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Versicherung will neues Gutachten

joest42

Mitglied
Registriert seit
21 März 2007
Beiträge
57
Hatte im Jahre 1996 einen unverschuldeten Verkehrsunfall aus dem ich Berufsunfähig wurde.
Zu diesem Zeitpunkt war ich selbstständig und musste dann im Jahre 2001 meine Firma schliessen weil es gesundheitlich und finanziell nicht mehr ging.
4 Monate später hatte ich dann eine Aneurysma mit einer Gehirnblutung - zählt zu einem Schlaganfall-.

Jetzt will die gegnerische Versicherung ein Gutachten in Auftrag geben um zu überprüfen ob ich durch das Aneueysma bleibende Schäden beibehalten hatte und dadurch meine Firma nicht weiterführen konnte.

Wie soll ich mich verhalten?

Habe keinerlei offensichtliche Defizite aus dem Aneurysma!
Bin aber bei einem solchen Gutachten doch besorgt was rauskommt.

Danke
joest
 

Reickja

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
27 Feb. 2007
Beiträge
448
Hallo Joest,

es ist nicht ganz nachzuvollziehen, warum Du angst vor einem Gutachter hast.

Sicher möchtest Du doch etwas von der Versicherung oder?
Denn woher weiß sie davon?

Um welche Art der Versicherung handelt es sich denn?
 

Siegfried21

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
10 Sep. 2006
Beiträge
2,417
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BW
Hallo Reickja,

erstmal wird es sich bei Joest42, um eine Haftpflichtversicherung handeln.

Dann hat doch jeder Angst und Bedenken, von ““geschmierten““ und ““gekauften““ Versicherungsgutachten.

Auch wenn bei Joest, keine offensichtliche Defizite aus dem Aneurysma zurückgeblieben sind, möchten die Prüfen, ob doch eine Kleinigkeit geblieben ist, die z. B. eine Minderung der Erwerbstätigkeit nachzieht.

Diese wäre dann nicht mehr Unfallkausal bzw. hätte nichts mehr mit dem Verkehrsunfall von 1996 zu tun und die geg. Versicherung könnte event., was vom Erwerbsschaden abziehen.

Erstmal

Grüße

Siegfried21



hypothetische Kausalität


http://ruessmann.jura.uni-saarland.de/bvr2003/Vorlesung/hypothetische_kausalitaet.htm

Beispiel 2: (RGZ 68, 352)
Durch einen von S verschuldeten Unfall wird G verletzt und arbeitsunfähig. Nachdem S zwei Jahre lang Rente an G gezahlt hat (§ 843 Abs. 1), erkrankt dieser an multipler Sklerose, wodurch er an den Rollstuhl gefesselt bleibt. Muss S die Rente weiterhin zahlen? (weiteres Beispiel: AG München, VersR 1978, 1078
 

Liza

Mitglied mit negativem Renomee
Registriert seit
24 Juli 2007
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33
Hallo Joest,

ich hatte auch einen schweren Verkehrsunfall mit vielen Dauerschäden und nach ein paar Jahren wurde ein Aneurysma festgestellt. Nach langem Hin und Her und unter Beiziehung von alten Röntgenbildern wurde das Aneurysma dem Unfall zugeordnet.

Ich denke, dass es schwierig wird.

Liza
 

Berichter

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128
Hallo Reickja,

habe hierzu noch einige Fragen und zwar wofür wurde Schmerzensgeld bezahlt und wo hattest Du das Aneuriysma etwa an der Aorta Carotis, weil Du von einem Schlaganfall sprichst ?

Viele Grüße
Berichter
 

Reickja

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
27 Feb. 2007
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448
Liza war gmeint.

Hallo Berichter,

Du hattest mir zwar eine Frage gestellt, aber ich denke Du meintest Liza.

Nichts für ungut.:)
 

Berichter

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
128
Ups,
habe mich wohl etwas vertan, meinte natürlich joest42
Grüße Berichter
 

joest42

Mitglied
Registriert seit
21 März 2007
Beiträge
57
Hallo zusammen,

erstmal danke für euer Interesse,
das Aneurysma war tatsächlich in der Carotis interna.

Seitdem Unfallereignis 1996 leide ich auch noch erheblich unter Tinnitus.

Es besteht unter Umständen die Möglichkeit das sich bei dem Unfall- bei dem ich auch ein HWS - Syndrom mit einer Schädelprellung erlitten habe sogenannte fisteln gebildet haben - aber wie ist das nachzuweisen?

BU wurde ich durch hauptsächlich durch Verletzungen des rechten Armes.

Die generische Versicherung ist wie schon richtig vermutet eine Haftpflichtversicherung.

joest42
 

Berichter

Erfahrenes Mitglied
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6 Sep. 2006
Beiträge
128
Hallo joest42,
ein Aneurysma ist eigendlich eine Bindegewebsschwäche und muß nichts mit Deinem Unfall zu tun haben. Durch ein Aneurysma kommt es zum spontanen Riss der Gefäßwand. Du wist es schwer haben nachzuweisen,
dass die Gefäßwand der Aorta Carotis durch den Unfall gerissen ist, wenn nachgewiesen ist, dass Du ein Aneurysma hattest.:( Es ist ein gefundenes Fressen für Gutachter und Versicherungen Dein Schmerzensgeld abzulehnen.
Viele Grüße
Berichter
 

joest42

Mitglied
Registriert seit
21 März 2007
Beiträge
57
@Berichter
Es geht mir nicht darum Schmerzensgeld für das Aneurysma zubekommen -
die Versicherung will offensichtlich versuchen zu beweisen das ich durch das Aneurysma so und so Berufsunfähig geworden wäre.
Das würde dann bedeuten das Sie nur bis zum Datum des Aneurysmaaufritts Verdienstausfall zahlen müssten.

joest
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

maja

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
1,262
Hallo Berichter!

Ein Aneurisma, ist ein Riß in der Gefäßwand!
Und der entsteht durch eine Überlastung der Gefäße,
also auch durch einen Unfall.

Gruß
maja
 

Berichter

Erfahrenes Mitglied
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6 Sep. 2006
Beiträge
128
Es geht mir nicht darum Schmerzensgeld für das Aneurysma zubekommen -
die Versicherung will offensichtlich versuchen zu beweisen das ich durch das Aneurysma so und so Berufsunfähig geworden wäre.
Das würde dann bedeuten das Sie nur bis zum Datum des Aneurysmaaufritts Verdienstausfall zahlen müssten.

joest
Welche Verletzung hast Du denn dann bei dem Unfall erlitten?

Gruß Berichter
 
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