung des Unfalles aber nicht vom HNO Bereich. Und wie so oft, war natürlich auch dieser Weg umsonst, weil alles was die Ärzten dann sagten war ohne Befund.

Du schreibst genau aus dem Nähkästchen der strategischen Befundverschleierung:
Die Versicherungsmediziner wissen genau, welche fachliche Kompetenz der traditionellen HNO zugrunde liegt.
Dieser Fachbereich checkt ab, ob du organisch intakt bist, also Nase gerade, nicht entzündet, Ohren durchgängig nicht verwachsen oder entzündet, usw.
Vielleicht macht man auch einen kleinen Hörtest mit weiten Toleranzschwellen, so dass du bumberlesgesund hervorgehst aus dieser Untersuchung.
Also wohl wissend, dass in der HNO nichts gefunden werden kann, weil man dort keine Nervenleitungsstörungen untersucht, schickt dich die Versicherungsmedizin dort hin, nur zum Kosten verursachen!
Die HNO weiß genau, dass sie dich zur Schwindelüberprüfung in die HNO-Spezialabteilung hätten schicken müsssen, um die funktionellen Störungen von der HWS zu eruieren.
HNO hat ja neben Nase und Ohren auch ein 'H' für Hals.
Die wissen über die nervalen Verknüpfunen zu den Kopfsinnesorganen vom Neuro-Anatomie-Studium her bescheid.
Jedoch, dich dahin zu schicken, würde bedeuten, der Versicherungsmedizin in den Rücken zu fallen.
Der Neurootologie zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen, und zu allgemeiner Anerkennung, wenn man bei einen offiziellen versicherungmedizinischen Auftrag eine Untersuchung von der Neuro-Otologie vorlegt. Dieser würde ja der Schadensentsorgung im Wege stehen, und das darf sich eine HNO nicht antun!

Das haben wir alle so erlebt, die zur Untersuchung für eine "Befundbestätigung" von der Versicherungsmedizin in die HNO geschickt wurden.
Nach dem Bericht von der HNO heißt es dann, wir empfehlen ihnen eine Untersuchung in der Psychiatrie:
HNO ohne Befund und deren Anmerkung, die Beschwerden kämen von der HWS gilt nicht, denn diese Version ist ja nach fachfremder versicherungsmedizinischer Behauptung umstritten

Gruß Ariel
 

mäuschen01

Erfahrenes Mitglied
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Hallo Ariel!

Genau so war es wie du schreibst.
Ich finde aber genau, die vorgehensweise der Ärzte nicht in Ordnung. Weil wenn es um irgend etwas geht, hält momentan jeder Arzt zusammen.
Ich habe ja sogar anschließend wegen der Diagnostik in der Schwindelklinik gefragt. Weil ich weiß, das sie auch angeboten wird. Dann hat mein Arzt gemeint, dort kommt sicher nichts raus. Und somit war die Geschichte für ihn erledigt.
Aber leider ist die Geschichte damit wirklich nur für den Arzt erledigt, weil wie wir alles wissen, für uns ist die Geschichte noch lange nicht erledigt. Weil wir spüren das oft, ein Lebenlang. :mad:

Liebe Grüße
 

Ariel

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Hallo mäuschen,

Ich habe ja sogar anschließend wegen der Diagnostik in der Schwindelklinik gefragt. Weil ich weiß, das sie auch angeboten wird. Dann hat mein Arzt gemeint, dort kommt sicher nichts raus.

Das, was dieser Arzt getan hat, ist Befundvereitelung, er hat seine ärztliche Pflicht verletzt, zugungsten des Auftraggebers.
Und dem Patienten damit geschadet, natürlich wird auch das KK-System belastet.

In solcher Situation wäre es gut, wenn du, unter Zeugen, dem Arzt wiederholdend auffordern würdest, er solle sich um eine diagnostische Aufklärung über die nervale Störung kümmern.
Das kannst du aber als med. Laie kaum machen.

Jedoch im nachhinein, diesen Sachverhalt und das Gespräch in einem Brief an den Arzt dokumentieren, und einen Durchschlag an die Klinikleitung schicken.

