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Versicherung will mich über´n Tisch ziehen

MrsL

Nutzer
Registriert seit
18 Feb. 2007
Beiträge
5
Ich hatte im September 06 einen unverschuldeten Motorradunfall, wobei ich eine linksseitige Luxation, eine Acetabulumfraktur und einen Innenbandanriss am li. Bein erlitt. Ich hatte 2 Op wobei mir die Hüfte mittels Metallplatte und 8 Schrauben wieder rekonstruiert wurde.

Durch die Verletzung hat sich meine Hüfte in 6 Monaten um 3,6cm verschoben. Das heißt, ich habe kein normales Gangbild mehr. Man rät mir allerdings von einer Schuherhöhung ab, da sich die Hüfte ansonsten nicht mehr alleine grade richten kann. Nach jetzt nunmehr fast 9 Monaten, sind die Schmerzen so stark, sodass ich nur noch mit sehr starken Schmerzmittel laufen kann.

Nach erneuter Nachuntersuchung wurde eine massive Athrose begleitet mir starken Schmerzen und einem ungünstigem Gangbild attestiert. Man bescheinigte mir, dass ich ein künstliches Hüftgelenk brauche und erhielt, wegen den starken Schmerzen, die Indikation dazu.

Jetzt bekam ich von der gegnerischen Versicherung ein Schreiben, indem mir mitgeteilt wurde, dass "nach Art und Schwere der erlittenen Verletzungen und der Dauer der Gesundheitsbeeinträchtigung ein Schmerzensgeld von 6000 Euro angemessen und ausreichend wäre."

Jetzt meine Frage: wer hat ähnliche Verletzungen erlitten und kann mir sagen, welche Höhe an Schmerzensgeld realistisch ist. Da ich lebzeitens eine Behinderung davon tragen muß, will ich wenigstens finanziell nicht über den Tisch gezogen werden.

Liebe Grüsse
Vera L.
 

seenixe

Super-Moderator
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31 Aug. 2006
Beiträge
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Ort
Berlin
Hallo Vera,
Die gegnerische Versicherung versucht sich auf die billige Tour aus der Sache zu verabschieden. Allerdings mußt Du zwei Sachen trennen:
1. Schmerzensgeld
2. Verdienstausgleich
Die Höhe des Schmerzensgeldes ist trotzdem keinesfalls angemessen. Von der Höhe sollte es mindestens das 10 fache als Ausgangsforderung sein und wenn Ihr dann, allerdings nur für das Schmerzensgeld, beim 6-7 fachen Euren Frieden findet, dann ist gut. Passe aber wirklich auf, dass sie Dir keine Abfindungserklärung unterjubeln.
Ansonsten kann ich Dir nur empfehlen, in die einschlägigen Schmerzensgeldtabellen zu schauen.

Gruß von der Seenixe
 

maja

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6 Sep. 2006
Beiträge
1,262
Hallo Vera!

Bin leider keine Spezialistin in Sachen Schmerzensgeld.
Habe Dir aber etwas herausgesucht, Du kannst auf den Link http://www.marktplatz-recht.de/schmerzensgeld/und dann dort nach Deiner speziellen Verletzung, die Höhe des Schmerzensgeld finden.
Nach meinem Wissen gibt es noch mehr Möglichkeiten-Schmerztabellen.
So hast Du aber vielleicht erstmal einen Anhaltspunkt.

Ansonsten kann ich Dir nur raten, Dich auf keinen Fall abfinden zu lassen!

Viel Glück beim Suchen/Finden.

LG Maja
 
Zuletzt bearbeitet:

eleenkool

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Ort
berum (tiefstes dunkles ostfriesland)
hallo.
vor etwa zweieinhalb jahren hatte ich einen ähnlichen unfall.

habe mir aber "nur" eine schulterluxation rechts inkl. korbhenkelabriss zugezogen.

mir wurde eine schraube eingesetzt. eine zweite op wird aufgrund einer verschlechterung der symptomatik (subluxationen) angestrebt.

kann meinen erlernten beruf nicht mehr ausüben.

die gegnerische versicherung (DEVK) bietet mir pauschal 10.000€ und ich soll unterschreiben,dass ich nie wieder etwas von ihnen verlange. ich will aber schmerzensgeld, verdientausfall, fortkommensschaden, umschulung.

da die versicherung sich sträubt verklage ich die xxxxxxx jetzt.

ich rate dir: kämpfe für dein recht! ist zwar ein langer harter weg, aber es lohnt sich.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

MrsL

Nutzer
Registriert seit
18 Feb. 2007
Beiträge
5
Hallo zusammen,

Erstmal vielen Dank für die vielen Antworten.
Es tut gut zu erfahren´, dass man nicht ganz alleine dasteht mit seinen Problemen.
So wie es ausschaut, werde ich mich auf einen langen, harten Kampf mit der Versicherung einstellen müssen.

Ich wünsche allen die in der gleichen oder ähnlichen Situation sind, viel Kraft und Durchhaltevermögen.

Viele Grüsse
Vera
 
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