Meine ausführlichen Beiträge geben dir soviel Kenntnis, dass man ruhig bei dem Arzt direkt anfragen kann, ob es denn gewollt sei, dass die Ursache deiner Beschwerden nicht an den Tag kommen solle. Du kannst sagen, es sei dies und das getestet und untersucht worden, aber es wurde nicht versucht, die eigentlichen Beschwerdeursachen zu finden.
Wenn du vor einem Unfall keine Schwindel-, Gleichgewichts- und Ohrenbeschwerden hattest, dann wird dein Ohr auch nach dem Unfall noch organisch intakt sein.

Gruß Ariel
 

mäuschen01

Erfahrenes Mitglied
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Hallo Ariel!

Meistens denkt man an das wirklich gleich direkt nach fragen erst später.

Ich hatte schon einmal ein ganz anderes medizinisches Problem. Und da habe ich mich von den Ärzten nicht so leicht abfertigen lassen. Habe mir anschließend beim Chef selber einen Termin geben lassen und mit ihn alles besprochen. Er war dann meiner Meinung hat gemeint, das er das selber in die Hand nimmt.
Beim nächsten Termin sah das dann aber anders aus, momentan war der chef wieder der Meinung, was vorher schon der Arzt gesagt hat. Und egal was ich auch sagte, es wurde immer umgedreht.
Und hier sah ich sehr deutlich, das alls abgesprochen war. Am Anfang wußte schließlich der chef von den ganzen noch nichts, aber dann hat er wahrscheinlich mit den Arzt gesprochen und anschließend hatte ich keine Chance.
Wobei es hier nicht um irgend einen Versicherungsstreit oder sonst was ging. Hier ging es "lediglich" um meine eigene Gesundheit.

Ich finde hier sieht man aber wieder sehr gut, das man als Laie und ohne irgendwelche Beweise wirklich wenig Chancen hat.
Aber natürlich, man darf sich nicht so leicht abfertigen lassen. :)
Und gerade solche Unfallprobleme können sehr langwierig sein. Das gleiche war das die Versicherung mir gleich (ca. 3 Wochen nach dem Unfall) eine bestimmte Summe angeboten hat. Mein Arzt hat aber gleich gemeint, nicht annehmen. Weil man kann nach so einer kurzen Zeit noch keine Folgeschäden erkennen.
Ich bin ja froh, das ich wenigstens einen Arzt habe, den ich wirklich vertrauen kann.

Liebe Grüße
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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Hallo zusammen,

aus aktuellem Anlass möchte ich hiermit noch einmal diesen wichtigen Artikel herausstellen:

http://www.springerlink.com/content/25735v3182253651/fulltext.pdf?page=1

Er ist zwar schon auf der Vorseite aufgeführt, doch einige Urteile lassen erkennen, dass Gerichte immer noch voreingenommen unter der Beeinflussung der konstanten Prozessparteien, die falschen, veralteten, vorgegaukelten medizinischen Ungewissheiten in ihre Überzeugungsbildung aufnehmen und entsprechend für UO Unrecht statt Recht sprechen.

In einem früheren Beitrag habe ich bereits hingewiesen, dass nur ein totes Unfallopfer seine Unfallverletzung beweisen kann, weil es seziert werden könne.

Diese Nachweise von den Anatomie-Wissenschaftlern, Prof., Dr. W. Neuhuber und Kollegen, über die direkten nervalen Zusammenhänge zwischen der oberen HWS/Kog, Kiefergelenke und bis in die Augen, sind bei bestimmten Unfallmechanismen ein Zusammenhangsbeweis für die jeweiligen Beschwerdearten.

Ein Gerichtsgutachter hat immer die aktuellen wissenschaftlich medizinischen Erkenntnisse als Basis für seine Beurteilungen zu nehmen.

Es ist genau darauf zu achten, Theorien von Erdmann sind absolut veraltet, hat er selbst einige Male revidiert und erweitert.

Eine Verletzung an der oberen HWS hat nun mal Beschwerdefolgen über alle Kopfsinnesfunktionen und Kiefergelenke, Mundwerkzeuge, so dass die Beschwerden nicht verspottet werden dürfen als "bunte Beschwerdesträusse" oder ähnliche Diffamierungen.

Gruß Ariel




 
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